Bay | Doctor Fake Fiancé | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 352 Seiten

Reihe: Doctor

Bay Doctor Fake Fiancé


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7363-2315-5
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 4, 352 Seiten

Reihe: Doctor

ISBN: 978-3-7363-2315-5
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



NUR EIN DOCTOR KANN IHR GEBROCHENES HERZ HEILEN

Vivian Cross ist eine der bekanntesten Sängerinnen der USA. Deshalb sorgt die Trennung von ihrem Freund für große Schlagzeilen. Mit gebrochenem Herzen flüchtet Vivian nach London, wo sie einfach nur unerkannt abtauchen will. Bis sie auf den attraktiven Arzt Beau Cove trifft, der die verletzliche junge Frau hinter dem Superstar sieht. Als Paparazzi-Fotos von ihnen auftauchen, schlägt Vivians Management eine Fake-Verlobung vor, um den nächsten Skandal zu verhindern. Beau ist von der schönen Sängerin fasziniert und stimmt dem Deal zu. Allerdings hätte Vivian nicht gedacht, dass jede Berührung und jeder Kuss von Beau sich so echt anfühlen würden ...

»Ich bin schon seit einer Weile in meiner Fake-Dating-Era, und ich habe jede Sekunde dieses Buches geliebt. Es setzt den Fake-Verlobung-Trope einfach PERFEKT um!« SPINES.AND.READWINE

Band 4 der DOCTOR-Reihe von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Louise Bay



Louise Bayist eine erfolgreicheUSA-TODAY-Bestseller-Autorin. Sie schreibt Romane, wie sie sie selbst gern liest: sexy und romantisch. Die Autorin lebt in London und liebt neben Tagen ohne Make-up vor allem Elefanten und Champagner.

Bay Doctor Fake Fiancé jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


4. KAPITEL


VIVIAN

Es ist, als wüsste mein Herz, dass dieser Mann aufrichtig ist, doch mein Körper zeigt diese komische Reaktion auf neue Menschen. So als würde jemand in mir auf »Abweisen« drücken. Hätte ich diesem Kerl nicht brühheißen Kaffee übergeschüttet, würde ich nicht mit ihm durch den Park spazieren, ganz gleich, was für ein Hottie er ist.

»Wohnst du in London, Adele?«, fragt er.

Er sagt den Namen Adele oft. Ich weiß nicht, ob er bloß zu den Menschen gehört, die einen oft beim Namen nennen, oder ob er weiß, dass ich Vivian Cross bin, und mich testet. Obwohl er ein Fremder ist und ich ihm nichts schulde, fühle ich mich unwillkürlich schlecht, weil ich ihm nicht die Wahrheit sage. Keine Ahnung, ob es an mir liegt oder er mir dieses Gefühl gibt.

»Nein, ich bin nur für ein paar Wochen hier.« Der Park ist nett. Unter dem Blätterdach der Bäume ist es deutlich frischer, fast so, als wären wir nicht in der Stadt. Es ist Monate her, dass ich im Central Park war. Nach der Trennung wollte ich mein Apartment nicht verlassen. Nirgends fühlte es sich sicher an. Und nachdem TMZ dann herausgefunden hatte, wo ich wohnte, kam Rausgehen nicht mehr infrage, selbst wenn ich gewollt hätte. Selbst drinnen fühlte es sich zuweilen nicht sicher an.

»Bist du zum ersten Mal in England?«

Nicht wenn man meine Welttournee vor zwei Jahren mitzählt. Oder meinen Auftritt in Glastonbury vor drei Jahren. »Ich war schon ein paarmal hier«, erwidere ich.

Er nickt, als wäre meine Antwort echt interessant. »Beruflich? Oder …«

»Hauptsächlich beruflich«, sage ich. Ich will nicht unbedingt lügen, aber er braucht nicht zu wissen, wer ich bin. »Erzähl doch mal von deiner Arbeit. Arzt sein ist bestimmt ziemlich spannend, oder?«

Neben mir lacht er leise. Dabei legen sich so süße Fältchen um seine Augenwinkel, dass ich lächeln möchte. Sein Gesicht ist genauso Ralph-Lauren-Model-mäßig wie der Rest von ihm. Er hat einen markanten Kiefer und perfekt sonnengeküsste Haut – attraktiv auf eine Art, die mit dem Alter noch zunimmt. »Spannend nicht unbedingt, aber ich mag’s. Ich helfe gern Menschen.«

Mir fällt etwas am Wegrand auf. Es sieht aus wie ein Skelett auf einem Stuhl. »Was zum Kuckuck ist das denn?«

»Ich beschütze dich!« Er streckt die Arme aus und bildet mit seinem Körper eine muskulöse Wand zwischen mir und dem Skelett. Dann lässt er sie sinken. »Das ist eine Skulptur.« Ein Skelett ist rücklings über einen Messingstuhl gebeugt, der in einem Wasserbecken steht. »Eigentlich vorübergehend installiert, aber sie steht das ganze Jahr hier.«

»Okay«, sage ich. Menschen nehmen wohl alles Mögliche zum Thema für Kunst. »Ist das echt, was meinst du?«, frage ich.

