E-Book, Deutsch, Band 33, 106 Seiten
Reihe: Alien Breed Series
Adams Satan
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7531-8107-3
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 33, 106 Seiten
Reihe: Alien Breed Series
ISBN: 978-3-7531-8107-3
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Melody Adams lebt mit ihrem Lebensgefährten und Kindern in Bijilo, The Gambia (West Afrika) Sie schreibt gefühlvolle und erotische Liebesromane. Vom Historical bis zu Science Fiktion ist so ziemlich alles vertreten. Dabei legt sie vor allem Wert auf glaubhafte Charaktere und spannende Handlung. Ebenso gefühlvoll geht es in den Büchern zu, die sie unter ihrem zweiten Pseudonym, Cathy McAllister, veröffentlicht.
Autoren/Hrsg.
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Kapitel 2
Satan
Robert hatte nicht übertrieben. Meine neue Therapeutin war heiß. Auch ihr unförmiger Kittel konnte nicht davon ablenken, wie attraktiv sie war. Sie war klein und zierlich, doch mit weichen Rundungen an all den entscheidenden Stellen. Ihre hohen Absätze ließen ihre Beine länger erscheinen und betonten ihre schlanken, leicht muskulösen Waden. Als sie in ihrer Tasche herum gewühlt hatte, hatte ich einen guten Blick auf die sanfte Schwellung ihrer Brüste bekommen und mein Schwanz war augenblicklich zum Leben erwacht. Sie trug ihre blonden Haare zu einem unordentlichen Knoten aufgetürmt und ihre blauen Augen wirkten durch ihre Brille noch riesiger. Ich wollte ihre Locken aus dem Knoten lösen und meine Hand in die dicken Strähnen winden, um ihren Kopf in den Nacken zu zwingen. Ich wollte sehen, wie ihr Puls für mich raste, wollte ihn unter meinen Lippen spüren. Sie war eine selbstbewusste, professionelle Frau, doch ich konnte riechen, dass sie nervös war. Und erregt. Zuerst war der Duft ihrer Erregung nur sehr schwach gewesen, doch als ihr Blick auf meinen harten Schwanz gefallen war, hatte der Duft ihrer Lust mich beinahe umgehauen. Sie versuchte, es zu verbergen, doch vor mir konnte sie nichts verstecken. Sie wusste nicht, dass meine Sinne weitaus entwickelter waren als die eines Menschen. Sie wusste nicht einmal, dass ich kein Mensch war. Niemand wusste es. Mir war bewusst, was sie dachten. Meine roten Augen waren tätowiert und meine Fänge waren Implantate. Ich hatte diesen Glauben nie bestärkt, doch ich hatte auch nichts Gegenseitiges gesagt. Ich hatte es bisher nicht für notwendig erachtet, zu kooperieren. Doch mit meiner Eveline... Nun, wir würden sehen. Ich würde ihr vielleicht ein paar Einblicke in meine Psyche geben. Wenn auch nur, um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen und ihre Reaktionen in mich aufzusaugen. Ich wollte, dass sie mir Angst und Entsetzen zeigte. Ich hasste den Geruch von Angst bei Menschen. Er war scharf und unangenehm. Doch Evelines Geruch war – erregend. Wenn doch nur diese verdammte Scheibe nicht zwischen uns stehen würde. Ich hatte zwei der Frauen, die ich getötet hatte, vergewaltigt, doch es war irgendwie unbefriedigend gewesen. Reine Neugierde hatte mich dazu getrieben. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlte, meinen Schwanz in eine Möse zu rammen. Es war gut gewesen, doch nichts, worauf ich nicht verzichten könnte. Doch meine kleine Therapeutin war anders. Mit ihr wäre es anders. Da war ich mir sicher. Mein Schwanz schien jedenfalls der Meinung zu sein. Das verdammte Ding wollte einfach nicht abschwellen. Seit ich Evelines Angst gerochen hatte, war ich dauerhart.
