Andrews | Zurück auf Liebe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5, 512 Seiten

Reihe: Die Sommerbuchreihe

Andrews Zurück auf Liebe

Roman
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-10-403231-3
Verlag: S. Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 5, 512 Seiten

Reihe: Die Sommerbuchreihe

ISBN: 978-3-10-403231-3
Verlag: S. Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Liebe und andere Nervenzusammenbrüche - eine Andrews zum Spaßhaben, zum Weinen und zum Verlieben. Keeley Rae Murdock, eine seriöse 34-jährige Innenarchitektin, will morgen ihren Verlobten heiraten. Doch der vernascht beim Probedurchlauf im Country Club kurzerhand die Trauzeugin. Und das gleich im Saal neben dem Trauzimmer! Keeley verliert die Fassung. Sie bekommt den Tobsuchtsanfall ihres Lebens: Sie verpasst der Trauzeugin einen saftigen Fausthieb ins Gesicht, wirft Gläser an die Wand, ritzt in das Auto ihres Verlobten das Wort Arschloch und wirft dem Pfarrer das Beweismaterial mitten ins Gesicht - einen roten Stringtanga. Danach ist nichts mehr, wie es war. Die ganze Stadt hält sie für eine hysterische Zicke, und die Familie des Verflossenen übt sogar finanziellen Druck aus. Aber Keeley will es jetzt allen zeigen: Sie nimmt den Designauftrag eines ausgeflippten Typen an, der gerade neu in die Stadt gekommen ist ...

Mary Kay Andrews wuchs in Florida, USA, auf und lebt mit ihrer Familie in Atlanta. Im Sommer zieht es sie zu ihrem liebevoll restaurierten Ferienhaus auf Tybee Island, einer wunderschönen Insel vor der Küste Georgias. Seit ihrem Bestseller ?Die Sommerfrauen? gilt sie als Garantin für die perfekte Urlaubslektüre.
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1


Wäre die trunksüchtige Mookie, eine Cousine meines Verlobten, nicht anwesend gewesen, wäre Daddy noch angesehenes Mitglied des , da bin ich mir ziemlich sicher. Aber Mookie verträgt nichts Hochprozentiges. Sie kann ohne mit der Wimper zu zucken Tag und Nacht Bier und Wein trinken, aber sobald man ihr einen Mai Tai oder, Gott bewahre, eine Margarita vorsetzt, fordert man eine Katastrophe förmlich heraus.

Es war mein Probedinner, Gastgeber waren die Jernigans, ich war die zukünftige Braut. Darum lag es, glaube ich, auch nicht in meiner Verantwortung, eine Erwachsene und Mutter von zwei Kindern von der Margaritamaschine fernzuhalten, auch wenn sie zu den Brautjungfern gehörte. Nichtsdestotrotz war ich diejenige, die, als Mookie auf der Tanzfläche die Kontrolle verlor, mit einer Erdbeermargarita bespritzt wurde. Und das quer über mein blaues Kleid aus Rohseide von Tahari.

»Herrgott nochmal«, zischte GiGi, meine zukünftige Schwiegermutter. Sie war natürlich geschickt zur Seite gesprungen, so dass ihr mit Perlen besetztes Kleid fleckenfrei blieb. »Ich hatte dir doch gesagt, dass du sie nicht zur Hochzeit einladen sollst. Du weißt ja, wie sie ist.«

»Keeley«, jaulte Mookie und stürzte sich mit ihrem halbleeren Glas auf mich. »Es tut mir soooo leid. Komm, ich helfe dir beim Saubermachen.«

Dann verschlapperte sie den restlichen Drink auf meinen Rücken.

»Ist schon in Ordnung«, sagte ich und biss die Zähne zusammen. »Es ist nur ein kleiner Fleck.«

Mookies Mutter, die ein derartiges Verhalten gewöhnt war, packte sie am Arm und zog sie zur Tür, so dass sie keine weitere Szene machen konnte, während alle Frauen sich um mich scharten, mich abtupften und so viel Wirbel machten, dass ich am liebsten geschrien hätte. Ehrlich gesagt wollte ich schon seit ein paar Wochen nur noch schreien.

Genug! Genug Partys. Genug Geschenke. Genug Mittagsrunden und Tees, genug kitschige Junggesellinnenabschiede, genug Ohs und Ahs der Familie und Freunde über das perfekte Paar.

Auch AJ hatte genug. »Können wir nicht einfach irgendwo hinfahren und uns für ein paar Wochen das Hirn rausvögeln, dann zurückkehren und wieder normal sein?«, fragte er mich schließlich eines Abends vor dem Probedinner.

