Banks | Breathless - Verheißungsvolle Sehnsucht | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: LYX.digital

Banks Breathless - Verheißungsvolle Sehnsucht


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-8025-9157-0
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-8025-9157-0
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das fulminante Finale der fesselnden Breathless-Trilogie - erotisch, romantisch und provokant! Ash McIntyre hatte schon immer unkonventionelle Ansichten über Sex. Er ist dominant und bevorzugt unterwürfige Frauen - die er bislang stets mit seinem besten Freund Jace teilte. Doch seit Jace die Liebe seines Lebens gefunden hat, fühlt Ash sich als Außenseiter. Da trifft er auf die wunderschöne Josie, die ihn augenblicklich fasziniert. Sie ist alles, was Ash sich von einer Frau erträumt - doch kann er ihr das geben, was sie sich von ihm wünscht?



Maya Banks lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Texas. Wenn sie nicht schreibt, unternimmt sie gerne Reisen mit ihrer Familie. Mit ihrer New-York-Times-Bestseller-Serie Sweet schreibt sie seit Jahren erfolgreich im Genre der Erotik.

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Ash saß bei geschlossener Tür in seinem Büro und brütete über einem Bericht. Was da vor ihm lag, waren keine Geschäftsunterlagen. Es war keine Finanzübersicht. Keine E-Mail, auf die er hätte antworten müssen. Es war ein Dokument, das sich mit Josie Carlysle beschäftigte.

Er hatte nicht lange gezögert und einen Gefallen bei der gleichen Agentur eingefordert, die er schon mit der Überprüfung von Bethany beauftragt hatte, was Jace damals sehr verärgert hatte. Die Agentur war gut, aber noch wichtiger: Sie war schnell. Er hatte Josie seit der Begegnung im Park nicht vergessen können. Ebenso wenig war er in der Lage gewesen, die fast schon an Besessenheit grenzende Fixierung auf sie abzuschütteln. Er wusste noch nicht einmal genau, wie er dieses Gefühl benennen sollte, erkannte aber, dass er sich fast genau wie Jace verhielt, als dieser Bethany kennengelernt hatte. Damals hatte er nicht gezögert, seinen Freund auf dessen törichtes Verhalten und seine Unbesonnenheit hinzuweisen. Was würde Jace wohl von ihm denken, wenn er wüsste, dass Ash Josie im Grunde schon ausspionierte? Sein Freund würde denken, dass er den Verstand verloren hatte. Genau wie Jace selbst damals – und heute – wegen Bethany.

Laut dem Bericht vor ihm war Josie achtundzwanzig und hatte ein Kunststudium absolviert. Sie lebte in einer Atelierwohnung im Souterrain eines Stadthauses auf der Upper East Side. Der Mietvertrag lief auf ihren Namen. Nicht auf den eines Mannes. Im Grunde lieferte der Bericht nur wenige Hinweise auf einen Mann, die sich zudem darauf beschränkten, dass er sie in unregelmäßigen Abständen abholte. Der Bericht umfasste lediglich eine Zeitspanne von wenigen Tagen, da Ash die Informationen sofort nach dem ersten Treffen mit Josie angefordert hatte und dieses noch nicht länger zurücklag.

Ihre Zeit verbrachte sie größtenteils in dem Park, wo sie malte oder zeichnete. Einige ihrer Arbeiten waren in einer kleinen Kunstgalerie auf der Madison ausgestellt, doch keine davon war verkauft worden. Zumindest nicht, seitdem Ash jemanden mit der Beschattung beauftragt hatte. Sie entwarf außerdem ausgefallenen Schmuck und unterhielt eine Website sowie einen Onlineshop, über den sie die von ihr angefertigten Stücke verkaufte.

Allem Anschein nach war sie ein freier Geist. Ohne geregelte Arbeitszeit. Überhaupt ohne geregeltes Leben. Sie kam und ging offenbar, wie es ihr gefiel. Sie war vermutlich eine Einzelgängerin, so viel konnte man selbst nach dieser kurzen Zeitspanne der Beobachtung wohl folgern. Sie war bisher nur mit dem Mann gesehen worden, von dem Ash annahm, dass er ihr Dom war.

Doch das ergab für ihn keinen Sinn. Wenn Josie diesem Mann gehörte, würde er ganz bestimmt mehr Zeit mit ihr verbringen, außerdem wäre sie nicht so viel allein. Der Typ schien zwar scharf auf Josie zu sein, doch die Beziehung wurde entweder von ihm oder von ihr nicht ernst genommen.

