Bacon | Legendtopia – Verschwörung der Schatten | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 272 Seiten

Reihe: Legendtopia

Bacon Legendtopia – Verschwörung der Schatten


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7336-0294-9
Verlag: FISCHER Sauerländer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 272 Seiten

Reihe: Legendtopia

ISBN: 978-3-7336-0294-9
Verlag: FISCHER Sauerländer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das zweite Abenteuer der Legendtopia-Reihe, eine Fantasykomödie voller Action, Humor und Magie! Zwei Kinder - Kara, ein Mädchen aus unserer Welt, und Prinz Fred aus der Märchenwelt Heldstone - müssen die Welt retten. Das Märchenreich Heldstone ist in Gefahr. Alle Hoffnung ruht auf Kara und dem jungen Thronfolger, Prinz Fred. Zusammen müssen sie eine Verschwörung der dunklen Mächte aufdecken und die böse Zauberin besiegen. Aber das ist alles andere als leicht. Während das ganze Land sich auf den großen Sternenball zu Ehren des Königshauses vorbereitet, verwandelt die böse Zauberin sich in ein Schattenwesen. Zusammen mit mächtigen Verbündeten plant sie, das Königspaar zu stürzen. Als sie es tatsächlich schafft, die Eltern von Prinz Fred zu vergiften, bleiben nur drei Tage Zeit, um das Gegenmittel zu finden. Fred und Kara begeben sich auf eine turbulente Reise durch das Märchenreich voller magischer Wesen und ungeahnter Gefahren. Doch die Soldaten der Zauberin sind ihnen auf den Fersen. Können die beiden das Königspaar retten und die Märchenwelt von der bösen Zauberin befreien? Alle Bände der Serie: Legendtopia - Im Bann der Zauberin Legendtopia - Verschwörung der Schatten

Lee Bacon wuchs in Texas auf, und seine Eltern haben nicht ein einziges Mal versucht, die Erde zu vernichten (jedenfalls nicht dass er wüsste). Er lebt in New Jersey, USA.
Bacon Legendtopia – Verschwörung der Schatten jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Prinz Fred


Was für ein herrlicher Tag!

Wir haben die Zauberin besiegt. Wir haben ihre Burg zerstört. Und wir haben es durch die kleine Tür geschafft. Die Pforte nach Heldstone. Die Pforte zu meiner Welt. Und nun werden wir auf die aufregende, abenteuerliche Suche nach Karas Vater gehen, um ihn zu retten.

Er hat Heldstone auf die gleiche Weise entdeckt wie Kara: indem er durch einen magischen Kühlschrank herkam. Doch er kehrte nie mehr zurück. Viele Jahre lang wusste Kara nicht, was mit ihrem Vater geschehen war. Jetzt weiß sie es: Er wurde in meiner Welt festgehalten.

Wir werden ihn finden.

Und wir werden ihn in Sicherheit bringen.

Ich lasse meinen Blick durch die Zauberkammer schweifen. Sie war mal die Werkstatt der Zauberin. Wer weiß, was sich hier noch an bösartiger Magie versteckt. Einmal das Falsche angefasst, und schon verwandelt sich deine Hand in einen Käse.

, mache ich mir klar.

Wieso also habe ich weiter das unheimliche Gefühl, als ob sie noch da ist, als ob ich sie spüren kann? Gerade so, als wenn ich von ihren grausamen schwarzen Augen beobachtet würde.

»Wir sollten gehen.« Meine Stimme überschlägt sich. »Was ich sagen will: Niemand sollte uns hier finden. In der Zauberkammer. Das würde Verdacht wecken.«

Kara nickt. »Ist dein Palast. Geh du vor.«

Als wir die Zauberkammer verlassen, sehe ich mich noch einmal im Raum um. Und genau da bewegt sich etwas am Rand meines Sichtfelds. Ein schwarzer Schatten im äußersten Winkel. Doch als ich den Kopf drehe und genauer hinschaue, ist er schon wieder verschwunden.

? ? ?

Wir eilen den Flur entlang. An den vertrauten Dingen vorbei: einer Porzellanvase mit exotischen Blumen, einem Plüschsessel, in dem nie jemand sitzt, einem Porträt meines Ururururururururururgroßvaters König Frederick des Kühnen.

Kara geht neben mir, die eine Hand zur Faust geballt. Sie umklammert damit einen Gegenstand von unglaublicher Zauberkraft und Bedeutung. Einen Gegenstand, den wir brauchen werden, wenn wir auch nur die geringste Chance haben wollen, unsere Suche erfolgreich zu meistern.

Sie sollte ihn besser nicht verlieren.

In einem goldgerahmten Spiegel erhasche ich einen kurzen Blick auf uns beide. Wir geben ein trauriges Bild ab. Unsere Gesichter sind von Asche überzogen. Unsere Kleidung ist zerrrissen und versengt. Wir sehen aus, als ob wir gerade einen Ringkampf mit einem Feuertroll verloren hätten.