„Doktor Edding hat mir gesagt, du wärst nicht kooperativ. Lag es an ihr? Oder bist du generell abgeneigt, zu kooperieren?“
„Ich hab kein Interesse an Kooperation, Eveline“, erwiderte ich. „Doch vielleicht könnte ich eine Ausnahme für dich machen.“
Ich sah, wie sie diese Information gierig in sich aufsaugte. Sie dachte, sie hätte mich bereits, wo sie mich wollte. Sie dachte, sie würde mich kontrollieren können.
Oh, Eveline, wie falsch du liegst.
„Gut. Warum fangen wir nicht mit etwas Einfachem an“, sagte sie, Eifer in ihren Augen. „Kennst du deinen richtigen Namen?“
„Ich habe keinen.“
„Jeder hat einen Namen.“
„Ich nicht. – Nicht zuvor jedenfalls. Jetzt bin ich John Doe. Satan. –Satan gefällt mir persönlich besser. Passend, findest du nicht, Eveline?“
„Ist das, warum du deine Augen tätowiert hast? Warum du dir Fänge einsetzen lassen hast? – Um teuflisch auszusehen? Böse? Furchteinflößend?“
„Ist das, wie du mich siehst, Eveline? Teuflisch? Böse? Furchteinflößend?“, fragte ich, bewusst nicht auf ihre Frage eingehend.
Eveline hielt meinen Blick und sie gab nur wenig her war ihre Gefühle anbelangte. Sie war gut, das musste ich ihr lassen. Doch sie konnte nicht vollkommen verbergen, dass sie sich gleichzeitig angezogen als auch beunruhigt fühlte.
„Wenn du meinst, ob ich finde, dass du teuflisch, böse oder furchteinflößend aussiehst – dann, ja. Doch ich habe keine Angst vor dir, wenn du das wissen wolltest.“
„Und wenn da keine Panzerglaswand zwischen uns wäre?“, raunte ich, meine Hände flach gegen besagte Scheibe pressend. „Würdest du dann noch immer keine Angst vor mir haben?“
„Ich bin nicht dämlich, Satan. Ich bin mir bewusst, dass du mir kräftemäßig überlegen bist und dass du nicht eine Sekunde zögern würdest, mir wehzutun. Mich vielleicht sogar zu töten. Eine gesunde Portion Angst ist deswegen natürlich und erforderlich.“
„Interessante Antwort, Doktor“, sagte ich, den Kopf schief legend. Mein Blick bohrte sich in ihren. „Ich würde dich nicht töten, Eveline“, sagte ich leise. „Es wäre eine Verschwendung, wenn ich so viel – erfreulichere Dinge mit dir anstellen könnte. Denkst du nicht?“
„Du meinst, du könntest mich vergewaltigen? Wie die beiden Frauen, die du vergewaltigt und getötet hast?“
„Da liegen Welten zwischen diesen farblosen Mädchen und dir, Doktor. Ich würde das nicht vergleichen wollen. – Ich wollte wissen, wie es ist. Ich hatte nie zuvor eine Frau gehabt.“
„Und? War es, wie du es dir vorgestellt hast?“, fragte Eveline mit einer Mischung aus Verachtung und Interesse.
„Nein, Eveline. Es war – unbefriedigend. Sie waren nicht – wie du?“
„Wie ich?“, fragte sie, nicht in der Lage, das leichte Zittern in ihrer Stimme zu verbergen.
„Ja, Eveline. Sie waren nicht wie du. Ich will mehr als nur meinen Schwanz in dein Loch stecken, um den Druck abzulassen. Und ich will dich nicht töten.“ Ich leckte mir über die Lippen, als ich meinen Blick zu ihrem wild pochenden Puls gleiten ließ. „Ich will dir wehtun, doch nicht zu sehr. Du würdest es mögen, Eveline. Und wenn du für mich schreist, dann nicht aus Schmerz oder Angst wie die anderen Frauen.“
„Du scheinst dir deiner Sache sehr sicher“, erwiderte Eveline, angepisst. Ich hatte das Gefühl, dass ich einen wunden Punkt getroffen hatte. Sie wusste, dass ich die Wahrheit sprach. Dass da etwas zwischen uns in der Luft lag. Doch sie wollte es nicht. Sie wollte es bekämpfen. Leugnen. Verbergen. Doch sie konnte nicht. Nicht vor mir.
