Banks | Es geschah in einer sternenklaren Nacht | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1599, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Banks Es geschah in einer sternenklaren Nacht


1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-86295-560-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1599, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86295-560-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Was für ein Mann! Jewel genießt das aufregende Knistern zwischen ihr und dem reichen Griechen. Während dieser sternenklaren Nacht scheint ein besonderer Zauber die Insel zu umgeben. Verträumt schmiegt Jewel sich an den attraktiven Mann, als er sanft mit ihr zu tanzen beginnt. Obwohl sie sonst sehr vorsichtig ist, nimmt sie sogar die Einladung in seine Hotelsuite an ... Doch das böse Erwachen lässt nicht lange auf sich warten. Denn ihr stürmischer Lover war ihr neuer Chef, der ihr prompt kündigt! Und nicht nur das, die eine Nacht mit Perikles bleibt nicht ohne Folgen ...



Die Nr.1-New York Times-Bestsellerautorin Maya Banks lebt mit ihrer Familie und einer ganzen Schar von Haustieren in Texas und ist ein echtes Südstaatenmädchen. Wenn sie nicht an einem ihrer packenden Romane schreibt, trifft man sie beim Jagen und Fischen oder beim Pokerspielen.

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1. KAPITEL

Vor fünf Monaten …

Jewel blieb an der Terrassentür stehen und ließ den Blick über den Freiluftbereich der Hotelbar schweifen. Der Boden war mit Sand bedeckt, Fackeln erhellten den Weg hinunter zum Strand.

Leise Musik spielte im Hintergrund und unterstrich die romantische Stimmung dieser sternenklaren Nacht. Sogar die Wellen schienen im Takt der Melodie an den Strand zu schwappen. Es war ein sanfter Jazzsong. Jewel liebte diese Musik.

Nur dem Zufall war es zu verdanken, dass sie hier auf dieser paradiesischen Insel gelandet war. Sie hatte den letzten Platz im Flugzeug bekommen, und das Flugticket war unschlagbar günstig gewesen. In weniger als fünf Minuten hatte Jewel sich entschieden. Jetzt war sie hier. Neuer Ort, neues Glück. Sie brauchte dringend ein bisschen Zeit für sich.

So impulsiv die Entscheidung auch gewesen war, nach der Ankunft hatte Jewel sich als Erstes um einen neuen Job gekümmert – und Glück gehabt: Der Besitzer des exklusiven Anetakis-Hotels wohnte vorübergehend auf der Insel und suchte für diese Zeit eine Assistentin. Vier Wochen im Paradies – die würde Jewel so richtig genießen, ehe es Zeit war weiterzuziehen.

Das Jobangebot klang fast zu schön, um wahr zu sein. Neben dem großzügigen Gehalt durfte Jewel umsonst im Hotel wohnen. Ihre Zeit auf der Insel ließ sich wie ein wundervoller Urlaub an.

„Gehen Sie nach draußen, oder wollen Sie diese wunderbare Nacht etwa hier drinnen verbringen?“

Eine tiefe Stimme mit leichtem Akzent erklang dicht an Jewels

Ohr, und augenblicklich rieselten ihr wohlige Schauer über den Rücken. Neugierig drehte sie sich um und sah einen Mann, etwa einen Kopf größer als sie. Sein Blick raubte ihr fast den Atem.

Er war nicht nur äußerst attraktiv – es gab Millionen attraktiver Männer auf dieser Welt, und Jewel hatte den einen oder anderen kennengelernt –, sondern strahlte zudem eine unglaubliche Kraft und Macht aus. Wie ein Raubtier inmitten einer Herde von Schafen. In seinem Blick lag eine solche Intensität, dass Jewels Herz schneller schlug.

Der Mann war an ihr interessiert, das war kaum zu übersehen. Jewel war schließlich weder dumm noch über die Maßen bescheiden.

Wie gebannt erwiderte sie seinen Blick. Seine Augen waren fast schwarz wie die Nacht. Auch das Haar war dunkel. Im sanften Licht der Fackeln schimmerte die Haut goldbraun. Die Flammen zauberten ein sanftes Leuchten in seinen stolzen Blick.

