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Anderson / McArthur / Herries | Bianca Arztroman Band 43 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0043, 351 Seiten

Reihe: Bianca Arztroman

Anderson / McArthur / Herries Bianca Arztroman Band 43


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-95446-105-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0043, 351 Seiten

Reihe: Bianca Arztroman

ISBN: 978-3-95446-105-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



HEIRATE NIE EINEN ARZT von CAROLINE ANDERSON

Ein berauschendes Erlebnis ist Schwester Allies erste Liebesnacht. Ihr glücklicher Lover, der angehende Allgemeinarzt Mark, will sie auf der Stelle heiraten. Doch Allie sagt Nein. Sie möchte keinen Mann, der sich in seinem Job völlig aufreibt. Wie kann Mark sie nur umstimmen?

GIB UNS EINE CHANCE, MEGAN von ANNE HERRIES

Zärtlich liebt der einfühlsame Arzt Dr. Philip Grant die hübsche Schwester Megan, die nach zehn Jahren wieder in sein Leben getreten ist. Für immer soll sie nun bei ihm bleiben. Aber sie zögert. Etwas quält sie sehr. Warum gesteht sie ihm nicht, dass sie Angst hat, an einer schrecklichen Krankheit zu leiden?

EIN BABY FÜR DR. JAKE von FIONA MCARTHUR

Wie Feuer und Wasser sind die temperamentvolle Hebamme Poppy und der konservative Kinderarzt Dr. Jake Sheppard. Trotzdem sind sie verrückt nacheinander. Als sie ein Baby erwartet, ist sie glücklich, er aber sorgenvoll. Er fürchtet, dass es bei der Geburt schwere Komplikationen gibt!



Caroline Anderson ist eine bekannte britische Autorin, die über 80 Romane bei Mills & Boon veröffentlicht hat. Ihre Vorliebe dabei sind Arztromane. Ihr Geburtsdatum ist unbekannt und sie lebte die meiste Zeit ihres Lebens in Suffolk, England.

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1. KAPITEL

Allie hörte leise Schritte hinter sich.

“Da bist du ja”, sagte sie. “Ich dachte, du kommst überhaupt nicht mehr. Anna, wir müssen den Dienstplan regeln. Ich brauche das Wochenende vom … Hey!”

Sie fasste mit den Händen nach den Fingern, die ihre Augen bedeckten – kräftige, feste, männliche Finger, die zu jemandem mit einem sexy Lachen und einem ausgeprägten Sinn für Humor gehörten.

“Rate mal”, sagte eine Stimme, und Allie hielt sofort inne. Die Stimme klang seltsam vertraut. Das konnte doch nicht sein, oder?

“Mark?”, fragte sie ungläubig, und die Hände lösten sich.

“Verdammt. Du hast es erraten.”

Sie fuhr herum und lachte freudestrahlend. “Du bist es wirklich!”, rief sie und fand sich in einer herzlichen Umarmung wieder.

Dann schaute sie erfreut zu ihm auf. “Du hinterlistige Ratte! Woher wusstest du, wo ich bin? Von meiner Mutter?”

Er lächelte, sodass seine schönen grauen Augen aufblitzten und kleine Fältchen in den Augenwinkeln erschienen. “Ich fürchte ja”, gestand er.

“Und, was machst du hier?”

“Ich bin gekommen, um dir zum Geburtstag zu gratulieren”, erwiderte er schmunzelnd.

“Was, den ganzen Weg von London?”

Er lachte. “Nein. Eigentlich nur den ganzen Weg von Andrew Barretts Klinik. Ich mache dort Assistenz in der Pädiatrie. Heute habe ich angefangen.”

“Tatsächlich? Das ist ja nicht zu fassen, wir werden miteinander arbeiten. Oh, Mark, das ist ja toll! Wir haben uns so lange nicht gesehen …”

“Fünf Jahre.”

“Wirklich?”, meinte Allie erstaunt. “Ja, stimmt. Damals war ich achtzehn, und heute werde ich dreiundzwanzig. Oh, Mark, es ist so schön, dich zu sehen. Wir haben uns bestimmt viel zu erzählen. Wie wärs mit Mittagessen? Ach, verflixt, nein, das geht nicht. Da bin ich schon mit meinen beiden Mitbewohnerinnen zu einem Drink verabredet. Aber du könntest ja mitkommen”, schlug sie hoffnungsvoll vor.

