Baeumer / Bekker | Rügen Krimi - Rügen, Ranen, Rachedurst | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 212 Seiten

Baeumer / Bekker Rügen Krimi - Rügen, Ranen, Rachedurst

Cassiopeiapress Krimi
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7368-6531-0
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Cassiopeiapress Krimi

E-Book, Deutsch, 212 Seiten

ISBN: 978-3-7368-6531-0
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ein Krimi mit dem aus Film und Fernsehen bekannten Maden-Doktor und Kriminalbiologen Mark Benecke als Ermittler! Eine Verbrechenserie sucht Deutschlands beliebteste Ferieninsel heim - und schon bald braucht die Polizei die Hilfe des Maden-Doktors. Ein Roman, in dem zahlreiche reale Personen in einer fiktiven Handlung mitspielen (und dazu natürlich ihr Einverständnis gegeben haben). Erzählt wird eine Verbrechenserie auf Deutschlands größter Ferieninsel. Garniert wird der Plot durch überwiegend echte Persönlichkeiten und realen Schauplätzen. Dieses Momentum spricht den Leser ganz besonders an. Hauptdarsteller Georg Schmitz mimt den rasenden Reporter aus Westdeutschland. Er muss einige Abenteuer im Stil des investigativen Journalisten bestehen. Unterstützt wird er dabei von Deutschlands bekanntestem Kriminalbiologen aus Funk- und Fernsehen, Dr. Mark Benecke. Dieser ist dem Geheimnis von exotischen Käfern und der Kultstätte der Ranen auf der Spur. Deren Siedlungen auf Rügen reichen bis ins frühe Mittelalter des Eilands zurück. Langeweile kommt beim Lesen nie auf, denn die Story ist ständig in Bewegung. Im Buch erleben sympathische Protagonisten einen spannenden Kriminalfall, deren Bühne Deutschlands größte Insel liefert. Einheimischen, Touristen und Kulturinteressierten wird vieles bekannt vorkommen. Rügen erfreut sich aber auch im Allgemeinen eines hohen Bekanntheitsgrades. Somit ist allen Lesern eines gemein: der Wiedererkennungswert.

