E-Book, Deutsch, Band 42, 116 Seiten
Reihe: Alien Breed Series
Adams Destiny
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7541-8628-2
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 42, 116 Seiten
Reihe: Alien Breed Series
ISBN: 978-3-7541-8628-2
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Melody Adams lebt mit ihrem Lebensgefährten und Kindern in Bijilo, The Gambia (West Afrika) Sie schreibt gefühlvolle und erotische Liebesromane. Vom Historical bis zu Science Fiktion ist so ziemlich alles vertreten. Dabei legt sie vor allem Wert auf glaubhafte Charaktere und spannende Handlung. Ebenso gefühlvoll geht es in den Büchern zu, die sie unter ihrem zweiten Pseudonym, Cathy McAllister, veröffentlicht.
Autoren/Hrsg.
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Kapitel 1
Destiny
Der Gleiter setzte auf dem Boden auf und kam nach einer kurzen Rollstrecke zum Stillstand. West-Colony. Ich seufzte. Ich war nie zuvor in der West-Colony gewesen und ich hoffte, dass ich mich hier besser zurechtfinden würde als in der East-Colony, wo ich ständig mit Sol, dem dortigen Leiter, aneinandergeraten war. Ich hatte Darkness nur einmal gesehen, doch ich kannte ihn nicht genug, um mir ein Bild von ihm machen zu können. Wahrscheinlich war er genau so ein Macho wie Sol. Alle Breed Männer waren Alphas, was es für mich schwer machte, denn auch ich war eindeutig ein Alpha. Ich würde mich nicht von Männern unterbuttern lassen, nur weil ich eine Vagina hatte und keinen Pimmel. Nein. Wenn sich herausstellen sollte, dass er diese Kolonie genauso schlecht führte wie Sol, dann würde ich meinen Mund nicht halten. Wenn er genug davon hatte, dann konnte er mich ja auch von hier verbannen. Was blieb dann noch übrig? Nur noch Rainbow Creek. Ich grinste. Sollte er nur versuchen, mich abzuschieben, wie Sol mich abgeschoben hatte. Ich würde ihm zeigen, wer die dickeren Eier hatte.
“Danke für den Flug”, sagte ich zu Trigger, dem Piloten des Gleiters.
“Gern geschehen”, erwiderte Trigger. “Und alles Gute für deine neue Heimat.”
Ich seufzte.
“Ja, ja. Was immer.”
Trigger kicherte.
“Zeig’s ihnen, Destiny.”
“Darauf kannst du wetten.”
Ich griff nach meinem kleinen Koffer und kletterte aus dem Gleiter. Mein Willkommenskomitee stand ein Stück entfernt bei einem Militär-Jeep. Darkness, zwei weitere Breeds, die ich nicht kannte und ein Alien mit roter Haut und Hörnern wie ein Teufel. Ich runzelte die Stirn. Wer war das? Jinggs waren blau, nicht rot. Und die Aliens, von denen man die DNA für die Breed genommen hatte, waren bronzefarben mit einem grünlichen Schimmer. Ich hatte keine Ahnung, was für ein Alien dieser Koloss war. Mit einem Stirnrunzeln und zusammen gekniffenen Augen marschierte ich auf die Gruppe zu. Ich spürte die Augen des seltsamen Aliens auf mir. Sein Interesse an mir war mehr als eindeutig. Ich fühlte die Wut in mir hochsteigen. Das letzte, was ich gebrauchen konnte, war ein verdammter Alpha, der es sich in den Kopf gesetzt hatte, mich sein zu machen. Und dass dieser Alien genau das im Sinne hatte, daran hatte ich keine Zweifel. Sein Knurren, nur Sekunden später, bestätigte mein Gefühl. Ich runzelte die Stirn noch mehr als ein warmes Gefühl in meinem Bauch startete und tiefer wanderte. WTF? Ich hielt an meine Wut fest, um die unerwünschten Gefühle zu unterdrücken. Zum Glück wirkte es. Der Bastard hatte tatsächlich die Dreistigkeit zu grinsen. Darkness tuschelte mit ihm. Ich konnte nur einige der Worte ausmachen, doch genug um zu wissen, dass sie über mich sprachen. Arschlöcher. Mein Kinn reckend, legte ich einen Schritt zu, bis ich vor ihnen zu stehen kam. Ich würde den verdammten Alphas schon zeigen, dass ich genauso Alpha war wie sie.
