Versuch einer materialistischen Musiksoziologie
Buch, Deutsch, 384 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 180 mm
ISBN: 978-3-944503-34-9
Verlag: XS-Verlag
Von den Beatles bis Taylor Swift feiert der Pop die Liebe als Instanz zur Erlangung existenziellen Glücks. Als Hegelsche »Kunst des Gemüts, die sich unmittelbar an das Gemüt selber wendet«, erscheint die Musik zudem als die für das Gefühl der Liebe prädestinierte Kunstform. Doch das Liebeslied ist kein bloßes Genre, sondern die ästhetische Form, in der das Subjekt seine in der Konkurrenzgesellschaft konstituierte Gefühlswelt verhandelt.
Kenntnisreich untersucht Philipp Wulf die Genese des romantischen Liebesbegriffs, die Ästhetik von Pathos und Sentimentalität, Phänomene wie Guilty Pleasure oder das bewusste, distinguierte Konsumieren von Kitsch via »Camp«. Seine ideologiekritische Studie ist eine Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen unseres Hörens und Empfindens – und zugleich eine implizite Liebeserklärung an die Kunstform des Popsongs.
Zielgruppe
Kultur- und Geisteswissenschaftler mit Pop-Sozialisation, (ehemalige) »Spex«- und Feuilleton-Leser sowie ein pop-affines, diskursbegeistertes Publikum mit starkem Interesse an Popkultur, Musiksoziologie und Kritischer Theorie.




