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Buch, Deutsch, 600 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Die identitätsstiftende Funktion von Abraham, Mose und David in der intentionalen Geschichtsschreibung des Lukas
Buch, Deutsch, 600 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Reihe: Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament
ISBN: 978-3-16-200619-6
Verlag: Mohr Siebeck
Lukas bindet seine Gründungserzählung im gleichnamigen Evangelium und in der Apostelgeschichte eng an die Geschichte Israels zurück und verwebt sie mit ihr; so stiftet er Kontinuität und schließt zugleich an Erwartungen der griechisch-römischen Welt an. In diesem Zusammenhang werden Abraham, Mose und David sowohl als erinnerte Figuren der Frühzeit in den Blick genommen, z.B. in väterzentrierten Geschichtsrückblicken, als auch für theologische Aussagen innerhalb von hymnischen, narrativen und argumentativen Zusammenhängen angeführt. Carolin Ziethe untersucht, welche Funktion diesen Väterfiguren im Gedächtnisgemälde des Lukas, in seiner intentionalen Geschichtsschreibung zukommt. Methodisch knüpft die Untersuchung an die Forschung zum kulturellen Gedächtnis, zu Markern kollektiver Identität, an die Forschung zur intentionalen Geschichtsschreibung sowie an Diskurse um Identitätsfiguren und exempla-Forschung an. Ziel ist es, die Väterfiguren angesichts der kulturellen Doppelkodierung der lukanischen Werke in deren Funktion für das lukanische Gedächtnisgemälde (K. Backhaus) zu profilieren. Es zeigt sich ein komplexes Rezeptionsbild, in dem Abraham, Mose und David als personifizierter Teil der Herkunftsgeschichte Aufschluss über das Selbstverständnis der lukanischen Gemeinde geben. Allen drei Vätern kommen Funktionen zu, die auf die Gegenwart des Lukas ausgerichtet sind. Durch Abraham, Mose und David verankert Lukas das göttliche Heilswirken in der Tiefe der Geschichte und zugleich gibt er seiner Darstellung ein spezifisches Profil. Die lukanischen Väterzeichnungen stiften Gegenwartsrelevanz und Kontinuität: Nach außen legitimieren und verteidigen sie Lukas' Erzählung, nach innen vergewissern und orientieren sie die Gemeinde.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Sozialwissenschaften Medien- und Kommunikationswissenschaften Medienwissenschaften Medientheorie, Medienanalyse
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Bibelwissenschaften Neues Testament: Exegese, Geschichte
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Rezeption, literarische Einflüsse und Beziehungen
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Alte Geschichte & Archäologie
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Bibelwissenschaften Altes Testament: Exegese, Geschichte
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein Heilige & Traditionelle Texte, Mythologie, Vergleichende Mythologie
Weitere Infos & Material
1 Einleitung
1.1 Abraham, Mose und David im Gemälde des Lukas
1.2 Die doppelte Verortung: frühjüdische und griechisch-römische Väterrezeption
1.3 Einordnung in die Forschung
1.4 Methodische und hermeneutische Aspekte
1.5 Vorhaben und Aufbau der Arbeit
2 Abraham
2.1 Erinnerung an die Geschichte Abrahams - Apg 7,1-8.17
2.2 Gottes Erbarmen als Verheißung für Abrahams Kinder
2.3 Wer sind Abrahams Kinder?
2.4 Die Verheißung erfüllt sich - Apg 3,12-26
2.5 Abraham lehrt seine Kinder: Ein Gespräch im Jenseits über die Bedeutung von Mose und Propheten - Lk 16,19-31
2.6 Die lukanische Abrahamzeichnung
3 Mose
3.1 Erinnerung an die Mosegeschichte und seine Stilisierung zur Führungsgestalt - Apg 7,20-40
3.2 Mose als Präfiguration für Jesus: die Mose-Christus-Typologie
3.3 Mose und das Gesetz des Mose
3.4 Die lukanischen Mosezeichnung
4 David
4.1 Erinnerung an die Daviderzählung
4.2 David und die Schrift
4.3 Jesus der Sohn Davids
4.4 Die Erfüllung der davidischen Herrschaftsverheißung
4.5 Die lukanische Davidzeichnung 395
5 Abraham - Mose - David. Das lukanische Väterbild
5.1 Drei lukanische Väterportraits
5.2 Grundlegende Charakteristika der lukanischen Väterrezeption
5.3 Verbindungslinien: Komplementäre Aspekte der Figurenzeichnung
5.4 Die Funktion der Väter für das Selbstverständnis der Gemeinde
5.5 Fazit
1 Einleitung
1.1 Abraham, Mose und David im Gemälde des Lukas
1.2 Die doppelte Verortung: frühjüdische und griechisch-römische Väterrezeption
1.3 Einordnung in die Forschung
1.4 Methodische und hermeneutische Aspekte
1.5 Vorhaben und Aufbau der Arbeit
2 Abraham
2.1 Erinnerung an die Geschichte Abrahams - Apg 7,1-8.17
2.2 Gottes Erbarmen als Verheißung für Abrahams Kinder
2.3 Wer sind Abrahams Kinder?
2.4 Die Verheißung erfüllt sich - Apg 3,12-26
2.5 Abraham lehrt seine Kinder: Ein Gespräch im Jenseits über die Bedeutung von Mose und Propheten - Lk 16,19-31
2.6 Die lukanische Abrahamzeichnung
3 Mose
3.1 Erinnerung an die Mosegeschichte und seine Stilisierung zur Führungsgestalt - Apg 7,20-40
3.2 Mose als Präfiguration für Jesus: die Mose-Christus-Typologie
3.3 Mose und das Gesetz des Mose
3.4 Die lukanischen Mosezeichnung
4 David
4.1 Erinnerung an die Daviderzählung
4.2 David und die Schrift
4.3 Jesus der Sohn Davids
4.4 Die Erfüllung der davidischen Herrschaftsverheißung
4.5 Die lukanische Davidzeichnung 395
5 Abraham - Mose - David. Das lukanische Väterbild
5.1 Drei lukanische Väterportraits
5.2 Grundlegende Charakteristika der lukanischen Väterrezeption
5.3 Verbindungslinien: Komplementäre Aspekte der Figurenzeichnung
5.4 Die Funktion der Väter für das Selbstverständnis der Gemeinde
5.5 Fazit