“Ich möchte dich lieber für mich allein haben. Wir wärs mit heute Abend? Hast du da schon was vor?”

“Nein. Beth und Lucy müssen beide heute Abend arbeiten. Deshalb treffen wir uns zum Lunch.”

“Kein vielversprechendes Rendezvous?”

“Gar kein Rendezvous”, gab sie ironisch zurück. “Heute Abend wäre prima.”

“Wo wohnst du?”

“In einem kleinen Reihenhaus, gleich hinter dem Krankenhaus. Und du?”

“Ich habe ein Zimmer im Krankenhaus – eins von diesen grässlichen Dingern wie im Studentenwohnheim. Aber es könnte schlimmer sein, schätze ich. Es hat ein Bad und Bäume vorm Fenster, aber ansonsten ist es ziemlich schrecklich.”

“Du solltest dir eine Wohnung suchen.”

“Eigentlich möchte ich ein Haus kaufen. Ich brauche nur etwas Zeit, um mich umzuschauen. Mein nächster Job wird auch hier in dieser Gegend sein. Deshalb dachte ich, ich könnte gleich etwas kaufen. Warum nicht? Nach letzter Nacht würde ich sagen je früher, desto besser. Was für ein Krach.”

“Du wirst allmählich alt”, meinte Allie neckend, und er lachte.

“Wem sagst du das?” Mark warf einen Blick auf die Uhr und seufzte. “Ich muss los. Sollen wir uns um sieben am Hintereingang treffen?”

“Ja, gut. Ich freue mich. Wohin gehen wir?”

Er zuckte die Achseln. “Keine Ahnung. Ich bin erst gestern Abend in dieser Stadt angekommen. Such dir was aus! Ich mach alles mit.”

“Okay. Bis später.”

“Bis dann.” Er winkte ihr kurz zu, riss die Tür auf und lief mit langen Schritten den Korridor entlang. Allie blickte ihm mit einem verträumten Lächeln hinterher.

“Wer war das denn?”

Sie sah zu Anna, die Mark mit unverhohlener Neugier nachschaute, und lachte. “Ein alter Freund. Mark Jarvis. Er macht gerade eine Assistenz in der Pädiatrie. Er wollte mir nur zum Geburtstag gratulieren.”

“Du hast heute Geburtstag?”

“Ja. Und zur Feier des Tages darf ich Darrens Stuhlbeutel entleeren. Willst du mir dabei helfen?”

Anna lachte. “Ich komme mit und feure dich an. Also, sag schon, woher du diesen tollen Typen kennst, du Glückliche!”

Achselzuckend meinte Allie: “Er hat vor fünf Jahren für ein paar Wochen bei uns gewohnt, weil er bei meinem Vater ein klinisches Praktikum für Allgemeinmedizin gemacht hat.”

“Und sonst weißt du nichts von ihm? Zum Beispiel, ob er verheiratet ist oder so?”

War Anna wirklich an ihm interessiert? Was für ein Gedanke! Und zudem noch auf merkwürdige Weise beunruhigend …

“Ich weiß eigentlich gar nichts weiter über ihn”, antwortete Allie, und das stimmte. Sie wusste nichts, außer dass er ein charmanter und reizender Hausgast gewesen war. Ihre Mutter war von ihm begeistert gewesen, und ihr Vater hatte ihn für einen sehr vielversprechenden Medizinstudenten gehalten.

“Ich muss mich wohl mal über ihn informieren”, meinte Anna nachdenklich. “Es sei denn, du willst ihn dir selbst vorbehalten?”

“Das glaube ich kaum”, lachte Allie. “Ich denke nicht, dass er an mir interessiert ist, zumindest nicht so. Damals war ers jedenfalls nicht.”

Auf dem Weg in die Notaufnahme pfiff Mark lächelnd leise vor sich hin. Allie Baker war also erwachsen und noch viel schöner geworden. Wer hätte das gedacht?

Er drückte die Tür auf und strebte direkt auf den Tresen in der Mitte der geschäftigen Notaufnahme zu.

“Hi. Ich bin Mark Jarvis, Assistenzarzt der Pädiatrie. Sie wollten mich sprechen?”

Die Schwester schaute auf und lächelte. “Oh, hi. Ja, wir haben hier ein Mädchen mit einem klassischen Blinddarm. Können Sie bitte die Aufnahme machen und dem OP-Team Bescheid sagen?”