»Die Skulptur?«

»Das Skelett«, erwidere ich.

»Nein.«

»Wie kannst du dir da sicher sein?«, hake ich nach. »Es sieht ziemlich realistisch aus.«

»Na ja«, sagt er, hebt die Hand und kratzt sich im Nacken. Ich versuche, nicht auf den Streifen nackter Haut an seinem straffen, gebräunten Bauch zu schielen, während er spricht. Zum einen, weil es unhöflich ist zu glotzen, und zum anderen, weil ich nicht recht weiß, ob mir die Haut eines Mannes überhaupt auffallen sollte. Die Hand eines Mannes. Das Lächeln eines Mannes. Ich sollte mein gebrochenes Herz pflegen. Ganz bestimmt, definitiv und hundertprozentig, gebe ich mein Bestes, den leisen Schauer zu ignorieren, der mir den Rücken hinunterrieselt, als er mich ansieht. »Weil ich Arzt bin. Aber auch, weil mein Bruder den Künstler kennt.«

Ich sehe mich nach dem Schild um, das das Kunstwerk benennt. »Urs Fischer. Dein Bruder kennt ihn?«

»Ja, ich glaube, er hatte ein paar Werke von ihm in Kommission. Ich erinnere mich, dass mir mein Bruder von dieser Skulptur erzählt hat und meinte, es sei kein echtes Skelett.«

»Hm«, mache ich. »Was macht dein Bruder? Ist er Kunstsammler oder so?«

»Definitiv nicht, nein. Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, was er macht. Nur dass es mit Finanzen zu tun hat.« Er verzieht dabei das Gesicht.

Ich lache, denn genauso würde ich auch beschreiben, was mein Bruder beruflich macht.

»Du hast ein schönes Lächeln«, sagt er, und unter seinem Blick werde ich mit einem Mal befangen.

»Danke«, erwidere ich leicht verlegen über das Kompliment, denn es wirkt ehrlich gemeint. In meinem Leben gibt es jede Menge Leute, die sich bei mir einschmeicheln wollen, aber dieser Typ? Er scheint mich nicht zu kennen. Er ist kein Angestellter von mir, und es tut gut, von ihm wahrgenommen zu werden. Ich fühle mich besonders – nicht wegen meiner Stimme oder meines Songwritings, sondern weil ich ich bin.

»Hast du Geschwister?«, fragt er.

Ich räuspere mich. Ich möchte ihn nicht anlügen, andererseits aber auch nichts preisgeben. Er braucht nicht zu wissen, wer ich bin. Ich möchte einfach nur den Spaziergang durch den Park genießen und dann wieder nach Hause. »Ja. Ich habe einen Bruder.« Es fühlt sich schön an, ehrlich zu sein, ich lasse jedoch weg, dass ich auch eine Schwester habe.

Als eine Gruppe junger Frauen auf uns zukommt, drehe ich mich weg und tue mit klopfendem Herzen so, als würde mich die Skulptur noch mal interessieren. Eine von ihnen ruft aus: »Oh. Mein. Gott.«

Fuck. Ich wusste, ich hätte direkt wieder nach Hause gehen sollen. Mehr als hundert Meter kann ich nicht vom Parkeingang entfernt sein. Wahrscheinlich könnte ich losrennen und wäre in wenigen Minuten im Haus.

»Alles in Ordnung?«, fragt Beau hinter mir.

Ich wage es, mich umzusehen, und stelle fest, dass die Mädchen vorbeigegangen sind. Sie müssen mich nicht erkannt haben, sondern irgendwas anderes Oh mein Gott gefunden haben.

»Du wirkst nervös«, sagt er.

Ich bringe ein aufgesetztes Lächeln zustande. »Alles gut. Gehen wir weiter. Aber lass uns am Rand des Parks bleiben, wenn das okay ist, ja?«

»Ja, okay.« Er muss ein Stück rennen, um mich einzuholen, doch ich will nicht, dass die Mädchen etwas merken und zurückkommen, um herauszufinden, ob es wirklich die Person ist, die sie erkannt zu haben glauben.

