Andrews | Mit dir ans Ziel meiner Träume | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0022, 144 Seiten

Reihe: Julia

Andrews Mit dir ans Ziel meiner Träume


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7337-0008-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0022, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0008-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sadie hat nur einen Traum: Sie will eine erfolgreiche Reporterin werden. Ihr Ziel scheint zum Greifen nah, als sie ihren ersten großen Auftrag erhält. Doch leider ist der Weg zum Erfolg voller Hürden: 1. Der berühmte Fotograf Kent Nelson, mit dem sie zusammenarbeiten soll, entpuppt sich als unverschämter Draufgänger! 2. Der gemeinsame Roadtrip durchs Outback macht ihr furchtbare Angst, denn sie muss unter freiem Himmel schlafen - in der Wildnis! 3. Und dann spürt sie auch noch dieses verbotene Verlangen: nach Kent - der trotz aller Dreistigkeit unwiderstehlich sexy ist!



Amy war ein Kind, das immer eine Geschichte im Kopf hat. Ihr Lieblingsfach war English und sie liebte es Geschichten zu schreiben. Sollte sie einen Aufsatz mit nur 100 Worten schreiben - schrieb Amy 1.000 Worte. Anstatt nur eine Seite bei dem Thema ' Beschreibt auf einer Seite eure Sommerferien' abzugeben - schrieb Amy zehn Seiten. In ihrer Kindheit beobachtete Amy ihre Mutter immer beim Schreibmaschineschrieben - ihre Mutter, eine Autorin verfasste Liebesromane. Im Alter von 11 Jahren las Amy heimlich die Liebesromane ihrer Mutter und entdeckte dadurch, was sie eines Tages werden wollte - Autorin. Ihren ersten Liebesroman schrieb sie in 10 Tagen - ein Kapitel an einem Tag. Unnötig zu sagen, dass sie den Roman bereits im Kopf hatte, sie schrieb einfach ihre vorhandenen Gedanken auf und schaffte so ihr ungeheures Schreibpensum. Als Amy wieder nach Australien - ihrem Heimatland - zurück kehrte, entdeckte sie die Welt der Arztromane. Sie selbst als gelernte Krankenschwester war immer dann von einem Roman fasziniert, wenn er die Welt der Medizin möglichst realistisch wiedergegeben hat. Da dieser Wunsch nicht immer erfüllt wurde, beschloss sie, sich selbst dem Schreiben von Arzt-Liebesromanen zu widmen. Heute ist Amy zweifache Mutter und arbeitet teilzeit als Kinderkrankenschwester auf der Intensivstation im Krankenhaus. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu ihrem 40 Lebensjahr 20 Liebesromane zu schreiben. Mehr kann man über Amy Andrews unter www.amyandrews.com.au erfahren ...

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2. KAPITEL

Obwohl sie die ganze Zeit zum Fenster hinaussah, bemerke Sadie nicht, dass die Hochhäuser Sydneys seit langem hinter ihnen lagen. Sie war zu sehr damit beschäftigt, über ihre Reaktion auf den Mann nachzudenken, der eine Armlänge von ihr entfernt saß.

Nach außen hin verkörperte er alles, was Sadie für gewöhnlich nicht mochte. Er war zu gutaussehend. Zu draufgängerisch. Er mochte Bier und Fußball.

Aber dann war da sein Alter.

Ein paar Onlinerecherchen hatten Sadie gestern Abend enthüllt, dass Kent sechsunddreißig Jahre alt war. Und Sadie war in Bezug auf ältere Männer kein unbeschriebenes Blatt.

Leo war zwanzig Jahre älter gewesen als sie.

Sie befürchtete, dass ihr jeder Psychologe einen Vaterkomplex bescheinigt hätte. Ihr Vater hatte ihre Mutter verlassen, als Sadie zwölf war. Er heiratete damals umgehend eine andere Frau, und wurde noch einmal Vater – von zwei sportverrückten kleinen Jungen.

Vielleicht spielte ihr Vater gerade durch seine Abwesenheit eine so große Rolle in ihrem Leben.

Was auch immer es war – es änderte nichts an den Tatsachen. Nichts außer Kents Alter hätte Sadie ansprechen müssen.

Doch irgendwie war da mehr. Sie musterte noch einmal sein Profil, während er konzentriert auf die Straße blickte. Sein kurz geschorenes Haar ging direkt in den Dreitagebart über, der seine Wangen und seine Kiefer bedeckte. Dennoch konnte man deutlich seine markanten Gesichtszüge erkennen. All das ließ ihn … streng aussehen. Er hatte kaum etwas gemeinsam mit dem langhaarigen Typen, der auf dem Foto der Galerie in die Kamera gelacht hatte.

