Angel | Lost Angel's feuchte Erzählungen IV | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 123 Seiten

Angel Lost Angel's feuchte Erzählungen IV


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7487-6089-4
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 123 Seiten

ISBN: 978-3-7487-6089-4
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Band IV entspricht über 120 Seiten eines gedruckten Buches und erzählt verträumte Geschichten von einem ganz besonderen Heimweg, einem Novembertag, unerwartetem nächtlichen Sommerregen auf einem Balkon, einer bereits vorzeitig eingeweihten Baustelle, sich dank unerwarteten Urlaubs, eines feststeckenden Fahrstuhls, einer unwilligen Bedienung und eines trödelnden Busses realisierender Träume sowie einer ganz besonders feuchten Hochzeit. Doch auch so triviale Dinge wie ein Computerabsturz entwickeln ihren Reiz und wer Geburtstag hat und sich deshalb selbst etwas Schönes gönnt, könnte eine interessante Überraschung erleben... Dabei finden sich bereits aus früheren Büchern bekannte Charaktere und Schreiber wieder, doch frei nach dem Motto von 'Cami': 'Stets dezent und mit Anstand, das sei die Devise'. Und auch diesmal erzählt jemand, wie er zum Liebhaber dieser besonders zärtlichen Spielart der Erotik wurde. Lost Angel's feuchte Erzählungen berichten in hochwertiger, nie primitiver Sprache von den vielen Spielarten, das eigene Wasser und das eines Partners erotisch zu genießen. Ein Lesebuch für alle, die genießen wollen, doch von anderer Literatur zu diesem Thema abgeschreckt werden.

