E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: CORA Verlag
Banks Wie angelt man sich einen Prinzen?
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-3900-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: CORA Verlag
ISBN: 978-3-7337-3900-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Ihr Chef ist ein echter Prinz! Als Sophie ihn auf eine Reise begleitet, um seine adlige Familie kennenzulernen, steht auch ihr Leben plötzlich Kopf. Denn in dem sonnigen Inselreich kommen sich die beiden näher und beginnen eine heimliche Affäre. Doch das ist Sophie nicht genug...
Mit mehr als 20 geschriebenen Romanen, ist Leanne dafür geschätzt Geschichten mit starken Emotionen, Charakteren mit denen sich jeder identifizieren kann, einem Schuss heißer Sinnlichkeit und einem Happy End, welches nach dem Lesen noch nachklingt zu erzählen. Sie ist die Abnehmerin der Romantic Times Magazine's Awards in Serie. Sinnlichkeit, Liebe und Humor, mit diesen Zutaten für ihre Romane sorgte sie bei zahlreichen Wettbewerben wie dem RITA Award für Aufsehen. Für die zahlreichen Auszeichnungen ist Leanne sehr dankbar. Doch besonders bewegt hat sie der Brief einer Leserin, die schrieb, dass ihr Buch sie durch die schweren Zeiten einer Chemotherapie begleitet hat. Der Leserbrief inspirierte sie zu einer Redewendung und führte bei ihr zu folgender Erkenntnis: Unterschätze niemals die Kraft von Liebesromanen. Leanne ist heimisch in Virginia und lebt glücklich zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern. Sie liebt Musik, Schokolade, Zitate und neue Abenteuer. Außerdem glaubt sie, dass Liebhaber von Liebesromanen die besten Leser der Welt sind, weil sie verstehen, dass Liebe das größte Wunder auf Erden ist.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
„Du musst einfach hinfahren“, mahnte Sophie Taylor, bestimmt zum zehnten Mal.
Maxwell Carter blickte aus dem Fenster des Wohnwagens, in dem vorübergehend sein Büro untergebracht war. Ein Gefühl tiefer Befriedigung erfüllte ihn angesichts der gerade fertiggestellten Brücke. Sie schimmerte im Licht der australischen Sonne.
„Ich bin einfach zu beschäftigt.“ Er drehte sich zu Sophie um. Sie war seit vielen Jahren seine tüchtige Assistentin. „Hier gibt es noch jede Menge Papierkram, und dann geht es weiter mit dem nächsten Projekt.“
Sophie sah ihn vorwurfsvoll an. „Du solltest eine Pause einlegen, so kurz vor Weihnachten. Die Fahrt wird dich schon nicht umbringen. Ich kann nicht glauben, dass du nicht einmal darüber nachdenkst. Schließlich sind das deine Angehörigen.“
Max verdrehte die Augen. Es gab nicht viele Leute, mit denen er sich überhaupt auf eine solche Auseinandersetzung einlassen würde, aber Sophie war ihm seit vielen Jahren eine wertvolle Hilfe. Es gab keine Frau in seinem Leben, die er mehr respektierte. Auch jetzt wieder musste sie ihn mit ihren dunkelbraunen Augen nur tadelnd ansehen, und schon hörte er ihr aufmerksam zu. Er wusste, unter ihren wilden dunklen Locken verbarg sich ein scharfer Verstand.
„Warum ist dir das denn so wichtig? Es ist doch nicht deine Familie.“
„Ich möchte nicht, dass du es später bereust.“
Max seufzte. Er dachte an den Tag, als ihn die beiden Repräsentanten des Königshauses von Devereaux an seinem Arbeitsplatz aufgesucht hatten, um ihm eine bedeutungsvolle Mitteilung zu machen.
Sein leiblicher Vater war Prinz Edward von Chantaine!
„Das ist nicht meine Familie, Sophie. Diese Royals sind bestimmt nicht begeistert darüber, dass ihr Vater mit einer zweitklassigen Schauspielerin in Amerika ein paar zusätzliche Geschwister gezeugt hat.“ Max hatte zwar immer gewusst, dass er ein Adoptivkind war, aber nie hätte er sich träumen lassen, dass seine leiblichen Eltern ein Prinz und eine Schauspielerin waren.