»Hier rein. Schnell.«

Ich reiße eine Tür auf und zerre Kara in einen Waschraum für die Dienerschaft. Zum Glück hält sich gerade niemand in der kleinen Kammer auf.

Kara schaut sich verwirrt um. »Was tun wir hier drinnen?«

»Uns saubermachen.« Ich drücke ihr ein seifiges Stück Stoff in die Hände. »Möglichst die Waschfrau zurückkommt.«

Ich selbst nehme auch eines und beginne zu rubbeln. Sobald ich den Ruß aus Gesicht und Haaren entfernt habe, durchwühle ich die Wäschehaufen, bis ich für uns beide etwas Passendes zum Wechseln gefunden habe.

»Hier.« Ich halte ein Kleid für Kara hoch. »Scheint Eure Größe zu sein.«

Karas Gesicht zieht sich zu einem missfälligen Ausdruck zusammen. »Gibt’s nichts … Normaleres?«

»Das hier ist nicht Örde. Ihr könnt hier nicht in T-Shirt und Keans rumlaufen.«

»Die Dinger heißen .«

»Ihr seid eine junge Dame. Und in Heldstone tragen Damen nun mal Kleider.«

Kara seufzt und schnappt sich das Kleid. »Okay. Was soll’s.«

Ich ziehe einen Vorhang quer durch den Raum, um ein bisschen Privatsphäre zu schaffen, solange wir uns umziehen. Mein eigenes neues Gewand ist zwar nicht so elegant, wie ich es gewohnt bin, aber zumindest wirkt es nicht wie durch den Ofen gezogen.

Als wir mit Anziehen fertig sind, stopfe ich unsere alten Sachen ganz tief in einen Abfallbehälter. Dann sehe ich etwas, das von einem Haken an der Wand hängt. Eine Damentasche. Die Säume sind mit goldener Seide vernäht und die vordere Klappe dicht mit glitzernden Juwelen besetzt. Doch ein Soßenfleck an einer der Ecken trübt das Bild. Und erklärt, warum so eine teure Tasche im Waschraum ist: Sie soll gereinigt werden.

Ich fische sie vom Haken und halte sie Kara hin. »Die solltet Ihr auch nehmen.«

Sie betrachtet das Accessoire. »Sieht wertvoll aus. Bist du sicher?«

»Ihr könnt nicht die ganze Zeit … da in der Hand halten.« Ich deute auf ihre geballte Faust. Auf das, was sich, wie wir beide wissen, darin befindet. »Es ist zu wichtig. Was, wenn Ihr es verliert? Was, wenn es jemand hört?«

»Okay. Verstehe.«

Kara öffnet vorsichtig ihre Hand. Ich halte den Atem an, während ich beobachte, was zum Vorschein kommt. Eine kleine silberne Eule an einer Kette. Die weit aufgerissenen silbernen Augen sind leer, blind. Doch die Flügel schlagen wie wild. Auf und ab, auf und ab. Wollen in eine bestimmte Richtung.

Zu Karas Vater.

Jahrelang hat Kara die Eule als Kette getragen. Erst gerade eben hat sie entdeckt, dass der Vogel viel mehr ist als das. Er ist ein Sucher-Amulett. Etwas, das auf jemand anderen geprägt wurde. Karas Vater hat ihr die Eule geschenkt, bevor er nach Heldstone kam. Jetzt dient sie uns als Wegweiser. Unsere einzige Möglichkeit, Karas Vater zu finden.

Kara pflückt die Eule aus der Luft und steckt sie vorsichtig in die Tasche. Als die Kette sicher im Innern verborgen ist, beruhigen sich die winzigen flatternden Flügel.

»Hier.« Ich reiche Kara die Tasche. »Bis auf den kleinen Soßenfleck ist sie perfekt. Verliert sie nur nicht.«

Kara hält die Tasche dicht an die Brust, fast als ob sie ihr Vater wäre. »Da musst du echt keine Angst haben.«

Gerade als wir den Waschraum verlassen haben, kommen zwei Herren um die Ecke. Der eine ist äußerst groß und dünn, mit weißem Haar und der gebeugten Haltung eines Fragezeichens. Der Typ neben ihm erinnert dagegen mehr an einen Punkt. Klein und rund. Sein Kopf ist so kugelförmig und glatt wie eine Murmel.

Auch wenn ich mir sicher bin, ihn noch nie gesehen zu haben, hat Fragezeichen doch etwas seltsam Vertrautes an sich. Sobald er mich entdeckt, weiß ich, er hat mich erkannt. Nicht dass es mich überrascht. Als Prinz wird man immer erkannt.

»Ah, hier seid Ihr!«

Die Stimme von Fragezeichen hallt durch den Flur, während er auf uns zuschreitet. Punkt versucht mitzuhalten und walzt neben ihm her.