Der Mann neben ihr wirkte so ernst. So verschlossen.

So traurig.

Für die Journalistin und die Künstlerin in Sadie war das extrem faszinierend.

Für die Frau in ihr extrem gefährlich.

Kent hielt das Lenkrad ein wenig fester. Er hatte das Gefühl, dass Sadies forschender Blick ihm gleich ein Loch in den Unterkiefer brennen würde. Nachdem er beinahe achtzehn Monate in verschiedenen Krankenhäusern und weitere sechs Monate in einem Rehazentrum verbracht hatte, war ihm ständige Gesellschaft – ob von einer Frau oder irgendjemandem sonst – fremd geworden.

„Ich hoffe, du hast dir etwas Warmes zum Anziehen mitgebracht. Heute Nacht wird es kalt.“

Sadie blinzelte. Seit über einer Stunde fuhren sie im Auto, und das war das erste, was er zu ihr sagte? Sie hatte so sehr gehofft, dass Kent nicht einer der Männer war, die einen direkten Zusammenhang zwischen ihrer BH-Größe und ihrem IQ vermuteten.

Theatralisch schlug sie eine Hand vor ihre Stirn. „Und ich habe nur Bikinis und ein Spitzennegligé dabei.“

Kent umklammerte das Steuerrad noch etwas fester. Die Vorstellung von Sadie im Bikini war nicht gut für seine Konzentration. „Viele Leute denken, im Landesinneren wäre es ständig heiß“, sagte er besänftigend, jedoch ohne Sadie anzublicken. „Aber es wird nachts wirklich sehr kalt.“

Sadie blickte ihn kritisch an. „Danke sehr. Aber können wir von jetzt an vielleicht so tun, als wäre ich ein halbwegs intelligenter Mensch? Ich würde niemals auf eine Reise gehen, ohne mich vorher gründlich zu informieren.“

Kent sah sie überrascht an. Ihr Ton war mehr als sarkastisch. Es lag Verletzlichkeit darin – fast als ob man einmal zu oft an ihrer Intelligenz gezweifelt hätte. Wahrscheinlich wurde sie von den meisten Menschen nur nach ihrem Äußeren bewertet.

Er blickte zurück auf die Straße. „Soll mir recht sein.“

Sadie holte tief Luft, als sie an einem Schild vorbeifuhren, das den Beginn der ersten Bergstraße ankündigte. Das Schild warnte vor gefährlichen Kurven und Serpentinen.

Allein der Gedanke daran verursachte bei Sadie Übelkeit.

„Wunderbar“, flüsterte sie, während sie begann, ihre Handtasche nach den Reisetabletten zu durchsuchen. „Gefährliche Kurven.“

Kent bedauerte heimlich, dass es keine Tabletten gegen die Wirkung der scharfen Kurven in seinem Auto gab, doch Sadies gequälter Blick hielt ihn davon ab, diesen Gedanken weiterzuverfolgen. Er konnte sie beinahe mit den Zähnen knirschen hören, als sie den Inhalt der Tasche durchforstete.

Großer Gott!

„Wird dir auch schlecht, wenn du selber fährst?“, fragte er.

Sadie schüttelte geistesabwesend den Kopf. „Nein.“

„Dann ist doch alles ganz einfach“, sagte Kent und lenkte das Auto in die nächste Haltebucht.

„Was hast du vor?“ Sadie runzelte die Stirn, als er seinen Sicherheitsgurt löste.

„Ich lasse dich fahren.“

Sadie war wie versteinert. „Du willst, dass ich dein Auto fahre?“

Kent nickte. „Du hast doch einen Führerschein?“

Sadie sah sich in dem Monstrum um, in dem sie saßen. „Keinen zum Panzerfahren.“

Ungeduldig presste Kent die Lippen zusammen. „Das kannst du schon.“ Er stieg aus und lief zur Beifahrertür.

Sadie verspürte den lächerlichen Drang, die Tür von innen zu verriegeln, doch Kent hatte diese bereits geöffnet und stand jetzt neben ihr. Sie blickte ihn an. Da sie jetzt etwas höher saß, konnte sie ihm zum ersten Mal direkt in die Augen sehen. Sie bemerkte, dass sie die Farbe von Bernstein hatten.

„Bist du sicher?“, fragte sie und sah sich noch einmal im Fahrzeug um. Nachdenklich biss sie sich auf die Unterlippe. Wenn es ein Mietwagen gewesen wäre, hätte sie nicht gezögert. „Ich habe noch nie ein so großes Auto gefahren. Ich würde nur ungern irgendwelche Schäden verursachen.“

Kent konnte nicht auf ihren hinreißenden Mund blicken. Es brachte ihn durcheinander. Er hob eine Augenbraue. „Richtest du öfter irgendwelche Schäden an?“

Sie schüttelte den Kopf. „Nein, nie.“ Sie musterte Kent verwirrt. Niemals hätte sie gedacht, dass ein Mann wie er eine Frau ans Steuer lassen würde.

