Bachmann | Halbzeitwissen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 225 Seiten

Bachmann Halbzeitwissen

Was du sicher nicht in der Schule lernst. Auf den Spuren von Glück und (Lebens-) Erfolg
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-347-27505-8
Verlag: tredition GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Was du sicher nicht in der Schule lernst. Auf den Spuren von Glück und (Lebens-) Erfolg

E-Book, Deutsch, 225 Seiten

ISBN: 978-3-347-27505-8
Verlag: tredition GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Zum Buch Halbzeitwissen. 'Halbzeitwissen' von Dieter Bachmann ist ein Buch, das sich auf charmante und humorvolle Weise mit einer Vielzahl von Themen befasst. Der Autor, Dieter Bachmann, ein Schweizer Unternehmer, Buchautor und Denker, liefert darin eine unterhaltsame Mischung aus Essays, Anekdoten, und Reflexionen. Der Titel suggeriert eine Art 'Lebensbilanz zur Halbzeit' und beleuchtet, wie wir Wissen erwerben, interpretieren und nutzen. Inhalt und Stil: 1.Themenvielfalt: Das Buch durchstreift unterschiedliche Themenbereiche, von Philosophie, Geschichte, Kultur bis hin zu Alltagsbeobachtungen. 2.Lebensklugheit: Es bietet tiefe Einblicke in die Welt des Wissens, ohne dabei belehrend zu wirken. 3.Humor: Bachmann verbindet seinen Intellekt mit einer ordentlichen Prise Humor, was das Buch leicht und zugänglich macht. 4.Reflexion: Es ist ein Werk, das sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt.

Dieter Bachmann wurde am 4. August 1972 geboren. Schon im Teenageralter veranstaltete Dieter Bachmann gemeinsam mit Freunden Discos und Konzerte, war DJ und moderierte im Radio. Mit 20 Jahren, noch vor seinem betriebswirtschaftlichen Studium (auf dem zweiten Bildungsweg) und Masterabschluss, gründete er seine erste Firma, die durch eine Fusion zu einer der grössten unabhängigen Internetfirmen der Schweiz wurde. Nach dem Verkauf seiner Aktien folgten Jahre bei Ernst & Young in Zürich als Unternehmensberater und Leiter EC-Diagnostic (E-Business). Danach gründete er mehrere Unternehmen und absolvierte gleichzeitig eine Ausbildung als Dipl. Coach, mehrere Nachdiplome (NDS/CAS) und ein Doktoratsprogramm (nicht beendet). Dieter Bachmann war vier Jahre als CEO der Standortförderung / Wirtschaftsförderung Region Winterthur tätig. Im Alter von 36 Jahren übernahm der Unternehmer Dieter Bachmann die Gottlieber Spezialitäten AG (Gottlieber Hüppen) als Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident. Er engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen Non-Profit Organisationen. Im militärischen Rang eines Hauptmannes war er Trainer, Headcoach und Teilverantwortlicher in der Führungs- und Kommunikationsausbildung angehender Berufs- und Zivil- Offiziere. Dieter Bachmann wirkt als Verwaltungsrat in verschiedenen Unternehmen mit. 2019 wurde er mit dem AWG Wirtschaftsanerkennungspreis und 2020 mit dem Wirtschaftspreis des Kanton Thurgaus ausgezeichnet.
Bachmann Halbzeitwissen jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Die Verantwortung für dein Leben

«Freiheit bedeutet Verantwortung.

Das ist der Grund, warum die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.»

(George Bernard Shaw - irischer Dramatiker und Politiker; 1856-1950)

Jeder Mensch ist für sein eigenes Leben selbst verantwortlich. Entweder man übernimmt die Verantwortung oder man gibt sie an andere ab. Wenn man aber die Verantwortung abgibt, so wie es viele Menschen tun, dann ist es unsinnig und dumm, sich stetig zu beklagen, dass das was geschieht, nicht richtig sei. Es ist feige und unfair gegenüber denjenigen, welche die Verantwortung anderer übernehmen, sich engagieren und gestalten.

