E-Book, Deutsch, 425 Seiten
Bähr / Gebhard / Krieger Irritation als Chance
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-658-20293-4
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Bildung fachdidaktisch denken
E-Book, Deutsch, 425 Seiten
Reihe: Education and Social Work (German Language)
ISBN: 978-3-658-20293-4
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Irritationen sind das Salz des Denkens und das Movens des Handelns. Im schulischen Alltag werden sie gegenwärtig häufig als Zumutung empfunden. Wie zeigen sie sich überhaupt? Wie kann man ihnen Raum geben, ohne sie zu instrumentalisieren? Und unter welchen Bedingungen können Irritationen produktiv und bildungsrelevant werden? Zentrale Fragen des vorliegenden Bandes sind, wie ein 'irritationsfreundlicher' Fachunterricht zu denken sein könnte, wie Irritationen dort eingebunden werden und wie sie zum Gegenstand didaktischer Reflexionen werden können. Die hier versammelten Beiträge geben sowohl Antworten aus bildungs- und erfahrungstheoretischer Perspektive als auch in Form empirischer Studien aus den Fachdidaktiken Biologie, Kunst, Sport und Theater. Der Akzent liegt darauf, die Theorie transformatorischer Bildungsprozesse didaktisch zu wenden und so einen Beitrag zur fachdidaktischen wie auch erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung zu leisten.
Prof. Dr. Ingrid Bähr, Prof. Dr. Ulrich Gebhard, Prof. Dr. Krieger, Prof. Dr. Andrea Sabisch und Prof. Dr. Wolfgang Sting sind Hochschullehrer und -lehrerinnen am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.
Britta Lübke, Malte Pfeiffer und Tobias Regenbrecht sind wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort;5
2;Inhalt;7
3;Autorinnen und Autoren;9
4;ITheoretische Beiträge;16
4.1;1Irritation im Fachunterricht. Didaktische Wendungen der Theorie transformatorischer Bildungsprozesse;17
4.1.1;1 Krise und Irritation als Ausgangspunkte von Bildungsprozessen;17
4.1.1.1;1.1 Wovon wir sprechen: Zum Verhältnis von Irritation, Fremderfahrung, Krise und Ungewissheit;19
4.1.1.2;1.2 Bildung, Erfahrung oder Lernen?;21
4.1.1.3;1.3 Irritation als Chance;23
4.1.1.4;1.4 Grundannahme 1: Bildung kann ihren Ausgang von der Auseinandersetzung mit fachlichen Gegenständen nehmen.;25
4.1.1.5;1.5 Grundannahme 2: Menschen sind bildsam.;27
4.1.2;2 Was bedeutet eine „irritationsfreundliche“ Auseinandersetzung mit einem fachlichen Gegenstand? Eine bildungs- und erfahrungstheoretische Rahmung;28
4.1.2.1;2.1 Transformatorisches Bildungsverständnis im Rückgriff auf „Fremderfahrung“ und „Krise“;28
4.1.2.2;2.2 „Irritation“ und „Phantasie“ als Möglichkeit von Erfahrung im Fachunterricht;36
4.1.2.3;2.3 Pädagogische Verortung: Irritationssituationen als Fremdaufforderung zum selbsttätigen Umgang mit fachlichen Gegenständen;41
4.1.2.4;2.4 Resümee und didaktische Wendung;45
4.1.3;3 Empirische Wendung: Zur Erforschbarkeit von Irritationsmomenten im Fachunterricht;47
4.1.4;Literatur;49
4.2;2Wahrheit, Gewissheit, Ungewissheit. Eine Skizze systematisch und empirisch gehaltvoller Bildungsprozesstheorie und ihre didaktische Bedeutung;54
4.2.1;1 Wahrheit, Gewissheit, Ungewissheit – eine Skizze;55
4.2.2;2 Lassen sich verschiedene Welt-Selbstverhältnisse auf einen universalen, alle Menschen einenden Grund zurückführen?;59
