Anderson / Mortimer / Kendrick | Julia Extra Band 391 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0391, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Anderson / Mortimer / Kendrick Julia Extra Band 391


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0428-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0391, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7337-0428-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



DER KUSS DES WÜSTENPRINZEN von KENDRICK, SHARON
Catrin jobbt in einem kleinen Strandhotel, als Sultan Murat Al-Maisan in ihr Leben tritt. Er zeigt ihr nicht nur die Welt, sondern auch, wie schön die Liebe sein kann. Doch dann erfährt Catrin, dass er eine Wüstenprinzessin heiraten soll ...
ZU SCHÖN FÜR DIE LIEBE von MORTIMER, CAROLE
Darf ein Mann so schön sein? Die junge Malerin Bryn kann sich an Gabriel D'Angelo nicht sattsehen. Doch der reiche Galerist hat einst ihre Familie ins Unglück gestürzt. Auf keinen Fall will sie ihm nahekommen - sagt ihr Verstand. Aber Bryns Körper sendet ganz andere Signale ...
JULIA UND DER MILLIONÄR von BRAUN, JACKIE
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ZAUBER EINER WEIßEN WINTERNACHT von ANDERSON, CAROLINE
Georgia fährt eine Abkürzung - und steckt im Schnee fest. Direkt vorm Anwesen ihres Ex'! Fünf aufwühlende, romantische, einzigartige Tage lang sind sie und Sebastian von der Außenwelt abgeschnitten. Dann droht ein Abschied für immer, weil ein altes Geheimnis ihre Liebe überschattet ...



Caroline Anderson ist eine bekannte britische Autorin, die über 80 Romane bei Mills & Boon veröffentlicht hat. Ihre Vorliebe dabei sind Arztromane. Ihr Geburtsdatum ist unbekannt und sie lebte die meiste Zeit ihres Lebens in Suffolk, England.

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1. KAPITEL

„Du bist doch bloß die Hure eines reichen Kerls!“

Die verächtlichen Worte ihrer Mutter hatten sich unauslöschlich in Catrins Seele gebrannt.

„Hast du dir mal überlegt, was er so treibt, wenn er im Ausland ist?“, hatte Ursula Thomas gehöhnt. „Meinst du, er geht abends früh ins Bett und liest?“

Die gehässigen Anschuldigungen hatten bei Catrin an einen wunden Punkt gerührt. Tief verletzt hatte sie deswegen das Lallen ihrer betrunkenen Mutter zunächst schweigend über sich ergehen lassen. Dann hatte sie versucht, sich zu rechtfertigen. Ein völlig sinnloses Unterfangen, denn Ursula Thomas sah sowieso immer nur das Schlechte im Menschen.

Ich bin keine Hure!

Und Murat liegt tatsächlich allein im Bett, wenn ich nicht bei ihm bin.

Sehnsüchtig dachte Catrin an den aufregenden Sultan, der ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt hatte. Sie hatte nie vorgehabt, sich von ihm aushalten zu lassen. Und doch lebte sie nun als Murats Geliebte in seinem Londoner Penthouse und wartete ungeduldig auf das nächste Rendezvous.

Wie hatte es nur so weit kommen können? Catrin hatte sich wider jede Vernunft mit einem Mann eingelassen, für den keine Regeln zu gelten schienen. Für den sie selbst bereits jede Regel gebrochen hatte.

Murat flog heute aus seiner Heimat Qurhah ein, und Catrin konnte es kaum erwarten, endlich wieder in seinen Armen zu liegen. Wenn Murat sie küsste, vergaß sie alles um sich herum. Doch schon bald würden sie wieder die nagenden Zweifel plagen. Zu allem Überfluss war sie jetzt auch noch ihrem wichtigsten Vorsatz untreu geworden. Denn Catrin hatte sich von Anfang an geschworen, sich nie in ihren Sultan zu verlieben.

Und nun das: Sie liebte Murat!

Das war der absolute Super-GAU.

