Banks | Heiße Küsse - streng nach Protokoll | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Banks Heiße Küsse - streng nach Protokoll


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-6890-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-6890-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eigentlich soll sie Daniel Conelly,den angehenden Fürsten von Altaria, in der strengen Hof-Etikette unterweisen - jetzt spielt plötzlich er den Lehrer. Und seine Lektionen zum Thema 'Küssen' sind so aufregend, dass Erin beinahe ihren ganz speziellen Auftrag vergisst ...



Mit mehr als 20 geschriebenen Romanen, ist Leanne dafür geschätzt Geschichten mit starken Emotionen, Charakteren mit denen sich jeder identifizieren kann, einem Schuss heißer Sinnlichkeit und einem Happy End, welches nach dem Lesen noch nachklingt zu erzählen. Sie ist die Abnehmerin der Romantic Times Magazine's Awards in Serie. Sinnlichkeit, Liebe und Humor, mit diesen Zutaten für ihre Romane sorgte sie bei zahlreichen Wettbewerben wie dem RITA Award für Aufsehen. Für die zahlreichen Auszeichnungen ist Leanne sehr dankbar. Doch besonders bewegt hat sie der Brief einer Leserin, die schrieb, dass ihr Buch sie durch die schweren Zeiten einer Chemotherapie begleitet hat. Der Leserbrief inspirierte sie zu einer Redewendung und führte bei ihr zu folgender Erkenntnis: Unterschätze niemals die Kraft von Liebesromanen. Leanne ist heimisch in Virginia und lebt glücklich zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern. Sie liebt Musik, Schokolade, Zitate und neue Abenteuer. Außerdem glaubt sie, dass Liebhaber von Liebesromanen die besten Leser der Welt sind, weil sie verstehen, dass Liebe das größte Wunder auf Erden ist.

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1. KAPITEL

Ich komme zu spät, dachte sie, dabei kann ich doch es eigentlich nicht erwarten, meine Mission kennenzulernen. Erin Lawrence biss sich bei diesem Lapsus auf die Lippe. Meine Mission anzutreten, korrigierte sie sich im Geiste. Seine Hoheit schätzte es sicherlich nicht, als Mission betrachtet zu werden. Auch wenn es der Wahrheit entsprach.

Erin rückte ihren Hut zurecht und zeigte dem Wachmann im Erdgeschoss des Wolkenkratzers, in dem Daniel Connelly wohnte, ihren Ausweis. Trotz ihres Jetlags verspürte sie gespannte Vorfreude, als sie in den Fahrstuhl trat. Schon bei ihrer Ankunft war ihr trotz der Dunkelheit aufgefallen, wie sehr sich die Architektur in Chicago von den mediterran anmutenden Häusern in ihrem Heimatland Altaria unterschied.

Die Fahrstuhltüren glitten leise zur Seite, und Erin ging den Flur entlang zu Daniel Connellys Eigentumswohnung. Sie hob die Hand, um zu klingeln. Ihr Herz begann laut zu schlagen, und sie holte noch einmal tief Luft. Was für ein Moment! Gleich würde sie dem Thronfolger von Altaria gegenüberstehen.

Sie straffte die Schultern, drückte mit dem Zeigefinger die Klingel und wartete. Und wartete.

Ein Hund bellte im Hintergrund.

Sie zählte bis zwanzig. Dann klingelte sie noch einmal und wartete weiter.

Der Hund hörte nicht auf zu bellen.

Die Tür wurde geöffnet, und ein großer Mann mit zerzausten Haaren und grünen Augen starrte sie an. Seine Brust war nackt und muskulös, und das einzige Kleidungsstück, das er trug, war eine Pyjamahose, die tief auf seinen schmalen Hüften hing. „Sie haben geklingelt?“

„Vielleicht habe ich an der falschen Tür …“ Sie verstummte, total fixiert auf seine breiten Schultern und die nackte Haut. Die leichte Brustbehaarung verjüngte sich zur Hüfte hin und verschwand schließlich unter dem Hosenbund. Er lehnte lässig am Türrahmen und erweckte den Eindruck, als hätte er kein Problem damit, einer Frau halbnackt die Tür zu öffnen. Er gehörte zu den Männern, vor denen sie auf dem Mädchenpensionat eindringlich gewarnt worden war. Der Typ Mann, der die bösen Mädchen inspirierte, nachts aus den Fenstern zu klettern.

