Arold | Magic Girls - Die große Prüfung (Magic Girls 5) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5, 176 Seiten, ePub

Reihe: Magic Girls

Arold Magic Girls - Die große Prüfung (Magic Girls 5)


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-7607-8688-9
Verlag: arsEdition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 5, 176 Seiten, ePub

Reihe: Magic Girls

ISBN: 978-3-7607-8688-9
Verlag: arsEdition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Magic Girls: Mystery-Fantasy Leseabenteuer für Mädchen. Im 5. Band der Magic Girls schweben die Hexenmädchen Elena und Miranda in großer Gefahr. Spannung, Liebe und Freundschaft - große Gefühle machen das weitere Abenteuer spannend wie alle anderen Bücher der Magic Girls - Reihe. Kurz vor dem Hexendiplom geraten Mirandas Zauberkräfte völlig außer Kontrolle. Wird sie etwa von schwarzer Magie beeinflusst? Elena ist verzweifelt. Wie soll sie verhindern, dass ihre Freundin eine gefährliche Richtung einschlägt und die Seiten wechselt? Jetzt kann nur noch einer helfen – der junge Zauberer Eusebius … Jetzt als E-Book für alle Magic Girls-Fans!

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Und, denkst du noch immer an ihn?«

Miranda, die die ganze Zeit vor sich hin gestarrt hatte, wandte den Kopf. »Wen meinst du, Elena?«

»Na, Eusebius natürlich«, antwortete Elena und hob einen Stapel Blätter auf, die auf den Boden gerutscht waren. Auf dem Deckblatt stand:

»Ich habe dir doch gesagt, dass ich versuche, ihn zu vergessen«, antwortete Miranda, ohne zu zögern. »Jedenfalls so lange, bis wir das Hexendiplom abgelegt haben. Ich kann mir nicht leisten, verliebt und abgelenkt zu sein. Schließlich will ich die Prüfung bestehen.«

»Ich bewundere dich«, sagte Elena anerkennend. »Wie du das nur schaffst! Wenn ich etwas vergessen will, dann muss ich erst recht daran denken.«

»Ich kontrolliere eben meine Gedanken«, sagte Miranda.

»Und wie machst du das?«, fragte Elena.

»Immer wenn ich an Eusebius denken will, konzentriere ich mich auf etwas anderes.« Miranda schluckte. »Ich stelle mir vor, ich sitze in meinem Zimmer. Eusebius klopft an die Tür. Ich will ihn aber nicht sehen. Ich stehe auf und verriegle das Schloss. Dann setze ich mich auf mein Bett, zaubere mir meine Lieblingsmusik und einen riesigen Eisbecher. Während ich das Eis auslöffle, sage ich das Hexeneinmaleins rückwärts auf. Eusebius wird es vor der Tür zu langweilig, er gibt auf und geht.« Sie blickte Elena an. »Diese Technik nennt man .«

»Visualisieren«, wiederholte Elena skeptisch. »Und das funktioniert?«

»Meistens.« Miranda holte tief Luft. »Ich gebe mir jedenfalls Mühe. Ich kann es mir jetzt einfach nicht erlauben, verliebt zu sein, obwohl … obwohl Eusebius wirklich total nett ist.« Ihre Stimme schwankte. »Aber der Zeitpunkt passt einfach nicht. Du weißt ja, was mit uns Hexen passiert, wenn wir verliebt sind. Unsere Zauberei gerät völlig außer Kontrolle. Und dann ist ja auch noch die Sache mit der blöden … damit auch jeder im Haus merkt, was mit einem los ist.« Sie seufzte tief.

Elena nickte. Ihre Schwester Daphne war ständig verliebt und produzierte mindestens einmal pro Woche nachts . Dann geisterten merkwürdige Gestalten durchs Haus und störten den Schlaf der anderen Bewohner. Gefährlich waren diese Geister nicht, sondern nur lästig. Sie bestanden ja aus reiner Fantasie, ausgelöst durch lebhafte Träume der verliebten Hexe, und platzten in der Regel, wenn man sie ansprach.

