E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Banks Küss mich - küss mich überall
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1997-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-1997-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Er sieht unfassbar gut aus, und seine Küsse jagen ihr heiße Schauer über den Rücken: Der Herzchirurg Tyler weckt Jills längst vergessene Sehnsüchte. Dabei wollte die schöne PR-Managerin höchstens eine lockere Affäre mit ihm, Liebe sollte jedenfalls tabu bleiben ...
Mit mehr als 20 geschriebenen Romanen, ist Leanne dafür geschätzt Geschichten mit starken Emotionen, Charakteren mit denen sich jeder identifizieren kann, einem Schuss heißer Sinnlichkeit und einem Happy End, welches nach dem Lesen noch nachklingt zu erzählen. Sie ist die Abnehmerin der Romantic Times Magazine's Awards in Serie. Sinnlichkeit, Liebe und Humor, mit diesen Zutaten für ihre Romane sorgte sie bei zahlreichen Wettbewerben wie dem RITA Award für Aufsehen. Für die zahlreichen Auszeichnungen ist Leanne sehr dankbar. Doch besonders bewegt hat sie der Brief einer Leserin, die schrieb, dass ihr Buch sie durch die schweren Zeiten einer Chemotherapie begleitet hat. Der Leserbrief inspirierte sie zu einer Redewendung und führte bei ihr zu folgender Erkenntnis: Unterschätze niemals die Kraft von Liebesromanen. Leanne ist heimisch in Virginia und lebt glücklich zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern. Sie liebt Musik, Schokolade, Zitate und neue Abenteuer. Außerdem glaubt sie, dass Liebhaber von Liebesromanen die besten Leser der Welt sind, weil sie verstehen, dass Liebe das größte Wunder auf Erden ist.
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1. KAPITEL
„Sie hat einen bemerkenswerten Ruf“, sagte Clarence Gilmore und betrachtete die gleiche Frau, die auch Tyler Logan nicht aus den Augen ließ.
Wie jede Konferenz war auch die Konferenz des Verbands der Krankenhäuser eine hervorragende Gelegenheit, Klatsch und Tratsch auszutauschen. Tyler beobachtete Jill Hershey auf eine Weise, wie vielleicht ein Jäger seine Beute ansehen würde. Die Verpackung war hübsch genug, um einen zweiten Blick zu verdienen: seidiges braunes Haar, intelligente grüne Augen und ein zierlicher wohlgeformter Körper, der von ihrer konservativen Kleidung allerdings fast verborgen wurde. Ein anderer Mann hätte die sanften Rundungen ihrer Brüste unter dem zweireihigen schwarzen Jackett womöglich nicht bemerkt, aber Tyler sah fast immer auch das, was hinter der Verpackung steckte.
Er ließ es sich nur nicht immer anmerken. Was ihn an Jill Hershey jedoch am meisten faszinierte, war, dass sie sich vollkommen auf ihren Gesprächspartner konzentrierte.
„Was weißt du über sie?“, fragte er Clarence.
„Sie ist eine Public-Relations-Zauberin. Deswegen ist sie auch so gefragt. Du würdest es nicht für möglich halten, was sie für das Krebszentrum in Minneapolis getan hat“, erwiderte Clarence, der in der Verwaltung des Krankenhauses saß, wehmütig.
„Dann engagier sie“, sagte Tyler.
Clarence warf ihm einen gequälten Blick zu. „Ihr Chirurgen versteht aber auch nicht das Geringste vom Geschäft.“
„Zum Glück“, entgegnete Tyler mit einem breiten Lächeln. „Wir würden sehr viel mehr Patienten verlieren, wenn wir uns aufs Geschäft und weniger aufs Operieren konzentrierten.“ Er sah wieder zu Jill hinüber. „Wenn sie diejenige ist, die uns helfen kann, den Anbau zu verwirklichen, dann engagier sie.“
„Da kann es aber ein paar Hindernisse geben. Erst einmal kostet sie wahrscheinlich viel zu viel. Zweitens hat sie sicher keine Zeit, und drittens sind wir ihr vielleicht zu klein.“
„Was haben wir zu verlieren, wenn wie sie wenigstens fragen?“
„Ich habe schon genaue Informationen über sie eingeholt“, fuhr Clarence etwas beleidigt fort. „Und man hat mir versichert, dass sie keine Projekte übernimmt, die etwas mit Kindern zu tun haben.“
Tyler runzelte die Stirn. „Ist das wirklich wahr?“
Clarence nickte.
