Adams | Lilith | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 65, 94 Seiten

Reihe: Alien Breed Series

Adams Lilith


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7575-9639-2
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 65, 94 Seiten

Reihe: Alien Breed Series

ISBN: 978-3-7575-9639-2
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als Keeo, der König der Hajonkee, eine Vision von zwei fremden Weibchen hat, sendet er seine Drachen aus, die Frauen zu entführen. Nachdem sein Volk alle Weibchen auf mysteriöse Weise verloren hatte, schien es, dass sein Volk dem Untergang geweiht war. Doch nun scheint es Hoffnung für sie zu geben. Vom ersten Moment an weiß er, dass das Weibchen Lilith seine Shaleekee ist, doch das Weibchen ist von der Vorstellung, ihm einen Thronerben zu schenken, alles andere als begeistert. Keeo ist nicht gewohnt, dass ein Weibchen sich nicht unterwirft und er ist kein Mann, der vor einer Herausforderung zurückschreckt. Was kann schlimmer sein, als von einem verdammten Drachen geschnappt zu werden? Lilith findet das schnell heraus. Ein König, der es sich in den Kopf gesetzt hat, sie zu besitzen, ist definitiv die Spitze des Eisbergs. Wenn der arrogante Mistkerl denkt, dass sie sich ihm freiwillig unterwerfen wird, dann hat er sich aber geschnitten. Der Idiot hat eindeutig die falsche Frau entführt.

Melody Adams lebt mit ihrem Lebensgefährten und Kindern in Bijilo, The Gambia (West Afrika) Sie schreibt gefühlvolle und erotische Liebesromane. Vom Historical bis zu Science Fiktion ist so ziemlich alles vertreten. Dabei legt sie vor allem Wert auf glaubhafte Charaktere und spannende Handlung.
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Kapitel 1

Keeo

Ich erwachte aus der Vision mit klopfendem Herzen. Es war lange her, dass ich eine Vision gehabt hatte. Ich hatte schon geglaubt, dass, was immer unsere Weibchen getötet hatte, auch für das Verschwinden meiner Visionen verantwortlich gewesen sein musste. Doch nun waren sie zurück. Und es war so plötzlich geschehen, dass ich kaum Zeit gehabt hatte, mich zu Boden zu begeben, um mich nicht zu verletzen, wenn ich umfiel.

„Hoheit!“, erklang Leylees Stimme neben mir. „Ist alles in Ordnung?“

„Ich hatte eine Vision“, erklärte ich mit schwacher Stimme.

„Eine Vision, Hoheit? Ihr hattet seit über vierhundert Jahren keine Vision. Wie ist das…?“

„Das ist jetzt nicht wichtig“, knurrte ich. „Hilf mir auf!“

„Natürlich. Vergebung, Hoheit.“

Leylee beugte sich hinab, um mich unter den Armen zu ergreifen und mir aufzuhelfen. Nach einer Vision war ich extrem schwach und meine Beine hatten Mühe, mich zu tragen. Mit der Hilfe meines persönlichen Dieners schaffte ich es zurück zu meinem Bett, wo ich mich mit einem Stöhnen niederließ. Leylee eilte zum Tisch, um mir ein Glas Kinoi einzuschenken. Kinoi war ein kalter Kräutertee mit stärkenden Eigenschaften. Ein Getränk, das mein Volk gewöhnlich zum Frühmahl trank. Doch ich hatte es nicht zum Frühmahl geschafft, als die Vision mich ohne Vorwarnung überfallen hatte.

„Hier, Hoheit. Das wird euch stärken.“

Ich nahm das Glas entgegen und nahm einen Schluck. Das bittere Getränk weckte meine Lebensgeister beinahe augenblicklich. Ich konnte meinem Diener ansehen, dass er neugierig war, was ich in meiner Vision gesehen hatte, doch er wusste besser, als mich zu fragen.

„Schicke Logee und Liro zu mir“, sagte ich, als ich das leere Glas an Leylee reichte.

