Banks | Dark Surrender - Liebe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: LYX.digital

Banks Dark Surrender - Liebe


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8025-9647-6
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-8025-9647-6
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



KÖNNEN SIE DAS FEUER IHRER LIEBE NEU ENTFACHEN? Vor fünf Jahren gaben Chessy und Tate sich das Ja-Wort. Damals glaubten sie, dass die Leidenschaft, die sie füreinander empfanden, niemals erlöschen könnte. Doch inzwischen hat der Alltag die beiden eingeholt. Tates berufliche Verpflichtungen drohen mehr und mehr, ihre Ehe zu zerstören. Um das Feuer ihrer Liebe neu zu entfachen, plant Tate deshalb eine unvergessliche Nacht mit Chessy. Doch statt ihr Vertrauen zurückzuerobern, bringt er sie durch einen Moment der Unachtsamkeit in Gefahr. Und plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel, als er je hätte ahnen können ...

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1


Chessy Morgan fuhr in eine Parklücke auf dem Parkplatz des Lux Cafés in Houston und sah überrascht, dass sowohl Kylies als auch Joss’ Auto bereits nicht weit entfernt abgestellt waren.

Dass Kylie schon da war, verblüffte sie nicht weiter. Kylie war immer pünktlich. Aber Joss? Joss kam ständig zu spät. Chessy und Kylie mussten fast immer auf Joss warten, die dann lachend in das Restaurant gestürmt kam, in dem sie miteinander verabredet waren, und stets eine überflüssige Entschuldigung für ihre Saumseligkeit auf den Lippen hatte.

Aber, ach, wer konnte auf Joss böse sein? Vor allem wegen etwas so Unwichtigem wie regelmäßigem Zuspätkommen. Joss war eine Frau, die mit ihrer Fröhlichkeit und Güte jeden Raum erstrahlen ließ. Joss hatte viel durchgemacht, und es hatte lange gedauert, bis aus der trauernden Witwe nach dem Tod von Carson die Joss von heute geworden war … glücklich, verliebt und verheiratet mit Dash, dem besten Freund ihres früheren Ehemannes. Chessy freute sich unbändig für ihre Freundinnen. Joss und Kylie hatten beide ihre große Liebe gefunden. Besonders für Kylie war das eine große Sache. Sie hatte riesige Fortschritte gemacht, als es ihr schließlich gelungen war, die Dämonen der Vergangenheit zu besiegen, die so lange Einfluss auf ihr Leben genommen hatten.

In Jensen hatte Kylie mehr als nur den passenden Partner gefunden; die beiden gaben ein wundervolles Paar ab. Chessy zweifelte nicht eine Sekunde daran, dass Jensen für Kylie absolut perfekt war.

Wenn Chessy über ihr eigenes Liebesleben – ihre Ehe – doch nur das Gleiche sagen könnte … dass alles genauso perfekt wäre wie bei ihren Freundinnen.

Sie stieß einen leisen Seufzer aus, stieg aus ihrem Mercedes SUV und bedachte den Siebensitzer mit einem kläglichen Blick über die Schulter. Als sie von Tate damit überrascht worden war, hatte sie sich gefragt, warum um Himmels willen er ihr etwas so Großes besorgt hatte. Aber er hatte sie nur mit seinem charmant schelmischen Funkeln in den Augen angesehen und ihr gesagt, dass es das am besten geeignete Fahrzeug wäre, um ihre Kinder damit zu transportieren. Die Kinder, von denen sie immer sagten, dass sie sie haben wollten. Das war am Anfang ihrer Ehe ein Thema gewesen, über das sie häufig gesprochen hatten. Sie hatten in gemeinsamen Träumen von einer großen Familie und einem Haus voller Kinder geschwelgt, das von Liebe und Lachen erfüllt war. Doch in letzter Zeit war er dem Thema Kinder ausgewichen.

Er war, nachdem er sich selbstständig gemacht hatte und von seinem Partner im Stich gelassen worden war, immer noch dabei, seine Firma aufzubauen. Er wollte abwarten, bis sich seine Situation stabilisiert und er sich am Markt etabliert hatte, ehe sie sich Kinder anschafften. Aber insgeheim fragte Chessy sich mittlerweile, ob dieser Tag wohl jemals kommen würde. Seit einem Jahr hatte sie sich nicht mehr getraut, das Thema zur Sprache zu bringen.

