E-Book, Deutsch, Band 64, 92 Seiten
Reihe: Alien Breed Series
Adams Dog
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7575-9638-5
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 64, 92 Seiten
Reihe: Alien Breed Series
ISBN: 978-3-7575-9638-5
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Melody Adams lebt mit ihrem Lebensgefährten und Kindern in Bijilo, The Gambia (West Afrika) Sie schreibt gefühlvolle und erotische Liebesromane. Vom Historical bis zu Science Fiktion ist so ziemlich alles vertreten. Dabei legt sie vor allem Wert auf glaubhafte Charaktere und spannende Handlung.
Autoren/Hrsg.
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Kapitel 2
Adria
Ich war ein wenig steif, als ich aus dem Gleiter stieg. Wir waren acht Stunden am Stück geflogen und waren beim Wrack des Raumschiffes gelandet, mit welchem die Jinggs vor Hunderten von Jahren auf Eden gelandet waren. Lilith hatte mir auf dem Flug alles über die Geschichte erzählt und ich fand es faszinierend.
„Wow!“, rief ich aus, als ich vor dem beeindruckenden Wrack stand. „Das ist wie aus einem Science-Fiction-Film.“
„Ja, es ist beeindruckend“, stimmte Lilith zu.
„Warst du schon einmal hier?“, wollte ich wissen.
„Nein, ich hab Fotos und Videos gesehen, doch es ist nicht dasselbe wie direkt hier zu stehen und es mit eigenen Augen zu sehen.“
„Habt keine Scheu und geht rein“, sagte Warrior. „Wir schlafen heute Nacht im Schiff. Ihr könnt euch also euer Quartier aussuchen.“
„Cool!“, rief ich. „Komm! Lass uns das Schiff erkunden“, richtete ich mich an Lilith.
„Ich muss den Jungs helfen“, sagte Dog, mich an seine Seite ziehend. „Ich sehe dich später.“
Er drückte mir einen Kuss auf die Wange und ließ mich los, um zu den anderen Breeds zu schlendern. Lilith boxte mich mit einem Grinsen in die Seite und setzte sich in Bewegung. Ich fiel in Schritt neben ihr, als wir auf den Eingang des Raumschiffes zugingen. Die Lichter gingen automatisch an, als wir das Raumschiff betraten.
„Das ist so geil“, sagte ich beeindruckt, als wir den Gang entlang gingen. „Wie kann es sein, dass das Schiff nach so langer Zeit noch immer Strom hat?“
„Ich bin kein Fachmann in diesen Dingen, doch Einstein wird dir sicher mehr darüber sagen können. Er hat seinen Namen nicht umsonst.“
„Aber fliegen kann es nicht mehr, oder?“
„Nein. Ich hab gehört, dass geplant ist, es zu reparieren, doch ob und wann ist mir nicht bekannt.“
Lilith und ich waren über drei Stunden im Raumschiff umher gewandert, und doch hatten wir nicht alles gesehen. Doch ich hatte eine nette Kabine für Dog und mich gefunden und als besetzt markiert. Es war bereits dunkel, als wir aus dem Schiff stiegen. Ein Lagerfeuer brannte nicht weit vom Schiff und ein paar strategisch platzierte Fackeln leuchteten den Platz aus. Die Jungs wandten sich zu uns um, als wir uns dem Feuer näherten.
„Ich wollte schon einen Suchtrupp nach euch aussenden“, sagte Dog, einladend auf den Klappstuhl neben sich klopfend. „Ihr kommt gerade richtig. Essen ist fertig.“
„Mmm, was ist das? Das riecht gut“, sagte ich, mich auf dem Stuhl niederlassend.
„Irgendein Stew“, erwiderte Warrior. „Ich hab einfach eines der eingeschweißten Pakete geschnappt, ohne das Label zu lesen.“
„Es ist Kaninchen-Stew“, erklärte Einstein.
