Buch, Deutsch, 206 Seiten, Taschenbuch, 12 x 19 cm, Format (B × H): 118 mm x 190 mm, Gewicht: 199 g
Das Unterbewusstsein entschlüsseln, um Blockaden und Symptome aufzulösen
Buch, Deutsch, 206 Seiten, Taschenbuch, 12 x 19 cm, Format (B × H): 118 mm x 190 mm, Gewicht: 199 g
ISBN: 978-3-86374-605-6
Verlag: Mankau Verlag
Ein neunjähriges Mädchen liest seiner Mutter ein paar Fragen vom Blatt vor; wenig später verschwinden deren chronische Fußschmerzen. Ein Student unterhält sich in einer Kneipe mit seinem Freund über dessen Migräne; die Kopfschmerzen bleiben daraufhin aus. Ein Blumenhändler schreibt eine kurze E-Mail an eine ihm fremde Frau; schlagartig ist diese von ihrer Eiweißallergie geheilt.
Offenbar haben bestimmte Fragen und Aussagen das Potenzial, langjährige Blockaden und Symptome im Nu aufzulösen. Wunderheilung? "Nein, angewandte moderne Tiefenpsychologie", sagt der Diplom-Pädagoge und Tiefenpsychologe Andreas Winter. "Psychologie ist kein Elfenbeinturm und Psychotherapie ist kein heiliger Gral. Wir alle haben eine Psyche, wir alle können mit dem richtigen Grundverständnis hilfreich psychologisch arbeiten", davon ist der Autor überzeugt.
Und der Erfolg gibt ihm Recht: Hunderte von Winter geschulte, psychologisch interessierte Laien und natürlich auch Profis bekämpfen Symptome wie Übergewicht, Allergien, Neurodermitis, Phobien und sogar Borderline-Störungen in Rekordzeit. Durch das bloße Bewusstmachen frühkindlicher Ursachen und das Vermitteln der intelligenten Logik eines Symptoms verändern sich plötzlich Empfindungs- und Verhaltensmuster der Klienten - und somit deren Beschwerden.
Wollen auch Sie sich selbst und anderen effektiv helfen? Wie einfach dies erlernt werden kann und welche Fragen das kleine Mädchen seiner Mutter vorgelesen hat, erfahren Sie in diesem faszinierenden Ratgeber.
- Erstmals als (aktualisiertes und überarbeitetes) Taschenbuch! -
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
INHALT
Vorwort von Jürgen Fliege
Einleitung
1. DIE AUSGANGSLAGE
Darf ein Arzt noch heilen?
2. DIE THEORIE
Hardware versus Software - Gedanken steuern den Körper
Warum werden Menschen krank - und sterben nicht aus?
Stress macht den Unterschied
Das Leben zu verändern kann so einfach sein
Der Körper und sein General
Erinnern ist leichter als Vergessen
Symptomgenese
Konditionierung
Psychosomatik - die Symbolsprache des Körpers
Das Wunder der Medizin: Der Placebo-Effekt
3. DAS COACHING
Die Entkopplung von unterbewussten Symptomauslösern
Voraussetzungen für ein Coaching
Symptomgewinn - Erpressung zu Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme
Hypnose - was ist das und wozu braucht man das?
Zehn Fragen, die das Leben verändern
Das Reframing - was Hänschen nicht stresst, stresst Hans nimmermehr!
Möglichkeiten und Grenzen des Coachings
Trotz - der natürliche Feind des Therapeuten!
Die Chance für den Arzt: Trotz dem Trotz
4. SYMPTOM ODER KRANKHEIT?
Borderline-Störung - intelligente Rache der Misshandelten
Creutzfeld-Jacob-Syndrom - das aufgegebene Gehirn
Morbus Bechterew - der brave Lastenesel
Diabetes Typ II - Schuldgefühl für unverdiente Belohnung
Morbus Crohn - sich selbst verdauen
Tinnitus und Schwerhörigkeit - der Schrei nach Ruhe
Schlafstörungen - Ruhe ist gefährlich
Allergien - Wut und Feigheit machen krank
Kluger Krebs und kluge Lösung
5. LIVE AUS DER PRAXIS
Spinnenphobie
Höhenangst
Migräne: Die Perfektionistenkrankheit - in einer Kneipe kuriert
Aufklärung kontra Chemotherapie - k. o. in der ersten Runde!
Brustkrebs als Ausweg aus der Mutterrolle
Erfolge meiner Schüler
Die schnellste Raucherentwöhnung meines Lebens
Meine größten Misserfolge
6. ÜBUNGEN FÜR DEN COACH
Erinnern lassen
Reframing: Die Komik in der Tragik entdecken
Häufige Fragen
Epilog: Denkst du anders, lebst du anders!
