E-Book, Deutsch, 288 Seiten
Reihe: Is it Love?
Arekin / Zamora Is it Love? - Carter Corp: Ryan
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7367-9862-5
Verlag: Panini
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 288 Seiten
Reihe: Is it Love?
ISBN: 978-3-7367-9862-5
Verlag: Panini
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Band 3 der prickelnden Romanreihe zu Ubisofts Blockbuster-Mobile-Game 'Is it love?' Wie soll Frau unbeeindruckt bleiben, wenn ihr Chef ausgerechnet Ryan Carter ist? Mit dieser Frage sieht sich June Brown unversehens konfrontiert, als sie nach einer nächtlichen Fahrstuhl-Begegnung in einem Strudel aus Leidenschaft, rauschenden Festen und verrückten Fahrten in einer Limousine wiederfindet. June spürt instinktiv, dass sich hinter dem charismatischen Geschäftsmann ein düsteres Geheimnis verbirgt, doch wie lange wird sie dem verführerischen Charme ihres Chefs widerstehen können - und was sind die Konsequenzen, wenn sie es nicht tut?
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1
June
Oh nein! Jetzt bin ich wirklich spät dran! Ich schnappe mir meine Handtasche und schieße aus meiner Box heraus in den Gang.
Was für eine blöde Idee, hierzubleiben, um neue Rezepte durchzusehen!
Ich mache einen kurzen Umweg zu den Toiletten, um meine Locken zu einem ordentlichen Knoten hochzustecken. Währenddessen spielt mein Smartphone verrückt. Rasch greife ich danach: Es werden mehrere Nachrichten angezeigt, zusätzlich leuchtet das Lämpchen, das mich darauf hinweist, dass ich völlig vergessen habe, mein Telefon aufzuladen. Ach, was soll’s! Ich gehe essen, nicht zu einer Telefonkonferenz!
Lisa. Lisa. Noch mal Lisa.
Ich seufze und gehe die lange Liste an Nachrichten meiner Freundin durch. Im Wesentlichen steht da Folgendes:
Wo bist du?
In der Küche, würde ich ihr am liebsten antworten.
Lisa ist die junge und lebhafte Rezeptionistin, die ich an meinem ersten Tag hier in der Carter Corporation, einem imposanten Wolkenkratzer, der aus zig Etagen besteht, kennengelernt habe. Ein einflussreiches Unternehmen, das einen faszinierenden Job mit guten Zukunftsaussichten bietet, welcher allerdings Engagement und eine schnelle Ausführung erfordert, ganz zu schweigen von Genauigkeit und hervorragender Qualität. Seit einigen Monaten bin ich nun hier, und auch wenn ich das keineswegs bereue, schlaucht mich dieser Arbeitsrhythmus manchmal ziemlich.
Meine Anfänge als Kommunikationsassistentin in der Abteilung von Gabriel Simons waren geprägt von meiner Nervosität und meiner legendären Tollpatschigkeit, und so habe ich Lisa kennengelernt: Ich bin gestolpert, gegen sie geprallt und habe uns beide mit Kaffee bekleckert! Zum Glück hat dieser Vorfall nicht noch mehr Schaden angerichtet – und ich habe dadurch eine treue Freundin mit einem sonnigen Gemüt gefunden. Es hat nicht lange gedauert, bis Lisa zur Chefverkosterin meiner Kochexperimente und zum größten Fan meiner Pseudokarriere als Chefköchin geworden ist.
Ich lächle bei der Erinnerung an ihren überraschten und begeisterten Gesichtsausdruck, als sie vor Kurzem abends bei mir war und das Soufflé gekostet hat, das ich zubereitet hatte; dann antworte ich ihr kurz auf ihre letzte Nachricht.
Mit großen Schritten durchquere ich den Flur. Die Etage ist menschenleer – es sieht tatsächlich so aus, als wäre ich ziemlich spät dran.
Erneut vibriert es in meiner Hand, als ich den Aufzug rufe.