Sword
Mir entglitt ein Knurren, als die Alien Breed Frau mit langen Schritten auf uns zu kam. Mein, dachte ich mit besitzergreifender Sicherheit. Dieses Weibchen war mein, da war ich mir sicher. Doch bei der Art, wie sie die Stirn runzelte und die Augen zusammen kniff, konnte ich bereits erkennen, dass dieses Weibchen es mir nicht einfach machen würde. Sie war keine sanfte kleine Frau. Nein, sie war ein Alpha. Ich grinste. Umso besser. Es machte die ganze Sache nur noch interessanter, wenn sie mich bekämpfen würde.
“Oha”, sagte Darkness neben mir. “Sag nicht, sie ist deine Gefährtin.”
“Sie ist”, gab ich mit einem selbstzufriedenen Grinsen zurück. “Sie ist mein.”
“Ich beneide dich nicht”, sagte Darkness mit einem dunklen Lachen. “Sie wird dich nicht ohne Kampf anerkennen. Diese Frau ist Trouble.”
“Ich rechne fest damit”, erwiderte ich. “Doch ich werde sie bändigen. Mein Bruder hat es mit Blue auch nicht einfach gehabt.” Ich lachte bei der Erinnerung, wie Blue meinen Bruder verprügelt hatte. Ich wünschte nur, ich hätte es mit eigenen Augen sehen können. Doch Dagger und Thunder hatten es mir in allen Details beschrieben. “Dies wird ein Spaß.”
Rage lachte und klopfte mir auf die Schulter.
“Ich werd dann Jessie schon mal drauf vorbereiten, dass du bald auf ihrer Station landen wirst. Ich hoffe nur, sie muss deinen Schwanz und deine Eier nicht wieder annähen. Ich würde ihr nicht erlauben, das anzufassen.”
“Keine Panik, Rage. Auf meine Kronjuwelen passe ich schon auf.”
“So, hier bin ich”, sagte mein Weibchen, als sie vor uns zu stehen kam. “Und nun?”
Ich verschlang ihren Anblick mit meinen Augen. Ihre glatte, dunkle Haut, die dunklen Augen die von langen Wimper umgeben waren, der volle Mund, der zum Küssen einlud und die durchtrainierte Figur. Ja, meine Maticia war atemberaubend.
Darkness lachte.
“Willkommen in der West-Colony, Destiny. Lass mich dich erst zu deinem Bungalow bringen, ehe du mir deine Verbesserungsvorschläge vor den Kopf wirfst. Deal?”
Destiny reckte ihr Kinn und sah Darkness fest an, dann grinste sie.
“Deal.”
Mein Weibchen hatte Feuer, und ich mochte das. Darkness hatte recht, sie würde es mir nicht einfach machen. Sie würde mich bekämpfen, und zwar ganz buchstäblich. Sollte sie es nur versuchen. Ich war auf einen Clinch mit ihr vorbereitet. Ich konnte es gar nicht erwarten. Es würde die ganze Sache nur noch interessanter machen. Und wenn ich sie dann am Ende überwältigt und unter mir hatte, dann würde ich ihr beweisen, dass ich genau der Alpha war, den sie brauchte.