Es war eine anstrengende Woche gewesen. Ich hatte bereits einen Empfang im Haus meines Daddys hinter mir – zu dem alle aus dem Landkreis gekommen waren und sich die Hochzeitsgeschenke angesehen hatten –, sowie das Mittagessen der Brautjungfern, bei dem GiGi angedeutet hatte, wie schrecklich sie es fände, dass meine Mom nicht zur Hochzeit eingeladen worden sei. Als wüsste ich, wo meine Mom die letzten 20 Jahre verbracht hatte.

Und das waren nur die kleineren Veranstaltungen. An besagtem Abend hatten AJ und ich uns durch eine Grillparty für Braut und Bräutigam gequält, die einer seiner ehemaligen Kumpel von der Studentenvereinigung geschmissen hatte.

Als er mir die Frage stellte, trug AJ gerade eine Grillschürze mit der Aufschrift und die gefütterten Topfhandschuhe, die seine Tante Norma ihm zum Junggesellenabschied geschenkt hatte. Genaugenommen war AJ unter der Schürze nackt. Und er trug einen Topfhandschuh auch nicht an der Stelle, für die seine Tante Norma ihn vorgesehen hatte.

Ich drängte AJ mit der Grillzange in eine Ecke, dann kam eins zum anderen, und bald kugelten wir auf dem Boden seines Apartments herum. Ich verlor meine Kochmütze und meine anderen Kleidungsstücke, alles Weitere können Sie sich denken.

»Hii-ckss! Hii-ckss.« Sein ganzer Körper schüttelte sich. Ich schob ihn weg, obwohl es mich nicht wirklich überraschte. Manchmal wird AJ so, wenn ihn, äh, die Leidenschaft packt.

»Atme, Baby, atme«, wies ich ihn an und rutschte unter ihm weg.

»Nein«, stieß er unter Schluckauf hervor. »Keeley, mach weiter.« Er versuchte mich wieder zu sich herunterzuziehen. »Komm schon. Es geht mir gut.«

»Hii-ckss! Hii-ckss! Hii-ckss.« Sein Körper zuckte bei jedem Schluckauf heftig.

Ich hatte Angst, er würde sich selbst verletzen. Verdammt, ich hatte Angst, er würde mich verletzen. Ganz abgesehen davon, dass ich unkontrollierten Schluckauf nicht gerade anturnend finde. Nicht einmal dann, wenn der Hickser die Liebe meines Lebens ist.

Ich rappelte mich auf, lief zum Waschbecken und füllte einen Becher mit Wasser. »Hier, AJ«, sagte ich und half ihm auf die Beine. »Es wird besser, wenn du aufstehst. Komm schon, Liebling, trink etwas Wasser, Keeley zuliebe.«

»Ich (hii) brauche kein verdammtes (ckss) Wasser«, stotterte AJ. Trotzdem trank er einen Schluck.

»Noch einen«, drängte ich ihn und rieb ihm seinen nackten Rücken. Er packte meine freie Hand und strich sie sich über den Bauch. Der Mann gab nie auf.

»Nicht jetzt«, sagte ich, kicherte und entzog mich ihm. Doch er zog mich wieder an sich. Ich hielt ihm den Becher hin. »Erst, wenn du das ganze Wasser ausgetrunken hast.«

Er blickte finster drein, schlürfte es dann aber doch.

»Langsamer«, sagte ich. »Du weißt doch, dass es nur so hilft.«  

»Ich weiß selbst, was hilft«, sagte er und hatte wieder diesen gewissen Blick in den Augen. »Komm her und …«

Doch ich hatte bereits meine Klamotten genommen und rannte damit ins Schlafzimmer, um mich anzuziehen.

»Hey!«, rief er hinter mir her. »So war das nicht abgemacht.«

Ich drückte auf den Knopf am Türknauf. »Ich weiß«, rief ich durch die verschlossene Tür. »Ich habe dich reingelegt.«

Als er endlich den Schlüssel zum Schlafzimmer gefunden hatte, zog ich bereits den Reißverschluss meines Rockes zu.

»Mann, Keeley«, sagte er und machte seinen bezaubernden Schmollmund. »Ich hätte es heute Abend so gerne noch einmal getan.«

Ich versuchte seinen Schmollmund wegzuküssen, doch er wollte nichts davon wissen.

»AJ«, sagte ich und schob seine Hände von dem Rockknopf weg, den er zu öffnen versuchte. »Also wirklich. Bis zur Hochzeit sind es nur noch ein paar Tage. Ich habe morgen früh ein Meeting und noch unzählige Dinge zu erledigen. Ich kann nicht einfach hierbleiben und die ganze Nacht mit dir herumalbern.«

»Komm schon, Baby«, flüsterte er, zog den Reißverschluss an meinem Rock herunter und schob ihn über meine Hüfte hinauf. »Wenn wir erst einmal verheiratet sind, wird es nicht mehr so viel Spaß machen. Dann ist es offiziell.«

Ich schob ihn verletzt von mir.