„Was ist mit Coco Jordan?“, fragte Sophie. „Sie ist deine Schwester. Möchtest du nicht wenigstens sie kennenlernen? Wer weiß, vielleicht würde sie dich auch gern treffen. Hast du nicht gesagt, deine Adoptiveltern seien beide tot? Sie ist also ganz allein. Sie hat niemanden außer dir.“
„Mich hat sie nicht“, gab er zurück, konnte jedoch ein leichtes Schuldgefühl nicht verleugnen. „Ich habe keine Ahnung, wer sie ist.“
„Vielleicht solltest du ihr eine Chance geben.“
Max seufzte wieder. Sophie war die beste Assistentin, die er sich wünschen konnte. Sie wusste, was er brauchte, bevor es ihm selbst bewusst wurde. Zum Glück hatte er niemals dem Impuls nachgegeben, mit ihr zu schlafen. Bestimmt hätte das die beste Beziehung, die er je zu einer Frau gehabt hatte, ruiniert.
Wenn sie nicht seine Assistentin gewesen wäre, wäre sie wahrscheinlich die perfekte Frau für ihn. Sie war nicht anspruchsvoll und überhaupt nicht anhänglich. Allerdings hatte er das Gefühl, dass sie im Grunde ihres Herzens eine Romantikerin war.
Seine Beziehungen zu Frauen hatten bisher immer katastrophal geendet. Daraus hatte er die Lehre gezogen, sich auf keine ernsthafte Verbindung mehr einzulassen. „Du wirst wohl keine Ruhe geben, bis ich nach Chantaine fahre“, sagte er.
Sophies Blick drückte Entschlossenheit aus. „Ganz bestimmt nicht.“
„Also gut“, sagte er, „dann fahre ich eben. Aber nur für einen Tag.“
Sophie deutete ein Lächeln an. „Ein Tag reicht schon.“
Max beschlich ein ungutes Gefühl. Sophie sah so aus, als wüsste sie etwas, was er nicht wusste.
Am nächsten Tag reiste er zu dem kleinen Inselstaat Chantaine, um seine Halbgeschwister zu besuchen. Sophie kümmerte sich in dieser Zeit um die restliche Abwicklung des Projekts. Terri Caldwell, die Max ebenfalls als Assistentin unterstützte, betrat das Büro.
„Wie läuft es?“
„Mit dem Papierkram bin ich schon fast durch“, erwiderte Sophie, ohne von ihrem Laptop aufzublicken.
„Das hat man davon, wenn man so tüchtig und fleißig ist wie du“, scherzte Terri. „Und über beide Ohren in den Chef verliebt.“
Sophie zog eine Grimasse. Terri war eine sehr nette Kollegin. Sie stammte aus Arkansas, war fast zehn Jahre älter als sie selbst und sagte immer, was sie dachte. Ihr Ehemann arbeitete als Fernfahrer in den Staaten, doch sie besuchten einander, sooft es ging. Terri hatte diesen Job angenommen, um das College für ihre Zwillingssöhne finanzieren zu können. Sophie und sie waren gute Freundinnen geworden, besonders in den letzten Monaten. Dass Sophie tiefere Gefühle für Max hegte, die von ihm nicht erwidert wurden, hatte Terri schnell gemerkt. „Streu nicht noch Salz in meine Wunden. Eines Tages werde ich über ihn hinwegkommen.“
„Komisch, dass er gar nichts zu merken scheint, obwohl es doch so offensichtlich ist.“ Terri lehnte sich an Sophies Schreibtisch.
Ihre Worte versetzten Sophie einen Stich. „Er sieht nicht die Frau in mir, sondern nur die perfekte Assistentin.“
„Das bist du wirklich“, erwiderte Terri. „Aber du bist auch eine Frau. Hast du schon einmal daran gedacht, ihn mit der Nase darauf zu stoßen?“
Sophie, die gerade die letzten Konstruktionsdaten eintippte, blickte zu Terri hoch. „Ich weiß nicht so recht, wie ich das machen soll. Ich bin nicht der Typ für tiefe Ausschnitte oder kurze Röcke. Oder Make-up.“
„Ich frage mich, ob Max die Augen aufgehen würden, wenn er ein bisschen Konkurrenz hätte.“
Sophie schüttelte den Kopf. „Das ist nicht mein Ding.“
„Männer muss man manchmal ein bisschen anstoßen. Lass dir was einfallen. Oder willst du den Rest deines Lebens an Liebeskummer leiden?“
Sophie seufzte. Sie dachte an den Tag, an dem sie Max das erste Mal begegnet war. Sein Anblick hatte sie komplett umgehauen. Max war der Indiana Jones der Straßenbauingenieure. Sie hatte schnell gelernt, seine Bedürfnisse am Arbeitsplatz vorauszuahnen und sich unentbehrlich zu machen. Er hatte – wenn auch nicht ganz so rasch – gemerkt, was für eine wertvolle Hilfe sie ihm sein konnte. Sophies Gefühle für ihn waren im Lauf der Jahre immer stärker geworden. Aber Max respektierte sie anscheinend nur für ihre Tüchtigkeit.
