Aukett | Desire - Lose Control | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 206 Seiten

Reihe: Desire

Aukett Desire - Lose Control

Liebesroman
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96714-203-7
Verlag: Zeilenfluss
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Liebesroman

E-Book, Deutsch, Band 1, 206 Seiten

Reihe: Desire

ISBN: 978-3-96714-203-7
Verlag: Zeilenfluss
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Piper hat klare Regeln: Spaß - ja! Gefühle - nein, danke!
Schon als Piper dem attraktiven Lex das erste Mal über den Weg läuft, ist die erotische Spannung zwischen ihnen geradezu greifbar. Doch für sie ist klar: Das war bloß ein Vergnügen für eine Nacht. Romantische Beziehungen sind einfach nichts für Piper.
Ein zweites zufälliges Treffen bringt ihren Entschluss gehörig ins Wanken, denn Lex weiß genau, wie er ihre harte Schale durchbrechen kann. Sein Angebot für eine Affäre, die sich nur auf das Wesentliche beschränkt und keinerlei Gefühle verlangt, klingt zwar überaus verlockend, doch Piper lehnt ab. Allerdings gibt sie Lex ein Versprechen: Wenn sie sich ein drittes Mal zufällig begegnen, dann gehört sie ihm.
Als sie von ihrem Kumpel Simon dazu überredet wird, ihn zum Sommerfest seiner reichen und konservativen Familie zu begleiten, ist sie auf eines ganz sicher nicht vorbereitet: Sein großer Bruder Christopher ist niemand anderes als Lex … und er hat ihr Versprechen nicht vergessen.

Der neue Roman von Erfolgsautorin Ewa Aukett – sexy, heiß, gefühlvoll! »Lose Control« ist der erste Band der »Desire«-Dilogie. Die stürmische Liebesgeschichte von Piper und Lex geht in »Domination« in die zweite Runde!