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Eine traumhafte Woche Sandra und Jan wohnen nun schon gut fünf Jahre in ihrem schmucken Heim. Sie hatten sich damals als ersten Grundstock zwar schön eingerichtet, aber immer mit der Hoffnung, so im Laufe der Jahre etwas Geld zurückzulegen und ihre vier Wände dann wirklich endgültig nach ihren Vorstellungen und Wünschen zu gestallten. Vor ein paar Wochen war es nun endlich soweit und sie hatten sich in einem großen Möbelhaus die Einrichtung ihrer Träume ausgesucht. Neue Polster, neue Teppiche und auch neue Betten, da die alten doch unter so mancher Schlacht des jung-verliebt-seins gelitten hatten. Die Anlieferung der Neuen und die Verbringung der alten Sachen war für Freitag geplant. Es war Montag, als sich Jan von Sandra verabschiedete, da er gerade in dieser Woche einen von seinem Chef lange geplanten Auftrag oben im Norden erledigen sollte. Sandra brachte ihn zu seinem Wagen, er meinte beim Abschied noch, daß er wohl erst am Samstag zurückzukommen könne. Sandra sah ihm noch lange nach, selbst noch dann, als er schon ihrem Blick entschwunden war. Doch ihre Gedanken drifteten jetzt zu etwas anderem zu etwas, was schon seit vielen Wochen ein eigenartiges Gefühl der Sehnsucht in ihr wach rief, ja welches sie, obwohl sie Jan über alles liebte und sich in seinen Armen fallen lassen konnte bis auf den Grund, herbei sehnte, ja daß sie diesen Augenblick des nunmehrigen Alleinseins fast wie in einem Countdown herabzählte. Sie horchte in ihren Körper hinein und spürte dort tief unten ein wunderbares Drängen ihrer vollen Blase, welches sie aber nicht auf die eigentlich übliche Art lösen wollte, nein in ihr schlummerte seit Jahren ein geheimer Wunsch, der nun in Erfüllung gehen konnte, auch weil das Schicksal die Hand über dieser Woche hielt und Jan gerade in diesen Tagen von ihrer Seite führte weil er sicher alles verstand, aber dies, was sie hier wünschte, ganz bestimmt nicht. Sie ging wieder nach oben, stellte sich den Rest ihres Kaffees auf den Tisch, schaltete das Radio ein, aus welchem sie die angenehme Stimme von Holger Wemhoff vernahm. Sie ging zu ihrem Bücherregal, zog sich ein kleines Bändchen von Rilke heraus und setzte sich auf ihre Polsterliege, um noch etwas zu lesen. Ihre Finger ließen die Seiten durchgleiten, ihre Augen suchten ab und an einen Halt zu finden. Eine Seite blieb hängen, weil sie wohl oft aufgeschlagen war, ihre Augen reihten die Buchstaben zusammen, doch es war eigentlich mehr ihr Herz und ihr Gefühl, welches getrieben von der erwachenden Sehnsucht, welche hier banale Worte zu Bildern fügte: „Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge und keine Heimat haben in der Zeit. Und das sind Wünsche: leise Dialoge täglicher Stunden mit der Ewigkeit“. Sie weiß, daß sie diese Zeilen schon oft gelesen hatte, spürt aber, daß sie ihr vielleicht noch nie so nah und vertraut waren wie in diesen sehnsuchtsvollen Augenblicken und doch ist es ihr fast etwas unheimlich, daß ihr gerade diese Seite fast in den Schoß fällt. Ihr Blick kehrt zu den Zeilen zurück: „Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern die einsamste von allen Stunden steigt, die anders lächelnd als die anderen Schwestern, dem Ewigen entgegen schweigt“. Sie ist jetzt fast erschrocken, diese wenigen Worte geben genau der Sehnsucht des Augenblicks Ausdruck, ihrer Sehnsucht, der heute sie und in den kommenden Tagen eine Heimat geben möchte, weil niemand diese Erfüllung erfahren würde, weil nach diesen Tagen eventuelle Relikte ihrer Sehnsucht auch eben jenem Ewigen entgegen schweigen würde. Sie schließt ihre Augen, sie spürt ihr drängendes Verlangen dort unten, dieses Drängen hier in ihre Hose fließen zu lassen, sich zu entladen und hier an dieser Stelle unter sich versiegen zu lassen. Wemhoffs Worte sind längst einer Musik gewichen, welche nur noch durch sie hindurch gleitet, Rilkes Worte haben ihren melancholischen Mantel um sie gelegt, welcher das Sein leichter macht. Sie läßt ihre Gedanken treiben, doch sie ziehen dort hinab, suchen sehnsüchtig nach Erfüllung, um an dieser Quelle der Lust sich zu laben. Sie spürt, wie ein Tropfen dieser goldenen Sehnsucht sie verläßt, wie er sich in ihren Slip schmiegt, wie sich dieser erste Tropfen anfühlt wie das lang ersehnte Naß, nach welchem eine ausgedörrte Landschaft verlangt, um nach Jahren der Dürre endlich zum Leben zurückzukehren, um von diesem Lebenselixier, wenn es sein muß, wieder Jahre zu zehren. Sie spürt, wie dieser eine Tropfen die Gefolgschaft nach sich zieht, wie es ein langsames leises Fließen wird, wie es anwächst zu einem nicht mehr zu stoppenden tosendem Strom, der ihre Gefühle