E-Book, Deutsch, Band 0018, 144 Seiten
Reihe: Julia
Andrews So sexy küsst nur du
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-245-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0018, 144 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-86494-245-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der berühmte Anwalt Max Sherrington lächelt zufrieden, als er an seinen One-Night-Stand zurückdenkt - an die nackte, erwartungsvoll auf seinem Bett ausgestreckte Fremde. Außer ihrem Vornamen Ally weiß er nichts von ihr. Und das ist auch gut so. Die Nacht war für sie beide eine Ausnahme. Doch er muss aufhören, an Sex zu denken! Seine neue Klientin Dr. Gregory wartet auf ihn. Sie hat ihm den Rücken zugewandt. Aber beim Anblick ihrer karamellfarbenen Locken ahnt er es bereits. Und als sie sich umdreht und er ihren sexy Kussmund sieht, hat er ein ernsthaftes Problem!
Amy war ein Kind, das immer eine Geschichte im Kopf hat. Ihr Lieblingsfach war English und sie liebte es Geschichten zu schreiben. Sollte sie einen Aufsatz mit nur 100 Worten schreiben - schrieb Amy 1.000 Worte. Anstatt nur eine Seite bei dem Thema ' Beschreibt auf einer Seite eure Sommerferien' abzugeben - schrieb Amy zehn Seiten. In ihrer Kindheit beobachtete Amy ihre Mutter immer beim Schreibmaschineschrieben - ihre Mutter, eine Autorin verfasste Liebesromane. Im Alter von 11 Jahren las Amy heimlich die Liebesromane ihrer Mutter und entdeckte dadurch, was sie eines Tages werden wollte - Autorin. Ihren ersten Liebesroman schrieb sie in 10 Tagen - ein Kapitel an einem Tag. Unnötig zu sagen, dass sie den Roman bereits im Kopf hatte, sie schrieb einfach ihre vorhandenen Gedanken auf und schaffte so ihr ungeheures Schreibpensum. Als Amy wieder nach Australien - ihrem Heimatland - zurück kehrte, entdeckte sie die Welt der Arztromane. Sie selbst als gelernte Krankenschwester war immer dann von einem Roman fasziniert, wenn er die Welt der Medizin möglichst realistisch wiedergegeben hat. Da dieser Wunsch nicht immer erfüllt wurde, beschloss sie, sich selbst dem Schreiben von Arzt-Liebesromanen zu widmen. Heute ist Amy zweifache Mutter und arbeitet teilzeit als Kinderkrankenschwester auf der Intensivstation im Krankenhaus. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu ihrem 40 Lebensjahr 20 Liebesromane zu schreiben. Mehr kann man über Amy Andrews unter www.amyandrews.com.au erfahren ...
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
„Zwei Tequilas, und sorg schon mal für Nachschub!“
Bei Kats Bestellung schwante Aleisha Gregory nichts Gutes. Widerstrebend kletterte sie auf den Barhocker neben ihrer langbeinigen blonden Freundin. Kat und Tequila – das endete meistens in einem fremden Bett mit einem wildfremden Mann.
An sich war nichts daran auszusetzen. Kat war erwachsen und konnte tun und lassen, was sie wollte. Nur der panische Anruf am – sehr frühen – Morgen danach bei Aleisha mit der Bitte, sie abzuholen, war ziemlich lästig. Ganz zu schweigen von den tagelangen Selbstvorwürfen, die sie sich anhören musste.
„Für mich lieber etwas mit Schirmchen.“ Jahrelange Erfahrung hatte sie gelehrt, dass man Cocktails nicht so schnell hinunterstürzen konnte wie Tequilas. Außerdem war gerade Happy Hour, da kosteten Cocktails nur die Hälfte.
„Ach, Ally.“ Kat warf ihrer Freundin einen geringschätzigen Seitenblick zu. „Du bist eine richtig verweichlichte Stadtpflanze.“ Nichtsdestotrotz korrigierte sie ihre Bestellung bei dem ausgesprochen jungen Barkeeper. „Ich hab’s mir anders überlegt. Wir nehmen Daiquiri. Wenn du sie besonders hübsch und rosa machst, bekommst du auf ewig einen speziellen Platz in meinem Herzen.“
Amüsiert beobachtete Aleisha, wie Kat dem Jungen schöne Augen machte. Er schluckte ein paar Mal schwer, bevor er sich übertrieben eifrig ans Werk machte. Hätte Kat ihren Daiquiri mit Pünktchenmuster verlangt, sie hätte ihn bekommen. Davon war Aleisha fest überzeugt.
„Lass ihn in Ruhe, Katarina, er genießt noch Welpenschutz“, mahnte sie gespielt streng.