4.2.3;3 Bedeutung im Zusammenwirken von Denken, Sprache, kulturellem und kommunikativem Handeln;62
4.2.4;4 Wahrheit, Gewissheit und Ungewissheit in Lern- und in Bildungsprozessen;67
4.2.5;5 Bildungsvorhalt und Bildungsprozess als Effekte singulärer Inferenz;71
4.2.6;6 Kohärenzstörung und singuläre Inferenz im Bildungsprozess;82
4.2.7;7 Nihilierung eines Bildungsvorhalts;94
4.2.8;8 Didaktik der Bildungsprozesse;109
4.2.9;Literatur;112
4.3;3Responsivität und Medialität in Bildungs- und Erfahrungsprozessen;117
4.3.1;1 Medialität als Zugang;117
4.3.1.1;1.1 Erfahrung und Fremderfahrung;119
4.3.1.2;1.2 Zwischen Pathos und Response;121
4.3.1.3;1.3 Responsive „Arbeit der Erfahrung“;124
4.3.1.4;1.4 Transformationsprozesse;126
4.3.1.5;1.5 Medialität und Erfahrung;128
4.3.2;2 Zur Forderung einer bildungstheoretischen Reflexion der Medialität;130
4.3.2.1;2.1 Dimensionen des Medialen;131
4.3.2.1.1;2.1.1 Struktur der Selbst- und Weltverhältnisse;132
4.3.2.1.2;2.1.2 Bildungsanlässe;136
4.3.2.1.3;2.1.3 Trans- und Performationsprozesse;138
4.3.2.1.4;2.1.4 Empirische Anschlüsse;140
4.3.3;Literatur;141
4.4;4Irritation, Erfahrung und Verstehen;145
4.4.1;1 Sinn und Erfahrung in schulischen Lernprozessen;145
4.4.2;2 Die Bildungsdimension ästhetischer Erfahrung;148
4.4.3;3 Hermeneutik, Irritation und bildende Erfahrung;152
4.4.4;4 Zur Phänomenologie des Erfahrungen-Machens;155
4.4.5;5 Irritation als Beginn eines Erfahrungsprozesses;156
4.4.6;6 Die Öffnung eines Vorstellungs- und Phantasieraumes;159
4.4.7;7 Rückzug, Dialog und Versprachlichung;162
4.4.8;8 Fazit;164
4.4.9;Literatur;167
4.5;5Ungewissheit, der innere Feind für unterrichtliches Handeln;171
4.5.1;1 Vorbemerkung;171
4.5.2;2 Offenheit und Geschlossenheit;172
4.5.3;3 Offenheit und Ungewissheit;173
4.5.4;4 Die Notwendigkeit der Ungewissheit wie ihre Reduktion;175
4.5.5;5 Klassische Modellierungen zur Gewissheit und Ungewissheit;176
4.5.6;6 Gestaltungsphantasien gegen Ungewissheit;178
4.5.7;7 Grenzen der Pädagogik;179
4.5.8;8 Gewissheitssuggestionen und neue Anforderungen;181
4.5.9;9 Perspektiven;183
4.5.10;Literatur;185
5;II Empirische Beiträge der Hamburger Forschungsgruppe;186
5.1;6Zur empirischen Erforschbarkeit von Irritationen im Fachunterricht. Forschungsstand und method(olog)ische Überlegungen;187
5.1.1;1 Zum Forschungsstand;189
5.1.1.1;1.1 Perspektiven der allgemeinen Erziehungswissenschaft;191
5.1.1.2;1.2 Fachdidaktische Perspektiven;196
5.1.1.2.1;1.2.1 Perspektiven der Fachdidaktik Biologie und des Sachunterricht;196
5.1.1.2.2;1.2.2 Perspektiven der Theaterpädagogik;198
5.1.1.2.3;1.2.3 Perspektiven der Fachdidaktik Sport;201
5.1.1.2.4;1.2.4 Perspektiven der Kunstpädagogik;205
5.1.1.3;1.3 Zusammenfassung des Forschungsstandes;207
5.1.2;2 Desiderate und offene Fragen;211
5.1.3;3 Methodologisches und methodisches Vorgehen im Rahmen der Hamburger Studien;214
5.1.3.1;3.1 Untersuchungsdesign;214
5.1.3.2;3.2 Datenerhebung und Auswertung;216
5.1.3.2.1;3.2.1 Auswertung Biologiedidaktik und Theaterpädagogik;217
5.1.3.2.2;3.2.2 Auswertung Sportdidaktik;218
5.1.3.2.3;3.2.3 Auswertung Kunstpädagogik;219
5.1.4;4 Forschungsmethodologische Fragen;220
5.1.4.1;4.1 Reflexion des Verhältnisses von kategorialen zu sequenziellen Zugängen zum Material und Interpretationen;221