»Willst du damit sagen, dass der Sex mit mir dann langweilig ist? Nur weil wir verheiratet sein werden? Na dann vielen Dank.«

»Du weißt doch, wie ich das meine«, sagte AJ und fasste wieder nach mir.

Ich wandte mich von ihm ab und nahm meine Schuhe und Tasche. Mein Wagen stand draußen. Ich eilte zur Eingangstür.

AJ band sich die Schürze um die Taille und folgte mir hinaus zum Wagen. Sein süßer weißer Po glänzte in der Juninacht. »Damit will ich doch nicht sagen, dass wir keinen Spaß mehr haben werden«, sagte er und sah sich im Garten um, ob uns irgendwer beobachtete.

AJs Wohnung lag in der Remise hinter The Oaks, der Vorkriegsvilla seiner Eltern. Ich sah hinauf zum beleuchteten Fenster im zweiten Stock, das zum Schlafzimmer seiner Eltern gehörte.

»Ich habe nur gemeint, dass es dann nicht mehr verboten ist«, sagte AJ. Er blickte auch hinauf zum Schlafzimmerfenster seiner Mutter und drückte mich dann gegen meine Autotür. Er ließ die Schürze auf den Boden fallen und stand splitterfasernackt vor mir. »Komm schon, gib’s doch zu, dich turnt es auch an, dass wir entdeckt werden könnten.«

Es war ganz offensichtlich, dass er bereits wieder erregt war.

»Nein«, sagte ich entschieden. »Du magst vielleicht einen Hang zum Exhibitionisten haben, ich aber nicht. Jetzt sei ein braver Junge und sag gute Nacht.«

Er drückte sich an mich. »Ich werde ein braver Junge sein. Ein sehr braver Junge. In deinem Auto«, flüsterte er und küsste meinen Hals. »Wir haben es schon seit ewigen Zeiten nicht mehr in deinem Auto getan.«

»Nein.«

»Dann in meinem Auto?«

Er besaß einen BMW Z3 Roadster. Als wir es das letzte Mal in seinem Auto getan hatten, brauchte ich danach einen Chiropraktiker, um meine Wirbelsäule wieder ins Lot zu bringen.

Dann setzte er ein teuflisches Grinsen auf. »Ich weiß, Moms Auto. Der Rücksitz des Escalade ist wie für die Liebe geschaffen.«

Das reichte mir. Ich meine, das ist doch pervers, abartig.

Ich schubste ihn sanft von mir, er stolperte und fiel rückwärts mit seinem Hinterteil auf den mit Muschelsand bedeckten Boden der Einfahrt.

»Aua«, jaulte er auf.

»Gute Nacht, Liebling«, sagte ich. Ich stieg in den Wagen, schloss die Tür und fuhr in die pechschwarze Nacht Georgias hinaus.

Seitdem war eine Woche vergangen und die längste verdammte Party in der Geschichte von Madison war gerade mal einen Tag her. Am nächsten Morgen sollte die Hochzeit stattfinden. Noch einen Tag, und ich war Mrs Andrew Jackson Jernigan. Keeley Murdock Jernigan.

»Noch einen Tag«, murmelte ich zu mir selbst und schlängelte mich durch die Frauenhorde.

»Hier«, sagte meine Tante Gloria und kam resolut mit einer Flasche Soda auf mich zu. »Geh auf die Damentoilette, zieh das Kleid aus und befeuchte es mit dem Soda. Sonst kriegst du den Erdbeerfleck nie wieder aus der Seide raus.«

»Danke«, erwiderte ich und warf ihr einen dankbaren...


Andrews, Mary Kay
Mary Kay Andrews wuchs in Florida, USA, auf und lebt mit ihrer Familie in Atlanta. Im Sommer zieht es sie zu ihrem liebevoll restaurierten Ferienhaus auf Tybee Island, einer wunderschönen Insel vor der Küste Georgias. Seit ihrem Bestseller ›Die Sommerfrauen‹ gilt sie als Garantin für die perfekte Urlaubslektüre.

Mary Kay AndrewsMary Kay Andrews wuchs in Florida, USA, auf und lebt mit ihrer Familie in Atlanta. Im Sommer zieht es sie zu ihrem liebevoll restaurierten Ferienhaus auf Tybee Island, einer wunderschönen Insel vor der Küste Georgias. Seit ihrem Bestseller ›Die Sommerfrauen‹ gilt sie als Garantin für die perfekte Urlaubslektüre.

Mary Kay Andrews wuchs in Florida, USA, auf und lebt mit ihrer Familie in Atlanta. Im Sommer zieht es sie zu ihrem liebevoll restaurierten Ferienhaus auf Tybee Island, einer wunderschönen Insel vor der Küste Georgias. Seit ihrem Bestseller »Die Sommerfrauen« gilt sie als Garantin für die perfekte Urlaubslektüre.



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