„Schau“, sagte er ungeduldig, als Sadie noch immer auf dem Beifahrersitz verharrte. „Wir profitieren beide davon. Du musst dich nicht alle zwei Minuten übergeben, und ich kann ein paar Fotos machen. Und ich muss nicht mit ansehen, wie du durchdrehst, was in Anbetracht der Tatsache, dass wir einander kaum kennen, ziemlich gut ist.“

Sadie hatte seiner Logik nichts entgegenzusetzen. Es hätte ihr heute gerade noch gefehlt, die Kontrolle über sich zu verlieren. Vor den Augen eines Mannes, dem Hemmungslosigkeit fremd zu sein schien. „In Ordnung.“

Sie öffnete ihren Sicherheitsgurt und glitt zur Tür, um auszusteigen.

Flüchtig sah sie auf Kent und wartete darauf, dass er ein Stück zur Seite gehen würde. Wieder fiel ihr Blick auf seinen Mund. Kent bewegte sich nicht, und für den Bruchteil einer Sekunde galt Sadies ganze Aufmerksamkeit seinen wunderschönen Lippen. Sie wünschte sich, Kent würde etwas sagen, damit sie bewundern könnte, wie sich sein Mund bewegte. Da jedoch trat er einen Schritt zurück, und Sadie vollführte einen gewagten Sprung aus dem Wagen. Beinahe wäre sie hingefallen. Ihre Beine waren doch ziemlich wackelig.

Nachdem Kent eine kurze Rede über die verschiedenen Besonderheiten seines Wagens gehalten hatte, überließ er Sadie das Steuer und sagte kein Wort, als sie etwas ruckartig in Richtung Schnellstraße startete. Sie hielt das Lenkrad so fest, dass ihre Fingerknöchel weiß hervortraten. Kent befürchtete, die Haut darüber könnte reißen, wenn Sadie sich nicht bald ein wenig entspannte.

„Ganz ruhig“, sagte er bestimmt. „Du machst das gut.“

Seltsamerweise halfen seine Worte Sadie nicht, sich zu entspannen. Ihr Blick schnellte zwischen den Rück- und Seitenspiegeln hin und her, und ihr Herzschlag stolperte im Einklang mit dem Motor. Sie war nicht sicher, ob es am Fahren des fremdartigen Gefährts lag oder an dem seltsamen Moment, in dem sie Kent beim Aussteigen aus dem Auto so nah gewesen war.

„Entspann dich“, wiederholte er noch einmal mit Nachdruck.

„Ob du es glaubst oder nicht“, sagte Sadie, während sie zähneknirschend auf die Straße starrte, „wenn du befiehlst, dass ich mich entspannen soll, hilft mir das auch nicht weiter.“

Kent hob beschwichtigend die Hände. „Okay.“

„Ich muss mich einfach an das Auto gewöhnen“, erklärte Sadie. „Es ist nicht alltäglich für mich, beim Fahren so weit oben zu sitzen. Ich fühle mich, als würde ich einen Lastwagen lenken.“

Kent zog eine Grimasse. Sein Auto war wohl kaum ein Sattelschlepper. „Ich hab gesagt: okay.“

Es war wohl das Beste, sich etwas anderem zu widmen und nichts dazu zu sagen.

Kent wandte sich der Rückbank zu, um seinen Kamerakoffer nach vorne zu holen. Ungefähr zehn Minuten später bemerkte er, dass Sadie sich etwas in den Sitz zurücklehnte und ihr Griff sich lockerte. Nach weiteren zehn Minuten fing sie sogar an zu reden.

„Wie sieht eigentlich unser Plan aus?“, fragte sie. „Wo sind unsere Zwischenstopps vorgesehen?“

Kent sah von seiner auseinandergenommenen Kamera auf. „Vorgesehene Zwischenstopps?“

Sadie nickte. „Übernachtungen? Wenn wir müde sind?“

„Ich habe keine Übernachtungen eingeplant. Wir fahren durch.“

Für einen Moment wandte Sadie ihren Blick von der Straße und starrte Kent entgeistert an. Eine Reise ohne Zwischenstopps würde zwei volle Tage im Auto bedeuten.

Ohne eine einzige Pause?

„Müssen wir nicht irgendwann schlafen?“

Kent blickte sie von der Seite an. „Willst du wirklich, dass diese Reise länger...



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