„Woher weißt du das?“, wollte Warrior wissen.
„Ich hab den Müll für dich aufgehoben, nachdem du es einfach in die Gegend geworfen hast“, sagte Einstein. „Und im Gegensatz zu dir habe ich das Label gelesen.“
„Wir können nicht einfach unseren Müll in die Gegend schmeißen, Warrior“, sagte Lilith.
„Sorry. Ich mach‘s nicht wieder“, sagte der riesige Alien Breed zerknirscht.
„Also, ich würde das Stew jetzt gerne probieren“, warf Coyote ein. Er war der dritte Alien Breed von der West-Colony.
„Ja, lasst uns essen“, stimmte Warrior zu und begann, Schüsseln zu füllen, die er herum reichte.
Das Stew roch appetitlich und entgegen meinen Erwartungen befand sich eine Menge Fleisch darin. Es war definitiv nicht wie die Fertiggerichte, die ich gewohnt war. Ich füllte meinen Löffel und blies darauf, ehe ich ihn vorsichtig zu meinem Mund führte. Es war noch immer eine Spur zu heiß, doch nach stundenlangem Erkunden war ich ausgehungert. Ich schob den Löffel in meinen Mund und sofort explodierten die intensiven Geschmacksaromen auf meiner Zunge.
„Mmmm, das schmeckt wie aus einem Restaurant“, sagte ich. „Besser als ich mir Feldrationen vorgestellt hätte. Ich wusste nicht, dass Soldaten so gut essen.“
„Das tun sie auch nicht“, erwiderte Einstein grinsend. „Dies sind keine Militärrationen. Destiny hat das Essen für unsere Mission extra von einem Gourmet-Service auf der Erde bestellt.“
„Wow! Das ist fantastisch“, sagte ich. „Gut, dass Sol nicht für unsere Rationen verantwortlich war.“
„Ja“, stimmte Lilith zu. „Wenn es nach Sol gegangen wäre, würden wir nur trockene Kräcker als Ration haben.“
Dog
„Genieß den Luxus!“, sagte ich, als sich die Tür automatisch hinter uns schloss. „Dies wird für eine Weile das letzte Mal sein, dass wir in einem bequemen Bett schlafen.“
„Ich bin nicht verwöhnt“, erwiderte Adria schulterzuckend. „Ich hab kein Problem mit Camping.“
„Hast du schon einmal Sex in einem Zelt gehabt?“, fragte ich grinsend.
„Willst du wirklich über mein vergangenes Liebesleben reden?“
„Du hast recht. Besser nicht“, knurrte ich, als ein Schwall von Eifersucht in mir aufstieg bei dem Gedanken an Adria mit anderen Männern.
„Ich geh erst einmal duschen“, erklärte Adria, sich der Tür zum angrenzenden Bad nähernd.
„Brauchst du Hilfe mit der Technik?“
„Ich hab dieses Schiff stundenlang erkundet“, erwiderte Adria. „Die Dusche scheint mir nicht sonderlich kompliziert zu sein. – Doch wenn ich Hilfe brauche, dann schreie ich.“
„Brauchst du vielleicht jemanden, der dir den Rücken wäscht?“, bot ich an.
„Netter Versuch, doch danke, nein“, erwiderte Adria.