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1
    Piper   »Das, was ich gemalt habe, ist nur ein erster Vorschlag, okay? Wenn es dir nicht gefällt, darfst du das frei heraus sagen, und wenn du Änderungsvorschläge hast, nur her damit.« Darcie nickt, und ich schiebe meinen Entwurf über den Tisch in ihre Richtung. Es dauert eine Sekunde, bis sie danach greift und die Zeichnung genauer betrachtet. Sie sagt kein Wort, aber ich kann an ihren Augen ablesen, dass meine Intuition in Bezug auf sie richtig gewesen ist. Ihre Finger berühren vorsichtig die Linien und zeichnen die ursprünglichen Konturen der Tätowierung nach, die sie an ihre verstorbene Mutter erinnern. Dann tasten sie über die hinzugefügten Schnörkel und Striche, fahren die Kringel entlang und gleiten zurück zu den filigranen Outlines. Darcies Augen glänzen verdächtig. Ich versuche zu ignorieren, dass ich selbst jedes Mal ein bisschen nah am Wasser gebaut habe, sobald meine Kunden emotional werden und um Fassung ringen, während die Bedeutung der Skizzen allmählich in ihr Unterbewusstsein dringt. Es ist schön zu erleben, wie sie beginnen zu verstehen, warum ich vorher all diese Fragen stelle und mir ihre Geschichte erzählen lasse – und warum dieser erste Beratungstermin für ihr Tattoo immer so lang dauert. Als ich aufstehen und mir eine Pepsi nehmen will, um den Augenblick der unangenehmen Stille zu überbrücken, holt Darcie zitternd Luft und schaut mich an. »Es ist perfekt«, flüstert sie. Erneut betrachtet sie das Motiv. »Du hast Sachen gezeichnet, an die selbst ich nicht mal gedacht hätte. Es ist ganz anders, als ich es mir hätte vorstellen können, ganz anders als das Tattoo meiner Mom … Und es ist nicht dieses große schwarze Tribal, sondern ein in sich verschlungenes Kunstwerk aus vielen zarten Linien. Das macht es viel leichter und individueller.« Die erste Anspannung fällt von mir ab, und ich lehne mich wieder in meinem Sessel zurück. Gleichgültig wie lang ich diesen Job schon mache, es bleibt bei all der positiven Resonanz doch immer ein Rest von Unsicherheit auf meiner Seite. »Schön, wenn es dir gefällt. Sollen wir –« »Es gefällt mir nicht«, unterbricht sie mich leise. Ich bin irritiert. Meine Augen weiten sich, und ich mustere Darcie still. Als sie den Kopf hebt, läuft ihr eine Träne über die Wange. »Ich liebe es! Das ist so viel mehr, als ich erwartet habe. Das wird eine wunderbare Erinnerung an meine Mom und trotzdem mein eigenes einzigartiges Tattoo.« Ich stoße die Luft aus. Für eine Sekunde habe ich schon befürchtet, dass sie es scheußlich findet und nur zu höflich ist, um mir das ins Gesicht zu sagen. »Aaah, okay … Da bin ich wirklich froh.« »Oh!« Sie wischt sich über das Gesicht und lacht leise auf. »Entschuldige, du dachtest, ich mein das wörtlich … Nein, nein.« Darcie schüttelt den Kopf. »Es ist toll, einfach wunderschön. Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass mich das so mitnimmt.« »Schon gut.« Ich beuge mich vor und drücke kurz ihre Hand. »Ich bin zufrieden, wenn meine ersten Entwürfe so eine Reaktion hervorrufen können … Du sollst diese Entscheidung am Ende nicht bereuen, sondern dein Leben lang stolz darauf sein.« »Das werde ich.« Ein Lächeln legt sich auf ihr Gesicht. »Ich will dieses Tattoo unbedingt – und jetzt noch mehr als zuvor.« Nachdem wir die Details geklärt, Darcie ihre Anzahlung geleistet und wir den Termin in zwei Wochen festgelegt haben, verabschiede ich mich von ihr und bringe sie zur Tür. Mitsamt meinem Entwurf kehre ich zur Anmeldetheke zurück und packe die Zeichnung in die Mappe, die dahinter liegt. Die Details dazu werde ich in den nächsten Tagen ausarbeiten. Jetzt bin ich erst mal froh, dass ich eine Verschnaufpause habe. Ich trete zu meinem Geschäftspartner, der am Schreibtisch unseres Anmeldetresens sitzt und gelangweilt die Hände hinter dem Kopf verschränkt, während er dem betagten PC dabei zuschaut, wie er irgendwelche seltsamen kryptischen Zahlen und Buchstaben über den Bildschirm jagt. Hat ein bisschen was von Matrix. Allerdings schaut der Mann davor nicht aus wie der junge Keanu Reeves als Neo, sondern mehr wie die verblasste Version der Neuauflage – graumeliertes halblanges Haar, unrasiert und nicht mehr ganz so taufrisch wie vor zwanzig Jahren. »Und wieder hast du uns mit deiner Kunst einen zahlenden Kunden beschert«, bemerkt er halblaut, wirft mir einen warmen Blick zu und lächelt süß. Jedes Mal, wenn ich ihn ansehe, geht mein Herz auf, und ich bin wirklich froh, dass ich seiner Bitte vor vier Jahren gefolgt und als Teilhaberin in dieses Tattoo-Studio eingestiegen bin. Ich beuge mich zu ihm hinunter, durchbreche seine unbequeme Haltung und schlinge ihm von hinten die Arme um den Hals. »Bist du es nicht leid, dir das jedes Jahr aufs Neue anzutun?