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2. Kapitel

Als sie ins Hafenhotel Viktoria zurückgekehrt waren, trug Lydia Benecke es einigermaßen mit Fassung, dass ihr Mann beabsichtigte, noch ein paar Dinge in diesem Fall zu klären. „Ein paar Dinge heißt alles“, meinte sie. „Und zwar restlos alles. Vorher bist du doch nicht zufrieden. Ich kenne dich doch!“ „Nur bis der Kommissar aus Stralsund und seine Mitarbeiter die Sache selbst auf die Reihe bekommen“, schränkte Benecke etwas kleinlaut ein. George hatte sich zwischenzeitlich bei dem Kellner Heiko nach Herrn und Frau Steinmüller erkundigt und wurde nach draußen zum Strandkorb verwiesen. Das Ehepaar trank Bier und versuchte, das schreckliche Geschehen zu verarbeiten. Natürlich waren die beiden sofort bereit, Fragen zu beantworten und sogar dankbar dafür, dass außer der Polizei noch jemand mit ihnen darüber sprechen wollte. Sie vereinbarten, sich in dem zum Hotel gehörenden Biergarten zu treffen. Das Wetter war gut genug dafür, und das Hotelrestaurant oder die ebenfalls zum Viktoria gehörende Fischerstube konnte man ja auch noch in Beschlag nehmen, wenn sich die alten Ranengötter mal als nicht so großzügig mit dem Sonnenschein erwiesen. George war seit seiner ersten Begegnung mit dem Kriminalbiologen nicht zum Essen gekommen und dachte, dass man bei einem Stück Blaubeerkuchen vielleicht alles etwas lockerer besprechen könnte. Benecke war der Erste am Treffpunkt. Seine Frau Lydia hatte einen schönen Tisch ausgesucht, und der Kellner hatte ihm bereits ein Stück des frisch gebackenen Blaubeerkuchens gebracht. Aber der Kriminalbiologe war nur mit halber Aufmerksamkeit beim Kuchen, von dem er wie beiläufig immer wieder ein Stück zu sich nahm. Sein Hauptaugenmerk war auf den Bildschirm seines MacBooks gerichtet. Dieser hatte zwar derzeit seine Macken, aber, um die Bilder vom Leichenfundort genauestens in Augenschein nehmen zu können, war er eben doch besser geeignet als die Digital-Kamera. Die Steinmüllers kamen nun in den Biergarten und waren zunächst etwas eingeschüchtert, weil sie Benecke aus dem Fernsehen kannten. „Ja, setzen Sie sich schon mal“, sagte Benecke freundlich. „Der Blaubeerkuchen ist wirklich sehr zu empfehlen!“ George war noch nicht aufgetaucht, denn er hielt noch einen kleinen „Schnack“ mit einer Hotelangestellten. Herrn und Frau Steinmüller schien die Tatsache, dass George verschwunden war, noch zusätzlich zu verunsichern. „Tja, ich weiß nicht. Sollen wir denn schon anfangen?“, fragte Frau Steinmüller, eine Mittfünfzigerin mit dunkelblonden Haaren. Lydia entging allerdings nicht, dass sie gefärbt waren, denn der Haaransatz war grau. Ihr Mann hatte so gut wie keine Haare mehr auf dem Kopf und die wenigen, die dort noch wuchsen, waren kurz geschoren. Während Frau Steinmüller eher vollschlank war, wirkte ihr Mann hager, was ihn allerdings auch etwas älter erscheinen ließ. Benecke war noch immer auf den Bildschirm konzentriert. Er hoffte, dass sein Gerät sich gnädig zeigte und sich seine Macken für irgendwann später aufhob. Aber diesen Gefallen tat es ihm nicht. Plötzlich erstarrte der Cursor und dann geschah gar nichts mehr. „Ende“, murmelte Benecke. „So ein Mist, dass mich das Ding gerade jetzt im Stich lässt!“ Er klappte es zu. „Das kriegen wir schon hin“, meinte Lydia besänftigend. Benecke blickte auf und meinte an Steinmüllers gewandt: „Bevor ich Sie etwas zu dem kopflosen Leichnam frage, mal was anderes: Ich habe gehört, Sie nehmen hier an einem Krimi-Event teil?“ „Ja, jenau“, berlinerte Herr Steinmüller schon fast enthusiastisch. „Wir sind nämlich beide jroße Krimi-Fans, und da hat uns unser Sohn etwas janz Tolles spendiert. Nämlich die Teilnahme an diesem Krimi-Event.“ „Live-Krimi-Event“, ergänzte seine Frau. „Det is so eine Art Rollenspiel für Erwachsene. Man is quasi Teil einer erfundenen Krimi-Handlung. Aber nach dem, was wir jetzt erlebt haben, weß icke jar nich, ob wir darauf eijentlich noch Lust haben.“ „Aber die Karten verfallen doch sonst“, meinte Frau Steinmüller, und in ihrer Stimme schwang Enttäuschung mit. „Klar gehen wir da hin. Das hat jetzt mit dem Toten doch auch eigentlich gar nichts zu tun, schließlich ist das nichts weiter als ein Spiel!