Ich seufzte, als meine Gefährtin die Badezimmertür hinter sich schloss. Ich hatte gehofft, dass die gemeinsame Mission Adria und mich endlich näherbringen würde, doch seit unserem Aufbruch schien sie sehr darauf bedacht, mir aus dem Weg zu gehen. Es war ein Wunder, dass sie zumindest nicht abgelehnt hatte, dass wir eine Kabine teilten. Sie spürte den Bund, daran gab es keinen Zweifel. Doch sie hatte Angst, sich darauf einzulassen und bestand darauf, dass unsere Beziehung rein sexuell war und nicht mehr. Bisher hatten alle Paare, die einander bestimmt waren, alle Hindernisse überwunden und zusammen gefunden. Ich wusste, dass Adria mein war. Ich hatte also keine Angst, dass sie ihre Gegenwehr nicht irgendwann aufgeben würde. Dennoch war es frustrierend. Ich wollte, dass sie mich als ihren Gefährten akzeptierte. Ich wollte, dass sie allen klar machte, dass sie mein war. Doch Adria war stur. Ich wusste noch immer herzlich wenig über ihre Vergangenheit. Sie hatte mir nicht einmal erzählen wollen, wie sie ihr Bein verloren hatte. Ich wusste, dass in ihrem Land Krieg geherrscht hatte, als sie noch ein Kind war, und dass sie dort ihr Bein verloren haben musste, doch die genaue Geschichte kannte ich nicht. Hatte ihre Angst vor einer Beziehung etwas mit den Ereignissen von damals zu tun? Oder war ein anderer Mann dafür verantwortlich? Hatte irgendein Bastard ihr wehgetan? Wenn dem so war, dann würde ich dem Mistkerl gerne das Genick brechen. Wir Breeds verabscheuten, wie manche Männer auf der Erde ihre Frauen behandelten. Für uns war es unmöglich, Frauen schlecht zu behandeln. Unsere Weibchen zu beschützen war so tief in unserer DNA verankert, dass wir nicht anders konnten. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als sie die Tür des Badezimmers öffnete und meine Gefährtin in ein Handtuch gewickelt aus dem kleinen Raum trat. Sie hatte sich wie stets nur notdürftig abgetrocknet und zahleiche Wassertropfen klebten noch immer auf ihrer weichen Haut und ließen sie im sanften Licht der Kabine schimmern. Meine Gefährtin halb nackt zu sehen, raubte mir jedes Mal den Atem und mein Verlangen nach ihr sandte alles Blut in meine unteren Regionen. Verdammt! Ich hoffte, dass sie sich mir heute Nacht nicht verweigern würde. Ich begehrte sie mehr, als ich jemals eine Frau begehrt hatte. Mein Biest war bereit, über sie herzufallen und in Besitz zu nehmen, doch ich wusste besser. Sie würde es nicht akzeptieren. Also zwang ich mich zur Beherrschung und wandte den Blick von ihren verführerischen Formen ab.
„Ich geh dann auch mal unter die Dusche“, sagte ich rau.
Wir marschierten aneinander vorbei, als ich mich zum Bad begab, während sie zum Bett schlenderte. Wir berührten uns nicht, doch es war nah genug, dass ich ihre Anwesenheit wie einen Stromschlag spürte. Ich unterdrückte ein Knurren und eilte ins Bad, die Tür hinter mir schließend. Vielleicht sollte ich mir vorsichtshalber unter der Dusche einen runterholen. Zum einen konnte es sehr wohl sein, dass ich heute bei meiner Gefährtin kein Glück haben würde. Und zum anderen würde sie es nicht zu schätzen wissen, wenn ich das Bad mit einer Latte verließ. Seufzend entledigte ich mich meiner Kleidung und betrat die Dusche. Eine kalte Dusche wäre vielleicht angebracht. Auch wenn ich bezweifelte, dass dies meinem Problem Abhilfe verschaffen würde.
Adria
Mein Herz klopfte hart gegen meine Rippen, als sich die Tür hinter Dog schloss. Es war nicht zu übersehen gewesen, dass er eine Latte gehabt hatte. Er wollte mich. Und so gerne, wie ich es abgestritten hätte, ich wollte ihn auch. Warum musste der Kerl mir nur so unter die Haut gehen? Es war verrückt, wie er mir den Kopf verdrehte. Es war nicht einmal so, dass ich sagen konnte, dass er mich irgendwie zu drängen versuchte. Nein. Er war erstaunlich rücksichtsvoll und sensibel, wenn es um meine Ängste ging. Meist war ich diejenige, die über ihn...