»Ich muss Abstand zu Eusebius halten, bis ich die Prüfung hinter mir habe«, murmelte Miranda. »Natürlich besteht die Gefahr, dass er dann vielleicht nichts mehr von mir wissen will.« Sie verzog schmerzhaft den Mund. »Das ist eben mein Risiko. Aber anders geht es nicht. Ich muss das Examen bestehen. Außerdem habe ich manchmal das Gefühl, dass es mir nicht richtig gut geht. Ich vermute, dass es noch immer mit dem Fluch zusammenhängt, den Mafaldus in meine Richtung geschleudert hat, als wir an der Versammlung der teilgenommen haben.«

Visualisieren

Technik, um sein eigenes Verhaltung unter Kontrolle zu bringen und ungewollte Angewohnheiten abzulegen. Man stellt sich eine Szene vor und malt sich bildhaft aus, wie sie ablaufen soll. Unerwünschte Dinge oder Personen verschwinden aus dem Gesichtsfeld – und somit aus dem Leben. Visualisieren ist eine Art von Selbsthypnose.

Miranda und Elena hatten Leon Bredov, Elenas Vater, geholfen, den mächtigen Zauberer Mafaldus Horus daran zu hindern, sich aus dem Dornenbaum zu befreien. Dabei war Miranda von einem Fluch getroffen worden, den der junge Hexer Eusebius gerade noch hatte abwehren können. Aber war sein Schutzschild gegen den Fluch stark genug gewesen? Miranda bildete sich ein, dass sie einen Teil des Fluchs abbekommen hatte. Davon war sie schon überzeugt gewesen, bevor sie in die Unterwelt entführt worden war.

Zum Glück hatte Elena zusammen mit Nele, Jana und Eusebius Miranda retten und wohlbehalten in die Menschenwelt zurückbringen können. Elenas Großmutter Mona hatte sich inzwischen um Miranda gekümmert und ihre Heilkräfte wirken lassen.

»Aber es geht dir jetzt gut, oder?«, vergewisserte sich Elena. »Nimmst du denn regelmäßig die Kügelchen, die dir Oma Mona besorgt hat?«

Mona nickte. Elenas Großmutter hatte sie nach ihrer Rückkehr aus der Hexenwelt gründlich untersucht. Mona hatte sie und festgestellt, dass Mirandas Konzentration, das Herz und das Gehirn von Mafaldus’ Fluch in Mitleidenschaft gezogen waren. Außerdem hatte sie eine allgemeine Schwäche ihres Immunsystems bemerkt.

Um Miranda zu heilen, hatte Mona einen komplizierten Zauber durchgeführt. Außerdem hatte sie ein – wie sie behauptete – hochwirksames Mittel bestellt, das Mirandas Zustand bessern und ihre Hexenkräfte wieder komplett herstellen würde. Mona besaß weitreichende Verbindungen, und dadurch kam sie manchmal sogar an Substanzen, die eigentlich verboten waren, wie Elena wusste.

Bei dem Mittel handelte es sich um winzige, bunte Kügelchen, die eine komplizierte Mischung magischer Ingredienzen enthielten. Die Kügelchen in unterschiedlichen Rottönen hießen , die in verschiedenen Blautönen – und Miranda musste sie abwechselnd nach strengen Vorschriften einnehmen.

»Wollen wir jetzt weiterlernen?«, fragte Miranda. »Kannst du mich mal abfragen?«

»Klar.« Elena blätterte in den Unterlagen. Sie hielt die Blätter so, dass Miranda nicht hineinsehen konnte. »Okay … erste Frage: Welche Arten von Schutzzauber gibt es?«

»Man unterscheidet hauptsächlich drei Arten«, rasselte Miranda herunter. »Den Personen-Schutzzauber, den Haus-Schutzzauber und den Familien-Schutzzauber. Die ersten beiden Arten können von einer Einzelperson durchgeführt werden, während beim Familien-Schutzzauber die Kraft mehrerer Hexen nötig ist.«

»Sehr gut.« Elena nickte. »Und welche Arten gibt es noch?«

Grobuli und Moguli

Kleinste zauberische Einheiten in Form von Kügelchen. Diese Mittel sollen Krankheiten oder Befindlichkeitsstörungen zum Abklingen bringen. Sie gelten als besonders sanft und natürlich.

helfen bei körperlichen Beschwerden. dagegen werden bei seelischen Störungen eingesetzt.

Um die Folgen eines Fluchs abzuwenden, sollte der Betroffene beide Sorten gleichzeitig einnehmen. Möglicherweise kommt es anfangs zu einer Erstverschlimmerung der Symptome. Die und müssen jedoch genau auf den Betroffenen abgestimmt werden, sonst wird die positive Wirkung infrage gestellt.