Kat ignorierte den Kommentar und ließ interessiert den Blick durch die spärlich beleuchtete, erst halb volle Bar schweifen, um nach anderen potenziellen Kandidaten zu suchen. „Heute Abend bringen wir dich an den Mann“, verkündete sie.
„Seit wann muss ich an den Mann gebracht werden, Kitty-Kat?“, erkundigte Aleisha sich entrüstet.
„Ab und zu würde dir das sicher mal ganz guttun.“ Sie knuffte ihre Sitznachbarin spielerisch in die Seite. „Vielleicht wärst du dann nicht ausgerechnet an diesen grässlichen Tom geraten.“
Aleisha zuckte zusammen. Musste Kat immer so direkt sein? „Das ist lange vorbei.“
„Aber nur, weil der Typ fremdgegangen ist. Sei froh, dass du ihn los bist!“
Ich bin aber nicht froh, dachte Aleisha und blies sich eine widerspenstige Locke aus dem Gesicht. Dabei lag die Trennung von Tom bereits ein Jahr zurück. Es war ein ganz abscheuliches Jahr gewesen.
Schwungvoll servierte der Barkeeper die Cocktails und errötete, als Kat ihn mit einem strahlenden Lächeln belohnte, um ihn anschließend mit Nichtachtung zu strafen.
„Was ist mit Ihrer Hand passiert?“ Aleisha zeigte auf eine gerötete Abschürfung auf dem Handrücken des verknallten Burschen.
„Ich habe heute Nachmittag versucht, zwei kämpfende Hunde auseinanderzubringen.“ Verlegen lächelte er Kat zu. „Der eine hatte was dagegen.“
Sein Versuch, Kat zu beeindrucken, bewirkte bei Aleisha nur ein müdes Lächeln. „Sind Sie gegen Tetanus geimpft?“
Widerstrebend lenkte der Junge seine Aufmerksamkeit auf sie. „Nein. Ist das nötig?“
„Allerdings.“
Hilfe suchend sah er Kat an. Doch die zuckte nur die Schultern.
„Okay, dann lasse ich mich impfen. Danke.“ Resigniert wandte er sich dem nächsten Gast zu.
„Du bist wirklich ein hoffnungsloser Fall, Ally.“
„Ich kann nun mal nicht aus meiner Haut.“
„Schon gut.“ Kat grinste versöhnlich und prostete ihrer Freundin zu. „Auf einen erfolgreichen Abend!“
Automatisch hob auch Ally ihr Glas, allerdings eher halbherzig. Sie wäre schon zufrieden, wenn sie den Abend einigermaßen heil überstehen und sich nicht wieder in den Schlaf weinen würde. Zu wissen, was sich an diesem Abend am anderen Ende der Stadt abspielte, trübte jedoch ihre Hoffnung.
Traurig betrachtete sie das rosa Getränk in ihrem Glas. Vermutlich war es gar keine so schlechte Idee, ihren Kummer in einigen Cocktails zu ertränken. Entschlossen nahm sie einen herzhaften Schluck – schüttelte sich leicht. Puh, hatte der viel Alkohol!
Hastig setzte sie das Glas ab. „Ich schaffe das schon“, erklärte sie mit neuer Zuversicht.
„So gefällst du mir schon viel besser.“ Kat hob erneut das Glas, nahm einen großen Schluck und stupste Ally an. „Der Typ dahinten scheint ein Auge auf dich geworfen zu haben.“
Das hielt Ally für eher unwahrscheinlich. Schließlich saß sie neben einer absoluten Traumfrau. Wer sollte sich da für sie selbst interessieren? Trotzdem folgte sie gehorsam Kats Blick.
Der Mann schien ganz okay zu sein. Netter Anzug. Schöne Augen. Nettes Lächeln. Alles ganz nett.
Tom war auch nett gewesen. Jedenfalls am Anfang.
Aleisha holte tief Luft. Ihr Selbstbewusstsein hatte einen empfindlichen Dämpfer davongetragen, als sie erfahren hatte, dass Tom sie mit einer temperamentvollen rothaarigen Zwanzigjährigen betrog. Plötzlich hatte sie sich mit ihren fast dreißig Jahren alt und unattraktiv gefühlt.
Davor war sie sich ihrer Anziehungskraft auf Männer durchaus bewusst gewesen. Mit Kat konnte sie zwar nicht mithalten, aber immerhin hatte sie schönes Haar, ein hübsches Gesicht, trug Kleidergröße vierzig und Körbchengröße D.
Doch seit Tom sie so gemein hintergangen hatte, fühlte sie sich zum ersten Mal unattraktiv und alt.
Der Typ rutschte vom Barhocker und kam auf sie zu.
