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E-Book, Deutsch, 240 Seiten, Format (B × H): 138 mm x 208 mm

Allen Gemeinsam

Finde deine Herzensmenschen und entdecke das echte Leben
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7655-7671-3
Verlag: Brunnen Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Finde deine Herzensmenschen und entdecke das echte Leben

E-Book, Deutsch, 240 Seiten, Format (B × H): 138 mm x 208 mm

ISBN: 978-3-7655-7671-3
Verlag: Brunnen Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Praktischer Ratgeber für Menschen, die sich nach tiefen Freundschaften und einem Netzwerk von Beziehungen sehnen von Bestseller-Autorin Jennie Allen. Du bist nicht allein damit, dich allein zu fühlen. Du bist dafür geschaffen, tiefe und echte Verbundenheit mit Menschen zu erleben: Menschen, die unangekündigt mit Pizza vorbeikommen, weil sie dich vermissen; Menschen, die vor Freude ausflippen, wenn du großartige Neuigkeiten mit ihnen teilst, und denen Tränen in die Augen treten, wenn du von deinen Schwierigkeiten erzählst; Menschen, die früher kommen, um dir beim Kochen zu helfen, und länger bleiben, um mit aufzuräumen; Menschen, die dich verletzen und von dir verletzt werden, die sich jedoch dafür entscheiden, mit dir darüber hinwegzukommen, anstatt Lebewohl zu sagen. Klingt das zu schön, um wahr zu sein? Das ist es nicht! Dieses Leben ist tatsächlich möglich. Wie du deine Herzensmenschen finden und ein Netzwerk an tiefen Beziehungen knüpfen kannst, davon erzählt Bestsellerautorin und Visionärin Jennie Allen persönlich, praktisch und wegweisend. Ein Buch für alle, die Inspiration suchen und bereit für ein Abenteuer sind! Julia Garschagen, Leiterin des Pontes Institut für Wissenschaft, Kultur und Glaube, Köln

Jennie Allen ist New-York-Times-Bestsellerautorin, gefragte Rednerin, Theologin und Gründerin und Leiterin des Frauennetzwerks IF:Gathering. Mit ihrem Mann Zac lebt sie in Dallas, Texas, und hat vier Kinder, eines davon aus Ruanda adoptiert.
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Es ist nicht gut, dass wir so allein sind


Letzte Woche hatte ich eine Panikattacke. Eine echte Panikattacke, die mir den Hals zuschnürte und mich in unserem Badezimmer auf die Knie sinken ließ. Zum ersten Mal seit zehn Jahren.

Während ich diese Worte schreibe, ist das Manuskript für dieses Buch fast fertig. Aber es ist mir wichtig, ehrlich zu dir zu sein: So wie oben gerade beschrieben, sieht meine Realität aus – und das, nachdem ich einige Jahre meines Lebens damit verbracht habe, über etwas zu schreiben, zu forschen und nachzudenken, das ich selbst erlebt habe und das viele Menschen täglich fühlen:

Einsamkeit.

Wahrscheinlich hast du dieses Buch zur Hand genommen, weil du es auch spürst: dieses nagende Gefühl, dass du nicht gesehen wirst, dass niemand dich in der Tiefe kennt und dass du allein vor den Herausforderungen deines Lebens stehst.

Ich verstehe das. Aber ich bin überzeugt davon, dass diesem Gefühl eine dicke, fette Lüge zugrunde liegt – eine Lüge, die die Kraft hat, dich und mich an einen finsteren Ort zu zerren. Also sollten wir lernen, uns dagegen zu wehren.

Ein gutes Beispiel: meine letzte Panikattacke. Sie hatte sich über mehrere Wochen angebahnt. Ich hatte mich viel zurückgezogen, um das Manuskript für dieses Buch zu überarbeiten, und als ich wieder auftauchte …

… hatte ich prompt einen Streit mit einer meiner Schwestern. Seit Monaten hatten wir uns nicht gesehen, weil wir beide so beschäftigt sind. Und doch ist sie eigentlich eine meiner besten Freundinnen.

… war mein Mann sehr frustriert, weil ich mich so ausgeklinkt hatte. Denn selbst wenn ich in den letzten Wochen nicht am Buch gearbeitet hatte, war ich von den tausend anderen Dingen in Beschlag genommen worden, die liegen geblieben waren.

