Adams | Dagger | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 22, 117 Seiten

Reihe: Alien Breed Series

Adams Dagger


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7502-2205-2
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 22, 117 Seiten

Reihe: Alien Breed Series

ISBN: 978-3-7502-2205-2
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als Dagger auf der Erde ist, kommt er einer jungen Frau in höchster Not zu Hilfe, Zu seiner Überraschung erkennt er in ihr seine Maticia, seine Andere Hälfte. Er ist entschlossen sie Sein zu machen, doch Camille ist davon gar nicht begeistert. Camille ist auf der Flucht vor ihrem sadistischen Verlobten, doch Stefano und seine Männer finden sie. Ein seltsames Wesen rettet sie vor Stefano, doch ihr Retter wird schwer verletzt. Noch dazu will die Polizei ihn wegen Mordes an Stefano und seinen Männern verhaften. Sie verspricht, ihm mit ihrer Aussage zu helfen, doch sobald Dagger außer Gefahr ist, will sie ihre eigenen Wege gehen, denn der Alien, der wie ein Teufel aussieht, behauptet, sie sei seine Andere Hälfte. Camille ist nicht vor ihrer Familie und ihrem aufgezwungenen Verlobten geflohen nur damit sie schon wieder in eine Beziehung gezwungen werden kann, die sie nicht will.

Melody Adams lebt mit ihrem Lebensgefährten und Kindern in Bijilo, The Gambia (West Afrika) Sie schreibt gefühlvolle und erotische Liebesromane. Vom Historical bis zu Science Fiktion ist so ziemlich alles vertreten. Dabei legt sie vor allem Wert auf glaubhafte Charaktere und spannende Handlung.
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Kapitel 2

Dagger

Ich kam langsam zu mir. Mein ganzer Körper schmerzte höllisch, doch mein Gehirn lieferte mir keine Antworten dafür, was geschehen war. Dennoch verspürte ich eine Dringlichkeit, als wenn da irgendetwas Wichtiges war, was unbedingt meine Aufmerksamkeit erforderte. Blinzelnd öffnete ich die Augen. Die Decke über mir war nicht die in meinem Haus, doch sie war mir irgendwie bekannt. Das Hotel! Ich war auf der Erde, im Hotel. Warum tat mir alles weh? Die Schmerzen ignorierend setzte ich mich langsam auf. Aus den Augenwinkeln nahm ich eine Gestalt wahr, und ein verlockender Geruch kitzelte meine Nase, machte mich hart. Fuck! Was war los mit mir? Ich wandte den Kopf. Meine Augen erfassten eine in einem Sessel schlafende Frau.

Maticia.

Die Erinnerungen kamen langsam zurück. Die Schreie einer Frau. Der Kampf gegen ihre Peiniger. Die Erkenntnis wer – oder was – sie war. Maticia. Meine Gefährtin. Meine andere Hälfte. Das Letzte an was ich mich erinnerte war, dass ich mit ihr zum Hotel gehen wollte, doch ich musste auf dem Weg dahin ohnmächtig geworden sein. Wie kam ich dann zurück ins Hotel? Diese zarte kleine Frau konnte mich unmöglich zum Maritim geschleppt haben. Sie musste Hilfe geholt haben. Sie hätte mich einfach liegen lassen können. Sicher war sie erschrocken gewesen als sie erkannte, dass ich kein Mensch war, dass ich wie einer ihrer Teufel aussah. Doch sie hatte mich nicht verlassen. Sie war hier, wachte an meiner Seite. Wärme erfüllte mich. Sie war meine Maticia. Hatte sie die Verbindung auch gespürt? Hatte sie mich deswegen nicht einfach liegen lassen? Ich nahm mir Zeit, sie ausgiebig zu studieren. Ihre schwarzen Locken waren zu einem Zopf zusammengebunden, doch ein paar Strähnen hatten sich gelöst und umrahmten jetzt ihr Gesicht. Sie hatte eine helle, cremige Haut, abgesehen von der dunklen Verfärbung an ihrer linken Wange, wo einer der Mistkerle sie geschlagen hatte. Ihre dunklen, fein geschwungenen Brauen und die langen schwarzen Wimpern waren ein starker Kontrast in ihrem Gesicht, ebenso die roten Lippen, die im Schlaf leicht geöffnet waren. Sie war, wie ich schon zuvor festgestellt hatte, eine kleine, zierliche Person. Sie wirkte so zerbrechlich und hilflos, weckte in mir einen starken Drang sie zu beschützen. Niemand würde ihr jemals wieder wehtun, dafür würde ich sorgen. Wer immer Hand an sie legte oder es auch nur versuchte, würde einen langsamen, qualvollen Tod sterben. Die Intensität meiner Gefühle für eine Frau, die ich gar nicht kannte, war erstaunlich. Zwar hatte Razor mir ein wenig davon erzählt, wie es ihm mit Blue ging, doch es selbst zu erleben war etwas ganz anderes. Und Blue war im Gegensatz zu meiner Gefährtin durchaus in der Lage sich selbst zu verteidigen. Meine Maticia hingegen wirkte so schwach wie ein Scillich, ein zierliches Tier meiner Heimat, das Schutz vor dem Wind suchen musste, da schon ein wenig Wind seine Knochen brechen konnte.