„Nun, vielleicht braucht sie ja eine neue Herausforderung.“
„Du wirst sie doch nicht etwa darauf ansprechen, Tyler?“
„Und ob“, erwiderte Tyler entschlossen. „Deswegen sind wir doch zu dieser Konferenz gekommen – um Interesse für die neue Kinderkardiologie zu wecken, damit wir möglichst viele Spenden bekommen.“
„Ja, aber …“
Tyler zuckte die Achseln. „Du sagst, sie sei die Beste, also werde ich sie engagieren.“
Der Mann mit dem Cowboyhut wartete hinter ihrem ehemaligen Kunden Mr. Waldron. Jill versuchte, ihn nicht anzusehen, aber es fiel ihr schwer. Er war größer als die meisten Männer hier, ein Typ wie aus einem Western, und offenbar sehr hartnäckig. Außerdem sah er unverschämt gut aus. Schon die Art, wie er dastand, sprach für eine Selbstsicherheit, wie sie die wenigsten Menschen ausstrahlten, und sein forschender Blick rief ein seltsames Erschauern bei Jill hervor.
Mr. Waldron musste die Gegenwart des Mannes gespürt haben, denn er wandte sich fragend um.
Der Fremde machte sofort einen Schritt nach vorn. „Hallo, ich bin Dr. Tyler Logan vom Allgemeinen Krankenhaus in Fort Worth. Es freut mich, Sie kennenzulernen.“
„Bill Waldron vom Cincinnati Universitätskrankenhaus. Und das ist …“
„Jill Hershey, Public-Relations-Zauberin.“ Tyler Logan beendete den Satz mit einem rätselhaften Lächeln. Er reichte Jill die Hand und begegnete ihrem Blick mit einer Direktheit, die sie verwirrte. „Wir brauchen Sie“, erklärte er unumwunden.
Jill blinzelte erstaunt. Obwohl ihre Karriere seit drei Jahren immer besser lief, war sie diese Art von Annäherungsversuchen nicht gewohnt. Sie lächelte automatisch, während sie gleichzeitig wahrnahm, wie groß und stark seine Hand war.
„Ich fühle mich geschmeichelt“, erwiderte sie.
Nach einem verständnisvollen Blick auf Tyler verabschiedete Mr. Waldron sich von ihnen, und Jill entzog Tyler Logan ihre Hand.
„Ich würde mich jedoch nicht als Zauberin bezeichnen“, fügte sie ihrer Antwort hinzu.
„Das brauchen Sie auch nicht. Andere tun es für Sie.“
Neugierig sah sie ihn an und fragte sich, was wohl hinter seinem Cowboy-Charme steckte. „Dr. Logan …“, begann sie.
„Nennen Sie mich Tyler“, unterbrach er sie.
Sie war überrascht. Die meisten Ärzte, denen sie begegnete, hingen sehr an ihren Titeln. „Tyler, was ist Ihr Fachgebiet?“
„Ich bin Chirurg, Kinderkardiologie.“
Jills Magen zog sich zusammen, und sie brauchte einen Moment, um sich zu fassen. Dann rang sie sich ein Lächeln ab. „Das ist ein sehr wichtiges Feld, aber ich muss Ihnen gestehen, dass ich keinerlei Erfahrung mit Projekten habe, die Kinder betreffen.“
„Warum nicht?“
Seine Frage traf sie unvorbereitet. „Ich denke, dass ich auf anderen Gebieten effektiver bin.“
„Mögen Sie Kinder nicht?“
„Nein, das ist es nicht!“, erwiderte sie sofort. „Ich mag Kinder.“ Sie hätte diesen unverschämten Mann, der ihren wundesten Punkt getroffen hatte, am liebsten einfach stehen gelassen. „Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich mich für andere Fachgebiete für geeigneter halte. Und außerdem“, fuhr sie fort und wünschte, sie würde nicht so angespannt und nervös klingen, „betrafen meine letzten Projekte alle ziemlich große Krankenhäuser.“
„Aber Sie wollen doch sicher nicht in einen langweiligen Trott verfallen.“
Jill runzelte die Stirn. „In einen langweiligen Trott?“
Er nickte. „Sie scheinen mir eine Frau zu sein, die immer wieder eine neue Herausforderung braucht, um ausgefüllt zu sein.“
Sie wusste nicht, was sie mehr störte, dass er einfach so und ohne sie zu kennen, die wildesten Vermutungen anstellte oder dass er damit auch noch recht hatte. „Dr. Logan …“
„Tyler“, verbesserte er sie, und seine blauen Augen blitzten amüsiert auf.