In seltenen Fällen oder bei falscher Anwendung kann das Mittel die Krankheit oder die Störung verstärken und schwere Schäden hervorrufen.

und sollten daher nur mit Vorsicht und von erfahrenen Hexen eingesetzt werden.

»Den Fahrzeug-Schutz, den Reise-Schutz … äh …« Miranda hob die Augen zur Decke, als stünde dort die Antwort. »Verflixt, es waren noch mehr, das weiß ich ganz genau …« Sie verstummte.

Elena wartete geduldig. Als nichts von Miranda kam, half sie nach: »Den Tier-Schutz …«

»Ach ja, den Tier-Schutz, den Hausrat-Schutz und den Schutz bestimmter Körperteile, beispielsweise der Haut oder des Kopfes.« Miranda holte tief Luft. »Es handelt sich dabei um kleinere Schutzzaubereien, die auch schon von Anfängern ausgeübt werden können. Kleinere Schutzzauber sind gewöhnlich von kürzerer Dauer, sie müssen daher öfter wiederholt werden.«

»Prima«, sagte Elena. »Das sitzt doch schon ganz gut.«

»Aber ich bin wieder stecken geblieben«, wandte Miranda resigniert ein und nahm Elena die Blätter aus der Hand. »Immer vergesse ich einen Teil, ich kann machen, was ich will. Mit meinem Gedächtnis stimmt etwas nicht – nach wie vor! Das liegt garantiert noch immer an Mafaldus’ Fluch!«

»Aber die ...«, begann Elena.

In diesem Moment klopfte es an die Tür. Es war Jolanda Bredov, Elenas Mutter.

»Es tut mir leid, wenn ich euch beim Lernen störe«, sagte sie und lächelte. »Aber könnt ihr mal eine Pause machen? Im Wohnzimmer findet eine Familienkonferenz statt. Leon hat mich gebeten, euch zu holen. Er muss heute Abend schon wieder weg – und wir müssen dringend darüber reden, ob wir in der Menschenwelt bleiben wollen oder ob wir demnächst wieder in unsere Hexenwelt zurückkehren. Leon muss mit dem Landeszauberamt die Verlängerung unseres Aufenthalts besprechen, wenn wir noch bleiben wollen.«

»Wir kommen sofort runter«, sagte Elena.

»Und könnt ihr bitte Daphne Bescheid sagen?«, bat Jolanda. »Sie soll auch ins Wohnzimmer kommen. Ich habe vorhin schon an ihre Tür geklopft, aber sie hat mir nicht geantwortet. Wahrscheinlich hat sie wieder ihre Kopfhörer aufgesetzt und hört Musik …«

»Daphne ist nicht da«, sagte Elena gleich. »Die ist heute Mittag von Alex abgeholt worden. Ich schätze, sie taucht erst zum Abendessen wieder auf.«

Auf Jolandas Stirn erschien eine steile Falte. »Von Alex? Bist du sicher? Ich dachte, sie hätten sich zerstritten?«

Elena schnitt eine Grimasse. »Ach Mama, du kennst doch Daphne! Sie streitet sich mit Alex und versöhnt sich wieder … Genau wie mit Gregor.«

»Ich bin nie auf dem aktuellen Stand.« Jolanda seufzte.

»Das geht mir nicht anders, Mama«, entgegnete Elena, »Daphne erzählt mir auch nichts.«

Daphne...


Arold, Marliese
Marliese Arold wurde als jüngstes Kind von drei Geschwistern in Erlenbach am Main geboren. Das Nesthäkchen entdeckte sehr früh seine Liebe zu Geschichten und konnte von Büchern nicht genug bekommen, aber Bücher waren knapp. Um Abhilfe zu schaffen, beschloss Marliese Arold kurzerhand, selbst zu schreiben. Über hundert Geschichten hat die Autorin seither geschrieben.

Marliese Arold wurde als jüngstes Kind von drei Geschwistern in Erlenbach am Main geboren. Das Nesthäkchen entdeckte sehr früh seine Liebe zu Geschichten und konnte von Büchern nicht genug bekommen, aber Bücher waren knapp. Um Abhilfe zu schaffen, beschloss Marliese Arold kurzerhand, selbst zu schreiben. Über hundert Geschichten hat die Autorin seither geschrieben.



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