Angel | Lost Angel's feuchte Erzählungen VI | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 122 Seiten

Angel Lost Angel's feuchte Erzählungen VI


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7487-6091-7
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 122 Seiten

ISBN: 978-3-7487-6091-7
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Band VI der 'feuchten Erzählungen' entspricht wieder über 120 Seiten eines gedruckten Buches und erzählt verträumte Geschichten, unter anderem von einem am Ende doch sehr entspannenden Heimweg, einem heißen Abend mit feuchtem Ende im Fasching, Jugenderinnerungen, einem klassischen Konzert, interessanten Telefonaten und Kleiderkäufen, einem Discobesuch mit Druck und auch einem Soldaten in nicht nur moralischen Nöten. Dabei finden sich bereits aus früheren Büchern bekannte Charaktere und Schreiber wieder, doch frei nach dem Motto von 'Cami': 'Stets dezent und mit Anstand, das sei die Devise'. Und auch diesmal erzählt jemand, wie er zum Liebhaber dieser besonders zärtlichen Spielart der Erotik wurde.

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Hauteng I
  Anmerkung des Autors: Dies ist die Wiedergabe einer Begebenheit, die mir von Thomas – der männlichen Hauptperson – erzählt wurde. Danke, Thomas!   Das Lächeln Es war auf einer dieser Single-Parties, wo man hingeht, um jemanden für eine Nacht oder für ein ganzes Leben zu finden. Ich wußte nicht genau, aus welchem Grund ich dort war. Vielleicht nur aus Langeweile oder Neugierde. Bestimmte Erwartungen hatte ich nicht, aber was auch geschähe, ich wollte es einfach auf mich zukommen lassen. Im Grunde genommen fühlte ich mich hier nicht besonders wohl. Es war zwar eine Menge hübscher Frauen anwesend, die größtenteils recht sexy gekleidet waren, aber irgendwie wurde ich mit dem Ambiente nicht richtig warm. Die Musik gefiel mir nicht sonderlich, und ich war auch nicht gerade der geborene Tanzbär. Ich kann gar nicht genau definieren, was mich an der Umgebung störte; vielleicht war ich auch einfach nur in der falschen Stimmung. Meine Gedanken kehrten zu meiner letzten Beziehung zurück, die vor nicht allzu langer Zeit in die Brüche gegangen war. Nach einer Weile bereute ich es, nicht besser in eine Kneipe gegangen zu sein, denn dort hätte ich genausogut Trübsal blasen können, und die Getränke wären billiger gewesen. Ich wollte bereits wieder heimgehen, da sah ich sie. Eine junge Frau mit einem Lächeln, das mich sofort in seinen Bann zog. Dieses Lächeln wirkte etwas schüchtern und zurückhaltend, zugleich aber offenherzig und freundlich. Ich war wie hypnotisiert und glaubte, daß ich mit Haut und Haar verloren wäre, wenn ich diese Frau noch ein paar Sekunden länger ansah. Aber ich konnte meinen Blick nicht abwenden. Schlagartig hatte sich meine Stimmung geändert, und mein Entschluß, heimzugehen, war völlig vergessen. Sie stand etwa zehn Meter von mir entfernt an einem Stehtisch und trank von etwas, das wohl ein Longdrink war. Erst nach und nach drangen die weiteren Details in mein Bewußtsein. Sie trug eine Art Caprihose, die bis über die Knie ging, hauteng und schneeweiß, und ein ebenso weißes, ärmelloses kurzes Hemdchen mit dünnen Trägern, das ihren Bauchnabel freiließ. Darunter hatte sie offenbar einen BH an. Ich konnte ihn aus meiner Entfernung zwar nicht durch das Hemdchen sehen, aber ich erkannte die Träger des BHs auf ihren Schultern. An den