Erin riss sich von dem beeindruckenden Anblick los und prüfte die Wohnungsnummer. Nein, sie hatte sich nicht geirrt. Sie schluckte. „Hoheit?“, fragte sie leise.

Er nickte langsam, als ihm dämmerte, wer vor ihm stand. „Sie müssen Erin Lawrence sein, die Frau, die mir Manieren beibringen soll.“

„Höfische Etikette, Sir. Ich bin Ihre Beraterin in allen Dingen, die Förmlichkeit und Rituale des Hofs betreffen“, sagte sie leicht irritiert über seine flapsige Beschreibung ihrer Position. Sie verbeugte sich leicht. „Ich stehe zu Ihren Diensten, Sir.“

Er taxierte ihren Körper mit einem Blick, der eine ungeheure Sinnlichkeit ausstrahlte. Erin hielt den Atem an, bis er ihr wieder ins Gesicht sah. „Eigentlich hatte ich Sie früher erwartet.“

„Ja, natürlich, Sir. Tut mir leid. Mein Flug hat sich verspätet.“

„Das kann passieren“, sagte er großzügig und hielt ihr die Tür auf. „Kommen Sie herein. Entschuldigen Sie, dass ich nicht anständig angezogen bin. Ich hatte heute neun Meetings. Deshalb habe ich mich früh in die Falle gehauen.“

Bevor Erin eintrat, blickte sie sich vorsichtig nach dem Hund um, der immer noch bellte. „Keine Angst“, beruhigte Daniel sie. „Ich habe Jordan weggesperrt, bevor ich an die Tür gegangen bin.“

„Jordan, Sir?“

„Zu Ehren Michael Jordans, dem besten Basketballspieler, den die Chicago Bulls jemals hatten, bis er vor ein paar Jahren leider seinen Rücktritt erklärt hat.“

Erin würde sich später über American Basketball informieren; das nahm sie sich in diesem Moment vor. Sie hatte keine Ahnung von dem Sport. Kaum war sie durch die Tür gegangen, blieb sie stehen und blickte Daniel erwartungsvoll an. „Das Protokoll schreibt vor, dass der Fürst vorangeht, Sir. Niemand darf dem Herrscher den Rücken zudrehen.“

„Oh.“ Er musterte sie noch einmal. „Schade eigentlich.“ Erin merkte, dass sie rot wurde. Sie hoffte inständig, dass er es nicht bemerkte. „Bitte, gehen Sie vor, Sir. Ich folge Ihnen.“

Daniel nickte und führte sie durch ein geräumiges Wohnzimmer mit einer modernen schwarzen Ledergarnitur und Glastischen. Sie folgte ihm in eine makellos saubere, gut ausgestattete Küche. Er öffnete den Kühlschrank und nahm eine Tüte Milch heraus. „Möchten Sie etwas trinken? Oder etwas essen? Ein Sandwich vielleicht?“

Der Mann ist sich seiner Stellung gar nicht bewusst, dachte Erin und fragte sich, inwieweit er sich verändern würde, wenn er anfing, von seiner Macht als Herrscher Gebrauch zu machen. Falls es überhaupt dazu kam. Daniel Connelly wirkte nicht wie ein Mann, der einen Titel nötig hatte, um Befehle zu erteilen. Sie starrte auf seine breiten Schultern und erwischte sich dabei, dass ihre Gedanken in eine unerlaubte Richtung wanderten. Schnell dachte sie an etwas anderes. Der Fürst bot an, ihr einen Drink oder ein Sandwich zu bringen. Das ging nun gar nicht. „Nein, danke, Sir.“

Er zog eine Grimasse. „Darf ich fragen, wie alt Sie sind?“

„Zweiundzwanzig, Sir.“

„Sie sind zwar noch jung, aber wir sind beide erwachsen. Müssen Sie immer ‚Sir‘ sagen?“ „Es gehört sich so, Sir.“ „Okay, wenn’s denn sein muss.“ Er seufzte und trank einen Schluck direkt aus der Milchtüte.

Erin riss entsetzt die Augen auf.

