Ahlfeld / Forstik | NLP Workbook II | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 148 Seiten

Reihe: NLP Workbook

Ahlfeld / Forstik NLP Workbook II

Praxishandbuch für NLP-Master-Practitioner
2. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7494-6271-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Praxishandbuch für NLP-Master-Practitioner

E-Book, Deutsch, Band 2, 148 Seiten

Reihe: NLP Workbook

ISBN: 978-3-7494-6271-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dieses klar strukturierte NLP Buch ist die Fortführung des beliebten NLP Workbook I (Neurolinguistische Programmierung). Es enthält alle Informationen, Übungen und Formate, die von Dr. Richard Bandler, dem kreativen Genie des NLP, empfohlen und in einer NLP Master-Practitioner Ausbildung gelehrt werden sollten. So dient es TeilnehmerInnen eines NLP Seminars im Rahmen ihrer NLP Ausbildung als ideale Ergänzung und Vorbereitung. Beide Autoren wurden persönlich von Dr. Richard Bandler ausgebildet und Benedikt Ahlfeld wirkte in dessen Team bei der Ausbildung angehender NLP-Trainer in den USA mit. Ergänzt durch wissenschaftliche Studien und psychologische Methoden bietet das NLP Workbook II auch für Verhandlungen, Vorträge, Präsentationen sowie für Veränderungen in Teams und bei Change-Prozessen in Organisationen hilfreiche Ansätze. Lernen Sie Neurolinguistisches Programmieren für die Praxis: sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Anwender finden in diesem leicht verständlichen Arbeitsbuch die wichtigsten Theorien und NLP Techniken für den NLP Master-Practitioner auf dem aktuellen Stand der Zeit. Dr. Richard Bandler (Entwickler von NLP und DHE®) sagt: "Um NLP zu lernen, wie es gelehrt werden soll, empfehle ich Benedikt Ahlfeld."

Benedikt Ahlfeld ist mehrfacher Bestseller-Autor, staatlich geprüfter Unternehmensberater und hält Vorträge an Universitäten, für Regierungen und Top 100 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er berät Top-Manager, Unternehmer und Olympia-Spitzensportler. Seit über 15 Jahren leitet er die international tätige ZHI Consulting GmbH.
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Weitere Infos & Material



Im folgenden Kapitel werden unterschiedliche essentielle Techniken auf den Punkt gebracht, die du als NLP Master brauchst, um so vor Gruppen oder auch Einzelklienten zu präsentieren, dass der Inhalt sowohl bewusst als auch unbewusst gut verarbeitet wird. Das zeichnet das lernen und lehren mit NLP aus: die erlernten Fähigkeiten und Theorien wandern direkt in die unbewusste Kompetenz und können dann im Alltag automatisch abgerufen und angewendet werden. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass deine Präsentationen als abwechslungsreich empfunden werden, und die Zuhörer das Gefühl haben, die Zeit vergeht schnell, ohne dass dabei Langeweile oder ungewollte Konzentrationsschwankungen auftreten.

Präsentierst du vor Gruppen, ist das entscheidende Kriterium die Anzahl der Zuhörer. Davon machst du sowohl die Art deiner Präsentation, den Aufbau des Inhalts als auch das Setting abhängig.

Die Hände in der Hosentasche sind an sich kein negatives Signal (=Tiefstatus) werden aber häufig (und fälschlicherweise) als Unsicherheit interpretiert (s. Kapitel „2.3 Status und Rapport beim Präsentieren“).

Hast du, vor allem im geschäftlichen Kontext, das Bedürfnis, die Hände in die Seite zu stützen, dann heb damit deinen gesamten Oberkörper an und zeige deine Hände nach außen hin, anstatt sie in den Taschen verschwinden zu lassen.

Ein entspannter, lockerer Stand ist bei Männern schulterbreit und bei Frauen locker voreinander gestellt. Die Fußspitzen zeigen in Richtung des Publikums und die Arme sind offen.

