Andrew / Ashley | Historical Lords & Ladies Band 64 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0064, 352 Seiten

Reihe: Historical Lords & Ladies

Andrew / Ashley Historical Lords & Ladies Band 64


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-6847-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0064, 352 Seiten

Reihe: Historical Lords & Ladies

ISBN: 978-3-7337-6847-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



DEZEMBERNÄCHTE VOLLER ZÄRTLICHKEIT von ASHLEY, ANNE
Sir Philip auf Freiersfüßen: Einst war die Tochter seiner Nachbarn ein entzückender Wildfang - jetzt ist sie zu einer atemberaubenden Schönheit erblüht. Wenn er die Augen schließt, träumt er nur noch davon, Bethany in kalten Nächten mit heißen Küssen zu wärmen. Mit jedem Tag wächst Sir Philip Stavelys Verlangen nach seiner Angebeteten ins Unermessliche. Doch warum weist die betörende Bethany ihn so beharrlich ab?
DER GENTLEMAN AUS BOSTON von ANDREW, SYLVIA
Nur ein Amerikaner kann so direkt, so erfrischend und aufregend sein! Sofort ist die hübsche Eleanor Southeran von dem überaus attraktiven und eleganten Gentleman Jonas Guthrie fasziniert. In seiner Nähe wird ihr heiß und kalt. Das muss Liebe sein, dessen ist sich Eleanor sicher. Doch dann erfährt sie, dass Jonas eine Andere verführt haben soll! Wem wird sie nun trauen: Den Gerüchten - oder ihrem Herzen?



Sylvia Andrew wollte eigentlich nie ein Buch verlegen lassen, bis sie Mills & Boon ihren ersten historischen Roman zukommen ließ. Als dieser sofort angenommen wurde, war sie überrascht, aber glücklich. "Perdita" erschien 1991, und sieben weitere Bücher folgten. Auch Sylvias eigene Liebesgeschichte ist sehr romantisch. Vereinfacht gesagt hat sie den Jungen aus dem Nachbarhaus geheiratet, weil seine Mutter es so wollte. Aber es ist etwas komplizierter: Ihre zukünftigen Schwiegereltern waren ihre Nachbarn und stellten den Kontakt zu ihrem Sohn her, als Sylvia einen Job in Cambridge annahm. Simon war dort Lektor. Er kümmerte sich ein wenig um sie, zeigte ihr die Stadt, und daraus wurde schließlich mehr ... Heute - 40 Jahre später - leben sie mit Hund und Katze in Somerset. Ihre Tochter Catherine ist in London verheiratet. Simon ist im Stadtrat von Crewkerne aktiv und in der Gegend sehr bekannt, Sylvia dagegen ist gerne mal allein, weshalb sie ihr Mann mit dem Spitznamen "verkappte Einsiedlerin" aufzieht! Die beiden haben eben ihre Eigenheiten: Simon ist Rekordhalter, wenn es darum geht, möglichst schnell Unordnung zu schaffen, Sylvia wiederum kann keinem Schnäppchen widerstehen, ob nützlich oder nicht. Die beiden besitzen auch ein kleines Haus in der Normandie, wo sie so viel Zeit wie möglich verbringen. Sie erinnern sich gerne an Sylvias spitzen Schrei, als sie hier in einem Supermarkt das erste Mal eines ihrer Bücher entdeckte!

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1. KAPITEL

September 1814

Seufzend wandte Miss Bethany Ashworth ihren Blick von der einst vertrauten Landschaft ab und sah ihre Reisegefährtin an. „Ich bin es so müde, Ann“, gestand sie leise. „Von diesem rastlosen Leben habe ich mehr als genug.“

„Kein Wunder.“ Ann Stride lächelte liebevoll und mitfühlend. „In den letzten fünf Jahren sind wir kreuz und quer durch Europa gezogen. Und was mich betrifft – die letzten Wochen in Paris erschienen mir besonders anstrengend.“

„Nicht nur das ewige Reisen zerrt an meinen Nerven“, erklärte Bethany und blickte wieder aus dem Kutschenfenster. „Was mich viel mehr ärgert, ist meine Unentschlossenheit.“ Voller Selbstironie begann sie zu lachen. „Viel zu oft bekunde ich den Wankelmut, den man unserem Geschlecht nachsagt. Diese Schwäche darf ich mir nicht länger gestatten. Nun muss ich mich endlich zusammennehmen und an die Zukunft denken.“

Besorgt runzelte Ann die Stirn. „Bereust du deinen Entschluss, nach Ashworth House zurückzukehren? Wie ich mich erinnere, warst du dir nach dem Tod deines lieben Papas nicht sicher.“

