Alfa | Love on the last Note | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 337 Seiten

Alfa Love on the last Note


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8277-7
Verlag: ONE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 337 Seiten

ISBN: 978-3-7517-8277-7
Verlag: ONE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Liva kann ihr Glück kaum fassen: Sie hat einen heiß begehrten Werkstudentenjob bei der renommierten Plattenfirma King Records in L.A. ergattert! Ihr größter Traum? Endlich als Sängerin mit ihren eigenen Songs durchstarten - und hinter den Kulissen als Musikmanagerin arbeiten.

Doch gleich am ersten Tag trifft sie auf Cayden, den Sohn des Plattenchefs. Er ist arrogant, unnahbar - und leider viel zu attraktiv. Ausgerechnet mit ihm muss sich Liva ein Büro teilen. Und obwohl er ihr das Leben schwer macht, ist Liva fest entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Als Cayden sie singen hört, ändert sich alles. Liva berührt ihn mit ihrer Musik, die beiden entdecken immer mehr Gemeinsamkeiten und kommen sich näher. Aber dann kommt ein Geheimnis ans Licht, das alles zu zerstören droht. Und plötzlich steht nicht nur Livas Karriere auf dem Spiel, sondern auch ihr Herz ...

Eine gefühlvolle YA-Romance über Musik, Vertrauen und den Mut, für die eigenen Träume zu kämpfen. Mit einem unwiderstehlichen Setting mitten in L.A.

ONE. Wir lieben Young Adult. Auch im eBook!



Nicole Alfa schrieb bereits mit elf Jahren die Erstfassung für ihre Debütreihe. Nachdem sie ihre Manuskripte auf Wattpad hochlud und dort begeisterten Zuspruch von ihrer Community erhielt, verfestigte sich ihr Wunsch, ihre Bücher in einem Verlag zu veröffentlichen. Auch hauptberuflich hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet seit ihrem Studium der Buchwissenschaft als Lektorin in einem Verlag für Hörbücher. Wenn sie nicht gerade in Geschichten abtaucht oder ihre vier Katzen beschäftigt, reist Nicole gerne durch die Welt.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Liva


Die Musik dröhnt in meinen Ohren. Ich sitze auf einer Bank und wippe mit dem Fuß im Takt des Songs, zu dem ich leise mitsumme und den Kopf bewege. Die strahlende Sonne steht hoch am Himmel und die typische Sommerhitze von Los Angeles treibt mir Schweißperlen auf die Stirn. Nicht weit von hier befindet sich ein stark befahrener Freeway, von dem hin und wieder das hektische Hupen eines ungeduldigen Autofahrers durch meine Kopfhörer dringt. Mehr oder weniger gehetzte Passanten laufen an mir vorbei.

Doch meine Aufmerksamkeit gilt hauptsächlich dem Gebäude vor mir. Es ist ein fünf Stockwerke hoher runder Turm, der größtenteils aus einer Fensterfront besteht. Meinen Internetrecherchen nach sollen die Glaselemente passenderweise Schallplatten darstellen, die auf einem Plattenspieler liegen. Typisch für diese Stadt ist die Straße mit Palmen gesäumt. Auch neben dem Eingang, der von vier großen Säulen getragen wird, sprießen aus einer künstlich angelegten Grünfläche mehrere dieser großen Gewächse in die Höhe. Über dem Eingang sind eine Krone und ein riesiger vergoldeter Schriftzug mit geschwungenen Lettern angebracht:

King Records

Ein Blick auf mein Handy zeigt mir, dass ich noch zehn Minuten habe. Zum gefühlt tausendsten Mal richte ich meine Bluse und mache den verdammten Knopf zu, der andauernd aus dem Loch springt. Ich habe mich ganz klassisch für eine blaue Jeans und meine ärmellose weiße Lieblingsbluse entschieden, die ich mir vor zwei Jahren bei einer Sale-Aktion gekauft habe. Da ich seither nicht viel gewachsen bin, passt sie immer noch. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass der Knopf andauernd herausspringt. Ich hoffe, dass er für die nächste Stunde dort bleibt, wo er hingehört.

Schließlich erhebe ich mich von der Bank und nehme meine Sonnenbrille ab. Dann schalte ich die Musik aus und stecke die Sonnenbrille sowie meine knallpinken kabellosen In-Ear-Kopfhörer in meine Umhängetasche. Ich höre immer Musik, wenn ich nervös bin. Sie beruhigt mich. Eigentlich. Dennoch hämmert mein Herz vor lauter Aufregung unglaublich schnell in meiner Brust.