… merkte ich, dass mein engstes Umfeld ohne mich Dinge erlebt und meine liebsten Menschen gemeinsam neue Erinnerungen gesammelt hatten. Da ich so lange keine Zeit für sie gehabt hatte, hatten sie es schließlich aufgegeben, sich bei mir zu melden. Mir kam es so vor, als seien sie gemeinsam weitergezogen und ich stünde nun allein da.

All das brach auf einmal über mich herein. Ich war überzeugt: Ich hatte die wichtigsten Menschen um mich herum verloren. Und das ausgerechnet, während ich ein Buch darüber schrieb, wie man enge Beziehungen knüpft und pflegt.

Ich kam mir vor wie eine Hochstaplerin. Offenbar gab es niemanden mehr, dem ich wichtig war.

Seit Wochen schwelten diese Gefühle der Isolation und der Angst in mir. Und sie wurden immer stärker. Ständig dachte ich darüber nach. Und als mir noch eine Person sagte, dass ich sie enttäuscht hatte, fand ich mich schließlich auf dem Boden meines Badezimmers wieder. Voller Panik rang ich nach Luft. Welche Lüge schnürte mir in diesem Moment die Kehle zu?

Ich bin ganz allein.

Als ich mich schließlich erschöpft ins Bett legte, überfiel mich ein sehr real wirkender Albtraum, in dem meine schlimmsten Ängste wahr wurden. In meinem Traum wurde ich nicht nur von meinem engsten Umfeld verlassen; meine Freunde und meine Familie lästerten sogar über mich, fielen mir in den Rücken – und ich hatte gerade ein Buch darüber veröffentlicht, wie nah wir uns alle standen. Ich war verzweifelt!

Wahrscheinlich fragst du dich jetzt, wie viel Hilfe du von einer Person erwarten kannst, die es in Sachen Beziehung und Freundschaft so richtig verbockt hat.

Warum also erzähle ich dir das?

Weil wir in unserem tiefsten Innern alle Angst davor haben, allein zu sein.

Vielleicht fühlst du dich gerade einsam?

Vielleicht hattest du mal ein gutes Netzwerk von Menschen, aber einer nach dem anderen ist weggegangen?

Oder hattest du vielleicht noch nie ein enges Netz an Beziehungen?

Oder hast du gute Freundinnen, aber selbst wenn du mit ihnen zusammen bist, fühlst du dich außen vor und nicht gesehen?

Der Schmerz der Einsamkeit ist echt und er verfolgt uns.

In meinem Buch »Entmachte die Lügen in deinem Kopf« habe ich bereits erwähnt, dass mein Freund, der Neurowissenschaftler Curt Thompson, zu sagen pflegt: »Von Geburt an suchen wir nach jemandem, der nach uns sucht.« Das ist wahr, aber ich glaube: Wir suchen nach noch mehr.

Als ich kürzlich mit Curt über Verbundenheit und Nähe sprach, wies er mich auf die folgenden drei Dinge hin, die jeder braucht, vom Säugling bis zur Hundertjährigen. Jeder Mensch sehnt sich danach …

gesehen zu werden,

getröstet zu werden und

sicher zu sein.

Aber wir möchten nicht nur gesehen werden; wir wollen einem Freund oder einem nahestehenden Menschen von unseren Enttäuschungen und Hoffnungen erzählen dürfen und Trost finden. Wir wollen gesehen und getröstet werden und wir wollen sicher sein. Aber wir sind nicht immer sicher. Wir werden nicht immer getröstet und vielleicht fühlt es sich so an, als ob wir noch nicht einmal gesehen werden.

Kennst du das? Du liegst im Bett, grübelst und machst dir Sorgen um deine Zukunft. Da schleicht sich in deinem Kopf ein finsterer Gedanke an: Niemand weiß, was ich durchmache.

Manchmal liegt hinter solchen Gedanken eine tiefere Wahrheit: Seit Jahren schon ist dein Leben so trubelig und stressig, dass du es verpasst hast, in Beziehungen zu investieren, und wenn du dich jetzt umschaust, ist niemand mehr da.