Dennoch hatte Sophie nie aufgehört zu hoffen. Bei jeder Affäre, die Max gehabt hatte, hatte sie entsetzlich gelitten. Seine Beziehung zu ihr war die längste Beziehung, die er je zu einer Frau gehabt hatte. Aber leider sah er sie nicht als Frau.
„Vielleicht klappt es ja im Weihnachtsurlaub“, überlegte sie laut. „Ich fahre nach Hause und kaufe mir endlich den Spaniel, den ich mir schon immer gewünscht habe. Vielleicht komme ich dann endlich über Max hinweg. Der räumliche Abstand könnte helfen.“
„Wenn er nur nicht so verdammt gut aussehen würde“, erwiderte Terri trocken.
„Ach, darüber könnte ich schon hinwegkommen“, behauptete Sophie. „Aber wenn er will, kann er unheimlich charmant sein.“
„Er kann auch ein Ekel sein. Es macht ihm gar nichts aus, uns Überstunden aufzubrummen.“
„Stimmt, aber er arbeitet mehr als alle anderen. Und wir werden ja dafür extra bezahlt. Das eigentliche Problem ist, dass er auch noch nett ist. Er tut immer so, als würde er nur an sich selbst denken. Aber wo immer wir im Einsatz sind, engagiert er sich für irgendein wohltätiges Projekt und bezieht die ganze Crew mit ein. Wenn er doch nur so egoistisch und gleichgültig wäre, wie er tut!“
„Bist du mit anderen Männern ausgegangen, seit du Max kennst?“, fragte Terri.
Sophies Wangen röteten sich. „Ja, bin ich“, erwiderte sie. „Viermal. Immer während eines Urlaubs.“
„Wow. Viermal in vier Jahren.“ Terri schüttelte den Kopf. „Wetten, dass du es nicht schaffst, dich im nächsten Urlaub mit sechs verschiedenen Männern zu treffen?“
„Wie soll ich das denn anstellen?“
„Online. Da kannst du in null Komma nichts mehrere Rendezvous ausmachen.“
„Ich glaube, eher sterbe ich.“
„Irgendetwas musst du tun”, mahnte Terri. „Entweder angelst du dir Max endlich, oder du gibst ihn auf.“
Als das Flugzeug auf Chantaine landete, nahm Max kaum etwas von der Landschaft wahr, denn es war schon dunkel. Er hatte ein wenig gegoogelt und sich Fotos angeschaut. Die Insel war landschaftlich sehr reizvoll, mit mediterranem Flair. Auch nach seinen angeblichen Halbgeschwistern hatte er geforscht. Der älteste, Kronprinz Stefan, schien sehr viel ernsthafter zu sein als ihr gemeinsamer Vater Prinz Edward.
Dass Max nie geheiratet hatte, hing wohl mit dem Scheitern der Ehe seiner Adoptiveltern zusammen. Besonders heftig hatten sie sich immer gestritten, wenn sein Vater längere Zeit anwesend war. Oft war er dann einfach verschwunden und hatte Frau und Kind alleingelassen. Max war für alles dankbar, was seine Adoptiveltern für ihn getan hatten, aber die extremen Spannungen, das Geschrei und das Türenschlagen mitten in der Nacht hatten ihm sehr zugesetzt.
Schon deshalb verspürte er wenig Lust, jemals eine eigene Familie zu gründen. Jetzt musste er zudem noch davon ausgehen, dass er die Schürzenjäger-Gene von Prinz Edward geerbt hatte.
Auch über die übrigen Mitglieder des Devereaux-Clans hatte er einiges herausgefunden. Valentina, die älteste Schwester, lebte mit Mann und Tochter auf einer Ranch in Texas. Die zweitälteste, Fredericka, lebte in Frankreich, ihr Ehemann war Filmproduzent....