Bei kleineren Gruppen präsentierst du meist ohne viel technisches Equipment: Mikrofon, Lautsprecher, Mischpult, all das fällt oft gänzlich weg. Manche Sprecher nutzen sie dennoch, da sie dem Vortragenden eine subbewusste Fachkompetenz zuschreiben. Immerhin stehst du schon vorne, die anderen hören dir zu – wenn du noch ein Mikrofon, am besten ein Headset, trägst, wird dir automatisch Autorität zugesprochen. Diese Kompetenz kannst du jedoch auch erzeugen, indem du während des Vortrages ab und zu relevante Personen einbindest und diese Fremdreferenz nutzt, um unbewusst aufzuzeigen: Du bist Teil des Teams und zugleich verantwortlich für die guten Ergebnisse.

Dir wird auffallen, dass du, wenn du ein Mikrofon nutzt, seltener mit Fragen aus dem Publikum konfrontiert wirst – selbst dann, wenn die Lautsprecher sind. Das ist logisch, wenn du bedenkst, welche gesteigerte Erwartungshaltung du mit deinem Mikro erzeugst und dass deine Zuhörer dich nicht in deinem wichtigen Vortrag unterbrechen wollen. Wünschst du hingegen die aktive Teilnahme des Plenums, dann solltest du entweder das Mikrofon weglassen oder ausdrücklich darauf hinweisen, dass Fragen während der Präsentation gestellt werden sollen.

Oft werden im beruflichen Alltag zur Unterstützung der Präsentation Folien verwendet, die über Beamer projiziert werden. Tatsächlich ist dies jedoch je nach Zielsetzung mehr oder weniger vorteilhaft. Denn es gibt keine effektivere Methode Menschen schnell in Trance zu führen als eine möglichst bunte und bestenfalls noch animierte Präsentation mit viel Text. Da der Fokus der Zuhörer jedoch auf dir und nicht dem Beamer liegen sollte, beschränke dich in Zukunft auf die wesentlichsten Fakten, falls du die Folien nicht sogar gänzlich weglassen kannst. Besser arbeitest du dann schon mit einem Flip Chart. Hier nutzt du ebenfalls möglichst wenige Bögen und beschreibst sie jeweils nur mit den wichtigsten Stichworten; drei bis fünf Worte pro Seite sind das Maximum! Je weniger Ablenkung du bietest, desto mehr werden sich die Zuhörer auf deine eigentliche Präsentation konzentrieren. Benötigst du tatsächlich Folien zwecks Inhalts oder grafischer Darstellung, dann nutze Overhead Folien oder Beamer in schwarz/weiß Modus. Dadurch werden die Augen nicht so stark beansprucht und sind weniger belastet als bei einer krassen Farbwahl.

Mit Hilfe des Settings entsteht also eine bestimmte, von dir bewusst kontrollierbare Atmosphäre beim Publikum. Je nach Stimmung werden deine Zuhörer öfter in Uptime oder Downtime sein und mehr oder weniger aktiv mitarbeiten. Dies ist natürlich sinnvoll zu berücksichtigen, wenn du entweder Gesprächshypnose vor großen Gruppen einsetzen willst oder ein Brainstorming im kleinen Teamrahmen planst.

“Where focus goes, energy flows.”
(Tony Robbins)

Sei dir darüber im Klaren, dass alle Ablenkungen im Umfeld, in dem du präsentierst, die Aufmerksamkeit deines Publikums auf sich ziehen werden. Je mehr Struktur und Ordnung du schaffst, umso mehr werden die Menschen auch dich und deinen Vortrag als strukturiert und organisiert wahrnehmen.

Wenn es Vorredner gab, beachte immer, dass du Flipcharts oder Präsentationsfolien einer PowerPoint Präsentation entfernst, damit der 100%ige Fokus auf dir und deinem Inhalt liegt.

Nimm dir dafür ausreichend Zeit, bevor du beginnst auf der “Bühne” zu sprechen.