Lisa
Workaholic! Beweg deinen Arsch schleunigst hierher, sonst schicke ich Matt los, um dich zu holen.
Ihre Nachricht bringt mich zum Lachen. Matt ist mein Arbeitskollege, ein junger Grafiker, der sowohl witzig als auch talentiert ist. Er hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen und erhellt meine Tage mit seinem Humor und seiner guten Laune.
Ich stürme in den Aufzug, während ich eine Antwort an meine Freundin tippe, dann öffne ich die neue Nachricht, die gerade angekommen ist. Besagter Matt.
Matt
Lisa hat mir gesagt, dass du ein Stelldichein hast! Muss ich dich befreien kommen, oder wurdest du schon vernascht?
Ich kichere. Das sieht Matt ähnlich! Lächelnd tippe ich:
June
Zu spät, ich wurde mit Haut und Haaren verschlungen!
Seine Antwort lässt nicht lange auf sich warten:
Matt
Nein! Das bricht mir das Herz!
Dieses Mal muss ich laut lachen, und gerade als ich ihm antworten will, kommt die Kabine zum Stehen … viel zu früh, um an meinem Ziel angekommen zu sein, da bin ich mir sicher.
Ein schneller Blick auf die Fahrstuhlanzeige: Tatsächlich, das ist nicht mein Stockwerk.
Ein Workaholic, dem genau wie mir gerade eingefallen ist, dass eine kleine Party im Gebäude stattfindet?
Egal. Ich wende mich wieder meinem Bildschirm zu. Ich nehme nur eine hochgewachsene männliche Silhouette wahr, die den kleinen Raum betritt, nachdem sich die Türen geöffnet haben. Der Duft seines Rasierwassers, maskulin und herb, streift mich flüchtig.
Ich schreibe die Antwort an meinen Kollegen fertig, ohne mich dazu herabzulassen, von meinem Bildschirm aufzuschauen, während der Aufzug sich wieder in Bewegung setzt – und abrupt stehen bleibt.
Plötzliche Dunkelheit, absolute Stille.
Was?
Diesmal schaue ich auf.
„Was ist hier los?“, schimpfe ich mit zusammengebissenen Zähnen. „Kann dieser verfluchte Fahrstuhl nicht vernünftig funktionieren?“
Ein Totalausfall? Eine temporäre Fehlfunktion? Ich bin absolut kein Fan von engen Räumen, noch weniger, wenn sie dunkel sind.
Ich umklammere mein Smartphone fester. Mein Smartphone! Ich muss nur eine Nachricht an Lisa schicken, dann holt man mich hier raus! Ich entsperre meinen Bildschirm und freue mich, so schnell einen Notfallplan entwickelt zu haben, als ich abrupt in meiner Bewegung innehalte.
Ein Schauder überläuft mich – ein Schauder, der von meinem Nacken ausgeht und sich über meinen ganzen Rücken ausbreitet.
Jemand beobachtet mich. Jemand nähert sich mir. Jemand elektrisiert meine Sinne. Ein diffuses Gefühl ergreift von mir Besitz: eine Mischung aus Fiebrigkeit und Angst, die mich total aufwühlt. Und auch wenn ich den Ursprung nicht exakt bestimmen kann, ist es doch unglaublich aufregend – schließlich ist es kein großes Geheimnis, von wem es ausgeht, da wir in einer Aufzugkabine feststecken.
Der Unbekannte, der gerade eingestiegen ist!
Meine Reaktion überrascht mich umso mehr, da ich eigentlich nicht zu den Menschen gehöre, die nur auf die reine Anwesenheit einer Person reagieren.
Doch seine Gegenwart durchdringt mein ganzes Wesen und erschüttert es bis ins Mark, das lässt sich nicht abstreiten!
Langsam hebe ich den Kopf, um herauszufinden, ob ich nicht unter einem klaustrophobischen Anfall leide, als ein Flüstern zu mir dringt.
