E-Book, Deutsch, 62 Seiten
Anonymus Rutenspiele der Miss Cox
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-95824-953-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Erotischer Roman
E-Book, Deutsch, 62 Seiten
ISBN: 978-3-95824-953-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Über die wahre Identität des Autors, der sich hinter dem Pseudonym Anonymous verbirgt, liegen widersprüchliche Informationen vor: Handelte es sich um einen Berliner Buchhändler oder einen Wiener Journalist? Der Autor hat vermutlich noch weitere deftige Erotika verfasst, die von der Jahrhundertwende bis zum Beginn des 1. Weltkriegs zum Skandal wurden - so wie auch 'Lore'. Zurecht wurde diesem Erotikon der Untertitel 'Berliner Mutzenbacher' oder 'Berliner Fanny Hill' gegeben, denn es ist genau so schamlos - und auch für den modernen Leser ein frivoler Lesegenuss!
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ICH WAGE MICH AN DAS UNTERNEHMEN …
Ich wage mich an das Unternehmen, Ihnen meine Geschichte zu erzählen. Abgesehen von dem Vergnügen, das jede Frau darin findet, von sich selber zu sprechen, hat mich zu diesem Entschlusse noch mein Verlangen gebracht, Ihnen die Heimlichkeiten der starren Sitten Englands aus dem Vollen zu schildern.
Bis zum Alter von siebzehn Jahren ist in meinem Dasein nichts Bemerkenswertes.
Zur rechten Zeit Waise geworden, war ich in der Eigenschaft einer Kindererzieherin um ein dürftiges Gehalt ins Haus der Mme. X. getreten.
Während der Osterferien nahm ich zwei Wochen bei meinem Bruder Aufenthalt, der Sachwalter in London war und als Junggeselle in seinen vier Wänden hauste.
Ich war unschuldig wie ein Kind. Gewiß wußte ich, daß es einen Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern gäbe; der Anblick der Kinder hatte mich das gelehrt, aber niemals hatte ich über die Beschaffenheit des männlichen Geschlechts Betrachtungen angestellt; niemals auch hatte ich Empfindungen besonderer Art in meinen verschwiegenen Körperteilen verspürt: in der Tat glaubte ich sie nur dazu bestimmt, uns bei einem gewissen Bedürfnis zu erleichtern.
Da ich mich nun allein bei meinem Bruder befand, stöberte ich zwischen seinen Büchern umher. Hierbei fielen mir solche in die Hände, die sehr merkwürdige Geschichten enthielten, von der Art wie: Die Erziehung Lauras, Der neue Damenkitzler, Die Höhen und Tiefen des Lebens, Fanny Hill usw.
Viele handelten vom Gebrauch der Ruten, und ich las darin, daß Lebemänner teuer dafür zahlten, kleine Mädchen tüchtig auspeitschen zu sehen.
Solche Lektüre übte auf mich eine außerordentliche Wirkung aus, sie erregte mir den Kopf und, ich kann wohl sagen, auch den Unterkörper; während der Nacht riefen sich meine Sinne ständig jene farbigen Abbildungen zurück, auf denen sich lüsterne Auftritte darstellten, wo die Männer ihre Glieder in die offenen Spalten hübscher Damen einführten, die nur danach schmachteten, sie in sich aufzunehmen.
In jener Zeit zum ersten mal kam mir ein sonderbares Gefühl von Wärme und Feuchtigkeit in meinem Döschen bei, und aus dieser meiner jungfräulichen Muschel entschlüpfte ein klebriger Saft, der – ich sah es am folgenden Morgen – mein Nachtgewand mit Flecken betroffen hatte, ähnlich denen, die Eiweiß hinterläßt. Es war sicher nicht von Wasser, was mochte es denn wohl sein?
Ich hielt es für dienlich, die Adresse des Buchhändlers zu mir zu nehmen, der solche Art Bücher verkaufte, und bewahrte sie klüglich. Mein Urlaub ging zu Ende, und ich nahm meinen Dienst bei den Kindern der Mme. X. wieder auf. Aber wie anders zeigten sich meine Empfindungen! Ich war Weib geworden, und ich fühlte als Weib.