Ich beuge mich dicht an Kara heran. »Wir dürfen ihnen auf keinen Fall sagen, dass Ihr aus Örde stammt«, flüstere ich. »Erlaubt mir, dass ich das Reden übernehme.«

»Seid gegrüßt, Prinz Frederick.« Fragezeichen spricht mit tiefer, respekteinflößender Stimme. Einer Stimme, die es gewohnt ist, Diener herumzukommandieren und Armeen zu befehligen. »Es ist mir eine große Ehre, Euch endlich von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen.«

»Auch mir ist es eine Ehre«, antworte ich ausweichend.

Der Punkt-Typ neben ihm versucht eine Verbeugung – gar nicht einfach, wenn man so klein und rund ist wie er. »Meinen demütigsten Gruß, Euer Hoheit. Ich bin Gimothy Hudd, Chefberater der Familie Sturmenburg.«

Sobald ich den Namen höre, weiß ich, wo ich Fragezeichen schon mal begegnet bin. Sein Porträt hängt in der Halle der Diplomatie. Genau zwischen zwei Streitäxten und einem an der Wand befestigten Eberkopf.

Er ist Großherzog Nem Sturmenburg.

Die Sturmenburgs sind die zweitreichste und zweitadeligste Familie im Königreich. Ihr Ansehen wird nur vom Königshaus selbst übertroffen. Also von Familie. Die Sturmenburgs beherrschen die Südwestprovinz, eine Region, die bekannt ist für ihre zahlreichen Diamantenminen. Was vielleicht erklärt, wieso der Mantel des Großherzogs von solch ungewöhnlichen Knöpfen zusammengehalten wird.

Riesigen strahlenden Diamanten.

Einer kompletten Reihe von Diamanten.

Seine Kleidung ist wertvoller als ein ganzes Geschwader unserer besten Schiffe.

Der Großherzog hebt eine Augenbraue. »Ich bin froh, Euch gefunden zu haben. Eure Eltern waren schon drauf und dran, einen Suchtrupp auszusenden.«

Mein Magen zieht sich schlagartig zusammen. »Einen Suchtrupp?«

»Sie haben erzählt, dass Eure Diener heute Morgen Euer Schlafgemach leer vorfanden«, sagt Hudd. »Und dass Ihr auch nicht zum Unterricht erschienen seid.«

Ich schaue ängstlich von dem Großherzog zu seinem Berater. Was soll ich Ihnen sagen? Die Wahrheit kann ich wohl schlecht gestehen. Dass ich die letzten vierundzwanzig Stunden weg war, weil ich in eine andere Welt gereist bin, die Pläne der Zauberin durchkreuzt habe und mit einem Ördling zurückgekehrt bin? Die werden glauben, ich habe den Verstand verloren.

»Euer Hoheit.« Der Großherzog späht auf mich herab. »Ich weiß genau, wieso Ihr verschwunden wart.«

Ich erstarre. »Ja?«

»Aber natürlich. Ihr wart beschäftigt, Euch auf den Mondscheinball vorzubereiten.«

Natürlich. Alle sieben Jahre reisen die Vertreter sämtlicher Regionen des Reichs von nah und fern zum Königspalast, um dem König und der Königin ihre fortwährende Treue zu erweisen. Die ganze Woche ist der Palast von fremden Besuchern und ihrer Dienerschaft überlaufen. Jeden Tag gibt es Paraden, jede Nacht Feste. Alles ist großartig, phantastisch und üppig geschmückt. Außerdem ist der Ball eine wunderbare Ausrede.

»Der Mondscheinball, genau.« Ich stoße ein nervöses Gekicher aus. »Ich dachte, ich helfe einfach ein bisschen. Ihr wisst...


Gutzschhahn, Uwe-Michael
Uwe-Michael Gutzschhahn, geboren 1952, studierte Anglistik und Germanistik und schloss sein Studium mit der Promotion ab. Er war viele Jahre als programmverantwortlicher Verlagslektor in diversen Verlagen tätig und lebt heute als Autor, Übersetzer, Herausgeber und freier Lektor in München. Seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet.

Bacon, Lee
Lee Bacon wuchs in Texas auf, und seine Eltern haben nicht ein einziges Mal versucht, die Erde zu vernichten (jedenfalls nicht dass er wüsste). Er lebt in New Jersey, USA.

Lee Bacon wurde 1979 in Texas geboren und wuchs dort auf. Zwei Jahre lang lebte er in Deutschland, wo er viele Burgen, aber keine lebendigen Märchenwesen gesehen hat. Heute wohnt er mit seiner Frau und zwei Katzen in New York, USA.

Lee Bacon wurde 1979 in Texas geboren und wuchs dort auf. Zwei Jahre lang lebte er in Deutschland, wo er viele Burgen, aber keine lebendigen Märchenwesen gesehen hat. Heute wohnt er mit seiner Frau und zwei Katzen in New York, USA.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.