E-Book, Deutsch, Band 1, 565 Seiten
Reihe: Magie, es gibt sie
Alexander virtuelle Liebe
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7531-8651-1
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Schalte den Verstand aus und hör auf Dein Herz
E-Book, Deutsch, Band 1, 565 Seiten
Reihe: Magie, es gibt sie
ISBN: 978-3-7531-8651-1
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Marc Alexander, Jahrgang 1971
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
| Exposee Virtuelle Liebe © 2021 |
Virtuelle liebe
Wie findet man jemanden, den man liebt? Schalte den Verstand aus und hör auf Dein Herz.
Ihre Partner betrogen sie. Per WhatsApp lernten sie sich kennen. Bevor Sie je ein Wort miteinander sprachen, verschmolzen ihre Körper miteinander und eine unglaubliche Magie konnte ihre gebrochenen Herzen wieder heilen. Erleben Sie, wie Anna und Melvin vom Schicksal zusammengebracht wurden und eine Liebesgeschichte Ihren Anfang nahm.
Marc Alexander
Virtuelle Liebe
Ein Roman von Marc Alexander © 2021
254 Seiten, ca. 115.200 Wörter, Lesedauer ca. 9 Stunden.
Zusammenfassung:
Nachdem die Familie Engel das neue Haus bezogen hatte, stellte Melvin fest, dass seine Frau Natalia ihn schon während der Bauphase mit Ihrem Ex-Freund betrog. Es dauerte dennoch fast drei Jahre, bis die Ehe auseinanderbrach.
Melvin war endlich wieder frei und freute sich auf die Zukunft, auch wenn der Schmerz des Scheiterns tiefe Spuren auf seiner Seele und in seinem Herzen hinterlassen hatte.
Natalia zog mit dem gemeinsamen Sohn Paul in ihre alte Eigentumswohnung und Melvin funktionierte weiter in seinem Beruf und kam langsam zurück ins Leben. Zur Trennung gehören aber fast immer zwei Betrogene und so nahm Melvin Kontakt zu der Freundin seines Kontrahenten auf. Er hatte Anna noch nie gesprochen, aber ihr vor einigen Monaten eine Nachricht zukommen lassen, so dass sie nach drei Jahren auch endlich sah, wie sie von ihrem Partner betrogen wurde.
Nachdem Melvin seine Trennung notariell beurkundet hatte, kontaktierte er Anna nochmals, um ihr zu danken, dass sie ihn Ihren Angelegenheiten herausgelassen hatte, und bedauerte, dass sie das alles auch durchmachen müsse. Sie antwortete 25 Stunden später und es sollte nicht die letzte Nachricht der beiden bleiben.
Die kommenden 49 Tage erlebten zwei zerbrochene Herzen, wie das Schicksal und die Magie zuschlagen können und sie vertrauten dem Zauber des Anfangs.
Eine wahre Geschichte über einen Frauentausch, der so nicht geplant war. Erleben Sie mit, wie Anna und Melvin miteinander verschmelzen, ohne jemals zuvor miteinander gesprochen zu haben. Eine virtuelle Liebe entwickelt sich zu reiner Magie, wobei das Schicksal Regie spielt.
1 Die Vorgeschichte – wie die Ehe zerbrach
Am 16. Mai 2015 flog die Kaffeetasse durch die Küche. Natalia will die Scheidung! Über das Wochenende zum 1. Mai war ich mit meinem Sohn Paul und Freunden in Berlin. Das Wochenende hat sie wohl genutzt, um alles vorzubereiten. Das kam nicht wirklich überraschend, denn schon im November 2012 zeigte sie zum ersten Mal ihr wahres Gesicht, aber dazu später mehr. Die nächsten Wochen waren geprägt von Verhandlungen mit ihr über die Konditionen für die bevorstehende Trennung. Wir waren seit 2006 verheiratet, hatten eine – an ihre Mutter – vermietete Eigentumswohnung und seit 2012 ein großes Haus mit großem Garten. Sie wollte immer ein großes Haus für unser Kind. Also baute ich ihr nach dreijährigem Gezeter ein Einfamilienhaus auf einem Grundstück, das meinen Vater gehörte.