Meine Maticia bewegte sich im Schlaf und murmelte etwas. Sie begann unruhig zu werden und ihr Murmeln klang mehr und mehr aufgeregt, panisch sogar.

„Nein! Stefano! Nicht!“

Ohne zu überlegen sprang ich vom Bett, meine schmerzenden Wunden ignorierend, und kniete mich vor meine Gefährtin. Ich fasste sie bei den Armen und schüttelte sie leicht.

„Maticia! Wach auf, Maticia. Es ist nur ein Traum!“

Sie zuckte zusammen und riss die Augen auf. Ein erschrockener Schrei kam über ihre Lippen.

„Shhhht, Maticia. Es ist alles okay. Du hast geträumt.“

„Da-dagger“, sagte sie, mich aus weiten Augen anstarrend. „Du solltest nicht aufstehen. Deine Wunden ...“

„Du kennst meinen Namen?“, fragte ich verwundert.

„Ja. Der Andere ... Der Mann, der so aussieht wie du ...“

„Razor?“

„Ja ... ja, das ist sein Name. Razor. Er hat mir deinen Namen gesagt.“

„Wie hast du es geschafft, sie zu finden?“

Ihr Blick glitt über meine Wunden und ihr Blick wurde ernst.

„Wir können reden, wenn du brav wieder ins Bett gehst. Deine Wunden reißen wieder auf. Sieh! Du blutest!“

Meine Wunden waren das Letzte was mich im Moment interessierte, doch meine Maticia schien wirklich besorgt und ich wollte sie nicht unnötig in Aufregung versetzen, also kam ich ihrer Forderung nach und legte mich zurück auf das Bett.

„Setz dich hier neben mich, Maticia.“

Camille

Mein Herz klopfte unruhig als ich Daggers Aufforderung nachkam. Er machte mich nervös, doch es war nicht sein teuflisches Aussehen, das mich beunruhigte, sondern die kribbelnde Erregung, die seine Nähe in mir auslöste. Ich konnte mir nicht erklären, warum ich so auf ihn reagierte. Erstens kannte ich ihn nicht. Zweitens war er viel zu dämonisch aussehend. Konnte es einfach nur daran liegen, dass er mich gerettet hatte? War es eine Art Helden-Verehrung meines Unterbewusstseins?

„Wie ist dein Name, Maticia?“

„Ca-camille“, erwiderte ich, nervös. „Warum nennst du mich immer Ma-Mati...“

„Maticia?“

„Ja, genau. Ma-ti-cia. Was bedeutet das?“

„Es bedeutet so viel wie Andere Hälfte oder Gefährtin.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus und ich starrte Dagger ungläubig an.

„Warum ... warum nennst du mich Gefährtin?“

„Spürst du es denn nicht?“

„Was?“

„Die Verbindung zwischen uns. Die Anziehung.“

Oh mein Gott! Er spürte es auch! Was sollte ich jetzt nur antworten? Sollte ich etwa zugeben, wie sehr ich mich zu ihm hingezogen fühlte? Es war so verrückt. Wie konnte ich mich so stark zu jemandem hingezogen fühlen, den ich gar nicht kannte? Ganz davon abgesehen, wie fremdartig, ja, furchteinflößend er aussah?