„Nein, diese Entscheidung bedaure ich keineswegs.“ Ein rätselhaftes Lächeln umspielte Beth’ Lippen, die in den letzten Jahren so mancher Gentleman reizvoll gefunden hatte. „Sie könnte sich als sehr sinnvoll erweisen … Aber ob ich für immer dort bleiben will – das steht auf einem anderen Blatt. Zum Glück werden wir nicht gezwungen sein, hier auf dem Lande auszuharren, wenn uns nach Abwechslung dürstet. Und wenn es so ist, sollte es uns nicht überraschen, angesichts unseres Lebensstils in dieser ganzen langen Zeit. Aber – nein, Ann, ich bereue es nicht, zu dem Haus zurückzukehren, in dem ich aufgewachsen bin“, bekräftigte sie, ehe sie sich auf praktischere Erwägungen konzentrierte. „Und vorausgesetzt, der unentbehrliche Rudge hat seine Pflicht erfüllt, erwartet uns ein angenehmer Aufenthalt – solange wir ihn genießen wollen.“

Die Reisegefährtin atmete erleichtert auf. „Nun, dann freue ich mich auf Ashworth House, und es würde mir gefallen, dort Wurzeln zu schlagen. Zumal uns in England gewiss ein kälterer Winter bevorsteht als auf der Iberischen Halbinsel. Da ich sieben Jahre älter bin als du, zehrt das Nomadenleben allmählich an meinen Kräften.“

„In diesem Fall, meine liebe Ann, werde ich unsere Reise abkürzen.“ Beth öffnete das Fenster und wies den Fahrer der Postkutsche an, bei der nächsten Einfahrt abzubiegen.

Wenig später zügelte der Kutscher das Gespann vor einem imposanten schmiedeeisernen Tor, und einer der Postreiter blies in sein Horn, um die Aufmerksamkeit des Pförtners zu erregen.

Sichtlich erbost über die Störung, trat ein kleiner, untersetzter Mann aus dem Pförtnerhaus. „Und was haben Sie auf Stavely Court zu schaffen, wenn ich fragen darf?“, stieß er hervor, von der Ankunft der Postkutsche mit den vier Reitern kein bisschen beeindruckt.

„Das ist einzig und allein meine Sache!“, rief Beth lächelnd und lenkte seinen Blick auf sich. „Sperren Sie das Tor auf, George Dodd, und lassen Sie mich passieren! Sonst beschwere ich mich bei Ihrem Herrn, wenn ich ihn nächstes Mal sehe.“

Wohl eine halbe Minute lang spähte der Pförtner zwischen den Gitterstäben hindurch und musterte die junge Dame, die aus dem Kutschenfenster schaute. Dann verzog sich sein zerfurchtes, wettergegerbtes Gesicht zu einem breiten Grinsen. „Gott sei meiner Seele gnädig! Wenn das nicht Sie sind, Miss Bethany! Nach all den Jahren!“ Ohne Zögern öffnete er die beiden Torflügel und eilte zu der Kutsche, so schnell ihn seine arthritischen O-Beine trugen. „Hätt’ ich nicht gedacht, dass ich Sie noch mal sehe.“ In seinen dunklen Augen glänzte es verdächtig.

„Wie geht es Ihnen, Dodd?“, fragte Beth sanft. „Ihre Gelenke scheinen Sie wieder zu plagen.“

„Ach, so schlimm ist es nicht. Und jetzt, wo Sie wieder daheim sind, fühle ich mich gleich viel besser. Da bin ich sicher nicht der Einzige. Vor ein paar Wochen ist der Master aus London zurückgekommen. Sie werden ihn oben im Haus antreffen, Miss.“

Sofort erlosch ihr Lächeln. „Um die Wahrheit zu gestehen, Dodd – ich bin nicht hier, um Ihren Herrn zu besuchen. Seit drei Wochen bin ich unterwegs, nun möchte ich die Abkürzung über Sir Philips Land benutzen. Aber ich will Sie nicht in Schwierigkeiten bringen.“

„Fahren Sie nur zu, Miss Beth, das wird dem Master ganz bestimmt nichts ausmachen.“

Stavely Court wirkte nicht so sehr durch seine Größe beeindruckend, sondern dank der grandiosen Architektur und des prächtigen Parks, auf den fast jedes der zahlreichen Fenster des Herrschaftshauses den Blick freigab. Daher fiel die Postkutsche, die die Ländereien ihres Bruders durchquerte, Lady Chalford unweigerlich ins Auge, als sie aus dem Westfenster der Bibliothek sah.

„Beim Lunch hast du gar nicht erwähnt, dass du Besuch erwartest, Philip. Wäre ich informiert gewesen, hätte ich auf meinen Mittagsschlaf verzichtet, denn solange ich hierbleibe, übernehme ich gern die Pflichten einer Gastgeberin. Zumindest sollte ich deine Besucher begrüßen.“

Nur kurz blickte Sir Philip Stavely von seinen Papieren auf, um seiner Schwester zu erklären, sein einziger Besucher, der Verwalter, sei bereits am Vormittag erschienen.

