Adrian | Hunter Legacy - Düstere Leidenschaft | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 300 Seiten

Reihe: Hunter-Legacy-Reihe

Adrian Hunter Legacy - Düstere Leidenschaft


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7363-0767-4
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 1, 300 Seiten

Reihe: Hunter-Legacy-Reihe

ISBN: 978-3-7363-0767-4
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Nur sie kann das Herz des Jägers berühren

Asher gehörte einst zu den Jägern, die von dem wahnsinnigen Vampir Dragos zu Killern herangezogen wurden. Seit er seine Freiheit wiedererlangte, lebt er zurückgezogen auf einer einsamen Farm in der Wüste Nevadas. Doch eines Nachts wird er unvermutet zum Retter einer jungen Frau, die skrupellose Gangster in der Wüste verschwinden lassen wollen. Die toughe junge Stammesgefährtin zieht ihn sofort in ihren Bann. Aber Naomis Feinde sind ihr noch immer auf den Fersen, und Asher wird in ein tödliches Spiel verwickelt, in dem die Liebe zur gefährlichsten Waffe von allen werden könnte.
'Lara Adrian verwöhnt uns immer aufs Neue mit ihrer perfekten Mischung aus Romantik, Leidenschaft, Sinnlichkeit und Action.' Reading Diva

Band 1 des düster-romantischen Spin-Off der Midnight-Breed-Reihe



Lara Adrian lebt mit ihrem Mann in Florida. Neben ihrer äußerst erfolgreichen Vampirserie Midnight Breed hat sie unter dem Namen Tina St. John auch mit historischen Liebesromanen eine große Fangemeinde gewonnen. Mit For 100 Days - Täuschung erschien 2017 ihr erster Contemporary-Roman.
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1


Die Mojave-Wüste erstreckte sich schier endlos unter einem pechschwarzen Himmel. Niemandsland … nur viele Morgen öder Landschaft, die aus abweisender Vegetation und allen möglichen nachtaktiven Raubtieren bestand, welche die Dunkelheit auf der Suche nach Beute durchstreiften.

Aber so bedrohlich die wilden Bewohner der Mojave auch sein mochten, gab es doch keinen gefährlicheren Jäger als den Stammesvampir, der jetzt hinter dem Steuer eines alten Pick-ups über die schmale Piste raste.

Aber heute Abend hatte Asher sich nicht aufgemacht, um für sich selbst zu jagen. Er hatte die alte Ranch, die etwas mehr als dreißig Meilen von der nächsten Stadt entfernt in der Wüste lag, verlassen, um Futter für die Tiere sowie Vorräte zu besorgen. Die Fahrt zurück in die Zivilisation an der Grenze des Bundesstaates Nevada gehörte zwar nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen, doch es war eine Pflicht, die er übernommen hatte, um sich bei dem in die Jahre gekommenen Menschen zu revanchieren, von dem er vor fünfzehn Jahren aufgenommen worden war. Ned Freeman hatte ihm ohne viele Fragen Unterschlupf gewährt. Auch war ihm keine Furcht anzumerken gewesen oder Abscheu davor, wer – oder was – Asher war oder vor dem, was er gewesen war, ehe es ihn auf das Land des alten Mannes in der Wüste verschlagen hatte.

Seit Neds Ableben im letzten Jahr gab es niemanden, der sich um das bescheidene Gehöft und die Tiere gekümmert hätte, und so war Asher geblieben. Warum auch nicht? Er musste nirgends dringend hin, und es gab auch niemanden, der auf ihn wartete. Als ein im Labor gezüchteter Killer war er geboren und aufgezogen worden, ein Leben als Einzelgänger zu führen. Selbst jetzt kannte und wollte er es nicht anders.

Die leere Weite der Landschaft, die Ashers Zuhause geworden war, stellte während der Fahrt mit Neds Pick-up auf der sich windenden Schotterpiste mitten durch die Mojave National Preserve nur einen schwachen Trost dar. Der Einkauf mit Hin- und Rückfahrt, der normalerweise nur zwei Stunden gedauert hätte und zu dem er um acht Uhr abends aufgebrochen war, hatte sich zu einem fünfstündigen Trip verlängert, nachdem unterwegs ein Reifen geplatzt war. Der Ersatzreifen, den Ned hinter den Sitzen in der Fahrerkabine verstaut hatte, war in keinem besseren Zustand, hatte Asher feststellen müssen, und so war ihm nichts anderes übrig geblieben, als zu Fuß zu einer rund um die Uhr geöffneten Tankstelle am Highway zu laufen und Flickzeug zu besorgen.