Du schaffst das, Liva. Du wirst sie von dir überzeugen. Dieses Mal klappt es. Da bin ich mir ganz sicher.

Das hat mir Granny vorhin gesagt, als ich mich auf den Weg gemacht habe. Ihr Vertrauen in mich bestärkt mich.

Mit neuem Mut folge ich einer Frau und einem Mann in Anzug, die mit Kaffeebechern in den Händen auf die Drehtür am Eingang zuschlendern.

Ich werfe einen letzten Blick auf mein Handy, um noch mal zu kontrollieren, ob ich die Bestätigungsmail parat habe, und will gerade hineingehen, als ich mit einer männlichen Person zusammenpralle, die im selben Augenblick energischen Schrittes herauskommt.

Etwas Warmes sickert über meine Brust und ich stolpere erschrocken zurück. Mit einem unguten Gefühl im Bauch sehe ich an mir herunter. »Verdammt!« Ein dunkler Kaffeefleck hebt sich in Schlüsselbeinhöhe von meiner weißen Bluse ab. Panisch versuche ich, den Fleck mit den Fingern wegzureiben.

»Kannst du nicht aufpassen?«, rufe ich entsetzt, während mein Gegenüber mich mit denselben Worten und erhobener Lautstärke anblafft.

»An deiner Stelle würde ich das lieber lassen«, fügt die Person, mit der ich zusammengeknallt bin, etwas freundlicher, allerdings immer noch viel zu laut hinzu.

»Irgendwas muss ich doch machen, um den Fleck wegzukriegen!«, verteidige ich mich leicht hysterisch und hebe den Kopf.

Mir stockt der Atem. Ich blicke direkt in klare, stechend grüne Augen, die von dichten Wimpern umrahmt sind.

»Ich ...«, stottere ich überfordert. Noch nie zuvor habe ich einen derart fesselnden Blick erlebt.

Vor mir steht ein junger Mann, etwa in meinem Alter. Er trägt eine ausgewaschene, an den Knien zerrissene Jeans und ein weißes Shirt. Untypisch für das warme Wetter hat er eine schwarze Jeansjacke an, deren Ärmel und Kapuze aus dunkelgrauem Sweatshirtstoff sind. Seine dunkelbraunen Haare schimmern in der Sonne fast schwarz. Ein paar Strähnen hängen ihm in die Stirn. Auf den zweiten Blick entdecke ich in seinen Ohren kabellose In-Ear-Kopfhörer. In der einen Hand hält er ein Handy, auf dessen Display sich die herunterstrahlende Sonne spiegelt, in der anderen einen halb leeren Becher, von dem ein schwacher Kaffeegeruch ausgeht. Dafür nehme ich den Duft nach derbem Aftershave und einem Hauch von Wald wahr.

»Übrigens brauchst du mich nicht anbrüllen. Ich bin nicht schwerhörig«, füge ich hinzu, als ich mich wieder gefangen habe.

Der Typ tippt mit dem Zeigefinger an einen seiner Kopfhörer – vermutlich, um die Musik oder was auch immer er gerade gehört hat, zu pausieren.

»Entschuldige. Der Song war zu laut. Ich wollte nur sagen, dass du es damit nur schlimmer machst«, meint er mit einem Kopfnicken in Richtung meiner Bluse.

Ich erstarre mitten in der Bewegung. Durch mein hektisches Herumreiben ist der Fleck zwar ein wenig heller, aber dafür größer geworden. Tränen treten in meine Augen, als ich fassungslos den Kopf schüttle. Das darf doch nicht wahr sein! Warum musste mir das ausgerechnet jetzt passieren?

»So kann ich doch nicht zu dem Vorstellungsgespräch gehen!« Verzweifelt fahre ich mir durch die Haare.

Die Miene des Typen verändert sich von mitfühlend zu distanziert. Seine buschigen Brauen schießen nach oben und er mustert mich von Kopf bis Fuß. »Du hast hier ein Vorstellungsgespräch? Bist du dir sicher, dass du dich nicht verlaufen hast, Kleine? Die Highschool ist eine Busstation weiter.«

Es ist nicht das erste Mal, dass ich so genannt und auf meine Größe reduziert werde. Mit meinen knappen 1,50 m bin ich für mein Alter ziemlich klein. Früher hatte ich große Probleme damit, mittlerweile habe ich mich so akzeptiert, wie ich bin.

