E-Book, Deutsch, Band 0381, 384 Seiten
Reihe: Collection Baccara
Banks / Sands / Williams Collection Baccara Band 381
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-2411-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0381, 384 Seiten
Reihe: Collection Baccara
ISBN: 978-3-7337-2411-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
DIE SINNLICHE ZÄHMUNG DES PLAYBOYS von WILLIAMS, SYNITHIA
Ein Wochenende mit einem Fan, der ihn anhimmelt - Schauspieler Irvin Freeman ist gelangweilt. Nur für einen guten Zweck hat er diesem Treffen zugestimmt. Doch Faith betet ihn absolut nicht an. Ganz im Gegenteil! Und ihr Widerstand weckt ungeahntes Verlangen in Irvin ...
WENN DER BOSS SO FEURIG KÜSST von BANKS, LEANNE
Was würde sie nicht alles tun für einen Kuss von Jack Fortune? Aber ihr Boss sieht in ihr nicht die Frau, sondern nur die Sekretärin - bis er eine Nanny für seine Tochter braucht. Amanda kümmert sich, und plötzlich betrachtet ihr Chef sie mit den Augen eines Mannes ...
BITTERSÜßES BEGEHREN von SANDS, CHARLENE
Diese Nacht wird Brooke nie vergessen - und erst recht nicht, dass Wyatt Brandt verschwunden war, als sie aufwachte! Sie war für ihn also nur ein Abenteuer. Trotzdem wird sie Wyatt wiedersehen müssen, denn die süße Leidenschaft in seinen Armen blieb nicht ohne Folgen ...
Mit mehr als 20 geschriebenen Romanen, ist Leanne dafür geschätzt Geschichten mit starken Emotionen, Charakteren mit denen sich jeder identifizieren kann, einem Schuss heißer Sinnlichkeit und einem Happy End, welches nach dem Lesen noch nachklingt zu erzählen. Sie ist die Abnehmerin der Romantic Times Magazine's Awards in Serie. Sinnlichkeit, Liebe und Humor, mit diesen Zutaten für ihre Romane sorgte sie bei zahlreichen Wettbewerben wie dem RITA Award für Aufsehen. Für die zahlreichen Auszeichnungen ist Leanne sehr dankbar. Doch besonders bewegt hat sie der Brief einer Leserin, die schrieb, dass ihr Buch sie durch die schweren Zeiten einer Chemotherapie begleitet hat. Der Leserbrief inspirierte sie zu einer Redewendung und führte bei ihr zu folgender Erkenntnis: Unterschätze niemals die Kraft von Liebesromanen. Leanne ist heimisch in Virginia und lebt glücklich zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern. Sie liebt Musik, Schokolade, Zitate und neue Abenteuer. Außerdem glaubt sie, dass Liebhaber von Liebesromanen die besten Leser der Welt sind, weil sie verstehen, dass Liebe das größte Wunder auf Erden ist.
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2. KAPITEL
„Also, sie hätte wirklich etwas begeisterter reagieren können!“
Irvin sah von dem Drehbuch auf, das er gerade las. Kitty Brown, seine PR-Agentin, starrte verdrossen auf ihr Handy. Er hatte ihr Gespräch über dem allgemeinen Gewusel des Teams kaum wahrgenommen. Dieses Team war ihre Idee gewesen – er wäre sehr gut ohne das alles ausgekommen. Es waren Tage wie diese, an denen er die Anonymität seiner Kindheit vermisste. Er war in einer der ärmsten Gegenden Londons aufgewachsen. Jetzt wurde alles, was er tat, von Kitty geplant, immer im Hinblick auf gute Fotos, die anschließend veröffentlicht werden konnten.
„Was ist los, Kitty? Hat sie sich nicht vor Dankbarkeit in ein Meer von Tränen aufgelöst?“ Er konnte immer noch nicht begreifen, wie dramatisch einige Frauen auf ihn reagierten.
„Wovon redest du? Die Frau hat nicht einen Funken Begeisterung darüber gezeigt, dass ihr Name gezogen wurde.“ Kitty runzelte die Stirn. „Ich hoffe, das ändert sich noch. Schließlich wollen wir nicht, dass sie auf jedem Foto ein mürrisches Gesicht macht.“
„Wie kommst du darauf, dass sie das tun könnte?“
„So etwas höre ich.“
„Es ist mir einerlei, ob sie lächelt oder nicht. Ich habe die Aktion gemacht, um Geld für die Stiftung zu sammeln. Das Geld wird wesentlich mehr Gutes bewirken als das Lächeln der Gewinnerin auf deinen Fotos.“
„Mag sein, aber ich habe dich nicht zum begehrtesten Junggesellen des Landes aufgebaut, um dann eine derart flaue Reaktion zu bekommen.“
„Ich finde flaue Reaktionen hin und wieder sehr erfrischend.“
„Mach dich nicht lustig über mich“, wies Kitty ihn zurecht. „Du würdest dich doch zu Tode langweilen ohne diesen ganzen Trubel.“ Sie machte eine ausladende Bewegung, die die zehn Leute des Teams umfasste, von denen jeder entweder telefonierte oder sich mit Facebook & Co befasste. Alles nur, um seinen Namen überall präsent zu halten und sein Image zu fördern.
