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Yedlin | Das falsche Buch | Buch | 978-3-0369-5064-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 544 Seiten, gebunden, Format (B × H): 125 mm x 188 mm, Gewicht: 482 g

Yedlin

Das falsche Buch

Roman
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-0369-5064-8
Verlag: Kein + Aber

Roman

Buch, Deutsch, 544 Seiten, gebunden, Format (B × H): 125 mm x 188 mm, Gewicht: 482 g

ISBN: 978-3-0369-5064-8
Verlag: Kein + Aber


Die junge Mutter Rona ist überfordert – mit dem Kind und mit dem großen Roman, den alle, insbesondere ihr Mann Gidi, von ihr erwarten. Doch wie soll ihr ein bedeutender literarischer Wurf gelingen, wenn das Einzige, was sie seit der Geburt lesen kann, Romance-Bücher sind? Ohne Gidi davon zu erzählen, nimmt sie an einem Romance-Schreibwettbewerb teil. Sie kann ja nicht ahnen, dass ihre anonyme Teilnahme den ersten Platz belegen wird und ein Verlag bei ihr anklopft. Der Roman wird zum Erfolg, und überall spekuliert man, wer hinter dem Pseudonym steckt. Rona weiß nicht, wann sie aus der Deckung gehen muss.

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I

1.