Da ist ein tief empfundenes Gefühl von Isolation. Die Frage, ob dich wirklich jemand kennt, sieht, akzeptiert oder schätzt. Sie überkommt dich z. B., wenn …

… du nicht weißt, wen du bitten sollst, dich vom Flughafen abzuholen.

… du etwas zu feiern oder zu betrauern hast und niemand da ist, der mit dir feiert oder trauert.

… du eine Idee hast, über die du etwas herumspinnen willst, und dir niemand einfällt, der dir nahe genug steht, um mit dir zu träumen.

… du im Job gerade eine schwierige Situation erlebst, aber dir niemand einfällt, mit dem du offen darüber reden könntest.

… die meisten deiner Freunde verheiratet sind und die ersten Kinder kommen, während du noch nicht mal eine Beziehung hast.

… deine Kinder erwachsen sind und du als Single den meisten Teil deiner Zeit allein verbringst.

… du wieder allein am Küchentisch sitzt und isst.

… du an das Wochenende denkst und nichts vorhast. Wenn du nicht selbst die Initiative ergreifst oder allein etwas machst, hast du nichts zu tun.

… du mit jemandem redest, den du für einen guten Freund gehalten hast, aber du erkennst, dass ihr völlig unterschiedliche Meinungen zu wichtigen Themen habt.

… deine Familie kaputt ist und dir nicht guttut, während alle anderen sich so darauf freuen, ihre (normalen, glücklichen, angepassten) Familien Weihnachten zu besuchen.

… du mit jemandem reden müsstest, aber nicht weißt, wen du anrufen sollst.

… du so lange niemanden mehr hattest, der dir wirklich zugehört hat, dass du dich nicht mehr daran erinnern kannst, wann du dich das letzte Mal geöffnet hast.

Diese Situationen legen den Finger in die Wunde des stillen Schmerzes, über den ich hier sprechen will. Es ist eine unausweichliche Realität des Menschseins, richtig? Haben wir damit nicht alle zu kämpfen?

Oder liegt es nur an mir?

Oder liegt es nur an dir? Fragst du dich das manchmal? Ob du der einzige Mensch bist, der sich so allein fühlt?

Das stimmt übrigens nicht.

Du bist nicht allein damit, dich allein zu fühlen.

Als ich am Morgen nach meinem lebhaften Albtraum aufwachte, wurde mir plötzlich glasklar: Ich glaube der Lüge, dass es mein Schicksal ist, allein zu sein, und indem ich dieser Lüge glaube, lasse ich sie wahr werden. Ich ziehe mich von denen zurück, die ich liebe. Ich schütze mich vor ihnen, als wären sie der Feind.

Es war noch früh, aber ausgerechnet in dem Moment, als ich diesen Gedanken hatte, rief Lindsey, eine meiner engsten Freundinnen, an. Anstatt die Mailbox rangehen zu lassen und mir die Bettdecke über den Kopf zu ziehen, dachte ich: Das ist meine Chance, der Lüge den Kampf anzusagen.

Also hob ich ab. Lindsey begrüßte mich und sagte, sie würde nur anrufen, um zu hören, wie es mir so ginge. Entschlossen erwiderte ich: »Es ist so schön, dass du anrufst. Ich muss dir und den anderen dringend von einigen Dingen erzählen, die hier so los waren.«

Nun konnte ich mich nicht mehr verstecken – zumal ich die Sorte von Freundinnen habe, die nicht lockerlassen, bis man alles ausgepackt hat. Als wir uns am Abend trafen, erzählte ich ihnen von der Unsicherheit, die seit Wochen stetig in mir gewachsen war, von meinem Albtraum und der Angst, eine Heuchlerin zu sein. Ich schilderte ihnen auch meine Panikattacke und die Schwierigkeiten in meiner Familie.

Meine Freundinnen überschütteten mich mit Liebe und beteten für...


Allen, Jennie
Jennie Allen ist New-York-Times-Bestsellerautorin, gefragte Rednerin, Theologin und Gründerin und Leiterin des Frauennetzwerks IF:Gathering. Mit ihrem Mann Zac lebt sie in Dallas, Texas, und hat vier Kinder, eines davon aus Ruanda adoptiert.



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