Meine Unschuld war dahin, und ich brannte in einem glühenden Verlangen, meine Kenntnisse noch weiter auszudehnen. Die Lüste der Ruten übten auf meinen Geist eine seltsame Verzauberung aus und versprachen mir die wollüstigsten Erregungen ohne Gefahr für meine Jungfernschaft.
Kaum also war ich in meine Stellung wieder eingetreten, als ich schon daran dachte, sie zu wechseln. Entschlossen, meinem Bruder nicht zur Last zu fallen, ließ ich einige Anzeigen einrücken, erhielt indessen keinen entsprechenden Bescheid.
Hingegen wuchs mein Verlangen, die Rute zu gebrauchen, von Tag zu Tag und wurde nur um so gebieterischer, als man mir untersagt hatte, die Kinder zu züchtigen.
Die älteste von ihnen war eine kleine Spitzbübin von vielleicht zwölf Jahren, deren Hintern ich zu verprügeln trachtete.
Nun, eines schönen Tages ertappte ich sie auf frischer Tat bei einem unbedeutenden Diebstahl. Es war in Wahrheit nur eine Bagatelle, ein Nichts, aber sie leugnete, ich führte sie in mein Zimmer, entkleidete sie zum Teil und entdeckte den geraubten Gegenstand, den sie in ihrem Mieder verborgen.
»O, das will ich Deinen Eltern sagen,« rief ich aus und heuchelte Entrüstung.
Sie bat mich, sie flehte mich unter den lebhaftesten Beteuerungen an, nichts daraus zu machen; ich hatte den Arm um ihre Hüften gelegt und mich auf den Rand meines Bettes gesetzt; ich blieb dabei, daß es meine Pflicht wäre, sie anzuzeigen; endlich, wie als ob ich mich erweichen ließe, sagte ich:
»Vielleicht möchtest Du es vorziehen, daß ich Dir selbst tüchtig Prügel gebe.«
»Liebste Miß Ophelia,« rief sie mit Tränen in den Augen aus, und während ihr hübsches Antlitz rot vor Scham ward, »ach! ja! ich will jede Züchtigung ertragen, die Sie für gut finden werden. Ich könnte Vater und Mutter nicht mehr ins Gesicht schauen, wenn sie wüßten, daß ich auch nur eine Nadel gestohlen.«
»Aber Kathie, « antwortete ich, »ich habe weder einen Rohrstock, noch eine Peitsche oder eine Rute, deshalb will ich mich für heute zufrieden geben, Dich auf den nackten Popo mit der Hand zu schlagen. Morgen werde ich irgendetwas kaufen, was Dir weher tun soll. Jetzt, Mädchen, lege Dich zwischen meine Kniee und hebe Dein Hemd hoch; Du bist ein gutes Kind, so ist’s recht, öffne Deine Hosen.«
Aber was sollte ich hierzu sagen: das Kind trug eine Frauenbinde, es begann bereits seine Perioden zu bekommen. Der Gedanke, daß sie schon jetzt zum Weib wurde, steigerte noch mein Verlangen, sie zu prügeln; doch ich scheute mich davor, als ich sie in diesem Zustand sah. Trotzdem sagte ich ihr, da ihr Hinterer sich durch die Binde bedeckt zeigte, sie solle nur erst ihre Hosen ausziehen und sich vor mich hinstellen; ich hob ihr die Röcke hoch, während sie sich die Höschen abzog.
»Außerdem, meine Kleine,« fuhr ich fort, »wirst Du Deine Binde ablegen müssen.«
Ich hielt auch weiterhin ihre Röcke aufgeschürzt, und ganz rot vor Scham knöpfte sie ihre Binde auf und zog sie ab, sie war von jungfräulichem Blute befleckt.