Eveline
Es war beunruhigend, wie sehr Satan mir unter die Haut ging. Zuvor hatte ich gedacht, Doktor Eddings Warnung wäre ein wenig übertrieben gewesen. Jetzt fand ich eher, dass ihre Warnung nicht umfassend genug gewesen war. Sie hatte mich nicht auf die dunkle, erotische Aura meines Patienten vorbereitet. Er spielte mit mir und ich hatte Mühe, die Kontrolle über unsere Interaktionen zu behalten. Die Vorstellung, dass Satan Sex von mir wollte, falls wir uns ohne Barriere gegenüberstehen sollten, beunruhigte mich mehr als der Gedanke, er würde mich töten wollen.
„Erzähl mir etwas über dich. Was immer dir einfällt“, versuchte ich, von der sexuellen Energie zwischen uns abzulenken.
Satan hob eine Augenbraue.
„Was willst du wissen, Eveline?“
Ich zuckte mit den Schultern.
„Was immer dir einfällt. Wo du her kommst. Warum du diese Leute getötet hast. Was du vor den Morden getan hast. Von mir aus auch was dein Lieblingsgericht ist. Solange es etwas mit dir zu tun hat.“
„Ich mag Fleisch. Steak. Ich mag es blutig, doch die Idioten hier braten es immer nahezu durch.“
„Ist das der Grund, warum dein Essenstablett noch immer auf dem Tisch steht? Bekommst du nichts Neues, bevor du es aufgegessen hast?“
„Nein, das Tablett steht dort, weil ich keine Lust gehabt hatte, es in die Durchreiche zu stellen. Und weil ich das Tablett nicht ordnungsgemäß in die Durchreiche gestellt habe, hab ich kein Frühstück bekommen. Manchmal mögen die Pfleger gerne ein paar kleine Machtspiele mit mir spielen. Weil sie wissen, dass ich hinter Glas bin und ihnen nicht die Kehle raus reißen kann.“
„Würdest du das Tablett für mich in die Durchreiche stellen?“, fragte ich. „Und im Gegenzug werde ich dir etwas Neues zu Essen bringen?“
„Ich würde das Tablett in die Durchreiche stellen, wenn du mir dein Höschen gibst.“
Hitze schoss in meine Wangen. Ich war gleichermaßen wütend und erregt, dass Satan schon wieder auf die sexuelle Schiene übergesprungen war.
„Das kommt nicht infrage. Ich würde es begrüßen, wenn du mit deinen sexuellen Anspielungen aufhören könntest. Deine Avancen sind unerwünscht. Du bist mein Patient, nicht mehr und nicht weniger.“
„Lügnerin“, raunte Satan, sein Gesicht gegen die Scheibe pressend. „Ich kann deine Möse bis hier hin riechen, Doktor. Sehr unprofessionell, wenn du mich fragst.“
„Ich bin nicht hier, um über mich zu reden, Satan“, sagte ich, bemüht, meine Verlegenheit zu überspielen. „Ich bin hier, damit wir über dich reden.“
„Du kannst mich nicht zwingen, über mich zu reden. Doktor“, sagte Satan gleichgültig. „Oder – überhaupt mit dir zu reden.“
Satan stieß sich von der Glaswand ab und trat ein paar Schritte zurück, mich dabei herausfordernd ansehend. Ich wusste genau, was er tat. Machtspiele. Ich wollte etwas von ihm. Seine Kooperation. Und als Bezahlung für diese Kooperation versuchte er so viel wie möglich für sich selbst heraus zu handeln. Er wollte die Oberhand gewinnen. Für den Kick, die Macht. Für Zugeständnisse seine Unterbringung oder Behandlung betreffend. Und ultimativ wahrscheinlich, um eine Chance zur Flucht zu erlangen. Ich durfte ihm nicht erlauben, die...