Nachdenklich schaute Catrin aus dem Fenster. Wie hatte das nur passieren können? Sie glaubte nicht an die Liebe, wusste nicht einmal, was Liebe war. Jedenfalls hatte sie das immer gedacht. Wann genau war die Liebe in ihr Leben gekommen? Seit wann klopfte ihr Herz aufgeregt, sobald sie an Murat dachte? Wieso liebte sie einen Mann, der eigentlich nie für sie da war? Es war völlig unlogisch! Ihr Sultan war zwar ein fantastischer Liebhaber, der es genoss, Catrin mit Geschenken zu überhäufen, aber was Liebe anging …

Andererseits hatte Liebe wohl auch nichts mit Logik zu tun. Eines Tages war sie einfach da, ob man wollte oder nicht. Das war ja gerade das Gefährliche. Zumal Catrins Liebe vollkommen sinnlos war – Murat hatte von vornherein klargestellt, dass es zwischen ihnen niemals eine feste Beziehung geben könnte.

Catrin ließ den Blick über die Baumwipfel in der Ferne gleiten. Die saftig grünen Blätter bewegten sich sanft in der leichten Sommerbrise. Bei diesem Anblick vergaß man schnell, dass Murats Luxuswohnung direkt im Londoner Stadtzentrum gelegen war. Wenn sie die gepflegte Parklandschaft betrachtete, fühlte Catrin sich eher wie auf dem Land.

Manchmal musste sie sich zwicken, wenn ihr die elegante junge Frau aus dem Spiegel entgegenblickte. War das wirklich Catrin Thomas? Wann hatte sich das ehemals so kratzbürstige Kleinstadtmädchen dem autokratischen Wüstenkönig von Qurhah so bedingungslos unterworfen?

Der wilde Lockenkopf hatte sich in eine seidig schimmernde Wellenfrisur verwandelt. So wunderschön, dass Catrin bereits angesprochen worden war, ob sie interessiert wäre, einen Werbespot für ein Shampoo zu drehen. Die Zeiten der Armut waren definitiv vorbei. Jetzt brauchte sie keine Billigklamotten mehr von ihrem kargen Gehalt zu kaufen. Als Geliebte eines steinreichen Mannes musste sie sich natürlich auch entsprechend teuer und exklusiv kleiden.

Das Telefon klingelte. Hastig griff Catrin danach, als sie Murats Namen im Display blinken sah. Der Sultan wartete nicht gern, und sie akzeptierte seine Ungeduld. Immerhin herrschte Murat über einen ausgesprochen reichen Wüstenstaat. So einen Mann ließ man nicht lange warten. Seine Zeit war sehr kostbar.

„Hallo?“, hauchte sie, atemlos vor Vorfreude. Murat meldete sich stets, wenn sein Privatjet sich bereits im Landeanflug auf den kleinen Flugplatz an der Stadtgrenze befand. So früh hatte sie ihn gar nicht erwartet.

„Cat? Bist du das?“

Sie liebte diese tiefe melodische Stimme mit dem exotischen Akzent. Sofort flatterten Schmetterlinge in Catrins Bauch, und ein erregendes Prickeln überlief sie. Gleichzeitig mahnte sie sich zur Gelassenheit. Auf gar keinen Fall durfte Murat merken, dass sie sich in ihn verliebt hatte!

„Sicher. Wer sollte sich denn sonst an diesem Apparat melden?“

„Du klingst so anders.“ Nach kurzer Pause fügte er hinzu: „Einen Moment lang dachte ich, du hättest mich verlassen.“

Seine sonore Stimme klang so sehnsüchtig. Wie immer, wenn er Catrin länger nicht gesehen hatte. Seit seinem letzten Besuch in London war inzwischen ein ganzer Monat vergangen. So lange waren sie noch nie voneinander getrennt gewesen. Catrin war fast verrückt geworden vor Sehnsucht nach ihm.

„Ich glaube, wir wissen beide, dass ich nicht vorhabe, von hier zu verschwinden“, antwortete sie leise und versuchte zu verbergen, wie sehr er ihr gefehlt hatte.

„Dann bin ich ja beruhigt.“ Sein Tonfall klang so seltsam, dass Catrin ein ahnungsvoller Schauer über den Rücken lief. Besorgt zog sie die Augenbrauen zusammen. „Bist du sehr erschöpft, Murat?“

„Ja, bis eben war ich hundemüde. Aber deine Stimme zu hören, die Aussicht, dich gleich wiederzusehen, verleiht mir neue Energie, mein wunderschönes grünäugiges Kätzchen.“

Ach, wäre er doch schon hier und küsste sie! Wenn sie in seinen Armen lag, würden die dummen Selbstzweifel sich sofort in Luft auflösen, da war Catrin sich sicher. „Ich freue mich auf dich“, sagte sie leise.