»Ich schätze mal, du wolltest mich mit Kleine beleidigen. Allerdings ist es eine Tatsache, dass ich klein bin und somit keine Beleidigung. Im Übrigen bist du auch nicht gerade riesig«, bemerke ich mit Blick auf seine Statur. Er ist gerade einmal einen Kopf größer als ich. »Außerdem sagt die Größe nichts über den Charakter einer Person aus.« Er starrt mich verblüfft an, was mich darin bestärkt, weiterzureden. So schnell lasse ich mich von ihm nicht einschüchtern. »Ich gehe nicht mehr auf die High School. Ich gehe aufs Coll...«

»Interessiert mich nicht«, unterbricht er mich, tritt zur Seite und geht einfach an mir vorbei.

»Und was soll ich jetzt mit dem Fleck machen?«, rufe ich ihm hinterher. So kann ich unmöglich zu dem Vorstellungsgespräch aufkreuzen. Außerdem war der Zusammenstoß auch seine Schuld.

Doch der Typ beachtet mich nicht. Vermutlich hat er seine Musik wieder angemacht. Er wirft den Kaffeebecher in einen Mülleimer am Straßenrand.

»Toll!«, murmle ich verzweifelt und wende ihm den Rücken zu.

Ich habe nur noch wenige Minuten. Fieberhaft überlege ich, was ich jetzt machen soll. Was, wenn ich deswegen eine Absage bekomme? Nein, ich reagiere über, versuche ich mich selbst zu beruhigen. Es ist nur eine Werkstudentenstelle. Eine von vielen, für die ich mich beworben und immer Absagen kassiert habe. Dieses Mal muss es endlich klappen. Es ist die Chance für meinen nächsten Karriereschritt. Endlich die Chance, einen Fuß in die Musikbranche zu bekommen und erste wichtige Kontakte für meine Zukunft zu knüpfen.

Plötzlich tippt mir jemand von hinten auf die Schulter. Ich wirble herum. Vor mir steht wieder der Typ, in den ich hineingelaufen bin.

»Wow, sorry, ich wollte dich nicht erschrecken«, meint er überraschend sanft und hebt abwehrend die Hände. In einer hält er seine Jacke, die er ausgezogen hat. Jetzt trägt er nur noch seine Jeans und das weiße T-Shirt, das sich über seine breiten Schultern spannt. An seinen Oberarmen kann ich den leichten Ansatz seiner Muskeln erkennen. Er streckt den Arm aus und hält mir die Jacke hin.

»Was soll ich damit?«, frage ich, obwohl ich bereits ahne, dass er sie nicht ausgezogen hat, weil er mir seine von der Sonne gebräunten Arme zeigen möchte.

Der Typ hält mir das Kleidungsstück direkt vor die Nase. »Der Kaffeeunfall tut mir leid. Das war keine Absicht. Ich will mich revanchieren. Entweder du nimmst jetzt meine Jacke und ziehst sie über, um den Fleck zu verbergen, oder ich behalte sie. Deine Entscheidung. Ein zweites Mal werde ich sie dir nicht anbieten.«

Ich bin überrascht, dass er sich bei mir entschuldigt hat. Denn das hätte ich nach dem ersten Eindruck nicht erwartet. Allerdings gefällt mir sein schroffer Tonfall nicht.

Da mir die Zeit davonläuft und ich das Vorstellungsgespräch nicht vermasseln will, greife ich nach der Jacke. Dabei streifen sich kurz unsere Finger. Obwohl die Berührung nur wenige Sekunden dauert, verspüre ich ein leichtes Kribbeln. Mein Blick fällt auf ein Tattoo auf seinem Handgelenk. Es ist ein Notenschlüssel, der oben heller wird, sodass es so aussieht, als würde er sich...


Alfa, Nicole
Nicole Alfa schrieb bereits mit elf Jahren die Erstfassung für ihre Debütreihe. Nachdem sie ihre Manuskripte auf Wattpad hochlud und dort begeisterten Zuspruch von ihrer Community erhielt, verfestigte sich ihr Wunsch, ihre Bücher in einem Verlag zu veröffentlichen. Auch hauptberuflich hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet seit ihrem Studium der Buchwissenschaft als Lektorin in einem Verlag für Hörbücher. Wenn sie nicht gerade in Geschichten abtaucht oder ihre vier Katzen beschäftigt, reist Nicole gerne durch die Welt.



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