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Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, 464 Seiten
Neue Börsenstrategien für Privatanleger
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-86248-317-4
Verlag: FinanzBuch Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Richtig handeln in jeder Marktsituation
E-Book, Deutsch, 464 Seiten
ISBN: 978-3-86248-317-4
Verlag: FinanzBuch Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der Klassiker "Börsenstrategien für Privatanleger" stellt sich in seiner kompletten Neubearbeitung mit frischem Gewand und Bezug zur aktuellen Marktlage unter dem Namen "Neue Börsenstrategien für Privatanleger" vor.
Die Neubearbeitung rückt die aktuellen Anlageformen wie die boomende Geldanlage in Gold, Silber, Platin, das wachsende Interesse an ETFs/ETCs und nachhaltige Anlageformen wie Solarstrom und Windkraft, Biomasse und Erdwärme in den Vordergrund.
Ob Fundamentalanalyse oder Charttechnik, Dividenden-, Value- oder Growthstrategien, zyklisches oder antizyklisches Handeln, Daytrading, Umgang mit Börsenmänteln, Mid Caps, Small Caps und Micro Caps, Penny Stocks, Aktienclubs oder Börsenbriefe: Beate Sander greift in ihrem Buch auf, was den Anleger heute interessiert und ihm in der Praxis nützt, und führt ihn Schritt für Schritt zum Erfolg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;6
2;Vorwort;10
3;Einführung: Grundsätzliches zur Aktienanlage;14
3.1;1.1 Sich über die eigenen Beweggründe klar sein;17
3.2;1.2 Konsequenzen aus dem magischen Dreieck ziehen;20
3.3;1.3 Die Frage nach dem Anlegertyp beantworten;22
3.4;1.4 Die Aufgaben der Börse kennen lernen;40
3.5;1.5 Die Regionalbörsen als Handelspartner nutzen;42
4;Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen;46
4.1;2.1 Börsenrückblick: Das Anlegerverhalten hinterfragen;46
4.2;2.2 Das Marktgeschehen genau beobachten;53
4.3;2.3 Die Demografie in die Aktienstrategie einbeziehen;54
4.4;2.4 Die Erkenntnisse der Börsenpsychologie nutzen;59
4.5;2.5 Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen;73
4.6;2.6 Stoppkurse diszipliniert und marktbezogen einsetzen;80
4.7;2.7 Die passende Depotbank finden;88
4.8;2.8 Die Aktienbesteuerung in die Strategie einbeziehen;94
4.9;2.9 Mutig und nervenstark Crashsituationen überstehen;98
4.10;2.10 Übernahmefantasien im Vorfeld nutzen;110
4.11;2.11 Richtige Schlüsse aus Rückkaufprogrammen ziehen;116
4.12;2.12 Sich über den Insiderhandel informieren;119
4.13;2.13 Ethisch-sozial-ökologische Standards beachten;121
4.14;2.14 Mit billigem Einkauf und teurem Verkauf Gewinne realisieren;126
4.15;2.15 Nicht alles auf eine Karte setzen;135
4.16;2.16 Kauf- und Verkaufsempfehlungen richtig deuten;139
4.17;2.17 Über alle Transaktionen genau Buch führen;141
4.18;2.18 Die Struktur der WKN und ISIN erkennen;142
4.19;2.19 Jede Order richtig vorbereiten;144
4.20;2.20 Wissen, was die Börsenkürzel bedeuten;145
4.21;2.21 Day- Trading – nichts für undisziplinierte Anleger;146
4.22;2.22 Sich vor Anlagebetrug schützen;149
4.23;2.23 Mit Börsenmänteln spekulieren;153
5;Die richtige Strategie in jeder Marktlage;156
5.1;3.1 Die Konjunktur und den Markttrend im Auge behalten;156
5.2;3.2 Keine Abkopplung des DAX vom DOW erwarten;164
5.3;3.3 Sich über die fundamentalen Daten informieren;167
5.4;3.4 Die Charttechnik als Orientierungshilfe nutzen;173