Destiny
Der Bungalow, den Darkness mir zugewiesen hatte, war meinem alten Zuhause in der East-Colony sehr ähnlich. Nur dass meine neue Terrasse und der dazugehörende Garten etwas größer waren und die Farbzusammenstellung der Einrichtung in warmen Braun und Gelbtönen gehalten war, anstatt Blau und Grün, wie in meinem alten Bungalow. Ich brauchte nicht mehr als ein paar Minuten, um meine Sachen auszupacken und zu verstauen. Ich hatte nur das Notwendigste mitgenommen. Ich hatte eine Menge Credits abgespart und würde damit eine ausgiebige Shopping-Tour im Einkaufscenter machen. Ich hatte von dem Einkaufs- und Vergnügungscenter der West-Colony gehört und konnte es nicht erwarten, alles zu sehen. Sol hatte mittlerweile ebenfalls mit dem Bau eines Centers begonnen, aber wie immer war er in allem ein wenig hinterher. Das war einer der Gründe, warum ich ständig mit ihm aneinandergeraten war. Der Mann war absolut unfähig für die Position als Leiter der Kolonie. Die West-Colony bot viel mehr Annehmlichkeiten als die East-Colony. Zum einen lag das daran, dass weniger Menschen in der East-Colony lebten. Es schien, die West-Colony war mehr gesegnet, wenn es darum ging, dass Breeds ihre Gefährtin oder ihren Gefährten fanden. Je mehr Menschen, desto mehr Einfluss in Richtung von Verbesserungen. Das war eine ganz einfache Rechnung. Die Breeds waren einfach zu dankbar, endlich in Freiheit zu leben, um mehr zu fordern. Die Menschen jedoch wollten die Annehmlichkeiten, die sie von der Erde gewohnt waren. Ergo – mehr Menschen = mehr Luxus. Nun, ich brauchte mich jetzt nicht mehr mit Sol über Verbesserungen rumzustreiten. Nun war ich hier, wo ich all diese Annehmlichkeiten ausgiebig genießen konnte. Und genau das hatte ich vor. Angefangen mit einer Shopping-Tour. Dann Kino. Restaurants. Swimmingpool. Und was immer sonst noch so im Angebot war. Ein Klopfen an der Tür riss mich aus meinen Gedanken. Ich runzelte die Stirn. Wenn das dieser rote Alien Bastard war, dann konnte er sich auf etwas gefasst machen. Mit einem Seufzen erhob ich mich von der Couch und ging zur Tür, um nachzusehen, wer mir einen Besuch abstattete.
“Hallo”, sagte eine winzige Frau, als ich die Tür öffnete.
Sie sah weder wie ein Breed, noch wie ein Mensch aus. Ihre Haut hatte einen grünlich Ton, der mich an Jade erinnerte. Die leuchtend türkisfarbenen Augen hatten eine goldene Pupille und waren von langen, goldenen Wimpern umrahmt. Sie war so klein und zierlich, dass ein zu fester Griff wahrscheinlich ihre Knochen brechen würde. Wer – oder besser was war sie?
“Ich bin Tiny”, sagte sie mit einem breiten Lächeln, mir ihre schmale Hand reichend.
Ich nahm ihre Hand vorsichtig in meine, aus Angst, ihr wehzutun. Tiny lachte leise. Schalk schimmerte in ihren übernatürlich schönen Augen.
“Ich bin nicht so zerbrechlich wie ich aussehe”, sagte sie, wie zum Beweis fest meine Hand drückend. Sie hatte tatsächlich mehr Kraft, als ich ihr zugetraut hätte. “Ich bin Darkness’ Gefährtin. Ich wollte dich willkommen heißen und ich hatte gehofft, wir könnten ein wenig plaudern? Darf ich reinkommen?”
Ich ließ ihre Hand los und schüttelte meine Verwunderung ab. Diese kleine, zierliche Frau war Darkness’ Gefährtin? Ich starrte sie an. Tiny hob grinsend eine Augenbraue und ich erinnerte mich, dass sie mich gefragt hatte, ob sie hereinkommen kann. Verlegen trat ich einen Schritt zur Seite und deutete ihr reinzukommen. Sie betrat mein neues Zuhause und wartete in der Mitte des Raumes, bis ich die Tür geschlossen und meine Manieren wiedergefunden hatte.
“Umm, setz dich doch. Ich hab gerade erst ausgepackt und hatte noch keine Zeit, mich hier umzusehen, aber ich bin sicher, ich muss ein paar Getränke im Kühlschrank haben. Was kann ich dir anbieten?”
Tiny setzte sich mit einem Lächeln aufs...