Nachwort zur Erstausgabe von Uwe Dolata
Ausbildung zum Gesundheitsberater
Zum Autor
Weitere Bücher von Andreas Winter
Audio-CDs und DVDs von Andreas Winter
Anmerkungen
Notizen
Stichwortregister
((Auszug aus dem Kapitel "3. DAS COACHING"))
SYMPTOMGEWINN - ERPRESSUNG ZU AUFMERKSAMKEIT UND RÜCKSICHTNAHME
Damit ein Klient in Zukunft auf seine Symptome verzichten kann, kläre ich ihn zudem über das Phänomen "Symptomgewinn" auf: "Ein Symptom hat immer einen Adressaten", so beginne ich. "Dieser Adressat sitzt Ihnen meist nicht gegenüber, sondern in Ihrem Kopf, und hat in der Realität viele Vertreter." Irgendjemand soll wissen, wie schlecht es Ihnen geht, selbst wenn dieser jemand schon längst auf dem Friedhof liegen sollte - in Ihrem Kopf ist er quicklebendig und verurteilt Sie permanent für Ihre Fehler, Faulheit, Dummheit und Unzuverlässigkeit. Damit dieses personifizierte "Schlechte Gewissen" uns in Ruhe lässt, "zeigen" wir ihm unbewusst, wie eingeschränkt wir sind, wie schlecht es uns geht und wie sehr wir Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit brauchen.
So können Rückenschmerzen, Allergien oder Grippe eine hervorragende Ausrede sein, warum wir eine Aufgabe nicht bewältigen konnten - nicht etwa, weil wir verweigern oder überfordert sind, sondern weil wir offenbar nicht können! Das Dumme ist, dass uns niemand tatsächlich unsere Schwäche verzeiht. Man duldet unsere Symptome, aber man entschuldigt sie nicht! Wenn man also auf sein Symptom rückfallfrei und verschiebungsfrei verzichten will, muss man herausfinden, wie man auch ohne Symptom in den Genuss des Symptomgewinnes kommt, also wie man von seinen Mitmenschen echte Bewunderung und Unterstützung bekommt. Dazu ist wichtig, dass man sich einer soziologischen Grundregel bewusst ist, um die niemand herumkommt. Die Frage lautet:
"Bereichern oder belasten Sie?"
Das bedeutet: In einem Sozialkontakt wird stets entschieden: Bereichert oder belastet Ihre Anwesenheit oder der Gedanke an Sie? Nerven Sie, wenn man an Sie denkt, oder findet man es gut, dass es Sie gibt? Niemand kommt um die Antwort herum! Sie nicht und Ihr Gegenüber auch nicht. Wir können nicht anders, als immer abzuwägen, ob sich der Kontakt lohnt oder nicht. Vorsicht: Ein Sozialkontakt ist nur so lange neutral, wie keine Resonanzen auftreten. Sobald Sie etwas mehr mit Ihrem Mitmenschen zu tun haben, treten Sie in Resonanz, also in eine Beziehung. Diese ist entweder negativ oder positiv. Und wehe, der Daumen Ihres Gegenübers zeigt nach unten, dann wird es bei nächstmöglicher Gelegenheit den Kontakt abbrechen.
Höflichkeit, Stärke, Unterlegenheits- oder Schuldgefühl bei einem Menschen ermöglichen, dass er sich trotz Negativresonanz zunächst freundlich verhält und mitspielt. Aber verliert er sein Schuldgefühl oder seine Stärke, wird er sich abwenden. (...)
Nerven Sie in Ihrem Job durch Krankheit, Depression oder die Ausstrahlung eines Opfers, fliegen Sie eines Tages raus, sobald die Gelegenheit dazu besteht. Sind Sie eine wirkliche Bereicherung für denjenigen, der über Sie zu entscheiden hat, läuft er Ihnen bis nach der Rente noch hinterher. Die Währung, durch die Sie bereichernd wirken und mit der Sie Ihre Unterstützung bekommen, besteht aus Ihrer Selbstsicherheit, Selbstliebe, dem tiefen bedingungslosen Respekt für andere und der bejahenden Menschenliebe. Wenn Sie Ihrem Gegenüber das Gefühl vermitteln, dass Sie es so akzeptieren, wie es ist, und Sie selbst mit sich im Reinen sind, so empfindet man Sie als angenehme Bereicherung. (...)
VORWORT ZUR ERSTAUSGABE VON JÜRGEN FLIEGE
Der klassische Medizinbetrieb ist im Umbruch. Die wirtschaftlichen Aspekte und die Patienten zwingen ihn dazu. Die einen, weil er sich einfach fortschreibend nicht mehr finanzieren lässt, und die anderen, weil sie die sprachlose Schulmedizin nicht mehr ausschließlich als ihr Heil ansehen und nach anderen Wegen suchen wie angestautes Wasser.
Die Entdeckung der alle Krankheit begleitenden sozialen, psychischen und spirituellen Komponenten kommt dagegen schnell vorwärts. Der Mensch ist eben keine Maschine und auch kein ausschließlich chemisches Mixtum. Er ist auch ein soziales, seelisches und geistiges Wesen, das an diesen Stellen seiner Existenz erkranken, aber eben auch geheilt werden kann.
Wenn jetzt Andreas Winter einen Versuch unternimmt, in diesem Umbruch der Medizin seinen Beitrag einzubringen, nämlich einmal danach zu schauen, welche seelischen, oft chronischen Prägungen und Programme den Menschen erst einmal erkranken lassen und dann auch noch an die Krankheit fesseln, dann lässt das hoffen. Schließlich ist Winter dadurch bekannt geworden, dass er seine Klienten nicht jahrelang an eine Couch fesselt, sondern quasi in einem Hauruckverfahren auf die seelisch falsch verkoppelten Lebenserfahrungen stößt, um sie dem Patienten zu zeigen und aufzulösen.
Jürgen Fliege
Evangelischer Pfarrer, Fernsehmoderator und Autor
im September 2011




