Buch, Deutsch, Band 127, 330 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 153 mm x 238 mm, Gewicht: 600 g
Reihe: Edition Medienwissenschaft
Zur Situierung von Gewaltbildern in Medienkulturen des 20. und 21. Jahrhunderts
Buch, Deutsch, Band 127, 330 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 153 mm x 238 mm, Gewicht: 600 g
Reihe: Edition Medienwissenschaft
ISBN: 978-3-8376-7810-9
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Mich hat verblüfft, dass die im Buch thematisierten Bilder zwar ablehnenswert sind, sich trotzdem aber an verschiedensten Stellen in Medienöffentlichkeiten befinden und mitunter sogar zu verschiedensten Zwecken genutzt werden. Mit einer kritischen Annäherung an die Eigenheiten der jeweiligen Bilder, ihre Attribute und Rahmungen wollte ich zeigen, inwiefern selbst die problematischsten und schwierigsten Bilder aktiv in Medienkulturen eingebunden bleiben und deren Funktionslogiken widerspiegeln.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch zeigt eine interdisziplinäre, medial und historisch übergreifende Forschung an Gewaltbildern, die sich mit diesen direkt auseinandersetzt. Es plädiert für eine Annäherung an die Bilder, die zeigt, dass ihre Marginalisierung und Pathologisierung zu kurz greifen. Darüber hinaus war es mir ein Anliegen, im gesamten Verlauf auch die Forschung als in die Gewaltzusammenhänge der Bilder eingebunden mitzubedenken.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Gegenwärtige Medienkulturen sind durchzogen von audiovisuellen Bildern, die affizieren und emotionalisieren, oftmals aber unzuverlässig in Bezug auf ihre Kontexte sind. Die untersuchten Gewaltbilder funktionieren als extreme Beispiele für die Potenziale von Medienkulturen, die auf diese Weise visuell mitbestimmt werden. Die hier geleistete Untersuchung vollzieht dies interdisziplinär über Konzepte aus der Literaturwissenschaft, Performance Studies, Soziologie und Feminist New Materialism nach.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit der US-amerikanischen Filmwissenschaftlerin und Phänomenologin Vivian Sobchack, die großen Einfluss auf das Buch hat.