Missbilligend schüttelte Lady Chalford den Kopf. „Wenn das so ist, nutzt jemand wieder einmal deine Gutmütigkeit aus und fährt über dein Land. In mancher Hinsicht bist du viel zu großzügig. Was zu Beginn des Sommers passiert ist, weißt du doch – jemand hat auf dich geschossen! Wirklich, du dürftest fremden Leuten nicht gestatten, deinen Grundbesitz zu überqueren. Nicht einmal, wenn sie in einer Postkutsche mit vier Postillions reisen.“

Nicht im Mindesten beunruhigt, unterzeichnete Sir Philip ein Dokument mit seinem schwungvollen Namenszug, bevor er neben seine Schwester ans Fenster trat. „Es würde mich sehr überraschen, wenn jener Schuss kein Versehen gewesen wäre, Connie. Vermutlich wollte der übereifrige Sohn eines Nachbarn sein Jagdgewehr ausprobieren. Und in dieser Kutsche sitzen sicher keine Fremden. Sonst hätte Dodd das Osttor nicht geöffnet. Wenn mich nicht alles täuscht, hat dieses Gefährt eine lange Fahrt hinter sich. Wahrscheinlich ist es in London aufgebrochen.“

Lady Chalford starrte ihren Bruder verblüfft an. Bei dieser Gelegenheit hätte ein Beobachter die charakteristischen Stavely-Züge erkannt, die beide besaßen – die schmale aristokratische Nase, die klaren grauen Augen.

Aber im Gegensatz zu seiner Schwester hatte Sir Philip seinen Augen früher ein mutwilliges Funkeln erlaubt, zum Entzücken zahlreicher Damen. Sein Haar war etwas dunkler als das seiner älteren Schwester, er hatte es in weichen Wellen aus der hohen Stirn gekämmt. Auch das markante Kinn, die wohlgeformten, nicht zu vollen Lippen und die perfekt geschwungenen Brauen trugen zu seiner attraktiven äußeren Erscheinung bei.

So gut sah seine Schwester nicht aus. Ihre Jugendblüte begann zu welken, und ihre füllige Figur zeugte von den fünf Kindern, die sie ihrem Gemahl während der vierzehnjährigen Ehe geschenkt hatte. Trotzdem wurden die Spuren einstiger Schönheit immer noch von reiferen Gentlemen bewundert.

„Jetzt nimmst du mich auf den Arm, Philip“, tadelte sie ihren Bruder in mildem Ton. „Wie kannst du das wissen?“

„Indem ich meine Augen und meinen Verstand benutze, Constance. Erstens, nur wenige Menschen können sich den Luxus einer Postkutsche mit vier Reitern leisten. Die wohlhabenden Leute, die hier leben, verfügen genau wie ich über ihre eigenen Kutschen. Zweitens, die meisten größeren Häuser liegen nordöstlich von meinem Landgut. An der Westgrenze gibt es nur ein einziges Haus, dessen Besitzerin jahrelang abwesend war. Vielleicht kehrt sie jetzt in einer gemieteten Chaise heim.“

„Oh …“ Aufgeregt rang Connie nach Luft. „Also glaubst du, die junge Bethany Ashworth ist nach all den Jahren zurückgekommen?“

Solch lebhafte Emotionen wie seine Schwester zeigte Sir Philip nicht. „Natürlich kann ich es erst mit Sicherheit sagen, wenn ich mit Dodd gesprochen habe. Augustus Ashworth, die Mitglieder seiner Familie und seine Gäste gehörten zu den wenigen Privilegierten, die mit der Erlaubnis unseres Vaters die Abkürzung durch den Park benutzen durften, um das Dorf schneller zu erreichen.“ Während die Postkutsche hinter stattlichen Ulmen verschwand, trat Philip an einen Tisch, auf dem mehrere Karaffen standen. „Wie ich hörte, wurden vor zwei oder drei Wochen die Fensterläden von Ashworth House geöffnet. Außerdem hat man ein paar Dienstmädchen aus dem Dorf und Handwerker eingestellt, die das Haus in bewohnbaren Zustand bringen sollen. Und irgendjemand – keine Ahnung, wer – kaufte Vorräte in beträchtlichen Mengen.“

„Dann steht es fest, Bethany kommt nach Hause.“ Lady Chalford ergriff ein Glas Fruchtlikör, das Sir Philip ihr reichte. „Welche andere Erklärung könnte es geben?“ Sie arrangierte ihre Röcke und sank in einen Sessel.

Voller Zuneigung musterte Philip seine Schwester, nachdem er ihr gegenüber Platz genommen hatte. Ihren Verstand hatte er niemals überschätzt. Aber er wusste ihre Herzensgüte zu würdigen. „Sogar eine ganze Reihe Erklärungen, meine Liebe“, erwiderte er und nippte an seinem Brandy. „Zumindest einen Insassen der Kutsche muss Dodd erkannt haben. Gewiss, es könnte Beth gewesen sein – oder der Verwalter des verstorbenen Colonel Ashworth, der beauftragt wurde,...



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