Jewel riss sich von seinen Augen los und musterte das Gesicht. Das markante Kinn verlieh ihm einen arroganten Zug, den Jewel an Männern sehr mochte.

Eine Wei le ließ der Mann Jewels abschätzenden Blick ungerührt über sich ergehen, dann verzog er die Mundwinkel zu einem Lächeln.

„Sie sind wohl nicht sehr gesprächig.“

Endlich merkte Jewel, dass sie ihm noch nicht geantwortet hatte.

„Ich überlege noch, ob ich rausgehe oder nicht.“

Er zog eine Augenbraue hoch und sah Jewel herausfordernd an.

„Wenn Sie mit rauskommen, spendiere ich Ihnen einen Drink.“

Sie erlaubte sich ein kleines Lächeln. Die Luft zwischen ihnen knisterte vor Spannung. Jewel war mit Sicherheit kein Mauerblümchen, aber sie konnte sich nicht erinnern, je eine so starke erotische Anziehungskraft verspürt zu haben. Es schien, als hätte jemand eine unsichtbare Zündschnur entflammt.

Jewel überlegte, ob sie die Einladung annehmen sollte. Zwar hatte er nur von einem Drink gesprochen, aber er wollte eindeutig mehr, und Jewel fragte sich, ob sie mutig genug war, auf sein Angebot einzugehen.

In Bezug auf ihre Liebhaber war Jewel wählerisch. Aber was konnte eine einzige Nacht schon schaden? Immerhin war sie seit zwei Jahren mit niemandem im Bett gewesen – es hatte einfach keinen Mann gegeben, der sie interessiert hatte. Bis dieser Fremde mit den dunklen Augen, dem sinnlichen Lächeln und der etwas hochnäsigen Art aufgetaucht war. Oh ja, sie begehrte ihn. So sehr, dass sie vor Erregung zitterte.

„Machen Sie hier Urlaub?“, fragte Jewel und blickte ihn unter dichten Wimpern an.

Wieder lächelte er leicht. „Gewissermaßen, ja.“

Jewel war erleichtert. Nein, eine Nacht mit ihm bedeutete kein Risiko. Er würde abreisen und in seine Welt zurückkehren, genauso wie Jewel. Ihre Wege würden sich nie wieder kreuzen.

Heute Nacht war eine Ausnahme … heute Nacht fühlte Jewel sich einsam. Es kam selten vor, dass sie diesem Gefühl nachgab, da sie sowieso die meiste Zeit alleine verbrachte.

„Ich würde sehr gerne etwas trinken“, sagte sie daher zustimmend.

Seine Augen glänzten zufrieden. Besitzergreifend legte er eine Hand an Jewels Ellbogen. Er gebärdete sich wie ein Raubtier, das Beute gerissen hat.

Jewel schloss kurz die Augen und genoss die Berührung seiner Hand auf ihrem Ellbogen. Dort, wo er sie berührte, prickelte ihre Haut.

Sie verließen den Innenbereich und traten hinaus in die Nacht. Um sie herum flackerte das Licht der Fackeln. Vom Meer wehte eine sanfte Brise zu ihnen herüber, und Jewel sog genussvoll die salzige Luft ein.

„Tanz mit mir. Danach hole ich uns einen Drink“, hauchte er in ihr Ohr.

Ohne Jewels Zustimmung abzuwarten, zog er sie so eng an sich, dass sich ihre Hüften berührten.

Jewel legte die Arme um seinen Nacken und schmiegte sich an ihn. Ihre Körper waren wie geschaffen füreinander. Langsam wiegten sie sich im Takt der Musik, und Jewel hatte das Gefühl, eins mit dem Fremden zu werden. Er war stark und gab ihr das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

„Du bist wunderschön.“

Das Kompliment schmeichelte ihr, obwohl sie es schon viele Male gehört hatte. Aus seinem Mund klang es nicht wie eine Anmache, sondern wie eine ehrliche Feststellung. Er war kein Mann, der schnell Komplimente vergab.

„Du aber auch“, flüsterte sie.

