E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara Herzensbrecher
Banks Wie sexy du bist
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2555-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara Herzensbrecher
ISBN: 978-3-7337-2555-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Vom Waisenjungen zum Millionär! Mit seiner Internet-Firma hat Michael den amerikanischen Traum wahr gemacht. Für Gefühle war keine Zeit - bis zu der aufregenden Nacht mit seiner Sekretärin, der sinnlichen Kate. Aber die Liebe ist für den Topmanager ein viel zu riskantes Geschäft ...
Mit mehr als 20 geschriebenen Romanen, ist Leanne dafür geschätzt Geschichten mit starken Emotionen, Charakteren mit denen sich jeder identifizieren kann, einem Schuss heißer Sinnlichkeit und einem Happy End, welches nach dem Lesen noch nachklingt zu erzählen. Sie ist die Abnehmerin der Romantic Times Magazine's Awards in Serie. Sinnlichkeit, Liebe und Humor, mit diesen Zutaten für ihre Romane sorgte sie bei zahlreichen Wettbewerben wie dem RITA Award für Aufsehen. Für die zahlreichen Auszeichnungen ist Leanne sehr dankbar. Doch besonders bewegt hat sie der Brief einer Leserin, die schrieb, dass ihr Buch sie durch die schweren Zeiten einer Chemotherapie begleitet hat. Der Leserbrief inspirierte sie zu einer Redewendung und führte bei ihr zu folgender Erkenntnis: Unterschätze niemals die Kraft von Liebesromanen. Leanne ist heimisch in Virginia und lebt glücklich zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern. Sie liebt Musik, Schokolade, Zitate und neue Abenteuer. Außerdem glaubt sie, dass Liebhaber von Liebesromanen die besten Leser der Welt sind, weil sie verstehen, dass Liebe das größte Wunder auf Erden ist.
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2. KAPITEL
„Das ist mein Boss“, erklärte Kate. „Ich habe mir einige Zeit freigenommen, und er wollte noch ein paar Details eines speziellen Projektes mit mir durchgehen. Michael Hawkins, Tom und Betty Adams“, machte sie alle miteinander bekannt. „Tja, das war’s“, fügte sie heiter hinzu. „Jetzt kannst du fahren.“
„Oh, unseretwegen besteht kein Grund zur Eile“, versicherte ihre Mutter. „Kate hat uns einen Zeitungsartikel über Ihre Firma geschickt. Sehr beeindruckend. Sie spricht immer mit größter Bewunderung von Ihnen.“
„Vielen Dank“, sagte Michael und warf Kate einen nachdenklichen Blick zu. „Kate war unbezahlbar. Unersetzlich.“
Unersetzlich als seine Sekretärin, dachte sie.
„So ist unsere Katie“, erklärte ihr Vater und strahlte stolz. „Sie war immer etwas Besonderes für uns.“
Kates Magen verkrampfte sich bei der Vorstellung, wie rasch der Stolz und die Freude ihres Vaters sich verflüchtigen würden, wenn er die Wahrheit erfuhr. Sie mochte zwar eine erwachsene Frau sein, aber die Aussicht, ihren Eltern wehzutun, machte sie ganz krank. Sie merkte, wie ihr schwindelig wurde, und blinzelte. „Kommt rein und macht es euch bequem. Ich bin gleich wieder da“, sagte sie und lief ins Badezimmer.
Sie setzte sich auf den Messinghocker neben dem Säulenwaschbecken, um ihre Fassung wiederzugewinnen. Dann spritzte sie sich Wasser ins Gesicht und atmete mehrmals tief durch. Gewöhnlich neigte sie nicht zu Angstattacken, aber eine nervenaufreibendere Situation als diese konnte sie sich nicht vorstellen. Michael Hawkins drängte sie zur Ehe, obwohl er sie nicht liebte, und jetzt saß er mit ihren Eltern im Wohnzimmer. Sie unterdrückte ein Aufstöhnen und sank wieder auf den Hocker.
Die Tür ging auf, und Michael kam herein.
„Was machst du hier?“, flüsterte sie. „Du solltest längst weg sein.“
Er trat vor sie und brachte sie mit seinem intensiven Blick wieder völlig aus dem Konzept. „Passiert dir das oft?“, wollte er wissen und kniete sich neben sie.