Von neuem nahm ich das Mädel zwischen meine Kniee, und nachdem ich ihr zwei oder drei gelinde Klatsche versetzt, sagte ich zu ihr:
»Kathie, ich glaube, es wird besser sein, wenn wir diese Züchtigung bis zu dem Tage verschieben, wo Du von Deinem Unwohlsein wieder hergestellt bist. Wann denkst Du, daß das zu Ende geht?«
»Ich denke, es wird übermorgen zu Ende sein.«
»Sehr wohl, meine Teure, so wirst Du Zeit gewinnen, Dich darauf vorzubereiten, aber denke wohl daran, daß Du zweimal geprügelt werden sollst, einmal mit der Hand und dann tags darauf mit einem Werkzeug, das Dir die Erinnerung daran einprägen soll. Ich habe mich noch zu keinem Bestimmten entschlossen, aber ich denke mir, daß eine Damenreitpeitsche geeignet sein wird.«
»O, Miß Ophelia, zeigen Sie sich bitte nicht allzu streng, und daß nur ja Mama, die Kinder und die Dienstboten nichts davon erfahren, dann will ich schon versuchen, alles zu ertragen.«
»Sei versichert, mein Kind, wenn Du Dich gutwillig unterwirfst, wird niemand jemals Dein Vergehen erfahren und ebenso wenig die Strafe.«
»Ich danke Ihnen, liebste Miß Ophelia.« Das arme Ding umarmte mich.
»Deine Mama geht mit den Kindern am Mittwoch Nachmittag aus, an diesem Tag werde ich Dich mit der Hand züchtigen; am Donnerstag pflegt sie mit Dir selbst auszugehen und Dich den ganzen Abend unter ihre Obhut zu nehmen; ich werde indeß einen Vorwand finden, Dich zu Hause zu halten. Du bist doch wohl schon ein großes Mädchen, mein Kind, wirklich Du bist schon eine kleine Dame, sei deshalb gewärtig, eine strenge Züchtigung zu erhalten. Ich werde Deinen kleinen Hintern bis auf’s Blut peitschen. Du weißt überdies, niemand wird dann im Hause sein, der Dir zu Hülfe kommen könnte; ehe es also zu spät ist, sieh zu, ob es nicht vorteilhafter wäre, wenn ich Dein Vergehen Deiner Mutter anzeige.«
»O, nein, nein, liebste Miß Ophelia, ich will mich selbst ausziehen, und Sie können mich bis auf’s Blut peitschen, – nur, flehe ich Sie an, verraten Sie nichts meiner Mutter.«
»Gut, mein Liebes, gib mir einen Kuß, warte, laß mich Dir beim Ankleiden helfen, Du magst selbst mitkommen, eine Peitsche kaufen, Du magst sie selbst aussuchen.«
Am andern Tag gingen wir spazieren; ich dachte an die Schwäche der Kinder und ließ das Mädchen zuerst zu einem Zuckerbäcker hineingehen, wo ich ihr einen kleinen Schmaus gestattete. Von dort begaben wir uns zu einem Sattler, wo ich einige Damenreitpeitschen zu sehen verlangte. Wir wählten darunter eine sehr hübsche und elegante aus, deren Stiel am äußersten Ende mit einem kleinen Griffriemen versehen und deren Peitschenriemen mit Seide überzogen und zuletzt in drei Knoten geknüpft war.
Kathie wurde abwechselnd rot und blaß, als sie sie in der Hand hielt, und sie zitterte noch immer, als ich ihr Weisung gab, sie möge sie in ihrem Schirm verbergen.
Sobald wir zu Hause waren, sprach sie fast schreiend:
»Zeigen Sie sich nicht allzu streng, ich flehe Sie an, Miß Ophelia!«
»Ich habe es Dir schon gesagt, mein liebes kleines Mädel, vielleicht hast Du’s lieber, daß ich Dein Vergehen an Mama berichte; im andern Fall versichere ich Dich, daß ich kein Mitleid habe und Dich auf’s Strengste bestrafen werde.«
»O, nein, nein, sagen Sie nichts Mama, sagen Sie niemand etwas, daß Sie mich nackt prügeln wollen, ich würde mich zu sehr schämen.«
Da meine Kathie in demselben Zimmer schlief wie die übrigen Kinder, war ich nicht ganz ohne Furcht, daß man die Spuren der Züchtigung möchte entdecken können, und deshalb brachte ich mit Zustimmung des Mädels der Mutter bei, daß es angesichts des Zustandes, worin sich das Kind befände, nicht passend wäre, sie im selben Zimmer schlafen zu lassen wie die übrigen Kinder. Ich schlug ihr deshalb vor, sie in das meinige zu nehmen. Die Dame billigte meinen Vorschlag, belobte mich außerordentlich wegen meiner Rücksicht, und sogleich...