mitreißt, wie sich diese Flut den Raum nimmt, welchen sie braucht, wie sie liebkosend ihre Haut streichelt, wie sie prickelnd sich in den Stoff saugt, wie sie jeden Quadratzentimeter ins Uferlose anwachsen läßt. Sie spürt, daß unter ihr sich eine Wärme ausbreitet, welche sie fühlend in ihre Arme nimmt, in ihre Arme schließt, selbst als das große Fließen sein Ende findet. Sie läßt sich fallen in diese fiktiven Arme, sieht wie aus den Armen Hände erwachsen, aus welchen Bilder aufsteigen, Bilder einer tiefen schönen Landschaft, sie spürt das ein großer, gigantisch großer Vogel sich nähert, unter ihr hindurch gleitet, sie auf seinen Rücken nimmt und mit ihr empor steigt. Sie sieht die Landschaft unter sich hin weggleiten, sie spürt dieses gigantische Gefühl des feuchten Stoffes, der sich an ihren Hintern schmiegt, sie ihr Gesäß um so fester in das Gefieder dieses Vogels gräbt, ihre Hände gleiten selbst dort hinab, berühren den Stoff an jener Stelle, nehmen ihn zwischen die Finger, sie erspürt dies, als sei es für Sekunden der Eingang zur Himmelspforte, aber sie spürt auch, daß ihr in diesem Augenblick etwas fehlt. Es sind die wahrhaftigen Hände, welche sie sonst in die Arme schließen, es sind die Hände, welche sonst ihren Körper liebkosen und verwöhnen, es sind die Hände, die fehlen, welche sie sonst halten wenn sie sich fallen läßt, es ist seine, Jans Nähe, die ihr nun die fehlt. In dieses wunderbare Gefühl mischt sich ein Geräusch, welches an dieser Stelle so fremd erscheint, es ist das Geräusch von Metall auf Metall, welches sie aus ihren Träumen reißt. Sandras Traumvogel zieht einen Kreis, stürzt hinab in diese Landschaft, wirft sie ab, in die Kälte des Tageslichts. Sie hört wieder Wemhoffs Stimme, die gerade eine Musik ansagt, durch diese Stimme dringen Schritte, sie schrickt zusammen, als sich die Tür langsam öffnet und sich das Gesicht von Jan herein schiebt. Es ist für Sandra, als ob die Erde stehen bleibt, die Achse, um welche sich diese dreht, sich verbiegt, sich um ihren Hals legt und ihr Atem und Worte nimmt. Jan kommt lachend auf sie zu, sagt „Na das laß ich mir gefallen, Rilke lesen, Musik hören und darüber den Kaffee kalt werden lassen, während ich dort hoch in den Norden düsen soll, aber zum Glück rief mich der Chef an, noch bevor ich auf der Autobahn war, und sagte mir, daß die Fischköpfe dort oben ‘ne riesen Havarie gebaut haben und wir den Auftrag auf nächste Woche verschieben müssen und ich endlich meine Stunden abfeiern solle.“ Sandra sitzt auf ihrem Platz, wünscht sich die Hände, die sie noch vor Sekunden berühren sollten, jetzt ans Ende der Welt, wünscht sich, daß dies alles nicht sei. Sie möchte weinen, doch versucht sie dies hinter einem Lächeln zu verbergen. Jan nimmt sie nun in seine Arme und zieht sie sanft zu sich herauf und sagt „Du schaust, als ob Du gerade vom Himmel gefallen bist“ und Sandra kann nur noch denken „Wie recht Du hast, und gleich werde ich in der Hölle landen“. Sein Blick fällt auf einen Fleck, der etwas dunkler erscheint dort auf dem Polster, mit dem er aber nichts anzufangen weiß, doch nur, weil er ihn nicht einmal wagt, ihn zu deuten. Seine Hände umfaßten ihren Körper, welches sie passiv, ja fast resignierend geschehen läßt. Sie fürchtet, daß wenn er merkt, daß sie sich in die Hose gepinkelt hat, er sie verlacht und wenn er gar merken sollte, daß sie dies bewußt tat, er sie gar von sich stoßen würde. Doch seine Hände, welche von diesen Gedanken nichts wissen, gleiten an ihrem Körper herab, streichen zärtlich ihre Hüften, gleiten zu ihrem Po, wo sie den Stoff ihres Slips erreichten, dann weiter hinabgleiten, um plötzlich eine Wärme und Feuchtigkeit zu spüren, welche nicht von dieser Welt zu sein scheint, aber es wohl doch ist, weil sie eine Erklärung für jenen dunklen Fleck auf dem alten Poster wäre. Er spürte plötzlich, daß dies ihn immer mehr zu ihr hinzieht, er sie fester in seine Arme nimmt, er sein Gesicht an ihrem Körper hinab gleiten läßt, sein Gesicht für Sekunden zwischen ihren Brüsten ruhen läßt, er weiter hinab gleitet, sein Gesicht ihren Schritt erreicht, er sein Gesicht dort vergräbt, tiefer, unendlich tiefer als jemals zuvor, er atmet ihren Körper, er nimmt diesen auf mit all seinen Sinnen, merkt wie ihm beginnen, eben diese Sinne zu schwinden und doch andere gleichzeitig aus ihm aufsteigen, welche ihn hinabziehen, er Sandra mit sich hinab nimmt, sie umschlingt, wünscht, daß ihrer beider Haut verschmelze, daß ihre Körper, ihre Seelen alle Grenzen auflösen. Sie werden zwei Körper, die sich umeinander winden, um sich ineinander wieder zu finden, um ein Erdbeben...



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