5.1.4.2;4.2 Reflexion normativer Setzungen;222
5.1.4.3;4.3 Reflexion der Medialität von Bildungsprozessen;223
5.1.5;5 Schlussbemerkung;224
5.1.6;Literatur;224
5.2;7Antworten auf Irritationsmomente im Biologie- und Theaterunterricht;230
5.2.1;1 Performativität als Handlungsmoment im Fachunterricht;230
5.2.2;2 Forschungsdesign und Methodik;236
5.2.3;3 Datengewinnung und Auswertung;238
5.2.4;4 Rekonstruktion der Anlässe von und Antwortweisen auf Irritation;239
5.2.4.1;4.1 „Das tote Schwein“ – eine Fallstudie;239
5.2.4.1.1;4.1.1 Diskursive Bearbeitung: Zwischen Gesellschaft und Individuum;240
5.2.4.1.2;4.1.2 Szenische Bearbeitung: Dem Schwein eine Stimme geben;245
5.2.4.1.3;4.1.3 Vergleichende Betrachtung;249
5.2.4.2;4.2 Entwicklung eines Modells unspezifischer und spezifischer Antwortweisen auf Irritation;251
5.2.4.3;4.3 Anlässe für Irritation;256
5.2.4.3.1;4.3.1 Gegenstandsbezogene Anlässe;257
5.2.4.3.2;4.3.2 Institutionsbezogene Anlässe;259
5.2.4.4;4.4 Die soziale Dimension von Irritation;260
5.2.5;5 Abschließende Bemerkungen und neue Fragen;261
5.2.6;Literatur;264
5.2.7;Quellen Transkription;267
5.3;8Antworten auf Bilder. Zu Irritationen im visuellen Bildungs- und Erfahrungsprozess;268
5.3.1;1 Grundannahmen und begrifflicher Rahmen zur Verortung von Irritationen;269
5.3.1.1;1.1 Erfahrung und Fremderfahrung;269
5.3.1.2;1.2 Irritation als Wirkung der Fremderfahrung;270
5.3.1.3;1.3 Erfahrung und Medialität;271
5.3.1.4;1.4 Erfahrung und Bildlichkeit;272
5.3.2;2 Fachspezifische Verortung von Irritationen durch die Kunst;273
5.3.2.1;2.1 Fremderfahrung, Irritation und Ungewissheit im kunstpädagogischen Diskurs;274
5.3.2.2;2.2 Irritation und Bildlichkeit im bildungstheoretischen Diskurs;276
5.3.3;3 Empirische Erforschung von Irritationen durch Bilder?;277
5.3.3.1;3.1 Experimentelles Forschungsdesign;277
5.3.3.2;3.2 Auswahl der Gruppen und der Bilder;278
5.3.3.3;3.3 Verfremdungen als Irritationspotenzial in der Bildsequenz Lo Straniero;279
5.3.3.4;3.4 Rahmung des Antwortens auf Lo Straniero;283
5.3.3.5;3.5 Methodisches: Auswahlprozesse und Darstellungsproblematik;284
5.3.3.6;3.6 Zur Falldarstellung: Antworten auf Lo Straniero;286
5.3.3.7;3.7 Zur Fallanalyse: Antworten als Verkörperung zwischen sprachlicher und visueller Ordnung;290
5.3.4;4 Ausblick;293
5.3.5;Literatur;296
5.3.6;Anhang;297
5.4;9Irritation als produktives Moment im bewegungsbezogenen Bildungsprozess?;300
5.4.1;1 Fachspezifische theoretische Einführung;301
5.4.1.1;1.1 Irritation und Ungewissheit als zentrales Moment einer philosophisch-anthropologischen Deutung des Sports;301
5.4.1.2;1.2 Irritationsmomente und Ungewissheitssituationen im Sportunterricht als „krisenhafter“ Anlass für die Möglichkeit von Bildungsprozessen?;304
5.4.2;2 Empirische Umsetzung;307
5.4.2.1;2.1 Design;307
5.4.2.2;2.2 Unterrichtsettings;308
5.4.2.3;2.3 Beschreibung der Stichprobe;310
5.4.2.4;2.4 Datenerhebung;311
5.4.2.5;2.5 Datenauswertung;311
5.4.3;3 Ergebnisse;312
5.4.3.1;3.1 Zum Umgang von Schüler/innen mit Irritationssituationen im Sportunterricht – ein empiriebasiertes heuristisches Modell;313
5.4.3.2;3.2 Kategorie Spezifisches Antworten;314
5.4.3.2.1;3.2.1 Antworten als Beschäftigung mit dem situativen Moment der Irritation vs. Antworten als Rückgriff auf Referenzsysteme;315