Füßen trug sie unscheinbare, helle Sandalen. Und noch etwas wurde mir bewußt, das ich bisher nur unterschwellig wahrgenommen hatte: Die Frau schien nervös zu sein. Sie stand immer nur ein paar Sekunden still, dann verlagerte sie ihr Gewicht, überkreuzte ihre Beine oder änderte ihre Position auf andere Weise. Ich fragte mich, ob sie vielleicht ein Date hatte und deswegen so nervös war. Ich hoffte, daß es nicht so war, denn ich hatte beschlossen, mein Glück bei ihr zu versuchen. Wenn sie bereits ein Date mit einem anderen hätte, wären meine Chancen wohl nicht mehr allzu gut gewesen. Aber vielleicht taten ihr ja auch nur die Füße weh, sodaß sie nicht mehr stehen konnte? Andererseits hätte sie dann einen der Sitzplätze am Rand des Saals aufsuchen können. Oder sie mußte mal dringend auf die Toilette. Aber warum ging sie dann nicht einfach? Außerdem war ihr Gesichtsausdruck nicht etwa verkniffen oder besorgt, sondern wurde immer noch von diesem unerschütterlichen Lächeln beherrscht. Dennoch ließ mich der Gedanke nicht mehr los, daß diese Frau zunehmend unter einer vollen Blase litt. Ich konnte es mir nicht erklären. Es überraschte mich, daß es sogar eine gewisse Faszination auf mich ausübte. Ich hatte den Wunsch, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Leider gab es da noch eine kleine Schwierigkeit. Auf der anderen Seite des kleinen Tisches stand eine andere junge Frau. Ich hatte sie vorher schon gesehen, aber völlig ignoriert, da ich nur Augen für das personifizierte Lächeln gehabt hatte. Die beiden wechselten ab und zu ein paar Worte, wobei das Lächeln häufig in ein Lachen überging, aber ein richtiges Gespräch schien nicht zustandezukommen. Ich war zu weit entfernt und die Musik zu laut, als daß ich sie verstehen konnte. Offenbar waren die beiden zusammen auf die Party gekommen. Während ich noch meinen Überlegungen nachhing, machte sich die zweite Frau auf den Weg zur Tanzfläche. Sie gab dem Lächeln einen Wink, aber dieses schüttelte nur den Kopf, erwiderte etwas und blieb am Tisch stehen. Die zweite zuckte mit den Schultern, winkte nochmal zum Abschied und verschwand in der tanzenden Menge. Ich zögerte nicht länger und machte mich auf dem Weg. Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, wie ich sie ansprach, aber sie hatte nichts dagegen, daß ich zu ihr an den Tisch kam. Ihr Name war Marion. »Bevor Du fragst, sage ich Dir lieber gleich, daß ich nicht tanze. Ich habe dafür nicht die richtigen Schuhe an, und außerdem stehe ich da sowieso nicht so drauf.« Das war mir durchaus recht, denn Tanzen war auch nicht unbedingt meine Stärke. Bevor ich etwas erwidern konnte, fuhr sie fort: »Eigentlich bin ich auch nur hier, weil eine Bekannte mich hierher mitgeschleppt hat. Auf solchen Single-Parties fühle ich mich irgendwie fehl am Platz.« Das wurde ja immer besser! Ihr ging es genauso wie mir. »Aber Single bist du schon, oder?« erkundigte ich mich besorgt, und in der gleichen Sekunde wurde mir klar, wie plump meine Frage wirken mußte. Marion ließ sich nichts anmerken. »Ja, bin ich«, antwortete sie schlicht, und ihr Gesicht strahlte noch eine Spur mehr. Ich holte uns etwas zu trinken. Marion protestierte zunächst und meinte, sie wolle nichts mehr trinken, ließ sich dann aber doch überreden. Wir unterhielten uns über alles Mögliche, während wir langsam unsere Gläser leerten. Wir sprachen über uns selbst, über unsere Vorlieben und Hobbies, Marion