„Natürlich, Hoheit. Ich werde mich sofort daran machen.“

Leylee verließ mein Gemach und ich schüttelte den Kopf. Konnte es sein? Zwei Weibchen? Sie sahen fremd aus mit ihrer blassen Haut und all dem Fell auf dem Kopf. Doch eine von den beiden Weibchen hatte eine starke Reaktion in mir ausgelöst. Selbst in der Vision hatte ich es spüren können. Konnte sie mein Gefäß sein? Sie war keine Hajonkee. Hatte sie ein Gefäß für mein Licht? Erneut schüttelte ich den Kopf. Ich hatte keinen Grund, der Vision nicht zu trauen, doch es schien so unwahrscheinlich. Ich hatte nie davon gehört, dass ein Weibchen einer anderen Art das Licht eines Hajonkee in sich aufnehmen konnte. Doch vielleicht konnte sie wenigstens meinen Samen in ihren Schoß aufnehmen und mir einen Thronerben schenken. Es würde natürlich Probleme unter meinem Volk geben. Viele würden es als Verrat ansehen, unser Blut mit dem einer anderen Art zu mischen. Auch wenn dies bedeuten würde, dass unser nobles Volk dem Untergang geweiht war. Wir waren langlebig, doch nicht unsterblich. Irgendwann würden wir alle in das Reich der Schatten gehen und niemand würde übrig bleiben. Doch dann gab es noch die Unterstützer von Soleekus, der angeblich eine Vision gehabt hatte die besagte, dass wir Weibchen einer anderen Art finden würden, und dass neue Generationen unsere Linien fortfahren würden. Ich hatte Soleekus für einen Scharlatan gehalten, der sich durch den Kult Anhänger verschaffen wollte. Doch was, wenn er wirklich eine Vision gehabt hatte? Was, wenn es wahr war? Was, wenn meine Vision nur bestätigte, was Soleekus lange vorher gesagt hatte? Doch warum Soleekus? Visionen waren selten unter unseren Leuten. Außer mir gab es nur wenige, die Visionen hatten. Als König hatte ich die stärksten Visionen. Visionen von Wichtigkeit und Konsequenz. Die Visionen der wenigen anderen waren eher unbedeutender Natur. Warum also sollte Soleekus solch eine wichtige Vision erhalten haben und nicht ich? Warum hatte ich erst heute, mehr als hundert Jahre später, eine Vision von den Weibchen?

Lilith

Ich wischte mir mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn. Es war verdammt heiß hier auf der anderen Seite des Planeten. Kein Wunder. Hier gab es nichts als Geröll und Vulkane. Kein Baum, kein Strauch, keinerlei Leben in Sicht. Ich wollte meine Messungen so schnell wie möglich hinter mich bringen, damit ich in den klimatisierten Gleiter zurück konnte. Wie musste es erst Adria ergehen? Sie war ein Mensch. Menschen konnten mit extremen Temperaturen noch schlechter umgehen als wir Breeds. Warum wir sie überhaupt mit uns genommen hatten, war mir ein Rätsel. Sol und Destiny hatten darauf bestanden, dass wir einen Doktor mit uns nahmen. Wir waren Breeds. Wir heilten schnell und Verletzungen hauten uns nicht gleich um. In meinen Augen hätten meine Erste-Hilfe Kenntnisse ausgereicht. Es war Unsinn, einen Doktor mit uns zu nehmen. Besonders, wenn es sich bei diesem Doktor um einen Menschen und noch dazu eine Frau handelte. Ein Geräusch riss mich aus meinen Gedanken. Es hatte wie das Schlagen von Flügeln geklungen. Ein Schatten fiel auf mich, als ich herum wirbelte. Ich schaffte es gerade noch, einen Schrei über meine Lippen zu bringen, ehe ich von riesigen Klauen ergriffen, und in die Höhe gehoben wurde. Ich sah die anderen Breeds herbei eilen. Mehr Drachen erschienen, und einer hatte Adria ergriffen. Ich gab auf, mich gegen den Griff der Klauen zu wehren. Wir waren bereits so hoch, dass ich einen Absturz nicht überleben würde. In diesem Moment bereute ich, dass ich die Operation verweigert hatte, die mir erlaubt hätte, mein Biest herauszulassen. Ich hatte es nicht für notwendig gehalten, war ich doch sicher auf Eden. Nun erwies sich diese Entscheidung als großer Fehler. Doch daran konnte ich jetzt nichts ändern. Ich musste mit dem arbeiten, was mir zur Verfügung stand. Mein Kopf und meine Stärke. Ich konnte versuchen, zu fliehen, wenn wir irgendwo gelandet waren. Wenn ich doch nur irgendetwas an mir hätte, was ich als Waffe gebrauchen konnte, doch ich hatte nicht einmal mein Taschenmesser dabei. Und das wäre als Waffe gegen einen riesigen Drachen ohnehin lachhaft gewesen. Ich erlaubte mir einen letzten Blick zurück. Die Breeds schienen den Kampf gegen die Drachen zu verlieren, obwohl sie in ihrer Biestform waren. Mein Herz wurde schwer. Es gab keine Rettung für mich und ich wollte nicht, dass die Jungs ihr Leben riskierten, um mich zu retten.