Sie hatte das Gefühl, als würde Tate ihr immer mehr entgleiten. Er wurde völlig von seiner Arbeit vereinnahmt, und sie kam nur noch an zweiter oder gar dritter Stelle; bloß der Himmel wusste, welche Position sie gegenwärtig auf seiner Prioritätenliste innehatte.

»Um Gottes willen, Chessy. Hör auf, so ein Drama daraus zu machen. So schlimm ist es nun auch wieder nicht. Tate liebt dich. Du liebst ihn. Du musst einfach nur Geduld haben und diese Phase durchstehen. Alles wird in Ordnung kommen«, schalt sie sich selbst.

Sie setzte für ihre Freundinnen eine fröhliche Miene auf, als sie das Restaurant betrat, und achtete darauf, dass man ihr ihre trüben Gedanken nicht ansah. Auf keinen Fall sollten sie sich noch mehr Sorgen machen, als sie es ohnehin schon taten. Sie wussten seit Monaten, dass nicht alles so war, wie es sein sollte. Chessy hatte die Blicke bemerkt, die die beiden miteinander tauschten, wenn sie meinten, sie würde es nicht sehen. Ihr entging nichts. Weder die besorgten Blicke noch der Zweifel in den Augen ihrer Freundinnen. Sie wusste, dass sie sich wegen ihr und Tate Gedanken machten. Aber die beiden waren glücklich. Überglücklich. Und Chessy wollte sie nicht mit ihren Problemen runterziehen.

Sie war diejenige, die immer förmlich übersprudelte. Diejenige, auf deren gute Laune man sich verließ und die alle mitriss. Aber sie war eine Katastrophe, wenn es darum ging, ihre Gefühle zu verbergen. Ob es ihr nun gut ging oder nicht, man sah es ihr immer sofort an. Wenn sie glücklich war, war sie richtig glücklich. Sie schäumte dann über vor Freude und strahlte förmlich, wie ihr ihre Freundinnen häufig sagten. Das Problem an der Sache war, dass ihre Freundinnen es aber auch sofort bemerkten, wenn sie nicht gut drauf war. Sie lasen in ihr wie in einem offenen Buch, blickten hinter jede Fassade, und egal was sie anstellte, sie ließen sich nie auch nur eine Sekunde lang täuschen.

Trotzdem nahm sie Haltung an und setzte ein stählernes Lächeln auf, bei dem ihre Wangen vor Anstrengung zu schmerzen anfingen, während sie zu der Nische ging, in der Kylie und Joss bereits Platz genommen hatten.

»Gott sei Dank! Endlich bist du da!«, rief Kylie und griff sofort nach Chessys Hand, um sie auf die Rundbank neben sich zu ziehen. »Joss leuchtet förmlich, und sie hat den speziellen Blick in den Augen, der für mich auf ein Geheimnis schließen lässt, aber sie hat sich tatsächlich geweigert, vor deinem Eintreffen irgendetwas zu verraten.«

Chessy fiel fast auf die Bank, nachdem Kylie sie mit einem Ruck neben sich gezogen hatte, und grinste über Kylies Erregung, dass Joss ihre Neuigkeit erst preisgeben wollte, wenn auch Chessy eingetroffen war. Ein Teil ihres Schmerzes verflog. Wie sollte es auch anders sein, wenn sie mit ihren beiden besten Freundinnen zusammen war? Allein ihre Gegenwart nahm ihr etwas von ihrer Traurigkeit, die in letzter Zeit ihr ständiger Begleiter geworden zu sein schien.