erzählte von ihrer Ausbildungsstelle in der Stadtverwaltung, ich erzählte von meinem Studium. Nach einer halben Stunde wußten wir soviel voneinander, als würden wir uns schon eine Ewigkeit kennen. Eine spürbare Vertrautheit schien sich zwischen uns einzustellen, und ich hatte den Eindruck, daß Marion auch eine gewisse Zuneigung zu mir empfand. Ich versuchte, zum Ausdruck zu bringen, daß es mir genauso ging, ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Sehr geschickt stellte ich mich dabei wohl nicht an, denn sie lachte hell auf und meinte: »Ist schon gut. Ich würde den Rest des Abends auch gerne mit Dir verbringen.« Ich war sprachlos. Aber ich mußte auch nichts mehr sagen. Wir sahen einander in die Augen, und wir wußten es beide. Während der ganzen Zeit hatte Marions Unruhe zugenommen, und sie hatte immer seltener zum Glas gegriffen. Es war noch halb voll, als meines bereits leer war. »Magst Du den Drink nicht?« fragte ich. »Doch«, meinte sie zögernd, »aber…ich habe schon eine ziemlich volle Blase.« Aha, also doch. Marion bemerkte meinen verwunderten Blick und fügte hinzu: »Weißt Du, ich gehe nicht gerne auf Toiletten, wo so viele Menschen hingehen. Die sind meistens ziemlich unsauber. Da versuche ich lieber, es so lange aufzuhalten, bis ich wieder daheim bin. Und wenn ich das schaffen will, sollte ich jetzt besser nicht mehr allzuviel trinken.« Meine Faszination ging in leichte Erregung über. In meiner Fantasie stellte ich mir Dinge vor, an die ich vorher noch nie gedacht hatte. Ich errötete und überlegte, warum mich dies alles so erregte, fand aber keine einleuchtende Erklärung. Daher akzeptierte ich es einfach so, wie es war. Ich beschloß, festzustellen, was an diesen Fantasien dran war. Wie weit konnte ich es treiben? Mir war klar, daß ich das Risiko einging, Marion wieder zu verlieren, aber ich wollte diese neuentdeckte Lust erkunden. Ich mußte es einfach tun und meine Neugierde stillen. Marion interpretierte meine Röte wohl falsch, denn sie meinte: »Entschuldige, wenn es Dir peinlich ist, über dieses Thema zu sprechen…« Ich wehrte ab: »Aber nein, das ist mir nicht peinlich. Im Gegenteil. Ich finde es irgendwie angenehm und faszinierend, wenn Du über so etwas Intimes sprichst.« Jetzt errötete Marion ebenfalls. Ihre lachenden Augen senkten sich kurz, dann suchte ihr Blick wieder den meinen. »Wenn das so ist… Wenn Du magst, kann ich Dir von einem Erlebnis erzählen, das ich neulich hatte«, bot sie an.   Marions Bericht »Erzähl«, forderte ich sie auf, »aber vorher trink bitte das Glas aus.« Verwundert schaute sie mich an, doch dann gewann das Lachen wieder die Oberhand. »Du Schelm!« sagte sie augenzwinkernd und griff zum Glas. »Naja, was soll’s, notfalls muß ich halt doch hier zur Toilette gehen.« Sie leerte das Glas. »Also, ich war zur Geburtstagsfeier einer Bekannten eingeladen. Es war ein runder Geburtstag, und es kamen eine Menge Leute, von denen ich die meisten nicht kannte. Die Feier fand in einem Lokal statt, in dem ein Raum für uns reserviert war. Natürlich versuchte ich wieder, nicht allzuviel zu trinken, aber als der Druck zu groß wurde, verabschiedete ich mich. Es war ohnehin schon recht spät, und es waren auch bereits ein paar andere vor mir aufgebrochen.« »Konntest Du abschätzen, wie lange Du es etwa noch aushalten würdest?« fragte ich dazwischen. »Leider nicht...



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