Adams | Das Schicksal von Iris | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 234 Seiten

Reihe: Das Schicksal von Iris

Adams Das Schicksal von Iris

Roman
2. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7693-6968-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 1, 234 Seiten

Reihe: Das Schicksal von Iris

ISBN: 978-3-7693-6968-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Iris, eine junge Frau, verliebt sich das erste Mal und muss Rückschläge in Kauf nehmen. In ihrer Jugend und Ausbildungszeit erlebt sie sehr viel, bis sie den Mann trifft, der ihren weiteren Lebensweg beeinflusst und ihr Schicksal mitbestimmt. Ihr Leben ist von harter Arbeit geprägt und äußere Umstände eskalieren und zwingen sie ihr Leben trotz ihrer Kinder vollständig zu ändern.

Helen Adams erlernte den Beruf der Krankenschwester und schuf sich als Malerin ein zweites berufliches Standbein. Sie schrieb und illustrierte 8 Bücher, die in Deutschland vermarktet wurden. Helen Adams lebt und arbeitet in Deutschland, hat 5 erwachsene Kinder und veröffentlicht die Romanreihe "Das Schicksal von Iris" als Buchautorin unter ihrem Pseudonym.
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23. Veränderungen


Eines Tages fuhr ich zu Karl und traf mich mit ihm in seinem Elternhaus. Wir gingen nun schon fast zwei Jahre miteinander und seine Eltern machten sich große Hoffnungen, dass wir eines Tages heiraten würden. Seine Eltern waren schon beide über 60 Jahre alt und wollten ihren verwöhnten Sohn gut versorgt und verheiratet sehen. Von meiner Mutter erfuhr ich die Meinung meines Vaters zu diesem Thema, der mir riet, Karl niemals zu heiraten, weil er so viel rauchte.

Wenn das der einzige Aspekt gewesen wäre, dann hätten wir vielleicht geheiratet. Aber es gab da noch etwas, was bis jetzt unter den Teppich gekehrt worden war: Karl war psychisch instabil und mußte schon länger Psychopharmaka einnehmen.

Ich dachte natürlich an meine eigene Situation, die von solchen Turbulenzen der Psyche auch gekennzeichnet war und wollte Karl auf keinen Fall deswegen hängen lassen. Ich war bald im dritten Kurs und die Prüfungen standen an, vor denen ich schon ein wenig Angst hatte. Ein zusätzliches Problem wie Karls Erkrankung und instabiler Gesundheitszustand würde auch meine schulischen Leistungen auf Dauer gefährden. Ich war hin und hergerissen von meinen Gefühlen zu Karl und hätte wahrscheinlich auch zu ihm gehalten, wenn folgender Vorfall nicht gewesen wäre.

Ich war wieder mal im Elternhaus von Karl eingeladen, da lachte er ganz idiotisch auf und faselte davon, daß er in der Kirche zu lachen angefangen hatte und nicht mehr aufhören konnte. Da wurde er aus der Kirche verwiesen und lachte noch lange danach, aber völlig ohne Grund. Das kam mir schon sehr merkwürdig vor. Seine Eltern wollten zuerst gar nichts von seiner Erkrankung erwähnen, aber irgendwie verplapperte sich der Vater von Karl, der erwähnte, daß sie sich nicht anders zu helfen gewusst hätten, als Karl zu einem Psychiater zu fahren, um ihm zu helfen. Ich dachte mir meinen Teil und Karl zog mich in sein Zimmer hinauf in den ersten Stock, um – wie er sagte – mit mir zu reden.

Als wir dann im Zimmer waren, schloss er seine Zimmertüre ab. Mir wurde mulmig. Was kam als nächstes? Er kam auf mich zu und nahm mich fest in dem Arm, küsste mich brutal und zog mich auf den Boden.