“ „Na, mal sehen“, sagte Herr Steinmüller, dessen gerunzelte Stirn andeutete, dass in dieser Sache das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen worden war. „Ja, willst du denn in Zukunft auch nicht mehr fernsehen oder Bücher lesen, nur weil uns das jetzt etwas mitgenommen hat, was wir da am Ziegenstein gesehen haben?“, wollte seine Frau wissen. „Ich sage immer, der Tod ist ein Teil des Lebens“, fügte sie noch hinzu. Und dann sah sie Benecke an und fuhr fort: „Ist doch so, oder?“ „Also, rein biologisch gesehen, haben Sie natürlich völlig recht“, gestand Benecke zu, der ja immerhin auch ein Kinderbuch zu dem Thema geschrieben hatte, was eigentlich mit einer Maus geschah, wenn sie verweste und von Kleinstlebewesen zersetzt wurde. „Sind Sie eigentlich bei der Polizei richtig als Beamter auf Lebenszeit tätig?“, fragte Frau Steinmüller interessiert. „Oder haben Sie einen Vertrag mit dem Fernsehen, wie der Gottschalk?“ „Weder noch“, sagte Benecke leicht amüsiert und kam nun auf das eigentliche Gesprächsthema zurück. „Ich habe ja nun schon mitbekommen, was für ein Schock das für Sie gewesen ist, als Sie die Leiche entdeckt haben …“ „Det können Se laut sagen!“, meinte nun wieder Herr Steinmüller. „Wir jehen da janz friedlich her und denken uns nichts Böses und icke setz mir dann noch die Lesebrille auf, um erkennen zu können, wat auf der Schrifttafel so alles Interessantes über die Dolmengräber auf Rügen jeschrieben steht, da gellt plötzlich ein Schrei! Wie in diesen alten Edjar-Wallace-Filmen, wenn der Klaus Kinski aufjetreten ist.“ „Und wer hat da geschrien?“, fragte Benecke. „Na, meine Frau, wer denn sonst?“, meinte Herr Steinmüller treuherzig. „Jetzt übertreibst du aber!“, protestierte seine Frau. „So doll habe ich doch gar nicht geschrien!“ „Also icke sach Ihnen ehrlich, icke habe jar nich gewusst, dass meine Frau so laut schreien kann, denn normalerweise bringt sie eijentlich nichts aus der Ruhe. Aber in dem Moment … Meine Herren!“ „Ja, das hat mich ja auch gewissermaßen völlig unvorbereitet getroffen!“, verteidigte sich Frau Steinmüller. „Und wie ging es dann weiter?“, wollte Benecke wissen, während nun endlich Georg Schmitz den Biergarten betrat und sich ebenfalls an den Tisch setzte. „Sie haben noch nichts Wesentliches verpasst“, wandte sich Lydia Benecke kurz an den Lokalreporter in fremdem Revier. Die beiden Steinmüllers sahen sich gegenseitig an und zuckten dann nahezu im selben Augenblick mit den Schultern. „Als meine Frau zu schreien aufjehört hatte und icke den Kopflosen auch jesehen hatte, habe icke mit dem Handy die Polizei anjerufen.“ „Nein, du hast es versucht“, korrigierte seine Frau, „aber dein Handy-Akku war mal wieder leer …“ „Ja, ja“, knurrte Herr Steinmüller. „Aber det spielt doch jar keine Rolle.“ Frau Steinmüller wandte sich an Benecke und fuhr mit hochgezogenen Augenbrauen fort: „Also, mein Mann musste mein Handy nehmen, weil er die ganze Zeit mit seinem Gerät Videoaufnahmen gemacht hat. Ich war ja zugegebenermaßen so durch den Wind, dass ich bei dem Anruf kein vernünftiges Wort herausgebracht hätte.“ „Sie haben während Ihres Spaziergangs zu den Ziegensteinen mit dem Handy gefilmt?“, hakte Benecke interessiert nach. „Ja, sicher“, meinte Herr Steinmüller. „Haben Sie auch der Polizei davon erzählt?“ Wieder sahen sich die Steinmüllers kurz an, zuckten gemeinsam die Schultern und schüttelten anschließend annähernd synchron die Köpfe. „Danach hat doch niemand jefragt!“, stellte Herr Steinmüller dann fest. „Kann ich mir die Aufnahmen von Ihrem Chip herunterkopieren?“, fragte Benecke. „Wenn Se wissen, wie det jeht …“ „Kein Problem! Wenn mein MacBook jetzt funktionieren würde …“ „Nehmen Sie doch meinen Laptop“, schlug George hilfsbereit vor. „Danke“, sagte Benecke und wandte sich dann wieder den Steinmüllers zu. „Und nun schildern Sie mir doch bitte, ob Ihnen irgendetwas Besonderes aufgefallen ist.“ „Abjesehen von dem Toten ohne Kopf auf dem Ziegenstein – nichts“, sagte Herr Steinmüller. „Wie schon erwähnt, wir sind Krimi-Fans und wissen natürlich Bescheid.“ „Also,...



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