5.5;3.5 Gute und schlechte Börsenmonate hinterfragen;181
5.6;3.6 Wann Value und wann Growth einsetzen?;185
5.7;3.7 Dividenden-Strategie: langfristig erfolgreich;192
5.8;3.8 Mut haben zum antizyklischen Handeln;200
5.9;3.9 Weniger Risiko mit prozyklischen Anlagen;205
5.10;3.10 Breit gestreut – nie bereut;207
5.11;3.11 Richtige Erkenntnisse aus Aktiensplits ziehen;213
5.12;3.12 Mit Augenmaß limitieren;216
5.13;3.13 Mit Kapitalerhöhungen klug umgehen;218
5.14;3.14 Börsengang: Wann zeichnen? Wann Finger weg?;220
5.15;3.15 Auf den Börsenerfolg von Familienfirmen setzen;225
5.16;3.16 Familienindizes im Blickpunkt;230
5.17;3.17 Spekulation mit Penny-Stocks;242
5.18;3.18 Fußballaktien – eine eigene Welt;245
5.19;3.19 Börsenbriefe kritisch betrachten;247
5.20;3.20 Aktienclubs – gut bei Kommunikations-bedarf;250
5.21;3.21 Wann, was und wie viel kaufen und verkaufen?;251
6;Aussichtsreiche Indizes und Märkte;258
6.1;4.1 Der DAX – der deutsche Leitindex ist über 20 Jahre alt;258
6.2;4.2 Die DAX-Familie mit ihren Nebenwerte- Indizes;266
6.3;4.3 Wichtige ausländische Indizes;287
6.4;4.4 Biotechaktien: Warten auf den Durchbruch;303
6.5;4.5 Rohstoffe: ein interessantes Anlagethema;308
6.6;4.6 Erneuerbare Energie: Vom Zukunftsmarkt profitieren;321
6.7;4.7 Gold, Silber, Platin im Trend;331
7;Unterschiedliche Investmentformen nutzen;348
7.1;5.1 Mit Managed Futures das Depot absichern und bereichern;348
7.2;5.2 Hedge-Fonds richtig einsetzen;361
7.3;5.3 Mit Spezialfonds die Erfahrung von Profis nutzen;372
7.4;5.4 Zugang zur spannenden Welt der Zertifikate finden;380
7.5;5.5 Den Anleihenmarkt beobachten und Chancen nutzen;400
7.6;5.6 Die Vorteile der ETFs nutzen;407
7.7;5.7 Mit Optionsscheinen für Spannung im Depot sorgen;414
8;Die richtige Strategie beim neuen Aktiensteuerrecht;424
8.1;6.1 Wie mit den Investments vor 2009 umgehen?;425
8.2;6.2 Was tun seit dem Jahr 2009/2010?;430
8.3;6.3 Die wichtigste strategische Neuerung: das Zweitdepot;434
9;Dokumentation meiner Hoch/ Tief- Mutstrategie;436
9.1;7.1 Was geschah 2006? Mit Auswertung 2008;436
9.2;7.2 Wie sieht die Hoch/ Tief-Mutstrategie seit 2008 aus?;441
10;Die Innovation: Das Punktesystem für die eigene Aktienauswahl;444
10.1;8.1 Das Punktesystem;444
10.2;8.2 Praktische Anwendungshilfen für das Aktienauswahl- Punktesystem;445
10.3;8.3 Was vier international angesehene Vermögensverwalter gegenwärtig empfehlen;450
11;Stichwortverzeichnis;452
2
Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen
2.1 Börsenrückblick: Das Anlegerverhalten hinterfragen
Um zu begreifen, wie aus irrationalen Übertreibungen ein dramatischer Kursabsturz entsteht und warum ein Börsenboom in einem Crashszenario endet, zeige ich Hintergründe und Beispiele auf. Es geht um die Erkenntnis: Nach der Blase ist vor der Blase – abgeleitet von einer alten Fußballweisheit. Dass ein Crash zum Börsengeschehen gehört und letztendlich unvermeidbar ist, bestätigt der Rückblick auf ein Jahrzehnt. Der Crash zu Beginn des neuen Jahrtausends war die Folge sich auftürmender Spekulationsblasen im Zuge der Dotcom-Euphorie, begleitet von einer alle Maßstäbe sprengenden Überbewertung vieler Titel. Der jüngste Crash im Herbst 2008 und Frühjahr 2009 wurde ausgelöst durch die sich zum größten Finanzdesaster seit 1929 ausweitende Subprimekrise. Hinzu kamen irrationale Faktoren, allem voran Herdentrieb, Angst und Panik.