Endlich war er eingeschlafen.
Sie stand im Wohnzimmer, den schlafenden Säugling an ihrer Schulter; legte sie ihn ab, würde er aufwachen. Sie verspürte das Bedürfnis, ihn loszuwerden, sich das Recht auf ein Vergehen zurückzuholen, nachts verbotene Dinge zu tun in dieser Stillphase, ein Parallelleben zu leben, als Entschädigung gewissermaßen.
Die Wohnung war teilnahmslos, aus dem Zimmer trug es Gidis Schlaf herüber. Er hatte gesagt: »Weck mich, wenn du durchdrehst, weck mich ruhig. Warum weckst du mich nicht, damit ich dich ablöse?« Aber Rona hatte ihn noch nie geweckt.
Sie trat ins Schlafzimmer. Hätte gerne gehabt, dass er aufwachte. Aber Gidi lag auf dem Rücken, den Mund aufgesperrt, als würde er sich nie sorgen, auch nicht, bevor er einschlief. Plötzlich verstand sie, wie man dazu kommt, jemanden umzubringen, und ein kleines Verlangen regte sich in ihr. Immerhin war sie schon im toten Winkel, versperrte mit ihrem großen Körper die Türöffnung. Aber ein kleines Verlangen genügte offenbar nicht.
Sie kehrte zurück ins Wohnzimmer. Würde Law & Order: Special Victims Unit schauen, ohne Ton. Gidi verabscheute die Serie. Behauptete, das sei eine moderne, gesellschaftlich akzeptierte Metamorphose von Frauenhass, eine kollektive Vergewaltigungs- und Erniedrigungsfantasie, die sich unter einem scheinheiligen Deckmantel schon Gott weiß wie viele Staffeln hielt. Als Rona eingewandt hatte, es gäbe dort auch Männer, die vergewaltigt würden, umgebracht, sagte er: »Toll, wie schön, jetzt kannst du dir das ja bedenkenlos anschauen. Aber du verstehst schon den Mechanismus, oder?«
Alles, was sie jetzt tun musste, war, sich aufs Sofa sinken zu lassen, ganz behutsam darauf zu landen, damit Tabbai nicht aufwachte. Langsam, ganz langsam beugte sie die Knie, krümmte den Rücken nach hinten, den Blick im schiefen Winkel auf den Säugling geheftet, ihr Kinn ans Schlüsselbein gepresst. Mit äußerster Kraftanstrengung senkte sie den Hintern noch ein wenig. Ihre Knie zitterten. Aber die Anziehungskraft des Sofas war zu verlockend, seine unmittelbare Nähe einfach teuflisch, und im letzten Augenblick ließ sie sich das noch verbleibende Stückchen einfach fallen, wechselte zu früh vom konzentrierten Bemühen zur Erschlaffung.
Tabbai bewegte sich. Sie hielt den Atem an. Er krallte sich fester an ihre Schulter. Sie erstarrte. Würde er wieder einschlafen? Gidi sagte immer: »Er muss tief schlafen, lass ihn, lass ihn.« Und sie ließ ihn, soweit ihre Geduld es erlaubte, für einen langen, stummen Augenblick. Dann wagte sie, sich mit ihm zurückzulehnen, die Beine gespreizt, und in ihrem Körper breitete sich kurzfristig Erleichterung aus, bis diesem wieder einfallen würde, was ihm alles fehlte.
Sie streckte die rechte Hand aus, um das Sofa nach der Fernbedienung abzutasten. Aber da war nichts. Sie besah sich den Tisch, aber dort lag sie auch nicht. Sie holte tief Luft, ein Luftholen, das sie kannte, ein Tiefdurchatmen, anstatt zu weinen.
Das hatte sie nicht verdient, nicht nachts um zwei. Sie hatte Law & Order verdient. Gidi hatte bei einer Gelegenheit gemeint: »Schon interessant, da mal drüber nachzudenken: Warum ausgerechnet jetzt? Also, das hängt sicher mit Tubs Geburt zusammen.« Und Rona hatte gesagt: »Klar hängt das damit zusammen! Ich schlafe nicht, habe keine Kraft, keinen Verstand mehr.« »Mir scheint, du machst dir das Leben ein bisschen zu einfach «, beharrte er. »Immerhin gibt es ja eine Million andere Programme. Rein intuitiv würde ich sagen, das hängt irgendwie mit dem Bösen zusammen, mit unserem Verhältnis zum absoluten Bösen von dem Moment an, in dem wir Kinder haben. Aber nur du kannst wissen, ob das in deinem Fall zutrifft.«
Ihr Blick wanderte zum Fernseher, vielleicht hören wir uns erst mal an, was der dazu meint. Aber der Fernseher war ausgeschaltet, und die Fernbedienung lag obenauf, wie bei Alleinstehenden im Wohnzimmer. Als hätte sie sie dort in ihrer eigenen Vergangenheit vergessen, unerreichbar für sie.
Tränen traten ihr in die Augen. Wieder mal schien ihr, etwas stimmte nicht, dass es etwas gab, das sie nicht wusste, nicht richtig machte. Es konnte ja nicht sein, dass alle, Hunderte Millionen Mütter auf diesem Planeten, schlechtere als sie, denn es gab sicher schlechtere als sie, Mütter, die kein Glück hatten, die aus eigenen Gründen unglücklich waren – dass die das alle so machten, in dieser Form, Tag für Tag, ein Kind nach dem nächsten, ohne das je zu stoppen. Irgendjemand hätte das längst gestoppt, wenn das alles so richtig wäre, wenn es wirklich so sein sollte. Wie damals, als sie den Wäschetrockner gekauft hatten und die Wäsche erst nach fünf oder sechs Mal Durchlaufenlassen trocken wurde, und Rona und Gidi nicht verstanden, wofür soll man dann überhaupt einen Wäschetrockner kaufen? Das ist das große Glück? Bis Gitit ihr gesagt hatte: »Du machst doch den Filter sauber? Du weißt, du musst den Filter reinigen? Ich wusste es am Anfang nämlich auch nicht.«
Sie machte einen langen Arm und pflückte den Kindle vom Tisch. Seit der Geburt hatte sie rein gar nichts mehr gelesen. Genau genommen vielleicht sogar ein bisschen länger schon nicht, aber die Zeit in der Schwangerschaft zählte nicht, war von vornherein verziehen. Warum hatte sie nicht gelesen? Zu gern hätte sie geantwortet: Darum. Hätte ihr neues, nicht belesenes Leben der Welt in die Visage geklatscht, als Strafe gewissermaßen. Aber niemanden kümmerte das, das wusste sie sehr gut.
Nun, Gidi kümmerte es schon. Aber Gidi wusste nichts davon. Nicht, dass sie ihn angelogen hätte – sie hatte es einfach nicht erzählt. Ohnehin wäre es sonderbar gewesen, von etwas zu erzählen, das man nicht tat. Aber sie wusste genau, er ging davon aus, dass sie las, genauso wie er annahm, sie schriebe noch.
Wann? Wann um alles in der Welt hätte sie das tun sollen, seiner Meinung nach? Vielleicht ja nachts, eine hinlänglich dehnbare Zeit, um alle möglichen Sachen zu tun. Aber auch morgens war vielseitig nutzbar, jede Zeit, bis auf die, die sie zusammen verbrachten, war universell einsetzbar; vage genug und weit genug entfernt von ihm, um sich vorstellen zu können, sie wäre ausreichend.
Was würde passieren, wenn er es wüsste? Vielleicht würde er sagen: »Sei vorsichtig, niemand sollte mehr schreiben, als er selbst liest.« Und sie würde sagen: »Sei unbesorgt.«