Die Trennungsvereinbarung stand dann Mitte September und in den Verhandlungen zeigte meine Ehefrau erneut ihre eiskalte Seite. Das sollte mich eigentlich nicht mehr überraschen, denn ich war eigentlich gut vorbereitet, dachte ich damals zu mindestens.
Der Hausbau war ziemlich stressig, da ich ja auch noch im Beruf sehr eingespannt war. Morgens um 5:30 Uhr verließ ich das Haus, um entweder in Düsseldorf ins Büro zu fahren oder ich war irgendwo auf Dienstreise. Zurück kam ich in der Regel erst um 20 Uhr abends.
Das reichte noch gerade, um eben Paul eine „Gute Nacht“ zu sagen. Natalia ging dann abends oftmals noch reiten. Wie schön, wenn man eine gute Ehe führt, in der man sich aus dem Weg geht. Da kann ja nichts schiefgehen, oder?
Nun, das Haus bezogen wir am 1. Oktober 2012 und was einen Monat später geschah, das riss mir doch den Boden unter den Füßen weg. An Allerheiligen platzte die Bombe, die mich aus dem Leben sprengte:
Wir saßen gemütlich im Wohnzimmer unseres neuen Eigenheims, als Natalia unvermittelt folgende Sätze sagte: „Du, ich bin nicht mehr glücklich. Am besten wäre es, wenn Du ausziehen würdest und zu Deinen Eltern in die kleine Wohnung ziehst, die noch frei ist.“
Wenn ich bis dahin noch im Glauben war, dass ich ein glückliches Familienleben leben werde, so tat sich in diesem Moment ein riesiges Loch unter mir auf, welches mich verschlingen und für immer begraben wollte. Meine Reaktion auf diesen Satz, den ich mein Leben lang nicht mehr vergessen sollte, war dennoch stark:
„Du, das ist keine Option. Wenn Du nicht glücklich bist, dann ist da hinten die Tür, durch die Du gehen kannst, aber dann wirst Du nie wieder durch die Tür gehen.“ Was wiederrum einen noch entscheidenden Satz von ihr provozierte: „Ich hasse Dich!“.
Bis zu diesem Satz, bin ich die letzten 15 Jahre davon ausgegangen, dass die Frau einfach keine Empathie zeigen kann und daher konnte ich Sätze von ihr wie „Ich liebe Dich“ an einer Hand abzählen. Hammer! Aber ich dachte, echt sie könne keine Liebe zeigen, weil sie mal von ihrer Jugendliebe so schlagartig verarscht und verlassen wurde, dass sie danach ihr Herz für immer verschlossen hatte. Emotional halt leer. Doch mir wurde nach „Ich hasse Dich!“ schlagartig klar, dass sie sehr wohl emotional ist. Hass ist bekanntlich das Gegenteil von Liebe. Der Stich saß, und zwar mitten ins Herz – in meins.
Das war es … mehr kam nicht, auch wenn in mir die Wut kochte. Denn ich hatte mir – entgegen meinen Freiheitsbestrebungen – für das Haus zuvor eine dicke Hypothek aufgeladen, die Rate für den Kredit war extrem hoch, weil ich die Schulden möglichst fix zurückführen wollte. Dabei sollte auch die Eigentumswohnung helfen, die binnen der kommenden 5 Jahren abbezahlt und dann monatlich fast die Hälfte der Kreditrate gedeckt hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette…
Wer jetzt glaubt, dass die nächsten Wochen von Ehestreitigkeiten und verbalen Auseinandersetzungen geprägt gewesen sei, nein, nichts davon. Ich ging am nächsten Tag, einem Freitag, wie immer mit meinen besten Freunden in die Sauna und denen fiel nach meinen Ausführungen zu der Aussage meiner Frau, das Kinn auf die Knie. Unglaublich. Mal abgesehen, dass einigen das wohl schon immer klar war. Danke, beste Freunde.