Sprichst du vor Menschen, ist die wichtigste Voraussetzung für eine gute Präsentation, dass du möglichst viele Zuhörer abholst. Das bedeutet, dass ihre Aufmerksamkeit auf dich gelenkt wird, auch wenn ihr Fokus und ihre Gedanken anfänglich auf anderen Themen liegen. Ob jemand aufmerksam ist oder abgelenkt, erkennst du sehr schnell an der Physiologie. Hier ist natürlich wichtig, dass du deine Hörer im gesamten Verlauf beobachtest und nicht nur ausschnittweise. Ein geübter Sprecher hat den eigenen Fokus größtenteils auf das Publikum gerichtet und ist weniger mit sich selbst beschäftigt. Das kommt natürlich mit der Übung und wird dir erleichtert, wenn du gute Workshops wie den NLP-Master besuchst, die speziell diese Fähigkeiten trainieren. Eine der Empfehlungen aus solchen Seminaren ist die Arbeit mit Blicksprüngen. Je mehr Menschen du während deines Vortrages in die Augen siehst, desto mehr werden dir aktiv zuhören. Denn jedes Mal, wenn sich zwei Blicke treffen, wird der Fokus geschärft und der Zuhörer zum aktiven Mitdenken aufgefordert. Dies bestätigt sich meist durch ein unbewusstes Nicken, das der andere dann relativ häufiger ausübt als sonst.

Vor kleineren Gruppen empfiehlt es sich, jedem für ein paar Sekunden in die Augen zu schauen und dann zum Nächsten Augenpaar zu schweifen. Du kannst auch zwischen den Reihen springen oder vom linken ans rechte Ende springen, denn wenn du für längere Zeit immer wieder monoton von links nach rechts blickst, wirkt dies mit der Zeit mechanisch, stereotyp. Besser ist es, jene abzuholen und mit deinem Blick einzufangen, die gerade dabei sind, etwas abzudriften. Das setzt voraus, dass du deine Wahrnehmung erweiterst und den Unterschied zwischen Uptime und Downtime kennst.

In Uptime ist die Aufmerksamkeit nach außen gerichtet, auf das Geschehen rund um uns und die Umwelt, in diesem Fall auf den Vortragenden. Es gibt keinen inneren Dialog, keine bildlichen Vorstellungen und keine emotionale Anspannung. Das gesamte sensorische Gewahrsein ist auf die äußere Umgebung im Hier und Jetzt konzentriert. Folgende Merkmale sind für Uptime charakteristisch:

  • der Gebrauch der peripheren Sehfähigkeit (im Gegensatz zur zentralen bzw. mittigen)
  • Fokussieren auf äußere Geräusche (und das Fehlen eines inneren Dialogs)
  • eine entspannte Physiologie (keine übermäßige emotionale oder körperliche Anspannung)

Downtime beschreibt den Zustand des nach innen gerichteten Fokus, wenn wir inneren Dialog führen oder vor uns hinträumen. Träumen, ein Zustand veränderten Bewusstseins oder ein „anders als bewusster Zustand“, kann ebenfalls als Intensivierung der Denk- und Lernprozesse und zur Revision und Integration neuer Informationen genutzt werden. Du kannst dir mit Hilfe deiner Träume deine Erlebnisse an einem bestimmten Tag vergegenwärtigen, verbunden mit der Absicht, die am betreffenden Tag positiven Aspekte zu erforschen, und/oder, dir darüber klar zu werden, was du in Zukunft anders machen willst und wie. Träumen kann helfen Antworten auf Fragen zu finden, denn das Unbewusste denkt nicht wie dein Bewusstes, sondern es verarbeitet, indem es Beziehungen und Muster beeinflusst. Das Unbewusste arbeitet meist metaphorisch, besonders in echten Träumen, und lernt deshalb auch besser durch Metaphern und Anekdoten.

Meistens wechseln sich diese Phasen der Up- und Downtime kontinuierlich ab, was sich ebenfalls die Gesprächshypnose zu Nutze macht. Natürlich können wir unsere Aufmerksamkeitsstärke selbst steuern: bei einem spannenden Film sind wir stärker aufmerksam als bei einer langweiligen Radiosendung. Es ist normal und wichtig, dass kurze Downtime Phasen beim Publikum auftreten, da hier über den Inhalt reflektiert wird. Dauern diese jedoch länger an und schweifen die Gedanken der Zuhörer ab, hat dies für den aktuellen Vortrag nicht ganz so gute Folgen, da die Wirkung abgeschwächt wird und der Eindruck beim Plenum...



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