Das Gerät antwortete ihr höflich, schluckte seine Vorhaltungen. Sie stellte fest, sie las tatsächlich etwas: Zigaretten von Harry Mathews. Was soll das sein? Sie wischte zurück, aber das half nicht. Diese Menschen kamen ihr nicht bekannt vor. Sie las die Zusammenfassung. Vielleicht fing sie einfach noch mal neu an. Doch dann stahl sie sich aus dem Buch, als vernichtete sie Beweise, wusste selbst nicht, wofür. Für ihren eigenen Gedächtnisschwund oder für etwas anderes?
»Bücher, die Ihnen gefallen könnten: Liebe morgen früh . Mallory Whitecliff, eine junge Archivarin, die mit ihren Eltern in einer winzigen Sozialwohnung auf der falschen Seite von Los Angeles lebt, stößt eines Tages auf eine Anzeige: Ein neuer Service – ein Bli … Lesen Sie weiter.«
Und plötzlich musste sie es wissen. Ein Bli… – was?! Sie gehorchte: Lesen Sie weiter. » Ein Blick in die Zukunft! Wissenschaftlich überwacht und ohne Nebenwirkungen. Mallory wird neugierig. Drei Tage und einhundertfünfzig Dollar später findet sich Mallory in einem kleinen Raum wieder, ihr Kopf in einem teleskopartigen Gerät: In wenigen Augenblicken wird ihr ein Bild aus ihrer Zukunft gezeigt werden.
Mallory bereute bereits: Was konnte da schon auf sie warten? Irgendein öder, miserabel bezahlter Bürojob? Eine Vernunftehe mit einem verfetteten Ehemann? Es gibt Dinge, die weiß man besser nicht. Mallory wollte sich gerade aus dem Gerät befreien, da erschien ein Bild auf dem Display: Sie trug ein schönes, elegantes Kleid, und neben ihr stand ein groß gewachsener, muskulöser, gut gekleideter Mann, der sie zärtlich anschaute.
Wer ist der geheimnisvolle Mann auf dem Bild? Und was verbindet ihn mit einer jungen Frau, deren Träume sich darauf beschränken, die Stromrechnung der Familie rechtzeitig bezahlen zu können? Ist Mallory womöglich einem raffinierten Betrug aufgesessen? Doch ändert das etwas? Welche Macht haben Fantasie, Willenskraft, Begehren und Liebe in unserem Leben?
Liebe morgen früh ist der erste Teil der Trilogie Liebe zurzeit der beliebten Bestsellerautorin Gillian A. Woodrocks, die die Herzen von Lesern auf der ganzen Welt erobert hat. Weitere Titel der Serie: Liebe gestern früh und Liebe vorgestern früh
Sie besah sich das Cover: Nur der Mann war dort zu sehen, wie er auf die Bay schaute, und vom Horizont streckte sich ihm eine Frauenhand entgegen. Wenn das die Bücher sind, die sie deren Meinung nach interessieren sollten, dann hatte sie die Zügel vielleicht tatsächlich ein bisschen arg schleifen lassen. Andererseits, auch Abraham B. Jehoshua wurde ihr vorgeschlagen.
Sie las den Klappentext noch einmal. Mal angenommen, das Cover zeigte ein abstraktes Gemälde, und auf dem Einband stünde: »In den Ruinen der Post-TrumpÄra erliegt eine junge, mollige und von Selbsthass zerfressene Frau der Versuchung, einen Blick in die eigene Zukunft zu werfen. Doch das Vorhaben wird schon bald zu einer albtraumhaften Reise in die harten amerikanischen Randbezirke, die Abgründe und zu Träumen, die nur enttäuschen können – und in eine Seele, die darum kämpft, ihren Platz zu finden. Gillian A. Woodrocks wurde in Sambia geboren als Tochter von Eltern, die weder lesen noch schreiben konnten. Sie war sechsundzwanzig, als in Großbritannien ihr erster Roman erschien und in der Verlagswelt für eine Sensation sorgte.« Würde sie das Buch dann nicht lesen? Selbst Gidi würde es lesen, vielleicht.
Gitit jedenfalls las solche Bücher. Als Rona sich bei ihr beklagt hatte, sie lese überhaupt nichts mehr, seit Tabbais Geburt könne sie sich nicht mehr aufraffen, hatte Gitit gesagt: »Versuchs mal mit Podcasts, das höre ich, wenn ich mit dem Kinderwagen unterwegs bin. Es gibt echt gute. Weißt du, was der beste Podcast ist, den ich höre?« »Na?«, hatte Rona gefragt, und Gitit erwiderte: »Der über Romance.« »Was?! Also Liebesromane?« »Historical Romance, Romantasy, paranormale Romance«, führte Gitit aus. »Das sind schon nicht bloß … Liebesromane . « »Wahnsinn, du bist ja richtig firm«, staunte Rona, und Gitit sagte: »Ich?! Das ist gar nichts, hör mal in den Podcast rein. Ich sag dir, der ist klug, witzig, du wirst ihn lieben.« »Dämlich witzig oder selbstreflektiert witzig?« »Mehr selbstreflektiert geht gar nicht! Das sind Frauen, die sind klüger als du und ich zusammen. Da gehts drum, was es heißt, eine Frau zu sein oder ein Mann, um Sex und … Die sind einfach fantastisch, echt.« »Was? Liest du die Bücher hinterher etwa auch?«, fragte Rona. »Ich lese nichts anderes mehr, seit – anderthalb Jahren?«, bekannte Gitit, und Rona fragte: »Seit der Schwangerschaft?« »Das hat mit der Schwangerschaft nichts zu tun.« »Womit dann?«, fragte Rona, und Gitit meinte: »Womit nicht?«
Sie hatte fragen wollen: »Aber sind das nicht alles ein bisschen idiotische Bücher?« Hatte sich aber zurückgehalten. Gitits Sohn Michael war einen Monat und drei Wochen älter als Tabbai. Was genügte, um Gitits Aussagen Gültigkeit zu verschaffen. Milchersatzprodukte sind in Ordnung, Fernsehen ist in Ordnung, an der Brust einschlafen lassen ist in Ordnung, alles ist in Ordnung. Eine im Orbit schwebende, fluide Gültigkeit, eine Gültigkeit quasi ohne Gültigkeit. Was Rona jedoch nichts machte, niemand würde ihr deswegen ihren Sohn wegnehmen. Aber Michael würde immer sieben Wochen älter als Tabbai sein, so wie Tirza und Noa immer älter als sie sein würden, und Gidi auch. Und plötzlich hatte eine kleine Widerspenstigkeit sie gejuckt, vielleicht sogar die heimliche Lust, jemanden zu erniedrigen, nur um zu sehen, ob sie noch am Leben war.
Gitit hatte gefragt: »Möchtest du, dass ich dir was empfehle?« »Lass mal, ich hab im Augenblick nicht den Kopf dafür«, wiegelte Rona ab, doch Gitit sagte: »Ich schick dir was. Schadet ja nichts. Schlimmstenfalls lässt du’s.«
Sie gingen schweigend, jede ihr Kind vor sich herschiebend. Rona schwankte, ob sie entweder ihre Meinung über Gitit oder zur »Romance-Literatur« überdenken musste. Hätten sie sich auch ohne die Kinder angefreundet? Ihr schien, dass ja. Aber sie wusste auch, das war eine Antwort ohne Wert. Als wären sie in ein anderes Urteilsuniversum eingetreten, eine Welt, in der es Kinder gab und die keinerlei Kontakt zu ihrer früheren Welt hatte. Gitit sagte: »Ist aber auf Englisch.« »Was ist auf Englisch?«, fragte Rona. »Der Podcast.«
Ihre Schulter schmerzte. Sie warf einen Blick zur Uhr: zwanzig vor drei. Er würde bald wieder aufwachen. Sie stapelte zwei Kissen auf der Sofalehne rechts von ihr, drehte langsam ihren Körper und ließ sich zurücksinken, den Säugling auf ihrer Brust liegend, bis ihr Nacken gelandet war. Sie winkelte den Kindle auf ihrem Bauch an, die Rückseite des Geräts zum Schlafzimmer zeigend, schaute aber dennoch ein weiteres Mal verstohlen dorthin, ehe sie es anklickte: »Kapitel 1«.