„Nein!“ Genervt nahm sie noch einen Schluck. „Er kommt rüber.“
Kat lachte zufrieden auf. „Sehr gut! Hör zu: Heute Abend geht es nur darum, einen Mann abzuschleppen. Du musst dich nicht gleich unsterblich verlieben, sondern einfach einen Schritt in die richtige Richtung machen und die Vergangenheit hinter dir lassen. Du bist wieder auf dem Markt, Ally.“
„Genau das stört mich aber.“ Sie war sehr froh gewesen, eine Beziehung zu haben und nicht mehr auf Männerfang zu sein. „Ich bin ganz gern allein“, behauptete sie.
„Ja, das sehe ich.“
Zerknirscht biss Kat sich auf die Lippe, als sie Allys beleidigte Miene bemerkte. „Tut mir leid, Süße, aber du musst da jetzt durch. Dein Exverlobter Tom, dieser gemeine Schuft, steht in diesen Minuten vor dem Traualtar und gibt der jungen Gespielin, mit der er dich betrogen hat, das Jawort. Der Mistkerl hat sich von dir getrennt, obwohl du ein Kind von ihm erwartet hast. Und er hat ausgerechnet an dem Tag mit dir Schluss gemacht, als du eine Fehlgeburt erlitten hast und besaß auch noch die Frechheit, dir mitzuteilen, dass er das Kind sowieso nie gewollt hat.“
Traurig drehte Ally das halb leere Glas in der Hand und versuchte, die Fassung zu wahren. Gleichzeitig gab sie Kat recht. Es wurde wirklich Zeit, das alles endlich zu vergessen.
„Mach schon, Ally, geh mit dem Typ ins Bett! Wie lange willst du diesem Mistkerl Tom denn noch nachtrauern?“
Gute Frage. Aber musste sie wirklich mit einem Wildfremden ins Bett gehen, um es Tom mal so richtig zu zeigen? Nein. Allerdings hatte sie auch keine Lust, sich den ganzen Abend lang vorzustellen, wie Tom es mit seiner Frischangetrauten trieb. „Okay, du hast gewonnen, Kat“, sagte sie daher zögernd.
„Prima.“ Aufmunternd stieß Kat sie an. „Einen Versuch ist es wert. Und tu mir einen Gefallen: Sag ihm nicht auf den Kopf zu, dass er an irgendeiner seltenen Krankheit leidet. Versprochen?“
Ally rang sich ein Lächeln ab. „Versprochen.“
Im nächsten Moment schob der nette Mann sich auf den Barhocker neben ihr.
„Hallo, Ladies. Wie geht’s denn so?“
Kat drückte Ally die Hand und zauberte ein strahlendes Lächeln auf die Lippen. „Ganz wunderbar – zumal Sie uns jetzt Gesellschaft leisten.“
„Wieso sitzen zwei so hübsche Damen allein in der Bar?“
So ein plumper Spruch! Der Typ sah aus, als hätte er davon noch mehr auf Lager. Entnervt stellte Ally sich schon mal darauf ein und ignorierte sorgsam seine Polypen, die Ursache für sein Näseln waren.
Geschlagene fünf Minuten ging alles gut. Der Mann gab ihr und Kat noch einen Daiquiri aus. Dann jedoch stellte er die fatale Frage: „Und was machst du beruflich, Ally?“
Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen. „Ich bin Hirnchirurgin.“ Sie spürte, wie Kat neben ihr die Luft anhielt, als der Typ herzlich lachte. „Das ist kein Witz“, erklärte sie schließlich. „Ich arbeite wirklich als Hirnchirurgin.“
Zumindest hatte sie das bis vor Kurzem getan.
„Oder als Neurochirurgin, falls dir die Bezeichnung besser gefällt“, fügte sie hinzu und fing an, sich über seinen ungläubigen Gesichtsausdruck zu ärgern.
Schließlich verging Mr Freundlich das Lachen, und aus dem Augenwinkel sah sie, dass Kat die Schultern hängen ließ.
„Ach, wirklich?“ Plötzlich schien er es sehr eilig zu haben. Nach einem flüchtigen Blick auf seine Armbanduhr, stürzte er den Drink hinunter und erhob sich. „War nett, euch kennenzulernen, Mädels. Leider muss ich jetzt los.“
Was hat er denn plötzlich? überlegte Ally. Er tut ja gerade so, als würde ich an einer hoch ansteckenden Krankheit leiden. Ratlos wandte sie sich Kat zu. „So etwas! Dabei habe ich nicht einmal seine Polypen erwähnt.“
Kat zog nur zynisch eine Augenbraue hoch. „Neurochirurgin?“
„Das ist nun mal mein Beruf. Warum glaubt mir das niemand?“
Ihre Freundin seufzte ergeben. „Weil es ein Klischee ist,...