War das Ganze nur ein Spiel?

Ash hatte zwar nichts dagegen, wenn Leute das taten, worauf sie gerade Lust hatten, aber Unterwerfung war für ihn kein Spiel. Unterwerfung war alles. Er hatte keine Zeit dafür, und diese Art von Spielchen nervten ihn einfach. Wenn eine Frau sich nicht voll und ganz darauf einließ, war er weg. Wenn sie Sexspielchen wollte, bei denen sie so tat, als wäre sie eine Sub – inklusive niedlichen Rollenspielen und Zerren an seiner Kette, um »bestraft« zu werden –, dann gab er ihr ganz schnell den Laufpass.

Allerdings hatte er die meisten Frauen, mit denen er geschlafen hatte, mit Jace geteilt. Es hatte klare Regeln gegeben, und die Frauen hatten von Anfang an Bescheid gewusst. Aber Bethany hatte das über den Haufen geworfen, hatte alle Regeln gebrochen. Jace hatte nicht mehr teilen wollen, und Ash hatte es schließlich verstanden. Zwar nicht sofort, aber jetzt war es ihm klar. Was aber nicht bedeutete, dass er diese Verbindung mit seinem besten Freund nicht vermisste.

Andererseits hatte jetzt, da Jace nicht mehr dabei war, Ash allein das Sagen. Er musste sich keine Gedanken mehr darüber machen, seinem besten Freund nicht ins Gehege zu kommen, ihn nicht zu verärgern oder andere als seine eigenen Regeln zu befolgen.

Das gefiel ihm. Das gefiel ihm sehr. Ihm war immer klar gewesen, dass viele ihn falsch einschätzten. Im Vergleich zu Gabe und Jace hielt man Ash immer für locker und unbeschwert, für den Das-ist-mir-scheißegal-Typen. Ein Cooler, der vielleicht sogar leicht herumzukriegen war. Nichts davon stimmte. Von den dreien war er derjenige mit den heftigsten Gefühlsregungen, da war er sich sicher. Er hatte sich immer zurückgehalten, wenn er und Jace mit derselben Frau zusammen waren, weil er wusste, dass er viel weiter gehen würde, als sein Freund je zu gehen bereit sein würde. Deshalb hatte er sich an Jace’ Regeln orientiert und diese Seite seiner Persönlichkeit unter Verschluss gehalten … den Teil seiner Persönlichkeit, der sonst die Kontrolle an sich reißen würde. Und, nun ja, es hatte eigentlich auch nie eine Frau gegeben, die ihn in Versuchung geführt hätte, diese Seite ganz auszuleben.

Bis jetzt.

Und das war dumm. Er kannte Josie doch überhaupt nicht. Er wusste zwar über sie Bescheid, das schon, der Bericht ging sehr ins Detail. Aber er sie nicht. Er wusste nicht, ob ihr überhaupt gefiel, was Ash ihr gäbe. Was er .

Und darum ging es. Um das, was er sich nähme. Denn er würde sich viel nehmen. Er würde auch viel geben, aber seine Forderungen würden selbst jemandem, der mit seinem Lebensstil vertraut war, gewaltig erscheinen.

Er senkte den Blick wieder auf den Bericht und überlegte, was er als Nächstes tun sollte. Er hatte bereits einen Mann auf sie angesetzt. Die Vorstellung, dass sie so viel allein war, störte ihn. Es war für ihn eigentlich vollkommen in Ordnung, wenn eine Frau in der Stadt machte, was sie wollte. Aber bei Josie störte es ihn. Sehr. Hatte ihr vermeintlicher Dom überhaupt eine Ahnung davon, wo sie tagsüber war? Beschützte er sie? Oder gab er sich nur dann mit ihr ab, wenn er jemanden fürs Bett brauchte?

Ein leises Knurren stieg in ihm auf, das er eilig unterdrückte. Er würde sich endlich beruhigen und die Sache regeln müssen. Diese Frau bedeutete ihm nichts. Aber kaum hatte er den Gedanken zu Ende gedacht, wusste er, dass er sich belog. Sie bedeutete ihm durchaus etwas. Er wusste nur noch nicht was.