Was aber nach außen nicht ersichtlich war, war mein gebrochenes Selbstbewusstsein. Wir Männer sind ja eigentlich einfach gestrickt. Harmoniebedürftig und ein bisschen Spaß sind die Basis für ein schönes Leben. Nun, nicht nur mein Herz war hin, mein Körper litt unter den Arbeiten rund ums Haus auch und so entschloss ich mich, mir eine Massage zu leisten. Während die Jungs ihren Saunafreuden nachgingen, legte ich mich unter die Hände einer wunderschönen Masseurin.
Sie sprach mich auf die Verspannungen im Schulterbereich an und ich sagte ihr, dass diese wohlmöglich eine Folge der Schubkarrenfahrerei wären, da ich unseren Garten anlegen musste. Irgendwie war ich schnell mit ihr vertraut und nahm sogar all meinen Mut zusammen, um das dümmste zu fragen, was ein Mann einer seriösen Masseuse stellen kann. „Bekommen Sie auch schon mal unmoralische Angebote bei Ihrer Arbeit?“ – Oh weh … kaum gesagt, schon bereut. Ihre Antwort war wie aus dem Lehrbuch: „Doch, aber wir sind geschult, um damit professionell umzugehen.“ „Oh, schade“ stammelte ich nur noch und beendete das Gespräch mit ziemlich errötetem Kopf.
Dennoch ging es meinem Herzen irgendwie besser. Zwei Tage später war ich allein in der Sauna, nur um mich nochmal massieren zu lassen, denn die Massage hatte mir gutgetan. Sie war wieder da und diesmal sprachen wir nur kurz über dies und das. Sie kam aus Brasilien und ich war vor einiger Zeit in Rio de Janeiro und Belo Horizonte, sie kam aus Recifé. Aber als ich den Massageraum verließ, sagte sie auf portugiesisch „Te quiero“ und ich war irgendwie perplex, ob ich das richtig gehört hatte oder ob es ein Traum war. Wichtiger noch aber war, dass Alexsandra mir ins Ohr flüsterte, dass sie um 22 Uhr Feierabend habe und ob ich mit ihr was trinken gehen wolle?
Mein Herz schlug höher und ich war sofort Feuer und Flamme. Wir trafen uns vor der Sauna und verschwanden schnell in mein Auto und fuhren über die Grenze nach Holland in eine kleine Kneipe, tranken zwei Radler und unterhielten uns. Sie war seit 10 Jahren in einer Beziehung mit einem liebevollen Mann, der ihr und ihren beiden Kindern, Halt gab. Ich erzählte von meiner gescheiterten Ehe, dem Stress der letzten Tage, dass mein Selbstbewusstsein total im Arsch sei und dass sie der einzige Lichtblick in diesen Tagen sei. Ihr Lächeln war so bezaubernd, sie strahlte mich an. Ein schönes Gefühl, was ich seit Jahren nicht mehr erlebt hatte. Ich erzählte ihr, dass mein Herz höherschlug, wenn sie in meiner Nähe sei und es mir leidtat, dass ich den Satz mit den unmoralischen Angeboten gesagt hatte.
Was dann passierte war so surreal, dass ich es nicht vergessen kann. Sie sagte, dass sie schon ein bisschen geil geworden sei und auch nicht verstanden habe, warum sie so reagierte. Aber es machte sie an, ich machte sie an. Ihr Freund habe schon seit 8 Jahren nicht mehr mit ihr Sex und das fehle ihr so sehr, auch wenn Sie ihn lieben würde, so brauche sie den Sex auch. Nun, sie war 28 Jahre und ich konnte sie gut verstehen. Sex war...