Ich wehrte mich, denn ich wollte nicht auf den Boden liegen und versuchte ihn von mir zu schieben, aber er hielt mich auf den Boden gedrückt und fingerte mit seiner rechten Hand unter meinen Rock an meiner Strumpfhose und zog sie nach unten. Auch der Schlüpfer riss, als er alles nach unten zog. Dann öffnete er mit einer Hand den Reißverschluss seiner Jeans und holte seinen Penis aus der Unterhose. Mit der anderen Hand hielt er mich gedrückt auf dem Boden und wälzte sich schließlich über mich und versuchte mich zu vergewaltigen. Aber sein Penis wurde gar nicht richtig steif und sein Versuch in mich brutal einzudringen, misslang. Ruckartig stemmte ich mich gegen ihn und mir gelang es unter ihm herauszurollen. Ich zerrte meine Strumpfhose hoch und rannte zur Tür, drehte den Zimmerschlüssel um, und sprang die Treppe fluchtartig hinunter, zog die Haustüre auf und verließ Karl nach diesem Erlebnis für immer.

Ich hatte noch lange an diesem Erlebnis zu kauen.

Auf der einen Seite wollte ich Karl nicht im Stich lassen, auf der anderen Seite führte kein Weg mehr zu einer normalen Beziehung mit ihm. Eines Tages entschloss ich mich, dies einem Priester in der Beichte anzuvertrauen, denn ich wollte und mußte dieses Erlebnis, das mich in einen Schockzustand versetzt hatte, endlich verarbeiten, sonst befürchtete ich, meine Schule und meine Prüfungen nicht bestehen zu können. Ich beichtete und umschrieb die Situation und danach war mir wohler, denn ich gab nicht mehr mir allein die Schuld am Versagen unserer Beziehung. Ich konnte mich von dem Vorwurf lösen, Karl in seiner Krankheit im Stich gelassen zu haben. Aber die Erinnerung an diese Beinahe-Vergewaltigung verfolgten mich noch sehr lange in meinen Träumen.

Da mich an meiner jetzigen kleinen Wohnung störte, daß ich das Bad meiner Vermieterin mitbenutzen durfte, das meist mit ekelhaften Hautschuppen und schimmligen Ablagerungen an den Fliesen kontaminiert war, suchte ich schon seit längerem nach einer alternativen Unterkunft in der Nähe des Krankenhauses, in dem ich ausgebildet wurde. Die meisten Wohnungen waren für meine geringe Ausbildungsvergütung Ende des 2. Kurses natürlich zu teuer.

Doch eines Tages sprang mir eine Anzeige in der Zeitung ins Auge, daß in einer Wohngemeinschaft an der Hauptstraße, vielleicht einen Kilometer Luftlinie zwischen dieser Wohnung und meiner Arbeitsstelle, für 300 DM ein Zimmer ab 1.April frei wäre. Ich war begeistert, als ich mir die Wohnung in der folgenden Woche dann anschaute. Ein circa 16 Quadratmeter großes Zimmer mit mindestens 2,50 Meter Höhe einer Altbauwohnung war frei geworden. Ich nahm die Wohnung, da auch ein Badezimmer und eine Toilette und die Küche zu Mitbenutzung dabei war und ich dachte, ich könnte auch ein freieres und unbeaufsichtigtes Leben führen als zuvor.

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigte ich meine alte Wohnung und zog in die Wohngemeinschaft ein.

Zu dieser Wohngemeinschaft gehörten noch drei Mädchen, die allerdings jedes Wochenende nach Hause fuhren. Mal ging das Toilettenpapier aus, mal war die Küche so mit verdrecktem Geschirr überladen, dass man keine saubere Teetasse mehr fand. Überdies stellte ich fest, dass die Mädchen zwar das Chaos verursachten, aber keiner sich für Hygiene oder Sauberkeit, bzw. Abspülen oder Böden wischen verantwortlich fühlte. Ich begann also zunächst mal sauberzumachen, hatte aber bald das Gefühl, ausgenutzt zu werden und benutzte daher mein eigenes Geschirr und Essen, das ich in meinem eigenen Zimmer aufbewahrte, sonst wäre es der Allgemeinheit zum Opfer gefallen. Ich beteiligte mich an den Putzaktionen mit der Zeit aber nicht mehr mit so viel Begeisterung wie am Anfang und kochte für mich allein, wenn die andern ausgeflogen waren. Da ich Schichtdienst hatte, trafen sich die anderen Mitglieder und ich nicht allzu häufig.