Henry Miller war ein erfolgreicher und sehr geschätzter Geschäfts- und Familienmann. Er wuchs mit seinem Bruder in schwierigen, ärmlichen Familienverhältnissen in der New Yorker Bronx auf. Sein Vater war ein Trunkenbold, der seine Kinder und seine Frau schlug und misshandelte. Die Startchancen der beiden Söhne waren deshalb wirklich alles andere als optimal. Der Bruder von Henry Miller betrog viele Menschen, verliess seine Frau und Kinder und lebte schlussendlich als Alkoholiker auf der Strasse. Als pures Gegenteil verlief das Leben von Henry Miller. Auf die Frage, warum aus ihnen das geworden ist, was sie nun sind, antworteten beide gleich: „Kein Wunder wurde ich das, was ich bin - bei so einem Vater.“ Die Brüder entwickelten sich diametral zueinander und nahmen die Vergangenheit dafür als den ausschlaggebenden Grund. Für Henry Miller war es die Motivation, anders zu werden: für seinen Bruder zählte die Ausrede.

Es ist für mich klar, spätestens nach den ersten 20-25 Lebensjahren ist man selbst für das eigene Glück, die Taten und den Weg, den man einschlägt, verantwortlich. Ab einem gewissen Alter ist man befähigt, selber Einfluss zu nehmen. Menschen, die mit vierzig Jahren noch die Lebensumstände für ihr Unglück verantwortlich machen, haben die Macht über sich selbst längst abgegeben und glauben an ihre Ausreden. Wie viele sagen desillusioniert, die Politiker oder die Chefs «da oben» machen ja eh, was sie wollen. Diese Menschen geben Macht ab. Die Politiker oder die Anderen sind nicht «da oben». Sie wohnen meist gleich nebenan. Wer anfängt, anderen Schuld zu geben, gibt automatisch Macht und Energie an andere ab.

Gemeinsam mit einem Freund hatte ich in meiner Jugend eine Eventfirma. Wir veranstalteten einen Grossanlass mit bekannten Musikbands. Der Event wurde leider ein grosser Misserfolg, und wir standen über Nacht mit horrenden Schulden da. Noch schlimmer, selber hatten wir absolut kein Geld. Ein Kollege von uns, der bei einer Bank die Lehre machte, riet uns, unsere Firma in Konkurs gehen zu lassen. Doch meinem Geschäftspartner und mir gefiel diese Idee nicht. Wir haben doch eben erst als Jungunternehmer gestartet, waren knapp über zwanzig Jahre alt und nun das. Wir entschieden uns gegen einen Konkurs und dafür, die Verantwortung für den Verlust zu übernehmen. So riefen wir unsere Gläubiger an, baten sie um Entschuldigung und um Aufschub für die Bezahlung der Rechnungen. Wir wollten alles zurückbezahlen, brauchten dafür aber Zeit.

Die Übernahme der Verantwortung brachte uns sogleich die ersten positiven Erlebnisse. Viele der Gläubiger bedankten sich bei uns, dass wir selber den persönlichen Kontakt suchten. Sie vertrauten uns und stimmten der längeren Zahlungsfrist zu. Wir mussten uns als Unternehmen neu «erfinden» und akquirierten verschiedene Werbemandate, unter anderem eines für ein Coiffeur Unternehmen mit vielen Filialen. Bei diesem Unternehmen konnten wir in Zürich, an bester Lage am Limmatquai, als Untermieter günstig ein Büro beziehen. Mein Geschäftspartner und ich trennten uns leider nach einiger Zeit, doch wir arbeiteten beide hart, um die Schulden zurück zu bezahlen. Tagsüber arbeitete ich in der eigenen Firma, während der Nacht auf der Sihlpost in Zürich als Hilfsarbeiter und an den Wochenenden als DeeJay in Bars und Clubs oder beim Radio als Moderator. In manchen Nächten stand ich, nach der Nachtarbeit bei der Sihlpost in Zürich, noch bis früh in den Morgen in einem Club an der Kasse. Auch meine Eltern unterstützten mich in dieser nicht einfachen Zeit. Ich bekam von ihnen zwar kein Geld, doch ich durfte kostenlos zu Hause wohnen und essen. Das war sehr hilfreich, und ich bin nachträglich unsagbar dankbar dafür. Nach etwa eineinhalb Jahren war es endlich soweit – alle Schulden waren zurückbezahlt. Nun, mit den ersten fünfzig Franken, die ich für mich ganz alleine verdiente, wollte ich mich selbst für das Ausharren belohnen. Ich ging in den Media Markt mit dem Plan, mir ein Computerspiel zu kaufen. So stand ich vor der riesigen Wand mit dutzenden von Computerspielen und entdeckte daneben ein kleines Regal mit Büchern. Mir stach sofort ein Buch in die Augen mit dem Namen „Goldgrube Internet“. Der langen Rede kurzer Sinn: Ich kaufte anstelle des Spieles dieses Buch und las es innerhalb von zwei Nächten komplett durch. Während des Lesens notierte ich auf einem Zettel etwa zwanzig Businessideen. Der Zufall wollte es, dass ein paar Tage später die Marketingleiterin eines grossen internationalen Kosmetikunternehmens in unserem Büro stand. Voller Enthusiasmus erzählte ich ihr von den Chancen, die das Internet künftig bieten wird. Sie zeigte sich sehr interessiert und teilte mir mit, ich solle in zwei Wochen vor der Konzernleitung des Unternehmens meine Ideen präsentieren. Zuerst einmal war das ein Schock für mich. Wir waren in den 90er-Jahren und ich kannte dazumal das Internet nur aus diesem Buch und nicht real. So habe ich mich mit einem Freund getroffen, der damals schon sehr viel von Computer und Grafik verstand, und machte mich in Internet-Cafés über das Internet und die Programmiersprachen schlau. Schliesslich programmierten wir für die Präsentation eine Testversion eines Internet-Shops beziehungsweise eines interaktiven Kundenbetreuungssystems. Für dieses Projekt habe ich glücklicherweise die absolut richtige Person angefragt. Besagte Person ist heute in Zürich Professor für Gamedesign. Wir präsentierten also unsere Idee der Konzernleitung, die begeistert war und uns einen Grossauftrag erteilte. So wurden wir, quasi über Nacht, zu einer der ersten und später durch eine Fusion zu einer der dazumal größten unabhängigen Internetfirmen der Schweiz.