Die Bemerkung brachte ihn zum Lachen, und Jewel bekam bei dem Klang seiner Stimme eine Gänsehaut. „Ich und wunderschön? Ich weiß nicht, ob mich das schmeicheln oder ärgern soll.“

Jewel lachte. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die erste Frau bin, die dir das sagt.“

„Ach, wirklich?“

Sachte strich er über ihren Rücken und legte die Hand auf die nackte Haut, die das tief ausgeschnittene Kleid freigab. Leise stöhnte Jewel auf. Seine Berührung brannte wie Feuer.

„Du spürst es auch“, murmelte er.

Jewel versuchte erst gar nicht so zu tun, als wisse sie nicht, was er meinte. Dass es zwischen ihnen knisterte, war nicht zu leugnen. Niemals zuvor hatte Jewel so etwas erlebt. Auch wenn sie ihm das nicht auf die Nase binden würde. Stattdessen nickte sie wortlos.

„Wollen wir diesem Gefühl nachgeben?“

Jewel hob den Kopf und sah ihn an. „Das wäre schön.“

„Du bist direkt, das gefällt mir bei einer Frau.“

„Und mir bei Männern.“

Jewels schlagfertige Antwort schien ihn zu amüsieren. Aber es lag noch etwas anderes in seinem Blick: Ver langen. Er begehrte sie genauso sehr, wie sie ihn.

„Wir können den Drink auch in meinem Zimmer nehmen.“

Jewel zuckte zusammen. Obwohl er keinen Hehl aus seinen Absichten gemacht hatte, war sie von seiner Zielstrebigkeit überrascht. Gleichzeitig spürte sie ein unstillbares Verlangen in sich aufsteigen.

„Ich …“ Mit einem Mal fühlte sie sich unsicher und zögerlich, gar nicht so selbstbewusst, wie sie eigentlich war.

„Was ist?“, fragte er.

„Ich nehme nicht die Pille“, sagte sie kaum hörbar und senkte den Kopf.

Er legte einen Finger unter ihr Kinn und zwang sie, ihn anzusehen. „Ich werde aufpassen.“

Sein Versprechen gab Jewel noch mehr das Gefühl von Geborgenheit, als seine Umarmung es vermocht hatte. Wie es wohl wäre, einen Mann zu haben, der das ganze Leben lang auf sie Acht gab? Schnell schüttelte sie den Gedanken wieder ab. Sie wollte sich die Nacht nicht mit solch albernen Hirngespinsten ruinieren.

Jewel stellte sich auf die Zehenspitzen. „Wie ist deine Zimmernummer?“, flüsterte sie. Ihre Lippen waren nur wenige Zentimeter von den seinen entfernt.

„Ich bringe dich hinauf.“

Jewel schüttelte den Kopf. „Ich treffe dich dort.“

Er runzelte die Stirn. Einen Augenblick lang schien er unsicher zu sein, ob er ihr glauben konnte. Dann plötzlich legte er eine Hand in ihren Nacken und küsste sie.

Alle Kraft wich aus Jewels Körper, und sie schwankte. Der Fremde schlang einen Arm um ihre Taille und hielt sie fest.

Fordernd ließ er die Zunge über ihre Lippen gleiten, und Jewel öffnete atemlos den Mund.

Er küsste sie heiß und wild, presste die Lippen auf ihren Mund und fuhr mit der Zunge über ihre Zähne. Jewel konnte sich nicht länger zurückhalten und erwiderte seinen Kuss leidenschaftlich. Als ihre Zungen sich trafen, stöhnte er auf.

Nach einer schieren Ewigkeit löste er sich von ihr. Sein Atem ging stoßweise, in seinen Augen spiegelte sich ungezügeltes Verlangen. Jewel erschauerte.

Dann plötzlich drückte er ihr eine Zimmerkarte in die Hand. „Oberstes Stockwerk, Suite Nummer elf. Beeil dich!“

Und ohne sich noch einmal umzudrehen, lief er mit weit ausgreifenden Schritten zur Hotelbar zurück.

Jewel blickte ihm nach. Sie zitterte am ganzen Körper, und ihre Gedanken wirbelten wild durcheinander. Diese Begegnung warf sie völlig aus der Bahn. Ich muss verrückt sein. Er wird mich bei lebendigem Leib auffressen, dachte sie und hoffte gleichzeitig, dass genau das passieren würde.

Mit...



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