Daniel musste es gesehen haben, denn er grinste breit. „Keine Angst. Das war der Rest“, sagte er und warf die leere Packung in den Abfalleimer. Erin tat das, was ihr in den Jahren auf den besten Schweizer Internaten eingetrichtert worden war: Sie hielt den Mund geschlossen. Vor ihr stand schließlich der neue Fürst von Altaria – ein attraktiver Amerikaner mit einem Körper, bei dem jede Frau ins Schwärmen geriet, aber ohne jede Ahnung von höfischer Etikette. Seine Vorfahren würden sich im Grab umdrehen.

Gott steh Altaria bei.

Gott steh mir bei, dachte sie.

„Ich weiß nicht wirklich, in welcher Funktion Sie hier sind.“

„Ich soll Sie mit dem königlichen Protokoll vertraut machen und so viel wie möglich über Ihre Vorlieben erfahren, damit sich der Palast auf Ihre Ankunft vorbereiten kann, Sir.“

Er fuhr sich durch die Haare. „Was bedeutet ‚königliches Protokoll‘?“

„Traditionelle höfische Etikette, Sir. Es ist meine Aufgabe, Sie darin zu unterrichten, wie die Menschen von Altaria Ihnen begegnen werden, und welche Umgangsformen von Ihnen erwartet werden.“

Er seufzte wieder und rieb sich das Gesicht. „Benimmunterricht. Ich muss ihn irgendwo zwischen Flughafenerweiterungsplan und Budgetprüfung einbauen. Was halten Sie davon, wenn Sie sich erst einmal ein paar Tage von Ihrem Jetlag erholen? Und dann treffen wir uns.“

„Ich bin absolut in der Lage, meinen Pflichten sofort nachzukommen, Sir.“

„Ruhen Sie sich aus, und wir unterhalten uns morgen oder übermorgen.“

Erin hatte das Gefühl, dass er sie abwimmeln wollte. So ging es nicht. Ihr Vater, der Außenminister von Altaria, hatte ihr diese Aufgabe übertragen – trotz ihres nervösen Ticks, unter dem sie ihr Leben lang gelitten hatte. Sie durfte ihren Vater nicht enttäuschen. Dies war die Chance, eine engere Beziehung zu ihm aufzubauen. „Ich kann Ihnen sehr nützlich sein, Sir. Mein Vater ist der Außenminister von Altaria; ich bin also mit dem politischen Klima vertraut.“

Daniel Connelly betrachtete sie eingehend. „Okay. Ich rufe Sie an, sobald ich alle wichtigen Dinge erledigt habe.

Willkommen in Windy City. So wird Chicago im Volksmund genannt“, fügte er erklärend hinzu, als er ihren fragenden Blick sah.

„Danke, Sir.“

„Kann ich Ihnen wirklich nichts zu trinken anbieten?“

Seine Beharrlichkeit verwirrte sie. „Wirklich nicht, Sir. Danke.“

Er nickte und nahm das Telefon. „Dann bitte ich den Sicherheitsdienst, Ihnen ein Taxi zu rufen.“

„Das ist nicht nötig, Sir. Das kann ich allein.“

„Ich bin sicher, dass Sie das können, aber meine Erziehung lässt nicht zu, dass ich eine junge Dame auf die Straßen von Chicago schicke, ohne einen Wagen bestellt zu haben, der sie nach Hause bringt.“

Ein Gentleman? Gab es so etwas tatsächlich noch? Erin hatte so viele Männer kennengelernt, die hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt waren, dass sie kaum wusste, wie sie reagieren sollte. „Danke, Sir“, murmelte sie, als er dem Sicherheitsdienst telefonisch entsprechende Anweisungen gab.

Daniel führte sie zur Tür und hielt sie ihr auf. „Warum sprechen Sie mit britischem Akzent?“ „Ich war zwar auf einem Schweizer Internat, aber die Schulleiterin war Engländerin.“

„Ihr Auftreten ähnelt dem meiner Mutter.“

„Das nehme ich als großes Kompliment“, erwiderte sie. „Ich habe dasselbe Internat besucht wie sie. Prinzessin Emma ist bei den Menschen auf Altaria sehr beliebt und angesehen.“

„Obwohl...



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