« Ich nicke mit dem Kinn zum Monitor, während ich mich an ihn kuschle und meine Wange an seinen rauen Bartstoppeln reibe. »Ach was, Darling, ich mach das doch gern.« Er tätschelt meine Arme und gibt mir einen Kuss auf die rechte Hand. Ich drücke ihn noch ein bisschen fester. »Ich glaube dennoch, es wäre langsam Zeit, über einen neuen PC fürs Geschäft nachzudenken.« »Der alte läuft doch noch«, argumentiert er dagegen und befreit sich mit einem gequälten Stöhnen aus meinem halbherzigen Schwitzkasten. »Ich muss ihn nur hin und wieder aufräumen und alles frisch auflegen.« »Ja, und jedes Jahr dauert diese Prozedur länger.« Ich seufze leise und werde in der nächsten Sekunde davon abgelenkt, dass das Smartphone in meiner Hosentasche ein leises Brummen von sich gibt. Rasch richte ich mich auf, um danach zu greifen, während ich auf den Rechner deute. »Wir sollten langsam dieses überalterte Equipment austauschen. Mit dem Ding kommen wir nicht mal ins Internet. Ich muss unsere Homepage ständig von meinem Laptop aus aktualisieren, und trotzdem ist sie nicht auf dem neuesten Stand.« »Nein, nein.« Er schüttelt den Kopf und gibt ein kleines Auflachen von sich. »Wenn der Rechner geht, geh ich auch.« Ich rolle mit den Augen und öffne den Messenger. »Wieso hängst du bloß so an diesem Ding?« Sein Blick huscht zu dem Telefon in meinen Fingern. »Wie oft hast du dir schon ein neues Handy gekauft, weil bei dem alten der Akku hinüber war?« »Ich weiß nicht … vielleicht alle fünf Jahre.« Meine Augen fliegen über die Worte auf dem Display. Ich bin abgelenkt, weil mein Kumpel Simon mir eine Nachricht geschickt hat, und höre dem Mann vor mir nur noch mit einem Ohr zu. »Das ist ziemlich optimistisch geschätzt«, bemerkt er amüsiert. »Ich würde behaupten, dass du in deinem Alter schon mindestens acht Geräte ausgetauscht hast … und das eigentlich nur, weil die Akkuleistung nicht mehr so gut war.« Stirnrunzelnd sehe ich auf ihn hinunter. »Das ist, als würdest du Äpfel mit Birnen vergleichen«, werfe ich ein und fühle mich ziemlich altklug mit diesem Spruch, der von Grandma kommen könnte. Er zuckt mit den Schultern, verschränkt erneut die Arme hinter dem Kopf und starrt wieder auf den Bildschirm vor sich. »Ich sag nur, wie es ist. Solange der Rechner funktioniert und ich darüber meine Abrechnungen erledigen kann, bleibt die Kiste hier.« »Dieses Ding ist älter als ich –« »Und er läuft immer noch«, schneidet er mir das Wort ab. Ich schüttle den Kopf, tippe ein ›ok‹ in mein Handy und schicke die Mail ab, dann zucke ich resigniert mit den Schultern. »Keine Ahnung, wieso ich diese Diskussion immer wieder mit dir führe – du hörst ja eh nicht auf mich.« Er lacht warm und winkt ab. Im gleichen Moment höre ich, wie sein Magen ein protestierendes Knurren von sich gibt. Ich stecke das Smartphone wieder in meine Hosentasche und lege ihm die Hände auf die Schultern. »Was hältst du davon, wenn du mich zum Lunch mit Simon begleitest und später hier weitermachst?« »Auf keinen Fall«, entgegnet er grinsend. »Glaubst du, ich will dabei zusehen, wie Simon dich bei jedem Bissen, den du zu dir nimmst, anschmachtet?« »Oh, Daaaaaaad, hör auf! So ist er gar nicht.« »So ist er sehr wohl«, erwidert er lachend. »Du siehst nur nicht, dass er wie ein Hündchen nur auf ein Zeichen von dir wartet, um dir deine Wünsche von den Augen abzulesen.« »Gott!« Grimassen schneidend wende ich mich von ihm ab, gehe zum Tresen hinüber und hole meinen Rucksack aus dem Schrank darunter. »Ich weiß, dass er ein Faible für mich hatte, aber ich habe ihm gesagt, dass ich nicht an ihm interessiert bin. Wir sind nur Freunde, und mehr werden wir auch nie sein.« Er wendet sich in seinem Stuhl halb zu mir um, und mich trifft ein höchst belustigter Blick, als ich ihn ansehe. »Du glaubst nicht ernsthaft, dass ihn das abhält sich Hoffnungen zu machen, oder?« Ich richte mich stirnrunzelnd auf, mit einer Hand den Riemen meines Rucksackes umklammernd. Mir ist bewusst, dass Simon bei unserem ersten Aufeinandertreffen mehr von mir wollte als nur eine lockere Bekanntschaft. Doch damals hatte ich gerade ein sehr toxisches Verhältnis hinter mir, das mich gründlich vom Thema Beziehungen im Allgemeinen und Liebe im Besonderen kuriert hat. Ich habe Simon von Anfang an klargemacht, dass ich kein romantisches Interesse an ihm habe und es zwischen uns niemals mehr als Freundschaft geben wird. Für mich hat sich daran bis heute nichts geändert. Ich mag Simon wirklich, aber ich werde für ihn nie mehr Gefühle hegen als für einen meiner Cousins. Und ganz sicher wird zwischen uns niemals so was wie eine Liebesbeziehung entstehen … Nicht mal flüchtigen Sex könnte ich mir mit ihm vorstellen. »Meinst du das ernst?«, will ich von Dad...



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