Allen / Kelly / Benson | Historical Saison Band 77 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 77, 448 Seiten

Reihe: Historical Saison

Allen / Kelly / Benson Historical Saison Band 77


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-4969-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 77, 448 Seiten

Reihe: Historical Saison

ISBN: 978-3-7337-4969-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WEIHNACHTSKÜSSE AUF BANFORD HALL von ANNE HERRIES
Nur ein Kuss - danach ist Robert Moorcroft aus Selinas Leben verschwunden. Bis sie als Haushälterin nach Banford Hall geht und er sich als Hausherr entpuppt! Kaum entzündet er das Weihnachtsscheit im Kamin, entflammt ungewollt auch Selinas Herz ...
SCHNEESTURM DER GEFÜHLE von CARLA KELLY
Eigentlich soll Captain Joseph Everard die hübsche Verity bloß sicher zu ihrer neuen Anstellung als Gouvernante eskortieren. Als sie jedoch unterwegs von einem Schneesturm überrascht werden, knistert es zwischen ihnen plötzlich gefährlich sinnlich ...
EIN VISCOUNT UNTERM MISTELZWEIG von LOUISE ALLEN
Für die Festtage mit ihrer Familie braucht Eleanor einen standesgemäßen Verlobten - natürlich nur zum Schein! Doch als Drew Padgett, Viscount Ravencroft, sie unter dem Mistelzweig zärtlich küsst, wünscht sie sich jäh, dass es ewig währt ...
FEST DER LIEBE FÜR LADY JULIET von LAURIE BENSON
Lady Juliet hat keine Wahl: Obwohl Lord Montague ihre Liebe verriet, muss sie kurz vor Weihnachten seinen Heiratsantrag annehmen. Aber bloß, um ihren Ruf zu retten! Nicht, weil sie sich bei süßem Zimtsternduft heimlich wieder nach ihm verzehrt ...



Louise Allen lebt mit ihrem Mann - für sie das perfekte Vorbild für einen romantischen Helden - in einem Cottage im englischen Norfolk. Sie hat Geografie und Archäologie studiert, was ihr beim Schreiben ihrer historischen Liebesromane durchaus nützlich ist.

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PROLOG

Sommer 1810, Bath

Als Selina Searles, gerade sechzehn Jahre alt und voller Unschuld, sich im Saal des Kurhauses umschaute, breitete sich ein wohliges Prickeln in ihrem Körper aus.

Der Ball hatte erst vor Kurzem begonnen, und im Saal drängten sich bereits die Gäste. Selina war aufgeregt und gleichzeitig überglücklich, denn dies war ihr erster Ball. Sie war noch zu jung, um schon in dieser Saison in London zu debütieren, doch hier in Bath gönnte ihre Mutter ihr die Freude. Welch ein Glück, dass sie sich gerade in diesen Wochen in dem Kurort aufhielten, wo Mama ihre schwere Erkältung auskurieren wollte.

Natürlich war Selina noch einmal eindringlich auf die Gepflogenheiten der guten Gesellschaft hingewiesen worden, und sie hatte sich fest vorgenommen, alle Regeln der Höflichkeit und des Anstands einzuhalten.

Nun saß sie auf einem goldfarbenen Stuhl und wippte mit dem Fuß zum Takt der Musik, während sie geduldig darauf wartete, zum Tanz gebeten zu werden. Sie war ausgesprochen hübsch, hatte sanfte braune Augen und dunkles Haar, das teils in weichen Locken ihr Gesicht umspielte, teils an ihrem Hinterkopf zu einem kunstvollen Knoten aufgesteckt war. Jedoch waren es die Lebhaftigkeit und die Lebensfreude, die in ihren Augen glitzerten, die sie aus der Menge der weiblichen Gäste hervorhob. Ein solches Mädchen blieb nicht lange unbemerkt, und so dauerte es kaum fünf Minuten, ehe der erste Herr, der sich als Lord March vorstellte, sie zum Tanz aufforderte.

Er blieb nicht der Einzige, sodass Selina bald geradezu belagert war und es auf ihrer Tanzkarte keinen freien Platz mehr gab. Einen solch umwerfenden Erfolg hatte Selina nicht erwartet.