Jill unterdrückte einen ungeduldigen Seufzer. „Tyler, ich möchte ehrlich zu Ihnen sein. Ich nehme normalerweise nur die Projekte an, die der Vorsitzende meiner Firma mir empfiehlt. Wenn Sie an unseren Diensten interessiert sind, setzen Sie sich mit John Grant in Verbindung. Unsere Telefon- und Faxnummern finden Sie in den Konferenz-Unterlagen. Es war nett, Sie kennenzulernen.“
Er nickte nachdenklich und bedachte sie mit einem wissenden Blick, als ob er mehr sehen könnte, als ihr lieb war. Jill wandte sich abrupt ab, gleichzeitig erleichtert und gereizt.
„Ich fordere Sie heraus“, hörte sie Tyler Logan hinter ihr sagen, und seine Worte brachten sie dazu, sich wieder umzudrehen.
„Wie bitte?“
„Ich fordere Sie heraus, zum Allgemeinen Krankenhaus von Fort Worth zu kommen und das Leben vieler Kinder zu retten und zu erleichtern. Sie sind die richtige Frau dafür.“ Er sah ihr tief in die Augen, und sie spürte die Intensität seines Engagements. „Ich fordere Sie dazu heraus, mutig zu sein.“
Jill war nicht schnell kleinzukriegen. Sie besaß jahrelange Berufserfahrung, sie war kein Feigling, und sie konnte auf sich aufpassen. In der Woche nach Tyler Logans frecher Herausforderung hatte sie ihn und sein Krankenhaus einfach aus ihren Gedanken verbannt. Sie wollte sich nicht manipulieren lassen – vor allem nicht von einem derart attraktiven Mann.
Aber sosehr sie auch dagegen ankämpfte, an ihn zu denken, er begann trotzdem wieder und wieder vor ihrem inneren Auge aufzutauchen. Dieser Mann hatte ja gar keine Vorstellung davon, wie groß seine Herausforderung tatsächlich für sie war. Er ahnte nicht, dass er ihr damit die Gelegenheit gab, ihren tiefsten, geheimsten Schmerz zu besiegen oder von ihm ein für alle Mal besiegt zu werden.
Aus diesem Grund hatte Jill ihr Büro schließlich kurzfristig im Allgemeinen Krankenhaus von Fort Worth eingerichtet. Sie sah aus dem Fenster auf die Innenstadt. Wenige Meter entfernt befanden sich der alte Viehmarkt, den heute ein Denkmal des legendären Cowboys William Pickett zierte, und Billy Bobs Bar, der größte Saloon in ganz Texas. Wo ihre Projekte sie auch hinführten, Jill hatte erkannt, dass sie ihren Job besser erledigte, wenn sie die Einheimischen besser verstand. Und das bedeutete im Augenblick, dass sie eine Art Cowgirl werden musste. Was sicher nicht leicht werden würde, da sie kein Fleisch aß.
„Es ist ja nur vorübergehend“, flüsterte sie, um ihre Nervosität zu dämpfen. Während ihres Aufenthalts in Fort Worth würde dieses kleine Büro ihr Hafen sein, der Ort, wo sie die Tür hinter sich schließen und befreit Luft holen konnte. Hier würde ihre Zuflucht sein, eine Insel des Friedens und der Kreativität.
Ein lautes Klopfen an der Tür, und schon wurde die Tür energisch aufgestoßen. „Willkommen in Cowtown.“
Sofort zog sich Jills Magen wieder zusammen. Diese Stimme hatte sie den ganzen vergangenen Monat nicht losgelassen. Er ist für dich nicht wichtig, sagte sie sich eindringlich, nicht als Mann. Er weiß es nicht, aber durch ihn bekommst du die Chance, endlich deinen Seelenfrieden wiederzufinden.
Sie sah auf und begegnete dem durchdringenden Blick seiner blauen Augen. Angesichts der eigenartigen Verbindung von einem weißen Ärztekittel,...