An manchen Tagen hätte er sie am liebsten alle zum Teufel geschickt, aber er konnte nicht leugnen, dass es seine Vorzüge hatte, einer der großen Stars Hollywoods zu sein. Zumindest was das Geld betraf. Geld gab ein Gefühl der Sicherheit. Etwas, das er in seiner Kindheit sehr vermisst hatte. Und das Geld kam mit jedem neuen Action-Film, mit jeder Rolle, die er wie am Fließband ablieferte. Kitty in die Wüste zu schicken, war nicht sinnvoll, wenn er diese Sicherheit behalten wollte.
Offensichtlich war er müde, sonst hätte die gewohnte Routine ihn nicht so genervt. Das Wochenende mit der Gewinnerin war Höhepunkt und Abschluss der Promotion für seinen neuesten Film.
„Vielleicht würde ich mich langweilen“, stimmte er zu, „aber ich hätte nichts gegen etwas weniger Aufmerksamkeit einzuwenden.“
„Du bist zugänglich, und deswegen lieben die Leute dich, Irvin. Arrogante Typen lassen sich schlecht vermarkten.“
Er hätte gern darauf hingewiesen, dass es durchaus Stars gab, die sich aus dem Rampenlicht fernhielten, aber in diesem Moment machte sich sein Smartphone bemerkbar. Seine Spannung wuchs wie immer, seit er vor einer Woche sein Drehbuch an Kevin Lipinski geschickt hatte. Kevin war einer der erfolgreichsten Produzenten. Jeder seiner Filme wurde ein Kassenschlager. Falls das Drehbuch ihm gefiel und er bereit war, den Film zu produzieren, konnte das Irvins Chance sein, hinter der Kamera zu stehen statt davor. Er wollte selbst Regie führen.
Das Smartphone signalisierte den Eingang einer E-Mail. Es gab nur zwei Möglichkeiten: Entweder liebte Kevin das Drehbuch, oder er hasste es. Beide Antworten machten Irvin Angst.
Er drückte das E-Mail-Symbol und hielt den Atem an. Es war nur die Einladung zu einer Party. Vergebens versuchte er, seinen Frust zu unterdrücken. Wie lange konnte es dauern, ein Drehbuch zu lesen?
Kitty redete inzwischen weiter von Plänen für die Premierenfeier. Jemand aus dem Team lachte laut über etwas, das er am Telefon gehört hatte. Ein anderer wechselte die TV-Kanäle auf dem Großbildschirm, wobei die Laustärke auch einen Tauben zum Hören gebracht hätte. Irvin hatte genug.
„Nachdem du die glückliche Gewinnerin nun informiert hast, können wir hier für heute Schluss machen“, bemerkte er an Kitty gewandt. Er hielt das Drehbuch hoch. „Ich muss mich endlich hierum kümmern.“ Ein weiterer Action-Film. Nicht schlecht, aber auch nichts Neues. Die Formel für seinen Erfolg war immer gleich: Er rettete eine schöne junge Frau, raste mit entblößtem Oberkörper durch den Verkehr der Großstadt und schoss wüst um sich.
„Nein, wir sind noch nicht fertig“, widersprach Kitty. „Wir müssen noch die Termine durchgehen. Jedes Detail des Premieren-Wochenendes muss perfekt geplant sein.“
„Das kannst du auch ohne mich erledigen. Sag mir einfach, wann ich wo sein soll. Mich interessiert nur die Übergabe des Schecks an den Vorsitzenden der Stiftung. Sorge dafür, dass ich vorher und hinterher genügend Zeit habe, mich mit ihm und seinen Mitarbeitern zu unterhalten. Ich möchte wissen, ob ich sonst noch etwas für sie tun kann, um die Sache zu unterstützen.“
Alkoholmissbrauch war nicht unbedingt eines der angesagtesten Themen, für die sich ein Prominenter engagieren konnte. Kitty hätte es lieber gesehen, wenn er Babys in irgendwelchen Dritte-Welt-Ländern geküsst oder Spielplätze für gefährdete Jugendliche gebaut hätte – dabei ließen sich gute Fotos machen. Er unterstützte auch Aktionen dieser Art, aber der Kampf gegen den Alkoholmissbrauch hatte für ihn oberste Priorität. Er hatte die Gefahren der Sucht am eigenen Leib erlebt.