Lemke, Markus
Markus Lemke übersetzt aus dem Hebräischen und Arabischen und hat u. a. Autoren wie Dror Mishani, Abraham B. Yehoshua, Noa Yedlin und Eshkol Nevo ins Deutsche übertragen. 2021 wurde Lemke mit dem Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis ausgezeichnet.

Yedlin, Noa
Noa Yedlin, geboren 1975, ist Preisträgerin des Sapir-Preises und des Levi-Eshkol-Preises, wurde vom Haaretz-Magazin zu einer der »66 israelischen Frauen, die man kennen sollte« gekürt und gilt als eine der führenden Autorinnen Israels. In deutscher Übersetzung erschienen bei Kein & Aber bereits die Romane Leute wie wir und Unter Freunden stirbt man nicht, der unter demselben Titel als Serie verfilmt wurde. Das falsche Buch ist Noa Yedlins dritter Roman bei Kein & Aber.

Noa Yedlin, geboren 1975, ist Preisträgerin des Sapir-Preises und des Levi-Eshkol-Preises, wurde vom  Haaretz -Magazin zu einer der »66 israelischen Frauen, die man kennen sollte« gekürt und gilt als eine der führenden Autorinnen Israels. In deutscher Übersetzung erschienen bei Kein & Aber bereits die Romane Leute wie wir und Unter Freunden stirbt man nicht , der unter demselben Titel als Serie verfilmt wurde. Das falsche Buch ist Noa Yedlins dritter Roman bei Kein & Aber.

Markus Lemke übersetzt aus dem Hebräischen und Arabischen und hat u. a. Autoren wie Dror Mishani, Abraham B. Yehoshua, Noa Yedlin und Eshkol Nevo ins Deutsche übertragen. 2021 wurde Lemke mit dem Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis ausgezeichnet. 



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