Der Abend war schon zur Hälfte vergangen, als ihr ein gutaussehender Gentleman in scharlachroter Uniform auffiel. Ihr war, als flammten hundert Kerzen auf, seine Gegenwart schien den ganzen Saal zu erhellen. Er war sofort der Mittelpunkt einer Gruppe junger Leute, deren Gelächter zu Selina herüberschallte. Tatsächlich war er der ansehnlichste Mann im Saal und sichtlich beliebt und umschwärmt. Nach einer Weile schien er Selinas Interesse zu bemerken; ihre Blicke begegneten sich flüchtig. Ein unbekanntes, doch äußerst angenehmes Gefühl durchflutete sie. Obwohl sie es besser wusste, konnte sie ihren Blick einfach nicht von ihm abwenden.

Zwischen ihnen schien sich ein unsichtbares Band zu spannen. Als er sich bei seinen Freunden entschuldigte und sich durch die Menschenmasse einen Weg zu Selina bahnte, begann ihr Puls zu rasen. Ihr Mund fühlte sich plötzlich ganz trocken an, und ihr Herz schlug laut wie eine Trommel. Er kam. Er würde sie um einen Tanz bitten, aber ihre Karte war voll. Was sollte sie tun? Als sie ihm in die Augen schaute, war ihr, als würde sie darin ertrinken. Ihr stockte der Atem.

„Captain Moorcroft zu Ihren Diensten, Prinzessin“, sagte er mit kühnem Blick. Sehr selbstbewusst und geschmeidig verneigte er sich vor ihr, nahm ihr die Karte aus der Hand und strich den Namen Lord Marchs durch, der ihr nächster Tanzpartner sein sollte. „March wird es mir nicht abschlagen, sonst fordere ich ihn zum Duell.“

„Ich bin keine Prinzessin, und das hätten Sie nicht tun dürfen“, tadelte Selina, doch sie lachte dabei. Als er ihre Hand beiläufig berührt hatte, hatte ihr Herz vor Freude einen Sprung gemacht. Sie genoss diese seltsame, nie gekannte Erregung, die sie in seiner Nähe spürte. Mit einem Mal kam sie sich sehr verwegen vor, ein unbeschreibliches Glücksgefühl erfasste sie. „Mein Name ist Selina Searles.“

„Robert Moorcroft, meine süße Miss Selina“, antwortete er mit einer Stimme, die gleichzeitig rau und verheißungsvoll war. All die von ihrer Mutter angemahnte Vorsicht war vergessen. „Sie gehören mir“, fuhr er fort, „und wenn das jemand hier bezweifeln will, mag er mich fordern. Mein Engel!“

Damit nahm er sie bei der Hand und führte sie auf die Tanzfläche. Als er sie im Takt der Musik herumwirbelte, vergaß sie auch die letzte der mütterlichen Warnungen. Ihre Füße schienen kaum den Boden zu berühren, und sie wünschte, der Tanz würde ewig währen. Doch schließlich verstummte die Musik, und Captain Moorcroft führte sie zum Rand der Tanzfläche, wo schon ihr nächster Partner auf sie wartete.

Welch eine Enttäuschung! Robert Moorcroft schaute sie noch einen Moment eindringlich an, dann entfernte er sich. Sie wünschte sich von ganzem Herzen, ihre Tanzkarte wäre leer und sie könnte mit ihm die ganze Nacht hindurchtanzen. Leider galten mehr als drei Tänze mit demselben Partner als unschicklich.

Als der nächste Tanz endete und ihr Partner sich bei ihr bedankte, wurde ihr bewusst, dass sie ihm kaum Beachtung geschenkt und die ganze Zeit nur nach dem jungen Captain Ausschau gehalten hatte. Während sie auf ihren nächsten Tanzpartner wartete, sah sie sich nach ihrer Mutter um. Plötzlich berührte sie jemand am Arm. Rasch wandte sie sich um und blickte in Robert Moorcrofts lächelndes Gesicht.

„Hendricks tritt mir seinen Tanz ab“, erklärte er und zog sie in seine Arme, da gerade zum nächsten Walzer aufgespielt wurde.

Selina war zu aufgewühlt, um ihn abzuweisen. Es war ein Traum, beim Tanzen in seinen Armen zu liegen. Es war, als würde sie in den blauen Sommerhimmel fliegen. Seine linke Hand hielt ihre rechte, seine rechte ruhte auf ihrem Schulterblatt, ihre Bewegungen schienen eins zu sein. Sie wünschte sich nichts anderes, als ihr Leben lang so mit ihm dahinzuschweben. Nicht in ihren romantischsten Träumen hatte sie sich solche Gefühle vorgestellt. Ihre einzige Sehnsucht war, dass es nie, nie enden würden.

Als die Musik verklang, gab er ihre Hand nicht frei, sondern schritt zielstrebig zu den Türen, die auf die Terrasse führten. Selina folgte ihm nur zu gern.