Es war eine Erleichterung, endlich nach Stunden mitten im Gewühl von lärmenden Menschen auf die Ranch zurückzukehren. Menschen machten ihn nervös, und zwar nicht nur weil sein Anblick die meisten Sterblichen beunruhigte. Mit seiner Größe von fast zwei Metern, einem Gewicht von hundertzwanzig Kilo an einem Tag mit wenig Nahrung und den Tätowierungen ähnelnden Dermaglyphen, die ihn als Stammesvampir reinsten Blutes auswiesen, verschmolz er nicht gerade mit der Masse.

Zwanzig Jahre war es jetzt her, dass die Existenz der Stammesvampire, die sich den Planeten mit den Menschen teilten, enthüllt worden war. Doch das Verhältnis zwischen den Spezies war immer noch gespannt – um es vorsichtig auszudrücken. Glücklicherweise kümmerten sich andere Abkömmlinge seiner Art um diese Probleme. Asher überließ die diplomatischen und heldenhaften Bemühungen, für Frieden zu sorgen, gern den Kriegern des Ordens und ihren Commandern, die in den größeren Städten auf der ganzen Welt stationiert waren. Und er? Er hatte genug Morde begangen, und ein Held war er schon gar nicht gewesen.

Mit weit geöffnetem Fenster, um die kühle Nachtluft hereinzulassen, saß er bequem hinter dem Steuer und schaute nach vorn auf die schmale Straße mit den unzähligen Löchern im Asphalt, die vom schwachen, gelben Licht der Scheinwerfer des ratternden Pick-ups erhellt wurden. In der Ferne heulte ein Kojote, und kurz darauf fielen andere in den Jagdgesang ein.

Asher respektierte und achtete diese Jäger. Zwar hatte er einmal einen von ihnen töten müssen, als alle Warnungen, sich von Neds Hühnern fernzuhalten, nicht gefruchtet hatten, doch es hatte keinen Spaß gemacht. Allerdings war Töten niemals mit Spaß verbunden.

Tu deine Pflicht, Junge.

Der leise, drohende Befehl wisperte durch seinen Geist – die Stimme seines alten Herrn und Meisters, jenes wahnsinnigen Stammesvampirs, der Asher und zig andere wie ihn in seinem Labor gezüchtet hatte. Schnaubend verdrängte Asher die Erinnerung an Dragos und das höllische Hunter-Zuchtprogramm und schaltete das Autoradio an. Er drehte den einzigen Sender, der nicht rauschte, voll auf.

Es brachte nichts, sich in Erinnerungen an die Vergangenheit zu ergehen. Sie war mit lauter höchst unerfreulichen Ereignissen gespickt. Stattdessen übertönte ein übellauniger Country-Song die genauso unangenehmen Geräusche in seinem Kopf, während sein Blick fest nach vorn auf die Straße gerichtet war.

Es war nur noch eine Viertelstunde Fahrt bis zur Ranch, als seine Scheinwerfer ungefähr in einer Meile Entfernung etwas erfassten. Als er näher kam, stellte er fest, dass es sich um eine schwarze Limousine handelte, die knapp fünfzig Meter vom Straßenrand entfernt auf festem Wüstenboden abgestellt war.

Ashers Nasenflügel flatterten, als ihn ein ungutes Gefühl erfasste. So weit von der I-15 entfernt hatten nicht viele etwas zu erledigen, und für gewöhnlich kam auch nichts Gutes dabei heraus, wenn sie sich so tief in die von Dornengestrüpp überwucherte lebensfeindliche Landschaft vorwagten. Entweder begab man sich mit Absicht oder weil man gezwungen wurde zu so später Stunde in die tiefe, dunkle Wüste.

Im Laufe der Zeit hatte er beides häufig genug erlebt, um alle anderen Möglichkeiten auszuschließen.