An Ostern bekam ich dann ein gebackenes Lämmchen und Ostereier von meiner Mutter geschenkt und stellte es auf die Ablage in meinem Zimmer. Nach zwei Tagen wollte ich mir ein Stück des Lämmchens abschneiden und musste zu meinem Schrecken feststellen, dass eine Ameisenkolonne von der Türe bis zur Ablage, ja bis unter das mit Klarsichthülle eingepackte Lämmchen geschlüpft war und sich redlich an diesem bediente, vor allem am Puderzuckerüberzug desselben. Ich schrie vor Entsetzen laut auf und beförderte die Ameisenkolonne mit Schaufel und Besen nach draußen so gut es ging.

Die flinken, kleinen Insekten waren ihrerseits natürlich auch verstört und strömten auseinander bei meinem Angriff. Ich hatte mal gelesen, daß Backpulver Ameisen vertreiben würde. So zogen überall am Ende dieses Desasters weiße Spuren von Backpulver durch mein Zimmer, in der Hoffnung, die Biester zu vertreiben. Da ich es nicht länger in dieser Wohnung aushielt, flüchtete ich an meinem freien Wochenende nach Hause. Dort angekommen, überredete ich meinen jüngeren Bruder Robbie, mit mir doch mal auszugehen. Natürlich lieh ich mir das elterliche Auto, für das ich Benzingeld zahlen mußte, aus, um mit meinem Bruder dann am Abend in die acht Kilometer entfernte Disco zu fahren. Endlich mal ein bißchen Entspannung und Abschalten vom Alltag, so dachte ich.

Mein Bruder war zum ersten Mal in einer Disco und ich hatte natürlich die Verantwortung für ihn. Auf der anderen Seite war ich froh, nicht allein ausgehen zu müssen und wir suchten uns zunächst auf der linken Seite einen Sitzplatz an einem kleinen Tisch, um nicht den ganzen Abend stehen zu müssen. Da wir ziemlich früh dran waren, es war kurz vor 22 Uhr, als wir die Disco betreten hatten, war noch nicht viel los. Aber bis 23 Uhr füllte sich das Lokal ziemlich schnell. Es wurde im Wechsel von 20 Minuten mal Soulmusik zum individuellen Tanzen, mal Discofox für paarweises Tanzen gespielt.

Gerade hatte eine Discofoxrunde begonnen, als mich ein junger attraktiver, braungebrannter Kerl zum Tanzen aufforderte.

„Magst du tanzen?“ fragte er mich. Als ich bejahte, zog er mich auf die Tanzfläche und wir stellten uns währenddessen vor. Wie sich herausstellte, hieß der gutaussehende junge Mann Leo Schuster.„Wo bist du denn zuhause?“ wollte ich wissen.„ Den Ort wirst du nicht kennen. Er liegt im nördlichen Teil des Landkreises und heißt Ried“, entgegnete er. „Doch, ich kenne diesen Ort, weil ich gerade in meiner Ausbildung mit einer Mitarbeiterin der Sozialstation auf Dienstreise gehe und auch diesen Ort mit der Sozialstation besuche.“

Das überraschte Leo und er erzählte mir, dass er heute Abend gerade vom Skifahren mit seinem Cousin Erwin komme und deshalb so braungebrannt sei. Wir tanzen sogar nochmal an diesem Abend und wollten in zwei Wochen an meinem freien Wochenende uns wieder zum Tanzen treffen. Eines Tages, es war ein sonniger Junitag, verabredeten wir uns bei mir. Leo stand mit kurzen, beigefarbenen Shorts und kurzärmligem Hemd ,braungebrannt und voller Energie vor meiner Haustüre....



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