5.4.3.2.2;3.2.2 Spontanes Antworten vs. Antworten nach und nach;316
5.4.3.2.3;3.2.3 Wechsel/Gleichzeitigkeit der Medien Sprache und Bewegung;316
5.4.3.3;3.3 Kategorie Unspezifisches Antworten;317
5.4.3.4;3.4 Fallbeispiele;318
5.4.4;4 Diskussion;325
5.4.5;Literatur;328
5.5;10 Zuwenden und Vermeiden. Irritation in kollektiven Theaterprozessen;331
5.5.1;1 Irritation als Auslöser von Schwellenzuständen;334
5.5.2;2 Irritation in Differenzerfahrungen;336
5.5.3;3 Empirischer Untersuchungsgegenstand;338
5.5.3.1;3.1 Wo treten in kollektiven Probenprozessen Irritationen auf?;339
5.5.3.1.1;3.1.1 Das Irritationspotenzial der Aufführungssituation;339
5.5.3.1.2;3.1.2 Das Irritationspotenzial von Performativität und Ereignishaftigkeit;342
5.5.3.2;3.2 Praktiken des Antwortens auf Irritation;344
5.5.3.2.1;3.2.1 Praktiken des Vermeidens;345
5.5.3.2.2;3.2.2 Praktiken des Zuwendens;347
5.5.3.2.3;3.2.3 Paradoxale Strukturen von Zuwenden und Vermeiden;348
5.5.4;4 Fazit und Ausblick;350
5.5.5;Literatur;353
5.5.6;Transkribierte Gruppendiskussionen der Unterrichtsintervention;354
6;IIIWeitere empirische Beiträge im Themenfeld;355
6.1;11Was bedeutet ein aufmerksamer Umgang mit Kontingenz für die kunst- und theaterpädagogische Vermittlungspraxis? Das teambasierte Forschungsprojekt Kalkül und Kontingenz als Anlass für Bildungsprozesse;356
6.1.1;1 Lernen von der Bildungstheorie: die Begriffe ‚Kalkül‘ und ‚Kontingenz‘;357
6.1.2;2 Das fachdidaktische Forschungsprojekt Kalkül und Kontingenz;359
6.1.3;3 Aufmerksamkeit für Kontingentes herstellen: Kontingenzexperimente mit scores;361
6.1.4;4 Vom Sehen zum ‚Lesen‘ von Situationen;363
6.1.5;5 Die Situation als Text, Dekonstruktion als Lektüremodus;367
6.1.6;Literatur;369
6.2;12Auf implizites Wissen setzen: zur Ungewissheit ästhetischer Praktiken;370
6.2.1;1 Ästhetische Praktiken;371
6.2.2;2 Implizites Wissen in ästhetischen Praktiken;372
6.2.3;3 Irritation als Anlass für Reflexion;374
6.2.4;4 Reflexion impliziten Wissens in der Malerei;375
6.2.5;5 Ungewissheit in ästhetischen Praktiken;377
6.2.6;6 Auf implizites Wissen setzen;378
6.2.7;7 Rücksicht auf Ungewissheit;380
6.2.8;Legende zum Interview-Transkript;381
6.2.9;Literatur;381
6.3;13Negative Erfahrungen als Reflexionsanlässe im alltäglichen Sportunterricht;383
6.3.1;1 Einleitung;383
6.3.2;2 Erfahrungsprozesse und Krisenkonstellationen im alltäglichen Sportunterricht;385
6.3.3;3 Fachdidaktische Zuspitzungen: Bildung als reflexive Handlungsfähigkeit;389
6.3.4;4 Fallrekonstruktion;391
6.3.4.1;4.1 Zum methodischen Vorgehen;391
6.3.4.2;4.2 Der Fall: Anne pfeift;393
6.3.5;5 Fazit;398
6.3.6;Literatur;399
6.4;14Ein praktisch-rezeptiver Perspektivwechsel am Beispiel von Arnold Böcklins Toteninsel;402
6.4.1;1 Standortbestimmung;403
6.4.1.1;1.1 Rezeptionstheoretische und -didaktische Grundlegungen;403
6.4.1.2;1.2 Konzeptionelle bzw. bildungstheoretische Verortung im Kontext dieses Sammelbandes;406
6.4.2;2 Böcklins Toteninsel als Unterrichtsgegenstand;408
6.4.2.1;2.1 Die Historische Distanz des Bildes und die Erfahrungsreichweite der Rezipierenden;408
6.4.2.2;2.2 Das Bild und seine Unbestimmtheitsstellen;410
6.4.3;3 Bildvermittlung;413
6.4.3.1;3.1 Rezeptionsmethodische Umsetzung;413
6.4.3.2;3.2 Arbeitsergebnisse;416
6.4.4;4 Resümee;421
6.4.5;Literatur;423
6.4.6;Tatort-Folgen;425