„Rettet euch selbst!“, brüllte ich, doch mein Drache hatte sich bereit so weit von dem Tumult entfernt, dass es fraglich war, ob die Breeds mich gehört hatten. Besonders im Eifer des Gefechts. Frustriert boxte ich dem Drachen gegen den Unterbauch, doch das schien keinen Eindruck auf das Biest zu machen. Nach einer Weile gab ich auf und ließ mich im Griff der Bestie hängen. Ich musste meine Kräfte sparen für den Moment, wenn wir landeten. Ich würde mich befreien oder bei dem Versuch sterben. Besser im Kampf zu sterben, als von einem Drachen gefressen zu werden, oder was sonst diese Bestie für mich geplant hatte.

Mein Herz klopfte wild, als der Drache auf einen riesigen Vulkan zusteuerte. Aus irgendwelchen Gründen kam die Idee in meinem Kopf auf, dass das verdammte Biest mich als eine Art Opfer in den Krater werfen würde. Mein einziger Trost war, dass Dog es geschafft zu haben schien, Adria aus den Klauen des anderen Biests zu entreißen. Die Breeds hatten im Kampf gegen die Drachen alles gegeben, doch ich machte mir wenig Hoffnung, dass sie überlebt hatten. Das letzte, was ich von Warrior gesehen hatte, war, wie er verletzt in die Tiefe gestürzt war. Es fiel mir schwer zu begreifen, dass es auf Eden tatsächlich echte Drachen gab und niemand etwas davon gewusst hatte. Nicht einmal die Vogelwesen, die Lurrkjorra. Was würden die Leute in der East-Colony tun, wenn sie nichts von uns hörten? Sicher würden sie einen Suchtrupp senden. Ich wünschte, dass sie es nicht tun würden. Sie würden nur den Drachen zum Opfer fallen, wie wir. Leider wusste ich jedoch nur zu gut, dass dies genau das war, was geschehen würde. Destiny würde es auf jeden Fall tun, doch auch Sol konnte das Verschwinden von drei Mitgliedern der Kolonie nicht einfach ignorieren. In Gedanken versunken hatte ich nicht bemerkt, dass der Drache mit mir in den Krater geflogen war. Als ich in die Tiefe starrte, konnte ich erkennen, dass der tiefe Krater keine Lava zu enthalten schien. Stattdessen gingen Höhlen auf allen Seiten von den Felswänden ab. Vor einer dieser Höhlen befand sich eine große Plattform, und der Drache hielt auf die Plattform zu. Zu meiner Verwunderung standen mehrere Männer auf der Plattform. Sie sahen beinahe menschlich aus, wären da nicht die goldene Haut und die seltsamen, schwarzen Augen mit leuchtend orangen Pupillen. Der Drache landete auf der Plattform und einer der Männer trat vor und starrte mich an. Sein Blick war beinahe hypnotisch. Ein Schwindel befiel mich, dann versank meine Welt in Dunkelheit.

Keeo

Das Weibchen aus meiner Vision schwankte, ehe ihre Augen zurückrollten und sie zusammen sackte. Ich ergriff sie, ehe sie zu Boden gehen konnte, und hob sie auf meine Arme. Mein Herz klopfte hart in meiner Brust. Das Weibchen sah genauso aus wie in meiner Vision. Doch meine Reaktion auf das Weibchen war fiel stärker, als ich erwartet hätte. Mein Licht brannte heiß in meiner Brust. Was würde geschehen, wenn mein Weibchen kein Gefäß für mein Licht hatte? Würde ich dann für immer mit dem schmerzlichen Brennen leben müssen? Würde es stärker werden, je länger meinem Licht ein Gefäß verwehrt war? Ich befand mich hier auf unbekanntem Gebiet. Seit alle unsere Weibchen gestorben...



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