Sein Handy klingelte, und er runzelte die Stirn, als er den Namen des Anrufers auf dem Display sah: Es war der Mann, der Josie beschattete.

»Ash«, meldete er sich kurz angebunden.

»Mr McIntyre. Ich bin’s, Johnny. Ich wollte Ihnen nur kurz mitteilen, was ich gerade gesehen habe. Nach allem, was Sie mir erzählt haben, wollen Sie vermutlich wissen, was hier gerade passiert ist.«

Ash setzte sich alarmiert auf. »Was ist los? Ist sie verletzt?«

»Nein, Sir. Sie war nur gerade bei einem Pfandleihhaus. Sie hat irgendwelchen Schmuck verkauft, ich war im Laden und habe das Gespräch mit dem Pfandleiher belauscht. Sie sagte, sie bräuchte Bargeld, um ihre Miete zu bezahlen. Er fragte, ob sie den Schmuck verkaufen oder beleihen wollte, und sie antwortete, verkaufen, weil sie Zweifel daran hatte, ihn je wieder auslösen zu können … dafür müsste sich schon irgendetwas grundlegend ändern. Sie sagte nicht, was für eine Veränderung das sein würde, aber ich dachte mir, Sie wüssten vielleicht gerne, was sie treibt.«

Wut stieg in ihm auf. Was zum Teufel sollte das denn? Warum verkaufte Josie ihren Schmuck an einen Pfandleiher? Warum gab ihr verdammter Dom ihr kein Geld, wenn sie welches brauchte? Warum beschützte er sie nicht besser? Würde sie ihm gehören, müsste sie nie im Leben einen Fuß in ein schäbiges Pfandleihhaus setzen.

»Kaufen Sie den Schmuck«, stieß Ash hervor. »Jedes einzelne Stück. Egal, was er kostet. Und dann bringen Sie ihn her.«

»Ja, Sir«, sagte Johnny.

Ash beendete das Gespräch und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Die Gedanken rasten in seinem Kopf. Mit dem Handy am Ohr sprang er auf und befahl seinem Fahrer, sich vor dem Gebäude für ihn bereitzuhalten.

Im Flur wäre er fast mit Gabe zusammengestoßen.

»Ash, hast du eine Sekunde Zeit?«, rief Gabe, als Ash ohne anzuhalten weiterging.

»Jetzt nicht«, stieß Ash hervor. »Hab was zu erledigen. Ich komme später zu dir, okay?«

»Ash?«

Ash blieb stehen. Er brodelte innerlich vor Ungeduld, als er sich zu seinem Freund umdrehte. Gabe musterte ihn eingehend mit sorgenvollem Blick.

»Alles in Ordnung?«

Ash nickte. »Ja, alles gut. Du, ich muss los. Ich melde mich später bei dir.«

Gabe nickte, aber Ash las den Zweifel in seinem Blick. Er würde Gabe auf keinen Fall erzählen, was ihn so sehr beschäftigte. Gabe hatte schon genug mit seiner Hochzeit zu tun. Verdammt … die war ja schon morgen! Wahrscheinlich wollte Gabe sich in aller Ausführlichkeit mit ihm über die Hochzeit und die Zeremonie unterhalten.

Ash blieb am anderen Ende des Ganges stehen und drehte sich noch einmal zu seinem Freund um.

»Läuft bei den Hochzeitsvorbereitungen alles glatt? Geht’s Mia gut? Brauchst du irgendwas?«

Gabe blieb an seiner Bürotür stehen und lächelte. »Alles in Ordnung. Oder zumindest wird alles in Ordnung sein, wenn ich diese verdammte Zeremonie endlich hinter mir habe und sie mir gehört. Steht die Verabredung für heute Abend noch? Jace ist wild entschlossen, einen Junggesellenabschied für mich zu schmeißen, was Mia gar nicht freut....


Banks, Maya
Maya Banks lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Texas. Wenn sie nicht schreibt, unternimmt sie gerne Reisen mit ihrer Familie. Mit ihrer New-York-Times-Bestseller-Serie Sweet schreibt sie seit Jahren erfolgreich im Genre der Erotik.

Maya Banks lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Texas. Wenn sie nicht schreibt, unternimmt sie gerne Reisen mit ihrer Familie. Mit ihrer New-York-Times-Bestseller-Serie Sweet schreibt sie seit Jahren erfolgreich im Genre der Erotik.



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