„Verrätst du mir, was du gemacht hast, bevor du ans Telefon gegangen bist? Du klingst etwas atemlos“, bemerkte Murat.

Die Antwort lag ihr schon auf der Zunge. Doch dann überlegte Catrin es sich anders, weil sie nicht wusste, wie Murat auf die Wahrheit reagieren würde. Er musste ja nicht unbedingt wissen, welche Gemeinheiten ihre betrunkene Mutter von sich gegeben hatte. Wahrscheinlich wäre es sowieso am besten, die unschöne Geschichte aus ihrem Gedächtnis zu streichen. Ihre Mutter war, wie sie war, und daran würde sich auch so schnell nichts ändern. Catrin hatte sich schon lange vorgenommen, immer nur den Moment zu leben und sich an dem zu erfreuen, was sie hatte, statt Luftschlössern nachzujagen. Ihre Kindheit hatte sie gelehrt, dass dies der einzig richtige Weg war, ihr Leben zu gestalten.

„Atemlos? Nein, das kommt dir nur so vor. Wahrscheinlich liegt es an der Verbindung. Weißt du schon, wann du hier sein wirst?“

„Bald, meine Schöne. Sehr bald. Aber ich will keine Zeit damit verschwenden, über meinen genauen Ankunftstermin zu spekulieren, wenn es viel interessantere Themen gibt. Mich würde beispielsweise brennend interessieren, was du anhast.“

Catrin betrachtete ihre makellos lackierten Fingernägel und atmete tief durch. Sie wusste genau, was jetzt von ihr erwartet wurde. Normalerweise machte ihr das Spiel auch Spaß, das Murat ihr beigebracht hatte. Sie war eine willige Schülerin und beherrschte die Regeln perfekt. Die Rolle der sexy Geliebten, die Tag und Nacht bereit war, war ihr praktisch auf den Leib geschneidert.

Heute klangen ihr jedoch noch die schrecklichen Worte ihrer Mutter im Ohr…

Nun reiß dich mal zusammen, ermahnte sie sich streng. Freu dich, dass es dir gut geht, und gib dich mit dem zufrieden, was du hast, statt dich insgeheim nach etwas zu sehnen, was nie in Erfüllung gehen kann!

Lasziv strich sie über eine Hüfte – und spürte den harten Jeansstoff. Murat hasste Jeans. Also stöhnte Catrin leise und verlieh ihrer Stimme einen verführerischen Klang. Die Liebe lebte von der Fantasie. Auch das hatte Murat ihr beigebracht. „Ich … trage Seide auf meinem nackten Körper“, wisperte Catrin verführerisch.

„Was für Seide?“

Obwohl ihr das Spiel heute schwerfiel, machte sie weiter. In den Telefongesprächen mit Murat schwang immer ein erotischer Unterton mit. Das unschuldige Mädchen aus Wales, das sie mal gewesen war, wäre zu so einem Spiel niemals in der Lage gewesen. Aber Catrin war klug – und lernfähig. Zwar entstammte sie keiner gebildeten Familie, doch sie hatte schon immer eine schnelle Auffassungsgabe gehabt. Und die Kunst, einem Mann Freude zu bereiten, ließ sich genauso erlernen wie die Kunst, einen Kuchen zu backen oder Blumen zu arrangieren!

„Weiche Seide“, antwortete sie. „Butterweich.“

„Erzähl mir mehr!“, forderte Murat heiser.

Catrin dachte an den im Schritt offenen hauchdünnen Seidentanga, der schon auf dem Bett bereitlag. Erst wollte sie noch schnell duschen, dann den winzigen Stofffetzen überstreifen. Sie ahnte, dass dieses sexy Nichts Murats Ungeduld binnen Minuten zum Opfer fallen würde. „Die Farbe ist Mitternachtsblau“, erzählte sie.

„Wunderbar!“, raunte Murat. „Ist es … ein winziges Höschen?“

„Oh ja. So winzig, dass es fast unsichtbar ist. Eigentlich eine Zeitverschwendung, es überhaupt zu tragen.“

„Hmm.“ Murat schwieg einen Moment lang. „Du trägst doch hoffentlich auch den dazugehörigen BH?“

„Was dachtest du denn?“ War es nicht ziemlich dreist, Murat etwas vorzumachen? Aber er wollte es ja nicht anders. Er liebte erotische Spiele am Telefon.

„Auch der BH ist winzig“, fügte...



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