„Was?“
„Dass du ohnmächtig wirst.“
„Ich werde nicht ohnmächtig“, widersprach sie, gereizt von seiner Nähe und ihrer anhaltenden Übelkeit. „Mir war schrecklich flau im Magen, und deshalb bin ich ins Bad gegangen. Sobald du weg bist, fühle ich mich bestimmt gleich besser. Wir müssen aus dem Bad heraus, oder meine Eltern …“
„Deine Mutter ahnt bereits etwas“, unterbrach Michael sie. „Sie meinte, du siehst blass aus.“
Kate rieb sich die Stirn. „Oh nein. Ich wusste, dass das passieren würde“, jammerte sie und senkte ihre Stimme. „Ich kann nichts vor ihnen verbergen. Sie durchschauen mich sofort. Aber ich kann es ihnen nicht sagen. Es wird ihnen schrecklich wehtun.“
„Irgendwann wirst du es ihnen erzählen müssen“, gab er mit einem Schulterzucken zu bedenken, das andeutete, dass er nicht ganz nachvollziehen konnte, wie ihr zumute war.
„Irgendwann muss nicht jetzt sein.“
„Und wenn du verheiratet wärst?“
„Fang nicht schon wieder damit an.“ Ihre Mutter hatte schon vor Kates Geburt damit begonnen, die Hochzeit ihrer Tochter zu planen. Wenn es nach Betty Adams gegangen wäre, hätte sie eine Ehe arrangiert zwischen Kate und dem Jungen aus ihrer Straße, der später Zahnarzt wurde. Dann hätte sie dafür gesorgt, dass sie nach nebenan zogen und möglichst bald Kinder in die Welt setzten. Kopfschüttelnd stand Kate auf. „Ich will mein schlechtes Urteilsvermögen nicht noch mehr unter Beweis stellen, indem ich eine weitere falsche Entscheidung mit dauerhaften Konsequenzen treffe.“
„Schlechtes Urteilsvermögen? Eine weitere falsche Entscheidung? Was soll das heißen?“ Langsam richtete Michael sich wieder auf. Er überragte Kate um einiges.
„Indem ich mich in dich ver…“ Sie verstummte erschrocken. „Indem ich mit dir ins Bett gegangen bin. Und jetzt musst du gehen.“
„Kate“, sagte er und umfasste ihren Arm.
Ihr Herz pochte wild. Sie war aufgewühlt und durcheinander. Hastig zog sie ihren Arm fort. „Zwei Monate lang hast du mir kaum in die Augen gesehen. Wieso fasst du mich jetzt an?“
Er sah sie durchdringend an. „Jetzt haben sich die Umstände geändert.“
Nicht genug, dachte sie und erinnerte sich daran, wie er erst vor wenigen Wochen ihre Hoffnungen zunichte gemacht hatte.
„Kate, du kennst mich besser als irgendein anderer Mensch.“
Sie befeuchtete sich die trockenen Lippen und gab sich gleichgültig. „Und?“
„Und du weißt, dass ich immer bekomme, was ich will.“
Kate verließ der Mut. Diesen Ausdruck der Entschlossenheit auf seinem Gesicht hatte sie schon mehrmals erlebt, allerdings stets, wenn es um geschäftliche Dinge ging. Jetzt galt er ihr, oder genauer, dem Kind, das sie erwartete. Erneut erfasste sie Panik, als sie Schritte hörte. Hastig stürzte sie aus dem Bad, ihrer Mutter im Flur entgegen. „Ach, Mom, Michael wollte gerade gehen und Auf Wiedersehen sagen“, verkündete sie atemlos. Vielleicht würde niemand ihr Fragen stellen, wenn sie schnell sprach. „Könnte Dad das Wohnmobil zur Seite fahren?“
Kate warf Michael einen Seitenblick zu und stellte fest, dass er sie ansah wie ein Tiger seine Beute. Ihr Puls beschleunigte sich.
„Es hat mich gefreut, Sie kennenzulernen, Mrs. Adams. Und ich freue mich schon darauf, Sie wiederzusehen“, fügte er hinzu, um Kate wissen zu lassen, dass sein Rückzug nur vorübergehend war. „Wir sprechen uns demnächst, Kate.“
„Wiedersehen“, sagte sie und biss sich auf die Lippe, während sie ihm nachsah.
„Ich glaube, er mag dich“, bemerkte ihre Mutter hoffnungsvoll.
Kate schüttelte den Kopf.