»Ah, genau, ich sehe, was Kylie meint, Joss«, sagte Chessy, während sie ihre Freundin musterte. »Du hast eindeutig den Ausdruck einer Katze im Gesicht, die sich am Sahnetopf bedient hat, und du leuchtest wirklich. Jetzt komm schon, spuck’s endlich aus. Die Schwesternschaft ist zusammen, worauf wartest du also noch. Ich will dir keine Daumenschrauben ansetzen müssen, denn ich garantiere dir, dass Kylie in dieser Sache zu mir halten wird. Die Arme hat schon so lange warten müssen, bis ich endlich da war. Wenn’s sein muss, quetschen wir dich aus. Erzähl es uns also lieber freiwillig!«

Kylie nickte energisch, und beider Blicke hingen an Joss’ strahlendem Lächeln, das sich über ihrem Gesicht ausbreitete und ihre zarten Züge erhellte. Das versetzte Chessy einen unerwarteten Schlag. Joss strahlte wirklich, und sie sah so glücklich aus, dass es Chessy fast wehtat, sie anzuschauen. Aber sie würde ihrer Freundin diesen glücklichen Moment auf keinen Fall vermiesen, indem sie auch nur ansatzweise durchblicken ließ, dass es ihr selbst nicht gut ging. Sie wollte das Zusammensein mit ihren Freundinnen damit nicht überschatten.

»Dash und ich sind schwanger«, erklärte Joss mit unverhüllter Freude. »Ich bin schwanger«, verbesserte sie sich, und es legte sich ein sanfter Ausdruck über ihr Gesicht, bei dem ihre Augen vor Liebe und Glück strahlten. »Wir bekommen ein Baby!«

Kylie kreischte und zog Joss sofort in ihre Arme. Die verwirrten Blicke der anderen Gäste, die in der Nähe der Frauen saßen, beachtete sie überhaupt nicht.

Chessy sprang auch sofort auf, obwohl ihr der Magen in die Kniekehlen gerutscht war, und eilte um den Tisch herum, weil Kylie ihr von der anderen Seite den Weg zu Joss versperrte. Sie rutschte neben Joss auf die Bank und zog sie aus Kylies Umarmung.

»Ich freue mich so für dich«, flüsterte Chessy, denn sie hatte einen Kloß im Hals, der es ihr unmöglich machte, es laut auszusprechen.

Joss erwiderte ihre Umarmung, doch als sie sich von ihr löste, musterte sie Chessy mit durchdringendem Blick.

»Danke«, sagte Joss ruhig. »Aber vielleicht erzählst du uns jetzt, was mit dir los ist und warum du so unglücklich aussiehst. Hat es was mit Tate zu tun? Steht es noch schlimmer?«

Chessy rutschte das Herz in die Hose. Sie hätte wissen müssen, dass ihre besten Freundinnen die Letzten war, die sie hinters Licht führen konnte. Joss sonnte sich im Glanz der frohen Kunde – eine herrliche Nachricht – und im Bewusstsein, dass ein lang gehegter Traum endlich in Erfüllung ging. Chessy wollte den Moment, der zum Feiern einlud, nicht trüben.

Sie griff nach Joss’ Hand und drückte sie. »Das ist jetzt dein großer Augenblick, Liebes. Wir können ein anderes Mal über meine Probleme reden. Jetzt wollen wir erst einmal auf die werdende Mutter anstoßen und uns über Erfreuliches wie Babykleidung und eventuelle Namen austauschen! Ach, du meine Güte, Kylie, wir müssen eine Riesenbabyparty für Joss planen. Wie sie die Welt noch nicht erlebt hat. Und die ziehen wir so auf, dass auch die Männer mit einbezogen werden. Es gibt kein Kneifen, weil es angeblich Frauensache ist.«

Kylie und Joss tauschten einen Blick, wie sie es häufig taten, wenn sie nicht daran dachten, dass Chessy es mitbekam, und Chessy zuckte innerlich zusammen, weil sie ihren Freundinnen offensichtlich so viel Sorgen bereitete.

»Glaubst du wirklich auch nur eine Sekunde lang, dass ich von der wundervollen Neuigkeit, ein Kind zu erwarten, so vereinnahmt bin, dass ich nichts anderes mehr mitbekomme?«, fragte Joss. In ihrer Stimme schwang Tadel mit, wenn auch ganz behutsam.

Joss gehörte nicht zu den...


Banks, Maya
Maya Banks lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Texas. Wenn sie nicht schreibt, unternimmt sie gern Reisen mit ihrer Familie. Sie ist seit Jahren im Genre der Erotik äußerst erfolgreich.

Maya Banks lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Texas. Wenn sie nicht schreibt, unternimmt sie gern Reisen mit ihrer Familie. Sie ist seit Jahren im Genre der Erotik äußerst erfolgreich.



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