»Bist du oft hier?«, frage ich. Ich glaube, wenn ich richtig in Chester Terrace wohnen würde und nicht prominent wäre, würde ich oft herkommen. Tatsächlich würde ich trotz meiner Bekanntheit herkommen, wenn ich in London leben würde. Bloß aktuell nicht. Ich komme mir vor, als wäre ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt. Das wird vorbeigehen. Muss es.

»Ich wohne vorübergehend bei meinem Bruder. Deshalb gehe ich jeden Tag durch den Park zur Arbeit. Und du? Wo wohnst du?«

»Ach, gleich dahinten?« Ich deute mit dem Daumen über meine rechte Schulter.

»In King’s Cross?«, fragt er.

»Ungefähr.«

»Du hast gar nicht gesagt, warum du in der Stadt bist. Beruflich?«

»Quasi als Verschnaufpause zwischen zwei Projekten.«

Er nickt. »Schön. Die Stadt ist super, oder?«

Leider habe ich noch nicht viel von ihr gesehen. Berühmt zu sein, hat viele Vorteile. Aber auch Nachteile. Unter anderem, nicht einfach vor die Tür gehen zu können, wann immer man will. Wenn ich auf PR-Tour bin oder in einem Restaurant essen gehe oder so, habe ich immer Bodyguards dabei. Damit will ich mich derzeit nicht befassen. Nicht hier. Ich brauche einfach etwas Zeit für mich. Ich kann keine Security engagieren, ohne den Leuten zu sagen, wer ich bin. Zumindest meine persönliche Assistentin müsste davon wissen. Und im Moment weiß niemand Bescheid. Nicht mal dieser sehr attraktive Mann hier, mit dem ich durch den Park spaziere.

»Ja, die Stadt ist super«, sage ich. »Mir gefällt, dass hier jeder sein kann, wer er will.«

Als er grinst, schaue ich zu ihm und dann schnell wieder weg, denn in meinem Bauch meldet sich ein warmes Kribbeln, das sich ein wenig … gefährlich anfühlt. »Toll, dass du das wahrnimmst. Genau darum geht’s. Es gibt Platz für jeden, egal wer man ist.«

Mein Herz flattert in meiner Brust – nicht wegen der Stimmungsbeschreibung, so schön es auch ist, man selbst sein zu können, sondern wegen seines Kompliments und weil ihn so freut, was ich gesagt habe. Ich nicke, während wir einen besonders schattigen Teil des Wegs entlanggehen. Wegen meiner Sonnenbrille sehe ich kaum etwas. Dass es wolkenverhangen geworden ist, macht es nicht besser.

»Du merkst schon, dass hier gar keine Sonne ist, oder?«, sagt Beau. Als ich zu ihm schaue, geht mir auf, dass er mich indirekt auffordert, die Brille abzunehmen.

»Ja«, erwidere ich. Die Sonnenbrille ist wie eine Rüstung. Wenn ich sie aufhabe, fühlt es sich an, als wäre ich ein Stück von der Welt entfernt, und nur so ertrage ich sie.

»Na, solange alles in Ordnung ist«, meint er.

Wahrscheinlich denkt er, jemand hätte mir eine verpasst und ich verstecke ein Veilchen.

»Alles gut. Ich mag bloß … kein grelles Licht.« Mein Exverlobter hat mir immer vorgeworfen, ich stünde ein bisschen zu sehr aufs Rampenlicht. Im Nachhinein glaube ich, er hat den Ruhm mehr genossen als ich jemals.

Ein Händchen haltendes Paar kommt uns entgegen. Ich sehe, wie sie mir einen Blick zuwirft und dann ihrem Freund etwas zuflüstert, der daraufhin zu mir schaut.

Shit. Ich wusste doch, ich würde nicht lange Glück haben.

»Du, lass uns den Pfad hier nehmen«, sage ich.

Ich gehe zwischen Büschen hindurch und ducke mich dabei, um mir nicht an den tief hängenden Ästen der Bäume den Kopf zu stoßen.

»Du weißt...


Bay, Louise
Louise Bay ist eine erfolgreiche USA-TODAY-Bestseller-Autorin. Sie schreibt Romane, wie sie sie selbst gern liest: sexy und romantisch. Die Autorin lebt in London und liebt neben Tagen ohne Make-up vor allem Elefanten und Champagner.

Louise Bay ist eine erfolgreiche USA-TODAY -Bestseller-Autorin. Sie schreibt Romane, wie sie sie selbst gern liest: sexy und romantisch. Die Autorin lebt in London und liebt neben Tagen ohne Make-up vor allem Elefanten und Champagner.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.