Er erinnerte sich plötzlich an eine Nacht vor gut zwölf Jahren, als er in diesem entlegenen Winkel der Wüste auf einen anderen Stammesvampir – einen ehemaligen Jäger wie er selbst – gestoßen war. Der Name des Mannes war Scythe gewesen, und er hatte sich in die Mojave geschleppt, um in der Sonne zu sterben, nachdem er eine Frau, die er geliebt hatte, und ihren kleinen Sohn verloren hatte. Ned war es gewesen, der darauf bestanden hatte, Scythe auf die Ranch zu bringen und zu versuchen, ihn zu heilen. Doch es war schließlich Asher gewesen, der sich geweigert hatte zuzulassen, dass der andere sich aufgab. Während der ganzen Zeit der Genesung hatte er Scythe sozusagen immer wieder in den Arsch getreten, bis Scythe sich schließlich so weit erholt hatte, dass er die Ranch verlassen konnte.

Aber Asher machte sich nichts vor – eine gute Tat würde nie all das Falsche ausgleichen, das er in seinem Leben getan hatte. Nicht einmal ansatzweise würde das gelingen. Trotzdem war er froh, dass Scythe überlebt hatte, und obwohl sie nur sehr sporadisch voneinander hörten, war Asher zu Ohren gekommen, dass der andere inzwischen mit einer Stammesgefährtin zusammen war und glücklich irgendwo in Italien lebte.

Er hatte das Gefühl, dass das, was da in der Nähe des geparkten schwarzen Wagens ablief, längst kein so gutes Ende nehmen würde.

Das ging ihn nichts an.

Und es war auch nicht sein Problem.

Knurrend schaltete Asher die Musik aus und brachte damit die raue Stimme des Mannes zum Schweigen, der sein Leid wegen einer Frau klagte, bei der er erst gemerkt hatte, wie sehr er sie liebte, als sie fort war. Unwillkürlich ging sein Fuß vom Gaspedal, als er den großen Wagen vor ihm musterte.

Er sah leer aus, doch wie lange schon, konnte er nicht erkennen. Reifenprobleme schienen nicht der Grund für den Stopp gewesen zu sein, Brandgeruch konnte er auch nicht feststellen, und andere Anzeichen für eine Autopanne gab es ebenfalls nicht. Das bedeutete, dass das wirkliche Problem sich gerade irgendwo rechter Hand in der Wüste zwischen den spindeldürren Josua-Palmlilien und vereinzelt stehenden Kakteen abspielte.

Die Scheinwerfer des alten Pick-ups waren im Grunde nur Funzeln, aber Asher schaltete sie trotzdem ganz aus und kam ein paar Meter hinter dem anderen Wagen zum Stehen. Er stellte den Motor ab und drückte die rostige Tür auf.

Kaum berührten seine Stiefel den Boden, wusste er mit absoluter Sicherheit, dass irgendetwas nicht stimmte.

Es war still. Unnatürlich still. Man hörte noch nicht einmal Käfer über den Sand huschen, keine Skorpione, die raschelnd über Steine krabbelten, oder den Flügelschlag von Fledermäusen.

Er legte den Kopf in den Nacken und atmete den Geruch ein, der in der Luft lag.

Menschen.

Drei Männer, von denen zwei sich anscheinend um die Wette mit widerlich süßlichem Rasierwasser übergossen hatten, während der dritte nach seiner letzten Mahlzeit stank, die offensichtlich hauptsächlich aus Knoblauch bestanden hatte. Er dünstete den Geruch so intensiv aus, dass es sich nur um eine riesengroße Knoblauchpizza mit Knoblauchbelag gehandelt haben konnte, die mit einem Knoblauch-Smoothie heruntergespült worden war.

In der Ferne waren Stimmen zu hören, und er konnte massige Gestalten erkennen, die sich zwischen den Palmlilien und dornigem Gestrüpp bewegten. Das Trio, das eine einzige Beleidigung für seine Nase war, schob im Dunkeln jemanden vor sich her. Das Geräusch eines harten, metallischen Gegenstands, der auf weiches Fleisch und Schädelknochen traf, wurde von einem lauten, schmerzerfüllten Keuchen, einem plötzlichen Stolpern und einem dumpfen Laut übertönt, als jemand zu Boden stürzte.

»Steh auf!« Der scharfe Befehl war nur ein leises Zischen, doch in Ashers Ohren klang er laut wie ein...


Lara Adrian lebt mit ihrem Mann in Florida. Neben ihrer äußerst erfolgreichen Vampirserie

Midnight Breed hat sie unter dem Namen Tina St. John auch mit historischen Liebesromanen eine große Fangemeinde gewonnen. Mit For 100 Days - Täuschung erschien 2017 ihr erster Contemporary-Roman.



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