Immer wieder stelle ich mir die Frage: Was wäre gewesen, wenn ich mich vor der Verantwortung und den Schulden gedrückt hätte? Wenn ich den Misserfolg als Ausrede genommen hätte und meine Verantwortung nicht übernommen hätte? Wenn ich nicht ein «Unternehmer», sondern ein «Unterlasser» geworden wäre? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass mich «das Messer am Hals» zu Höchstleistungen gebracht hat. Nachträglich bin ich stolz darauf, diese Verantwortung schon in jungen Jahren getragen zu haben, obwohl in dieser Zeit vieles sehr schwer war. Oftmals konnte ich mir kein Mittagessen leisten, und ich wusste damals natürlich auch nicht, dass alles doch noch gut kommen wird.

Unser Glück steht in unserer eigenen Verantwortung! Wir sollten, wenn immer möglich vermeiden, Verantwortung an andere abzugeben. Zum Thema Eigenverantwortung hat mich ein Videopost des amerikanischen Schauspielers Will Smith (*1968) beeindruckt. Seine Frau Jada Smith (*1971) meinte: «Man kann eine Person nicht glücklich machen, auch nicht in einer Ehe. Man kann jemanden zum Lächeln bringen, man kann dafür sorgen, dass sich jemand gut fühlt, aber ob jemand glücklich ist, können wir nicht beeinflussen.» Will Smith erwidert seiner Frau Jada: «Ok, das war’s. Ich höre auf und versuche nicht mehr, dich glücklich zu machen. Du musst dich von nun an selbst glücklich machen und mir beweisen, dass das überhaupt möglich ist.» Sie redeten davon, dass sie wohl diese falsche, romantische Vorstellung hatten, dass sie nach der Hochzeit Eins sein würden. Stattdessen wurde ihnen bewusst, dass sie zwei vollkommen unterschiedliche Menschen sind, auf zwei vollkommen unterschiedlichen Wegen. Aber sie haben sich entschieden, die unterschiedlichen Wege zusammen zu gehen. Will Smith meinte: «Wir haben erkannt, dass ihr Glück ihre Verantwortung und mein Glück meine Verantwortung ist.» Sie entschieden sich dazu, ihre eigene, innere, persönliche Freude zu finden und diese dann dem anderen sowie der eigenen Beziehung weiterzugeben. Nicht einfach zum anderen zu gehen mit der Erwartung, glücklich gemacht zu werden; und nicht zu verlangen, dass der andere für das Glück verantwortlich ist. Es wäre unfair und unrealistisch oder gar zerstörerisch, die Verantwortung für das eigene Glück jemand anderem als sich selbst aufzuerlegen.

Der amerikanische Senator Robert Kennedy, ehemaliger Justizminister und Bruder des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy war der Meinung: «Nur Gott und die Engel dürfen blosse Zuschauer auf Erden sein». Er teilte...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.