Dagger legte eine große, rote Hand auf meine. Die Berührung durchfuhr mich wie ein Blitz und mein Schoss begann zu kribbeln. Eine Sehnsucht, diese Hand an anderen Stellen meines Körpers zu spüren, ergriff mich so akut, dass mir ein leises Stöhnen entglitt und zu meinem größten Entsetzen spürte ich, wie sich Feuchtigkeit zwischen meinen Schenkeln sammelte.

Dagger knurrte plötzlich und ich zuckte erschrocken zusammen.

„Ja“, sagte er rau. „Du spürst es. Du bist erregt, Maticia. Dein Körper erkennet mich als deinen Gefährten.“

„W-WAAAS?“, rief ich aus, entsetzt darüber, dass er um meine Gefühle wusste. „Wieso ...?“

„Ich kann dich riechen, Maticia. Dein Geruch macht mich hart. Zu wissen, wie feucht und bereit du für mich bist.“

Er knurrte erneut.

Heiße Röte schoss in meine Wangen. Beschämt und entsetzt, dass er meine Erregung riechen konnte, wandte ich hastig den Blick ab und wollte vom Bett aufspringen, doch Dagger hielt mich fest.

„Lauf nicht weg, Camille. Hab keine Angst vor dem was zwischen uns ist. Ich würde dir niemals wehtun. Und ich würde mich dir niemals aufdrängen.“

„Ich ... Das ... das ist es nicht“, stammelte ich.

„Was ist es dann?“

„Du ... du kannst ... kannst – mich riechen? Das ist so – peinlich.“

„Wieso? Es ist doch nur eine ganz natürliche Reaktion deines Körpers. Wie sind zwei Teile eines Ganzen. Die Anziehung, die Lust – ist ein Teil von dem Bund zwischen uns.“

„Aber ... aber ich kenne dich überhaupt nicht“, wehrte ich ab. „Wir wissen doch gar nicht, ob wir zusammen passen. Ob wie uns überhaupt verstehen würden.“

„Du bist meine Maticia. Du wärst nicht meine Gefährtin, wenn wir nicht zusammen passen würden.“

Gefährtin! Andere Hälfte! Ich wusste praktisch nichts über diesen Mann, der solch einen Anspruch auf mich erhob. Ja, er hatte mich gerettet, doch das bedeutete nicht, dass ich ihm vertrauen konnte, dass er sich nicht später als Monster entpuppen würde. So wie Stefano sich als Monster entpuppt hatte. Zuerst, als er mir den Hof gemacht hatte, hatte ich mich geschmeichelt gefühlt. Bis ich erfahren hatte, wie der Mann, den ich heiraten sollte, mit Frauen umging. Stefano konnte so charmant sein, so aufmerksam und sanft. Ich hatte zuerst nicht glauben wollen, dass er mich so getäuscht haben konnte, doch dann hatte ich durch Zufall mitbekommen, wie er eine unserer Dienstmädchen brutal vergewaltigt hatte. Zum Glück hatte er mich nicht bemerkt, doch er hatte bemerkt, dass ich ihm danach aus dem Weg gegangen war. Wenn ich mich in Stefano so geirrt hatte, dann konnte ich offenbar meinem Instinkt nicht trauen. Ich war wohl nicht besonders gut darin, den Charakter eines Mannes einzuschätzen. Und außer der Tatsache dass Dagger zu meiner Rettung gekommen war, wusste ich nichts über ihn.

„Maticia?“, riss Dagger mich aus meinen Gedanken.

Ich wandte mich erschrocken zu ihm um und entriss ihm meine Hand. Hastig sprang ich vom Bett.

„Du fürchtest mich“, sagte Dagger bedauernd. „Ich weiß, mein Aussehen ...“

„Das ist es nicht!“, sagte ich, einen Schritt zurück tretend. „Es ist nur ...“

„Was ist es, Camille?“

„Wie ich sagte. Ich kenne dich nicht. Wie kann ich deinen Worten vertrauen – DIR vertrauen – wenn ich dich nicht kenne. Ich ... ich hab Stefano vertraut. Und ich dachte, ich kannte ihn, doch ...“

Ich schüttelte mich unwillkürlich. Stefano war tot. Ich würde ihn nicht heiraten müssen. Er würde weder mir, noch irgendeiner anderen Frau jemals wieder wehtun. Ich könnte zurück zu meiner Familie. Oder? Ein schrecklicher Gedanke kam mir. Was, wenn seine Familie ahnte, dass ich etwas mit Stefanos Tod zu tun hatte? Würden sie sich an mir oder sogar an...



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