„Nein.“
Eine raue Stimme, zweifellos männlich, warm und sanft. Ich erzittere und unterdrücke einen kleinen Aufschrei, als ich seinen Atem in meinem Nacken spüre. Ein Atem, der meine Empfindungen noch mehr anstachelt und unzählige Schauder auslöst, die sich auf entzückende Weise bis in meinen Bauch ausdehnen.
Okay. Über das Fantasieren reden wir später noch mal!
Und als ich spüre, dass seine Hände meine Hüften streifen, bevor sie sich wieder zurückziehen, lasse ich vor Verwunderung mein Handy fallen, so sehr überrascht mich meine Reaktion: eine Welle purer Lust.
„Aber was …?“
„Scht.“
Wieder diese tiefe und zärtliche Stimme. Ich rieche seinen Duft, stärker als zuvor. Holzig und herb … maskulin. Er erzeugt das Bild des perfekten Mannes in meinem Geist und in meinen Gedanken, die, gelinde gesagt, unerwartet sind.
Seine Hände schlingen sich erneut um meine Taille, zuerst zögerlich – hält er sich zurück? Kämpft er gegen irgendein verwirrendes Gefühl an? –, dann etwas kühner. Schließlich ergreifen sie komplett von mir Besitz und zwingen mich mit sanfter Autorität dazu, mich umzudrehen. Ich lehne mich nicht gegen diese Autorität auf, denn tatsächlich habe ich überhaupt nichts dagegen, dass er mir nah ist, mich streichelt, mich berührt, mich …
Der Gedanke, der mir kommt, lässt mich zwangsläufig rot werden, dessen bin ich mir sicher! Aber es ist quasi völlig dunkel, und nur anhand des schwachen Lichts meines Bildschirms auf dem Boden könnte er es bemerken. Allerdings kann ich kaum seine Gesichtszüge erkennen. Als hätte es meine Gedanken gelesen, entscheidet sich mein Telefon genau in diesem Moment, aufzugeben und seinem leeren Akku zu erliegen.
Jetzt herrscht völlige Dunkelheit.
Ich habe gerade noch Zeit, innerlich zu fluchen, bevor eine der Hände des Unbekannten zu meinem Kinn hinaufgleitet und meine Gedanken verjagt.
„Ich …“
Sein Finger legt sich auf meine Lippen und erinnert mich so an seine Aufforderung zu schweigen. Der Druck bleibt noch einen Moment bestehen, bevor er zu einer Liebkosung wird. Absolut entwaffnend. Ich versuche nicht einmal, dagegen zu protestieren.
Diese simple Geste ist viel zu betörend, um abgewehrt zu werden. Er zeichnet die Kontur meiner Lippen nach, umspielt dann meine Wange und kehrt zu meinen Lippen zurück.
Ich widerstehe dem Drang, sie zu öffnen, um ihn bei seiner Entdeckungsreise weiter vordringen zu lassen. Das Gefühl vereinnahmt meinen ganzen Körper, es ist, als würde sein Finger überall auf mir herumwandern … langsam, auf totale, absolute und definitiv überwältigende Weise.
Ich spüre, wie er sich herunterbeugt und sein Atem über mein Ohr, meinen Hals, meine Wange streift. Und in mir brandet ein feuriger Lavastrom auf, der ein Feuerwerk bis in meine letzten Nervenenden hervorruft. Dieses Gefühl, dieser Atem, der so sanft über meine Haut streicht, ist göttlich und zugleich schamlos … und ich verzehre mich danach!
Für eine Sekunde bin ich überrascht, doch dann gebe ich mich dem Genuss hin. Denn der Unbekannte spielt noch einen Moment länger mit meinem Mund, sein Finger windet sich sinnlich hin und her … dann verstärkt sich sein Griff um meine Taille, und er zieht mich an sich. Seine feurigen Lippen finden meine und lassen mich sofort in Flammen aufgehen. Ein heftiges Schwindelgefühl überkommt mich. Als sich unsere Münder vereinen, durchströmt mich eine unbeschreibliche Empfindung,...