Er grinste ein wenig verlegen. “Ich kanns versuchen. Ich habe heute Morgen gerade erst angefangen. Noch bin ich kein Pädiatrie-Experte, fürchte ich, und was die Krankenhausformalitäten betrifft …”

Lächelnd rutschte sie von ihrem Hocker. “Kommen Sie. Ich zeige es Ihnen.”

Es war nicht schwer, sobald er begriffen hatte, wie die Dinge im Audley-Memorial-Krankenhaus gehandhabt wurden. Es bestand kein großer Unterschied zu den anderen Krankenhäusern, in denen er bereits gearbeitet hatte. Zunächst war er auf der Chirurgischen Station tätig gewesen, und danach hatte er mehrere kürzere Assistenzzeiten durchlaufen, in denen er all diejenigen Bereiche der Medizin abgedeckt hatte, die ihm nützlich sein würden, wenn er in einigen Monaten seine Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin begann.

Dennoch war sein ungeregelter Lebensstil der letzten Jahre anstrengend gewesen. Es wäre herrlich, dachte Mark mit einem stillen Seufzer, wenn man sich mal an einem Ort niederlassen und dort länger bleiben könnte als nur drei oder sechs Monate.

Er erledigte die Aufnahmeformalitäten für das Mädchen mit dem Blinddarm, ehe er auf die Station zurückkehrte. Doch Allie war nirgends zu sehen, und eine rothaarige Kollegin von ihr warf ihm interessierte Blicke zu. Oh je …

“Hi, ich bin Anna Long, und Sie sind Dr. Jarvis, nicht wahr? Wir kennen uns noch nicht. Wie kommen Sie zurecht?”, erkundigte sich die Schwester mit einem herausfordernden Lächeln.

“Gut. Wieder eine neue Verfahrensweise, aber ich denke, ich komme klar. Ich heiße übrigens Mark.”

Anna lächelte wieder, und er blickte sich um. “Ist das Mädchen mit der Blinddarmentzündung schon hier?”

“Sie ist unterwegs. Allie bezieht gerade das Bett für sie.” Sie sah ihn von der Seite her an. “Ich habe gehört, dass Sie und Allie sich kennen?”

Er nickte. “Ja. Ich habe vor ein paar Jahren eine Zeit lang bei ihren Eltern gewohnt. Seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen. Da gibt es sicherlich viel zu erzählen.”

Das Mädchen mit der Blinddarmentzündung wurde gebracht. Mark füllte noch weitere Unterlagen aus und sprach mit ihren Eltern. Dann kam der Stationsarzt der Chirurgie, untersuchte die neue Patientin und sagte, dass sie in Kürze operiert werden würde.

Mark wollte gerade gehen, da erhaschte er einen Blick auf einen Schopf hellblonder Haare, als Allie vorbeieilte. Er folgte ihr.

“Allie.”

Sie fuhr herum. “Du hast mich vielleicht erschreckt!”, sagte sie lachend. “Wie geht es deiner neuen Patientin?”

“Gut. Na ja, den Umständen entsprechend. Sie wird gleich operiert. Ich habe bereits einen Teil des Papierkrams erledigt. Und jetzt muss ich mir den Jungen mit dem künstlichen Darmausgang ansehen. Darren Soundso?”

“Forsey. Er liegt hier in dem Einzelzimmer. Kommst du klar?”

Er lachte leise. “Das nehme ich an. Hast du zu tun?”

Sie nickte mit einem raschen Blick auf die Uhr. “Ich habe immer zu tun. Ich muss mich beeilen. Jede Menge Arbeit. Wir sehen uns dann um sieben.”

“Na gut.” Er schaute ihr nach, betrachtete ihren Hüftschwung, der selbst in der hoffnungslos uneleganten Uniform äußerst sexy wirkte, und spürte, wie sich ein altvertrautes Verlangen in ihm regte. Sieben Uhr schien noch sehr weit zu sein.

Ich muss verrückt gewesen sein, dachte Allie. Ein Lunchtreffen mit Mark wäre doch viel besser gewesen, dann hätte es nicht so sehr nach einer Verabredung ausgesehen. Schließlich wollte er nur ein bisschen plaudern, und nun hatte sie einen Tisch in einem Bistro reserviert.

Nachdem sie sich zurechtgemacht hatte, schlüpfte sie in ihren Mantel, steckte den Hausschlüssel in die Tasche und trat hinaus in den kühlen Abend. Zum Wohnheim war es nur ein kurzer Weg, und alles war gut beleuchtet. Dennoch...



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