„Sie sind erhitzt“, stellte er mit einem Lächeln, das ihr Herz zum Stolpern brachte, fest. „Schlendern wir ein wenig durch den Park, bis Sie sich wieder imstande sehen zu tanzen.“

Selina wusste, sie sollte diesen Vorschlag ablehnen – mit einem fremden Herrn im Dunkeln allein zu sein, gehörte zu den Dingen, die ihre Mutter als äußerst ungehörig bezeichnet hatte –, aber ihr fehlten die Worte. Außerdem wollte sie selbst es ja unbedingt. Nie in ihrem Leben hatte sie so empfunden. Ihr ganzes Ich verlangte, sie möge den Augenblick genießen, er werde vielleicht nie wiederkommen. Draußen führte der Captain sie fort von den Lichtern des Ballsaals zu einer abgeschiedenen Stelle in der Nähe von ein paar Rosenbüschen. Deren schwerer, betäubender Duft würde ihr auf ewig in Erinnerung bleiben, wusste Selina.

„Sie sind so schön, dass es mir Tränen entlockt“, flüsterte er dicht an ihrem Ohr. „Nie zuvor sah ich ein so liebliches Geschöpf wie Sie, mein Engel – meine Selina. Ich bete dich an. Du hast mein Herz erobert!“

„Oh …“ Selina war verwirrt. Dies war eindeutig Flirten, und ihre Mutter hatte ihr gesagt, sie dürfe nicht flirten. Aber ich tat doch nichts, als mich der Freude hinzugeben, mit ihm zu tanzen. „Sie … Sie sollten nicht …“

Ehe sie mehr sagen konnte, neigte er sich zu ihr, umfing sie mit einem Arm und zog sie näher an sich. Sie spürte den festen Griff seiner Hand an ihrer Taille, spürte seinen harten, kraftvollen Körper. Gleich darauf lag sein Mund kühl und weich auf dem ihren, zuerst sanft, dann mit zunehmendem Druck, bis sie als Antwort darauf die Lippen öffnete. Seine Zunge glitt in ihren Mund und strich über die ihre. Ein unbeschreiblich köstliches Gefühl perlte durch ihren Körper.

„Was soll ich nicht?“, hauchte er, als er von ihrem Mund abließ und seine Lippen über ihren Hals strichen. Selina erbebte unter den verwirrenden Empfindungen, die von ihr Besitz ergriffen. Jede Vernunft und jeder Gedanke daran, was richtig oder falsch war, verflüchtigte sich. Wie konnte ein so herrliches Gefühl falsch sein?

Es war das Schönste, was ihr je widerfahren war – und das Gefährlichste. Denn sie spürte, dass sie ihren Ruf riskierte, wenn sie nicht achtgab. Trotzdem hielt dieser Augenblick sie gefangen, sodass sie nicht fähig war, den Captain abzuweisen.

„Sollte ich dich nicht küssen, oder …?“ Seine Hand lag auf ihren Brüsten, liebkoste ihre Rundungen durch die dünne Seide des Kleides. Wenige Sekunden später hatte er den Stoff mit einer einzigen Bewegung fortgeschoben, und seine Lippen schlossen sich um eine rosige Spitze und saugten zart daran.

Es war so schockierend, dass sie erstarrte. Gleichzeitig schoss heißes Begehren durch ihre Adern und sie stöhnte leise auf. Einen Moment war sie vor Lust wie berauscht, dann aber erinnerte sie sich an die Mahnungen ihrer Mutter. Hastig riss sie sich von ihm los und ordnete ihr Kleid. Was hatte sie getan? Einem Mann solche Freiheiten zu gestatten – zu vergessen, dass sie eine Dame war, wie konnte sie nur? –, doch in seinen Armen war sie so glückselig, dass alles um sie herum bedeutungslos war.

„Sie vergessen sich, Sir. Ich bin erst sechzehn und … wir dürften gar nicht hier draußen sein.“ Als sie sich abwandte, ergriff er ihr Handgelenk und zog sie zu sich herum. „Bitte lassen Sie mich“, flehte sie. „Sir, Sie werden meinen Ruf zerstören.“ Was habe ich getan? dachte sie. Plötzlich zitterte sie vor Angst.

„Ich werde wiederkommen, dich zu mir holen!“, versprach er feierlich, und in seinen Augen brannte ein helles, silbernes Licht. „Vergiss mich nie, Selina Searles. Ich habe dir mein Zeichen aufgedrückt. Ich bete dich an, und eines Tages werde ich kommen und dich holen. Du wirst mein sein. Warte auf...



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