„Ich hätte die Wohnung jetzt gern wieder für mich.“ Sein Ton blieb gewohnt freundlich, aber der eiserne Wille, der dahinter stand, war unmissverständlich.
Kitty war pikiert, lenkte aber ein. „Gut, aber tu mir den Gefallen und lies dir den Terminplan vor dem Wochenende durch.“ Sie schnappte sich ihre Tasche und reichte ihm einen prall gefüllten Aktendeckel. „Es hat eine Weile gedauert, aber es ist mir gelungen, ein Foto der Gewinnerin aufzutreiben.“
Er sah das Foto gleich obenauf. Es zeigte eine Frau mit dickem schwarzem Haar in einem konservativen blauen Kostüm. Ihre Lippen verzogen sich zu einem kühlen Lächeln, das jedoch nicht bis in ihre Augen reichte. Kitty hätte wissen sollen, dass von dieser Frau keine hysterischen Begeisterungsbekundungen zu erwarten waren. Sie war nicht der Typ dafür. Er betrachtete sie nachdenklich. Er hätte nicht einmal gedacht, dass sie sich an einem solchen Gewinnspiel beteiligen würde.
„Woher hast du das Foto?“
„Sie war Leiterin des Pflegedienstes im East Houston Regional Medical Center. Das war das Foto ihrer Personalakte.“
„Ist sie nicht mehr dort?“
„Nein, sie hat vor zwei Jahren gekündigt. Es hatte irgendwie mit einem Krankheitsfall in der Familie zu tun. Ich konnte kein aktuelleres Foto finden. Kannst du dir vorstellen, dass sie nirgendwo in den sozialen Medien auftaucht?“ Kitty sagte das in einem Ton, als ginge es darum, ohne Elektrizität zu leben.
„Es gibt eben Menschen, die ihre Privatsphäre schätzen.“ Er sah Kitty kritisch an. „Wenn sie nicht online ist – wie bist du dann an dieses Foto gekommen?“
„Ich kann dich doch nicht einfach mit irgendjemandem vor die Kameras schicken, Irvin. Bevor ich sie angerufen habe, habe ich selbstverständlich ein paar Informationen eingeholt.“
Er bezweifelte, dass die Frau es gutgeheißen hätte, hätte sie davon gewusst. Aber sie gewöhnte sich am besten gleich daran. Während des Wochenendes mit ihm war sie selbst so etwas wie eine Prominente.
„Nachdem du nun herausgefunden hast, dass sie keine Kriminelle ist, möchte ich nicht, dass du noch weitere Nachforschungen anstellst.“
„Für den Moment ist es genug“, bestätigte sie und wandte sich an das Team. „Okay, Leute, wir sollten Irvin jetzt etwas Ruhe gönnen.“
Innerhalb kürzester Zeit hatten alle ihre Sachen gepackt und verabschiedeten sich gutgelaunt. Irvin genoss die Stille für ein paar Minuten. Es schien hundert Jahre her, seit er einen ganzen Tag für sich gehabt hatte. Er konnte sich nicht vorstellen, wann es wieder einmal dazu kommen würde.
„Ein voller Magen sollte sich nicht beklagen“, hörte er im Geiste seine Mutter sagen. Es war ihre Art gewesen, ihm zu sagen, er solle den Mund halten, wenn er sich empörte, weil sie wieder einmal Prügel von seinem Dad bezogen hatte. Prügel dafür, dass sie ihm Geld „gestohlen“ hatte, um Essen auf den Tisch bringen zu können.
Er schob die unangenehmen Erinnerungen beiseite. Falls der Mangel an Ruhe der Preis für die finanzielle Sicherheit war, dann wollte er sich nicht beklagen. Seine Mutter hatte wesentlich Schlimmeres durchlitten. Sie konnte seinen Ruhm nicht mehr genießen, aber die Lektionen der Kindheit blieben gelernt.
Er überflog das Drehbuch und fand die Standard-Liebesszene. Nackt. Das würde Kitty gefallen. Wäre es nach ihr gegangen, würde er grundsätzlich nur mit entblößtem Oberkörper vor der Kamera stehen und in jedem Film mindestens eine Nacktszene drehen. Das machte ihr die Arbeit wesentlich leichter.
Verdrossen warf er einen Blick auf sein Handy, immer getrieben von der stillen Hoffnung auf einen Rückruf von Kevin.
Es klopfte. Falls das wieder Kitty war, die ihm noch irgendetwas über das Premierenwochenende sagen wollte, konnte sie sich auf etwas gefasst machen!
Er warf einen Blick durch den Spion und entspannte sich. „Was zum Teufel...