„Er hat dich ständig angesehen. Jemand wie er gibt sicher einen guten Ehemann ab.“
Kate verkniff sich jeglichen Kommentar und drückte ihre Mutter stattdessen. „Du behauptest bei jedem Mann, dass er mich anschaut. Du willst unbedingt, dass ich heirate.“ Ihr Ton war neckend, trotz ihrer Traurigkeit.
Michael spürte die Abendbrise, während er nicht weit von Kates Haus entfernt in seinem Lexus saß. Das Wohnmobil ihrer Eltern war gerade von ihrer Auffahrt gerollt. Er schaute auf seine Uhr und entschied, Kate noch fünf Minuten zu geben, ehe er bei ihr klingelte.
Trotz seines Rufes als Tin Man gelang es ihm nicht, über Kates Schwangerschaft einfach hinwegzugehen. Die ganze Situation machte ihn verrückt, und er konnte sich nicht daran erinnern, je von etwas so besessen gewesen zu sein wie von dem Wunsch, sein Kind vor dem zu bewahren, was ihm in seiner eigenen Kindheit widerfahren war. Tief vergrabene Bitterkeit machte ihm zu schaffen bei dem Gedanken daran, dass sein Kind sich ungeliebt oder verlassen fühlen könnte.
Als wäre das noch nicht genug, dehnte sich sein Beschützerinstinkt nun auch noch auf Kate aus. Die Vorstellung, dass sie ganz auf sich gestellt und schwanger von ihm war, erschien ihm unerträglich. Daher war er entschlossen, sie zur Zustimmung zu seinem Plan zu überreden. Er schaute erneut auf die Uhr. Dann fuhr er los.
Kurz darauf hielt er vor ihrer Haustür. Er nahm ein Blatt Papier vom Beifahrersitz, stieg aus und ging die Stufen zu Kates Veranda hinauf. Er klingelte, und eine Katze, deren weißes Fell braune und orangefarbene Tupfer aufwies, kam ihm miauend entgegen. Er ließ den Blick über die einladende Veranda wandern. Das Äußere ihres gemütlichen Heims spiegelte Kates herzliche Persönlichkeit wider.
Kate öffnete die Tür und rieb sich die Augen, als hätte sie geweint. „Mit dir habe ich nicht gerechnet.“
Ich werde jeden Tag wiederkommen, bis wir diese Sache geklärt haben, dachte er grimmig und wünschte, sie würde wieder lächeln. „Ich fuhr gerade vorbei und sah, dass deine Eltern fort sind.“ Sie bat ihn nicht hinein, doch das hielt ihn nicht davon ab, einfach einzutreten. „Wieso weinst du?“
Kate hob die Katze auf den Arm. „Ich komme mir so dumm vor, dass ich mich in diese Lage gebracht habe.“
„Dazu gehören immer zwei.“ Unter normalen Umständen hätte ihr Zuhause sicher eine ebenso beruhigende Wirkung auf ihn gehabt wie seine Bewohnerin. Aber das war lange vorbei. „Wir haben unser Gespräch heute Morgen nicht zu Ende führen können.“
Kate wirkte argwöhnisch. „Doch, das haben wir.“
„Nein, haben wir nicht“, widersprach Michael und kämpfte gegen seine wachsende Ungeduld an. „Uns bleibt nur eines zu tun. Wir müssen heiraten. Es gibt keine andere Wahl.“
Kate blinzelte. „Das stimmt nicht. Schließlich leben wir nicht mehr im Mittelalter. Viele alleinstehende Frauen bringen heute Kinder zur Welt.“
„Willst du, dass unser Kind ohne Vater aufwächst?“
„Nein, aber …“
„Genau, Kate. Ein Nein werde ich nicht akzeptieren.“
„Du scheinst zu vergessen, dass auch zur Ehe zwei gehören. Du scheinst außerdem zu vergessen, dass du mir unmissverständlich zu verstehen gegeben hast, wie ungeeignet du als Ehemann oder Vater wärst.“
Michaels Miene verfinsterte sich. Im Prinzip hatte sich an dem, was sie sagte, auch nichts geändert. „Zum Zeitpunkt dieser Unterhaltung kannte ich noch nicht alle Fakten. Du hast eine entscheidende Tatsache vor mir geheim gehalten. Wieso?“
„Weil ich nicht will, dass du mich nur heiratest, weil ich ein Kind von dir erwarte“, erwiderte sie aufgebracht. „Und genau das hast du jetzt vor.“
Michael biss die Zähne zusammen. Es war viel leichter gewesen, sich mit Kate...