Die Vorzeichen: Als 1995 der US-Browser Netscape seinen Börsengang antrat, verdoppelte das Internetunternehmen bereits am ersten Handelstag seinen Wert. Die Gründer waren plötzlich mehrfache Millionäre, obgleich sie in ihrer Firma noch keinen Gewinn erwirtschafteten. Netscape war der Funke, der den Ansturm auf das kalifornische Silicon Valley und die heute mit einigem Unverständnis betrachteten irrationalen Übertreibungen auslöste. Dies war die Geburtsstunde für die sich bildende und immer stärker aufblähende Internetblase. Selbst als sie platzte, nahmen dies viele Börsianer vorerst nicht wahr und gingen lediglich von einer überfälligen Korrektur aus.
DAX-Stationen
| 1. Januar 1998: | 4.224 Punkte |
| 1. Januar 1999: | 5.006 Punkte |
| 1. Januar 2000: | 6.750 Punkte |
Höchststand
| 7. März 2000: | 8.064 Punkte |
| 1. Januar 2001: | 6.433 Punkte |
| 1. Januar 2002: | 5.160 Punkte |
| 1. Januar 2003: | 2.892 Punkte |
Allzeittief
| 12. März 2003: | 2.202 Punkte |
| 1. Januar 2004: | 3.965 Punkte |
| 1. Januar 2005: | 4.291 Punkte |
| Jahresende 2005: | 5.408 Punkte |
| Jahresende 2006: | 6.596 Punkte |
| Jahresende 2007: | 8.067 Punkte |
| Jahresende 2008: | 4.810 Punkte |
| Jahresende 2009: | 5.957 Punkte |
| Jahresende 2010: | 6.914 Punkte |
Heute erscheint die »Goldgräberstimmung« des Internetbooms unwirklich, mag auch Google neue Fantasie schüren.
Fünf Jahre nach dem Gipfelsturm und dem sich anknüpfenden langgezogenen Crash zogen sich viele Anleger im Schatten wirtschaftlicher Unsicherheit und Terrorängste von der Börse zurück. Der damalige Wunsch: »Wie werde ich am Neuen Markt schnell reich?« wurde abgelöst von dem Ziel: »Wie sichere ich mein Anlagekapital vor Verlusten?« Heute ist die Markteinschätzung gespalten: hier die Hoffnung, dort die Angst.
Während der Interneteuphorie der späten 1990er-Jahre und auch noch Anfang 2000 kletterte der Dow-Jones-Index auf 11.900 Punkte, der DAX auf über 8.100 Punkte und der NEMAX 50 auf mehr als 9.600 Zähler. Ab Frühjahr 2000 war dieser Spuk vorbei. Die Spekulationsblase platzte. Die ganze Tragweite wurde anfangs unterschätzt; aber der schöne Traum vom anhaltenden Reichtum in der »New Economy« war vorbei. Die Börsenpresse sprach nun von der größten Geldvernichtung aller Zeiten statt wie zuvor von der wundersamen Geldvermehrung. Vielfach wurde übersehen, dass solche Krisen kein einmaliges Geschehnis sind, sondern sich früher oder später wiederholen.
Erinnert sei an die niederländische Tulpenmanie im 17. Jahrhundert, an die South-Sea-Bubble im 18. Jahrhundert, den Eisenbahn-Boom im 19. Jahrhundert, den überaus heftigen, in eine Weltwirtschaftskrise mündenden Börsencrash von 1929 sowie das Crashszenario 1987. Fast immer waren diese spekulativen Exzesse die Folge von Massenwahn, angeheizt durch Gier und Euphorie und eine danach ausufernde Angst und Panik. Irrationales Verhalten benebelt den Verstand und bewirkt hohe Vermögensverluste bis hin zum finanziellen Ruin. Die Internetblase wurde parallel zur Eisenbahnhysterie von einer technologischen Revolution begleitet.
Gedankensplitter rund um Spekulationsblasen
»Je neuer ein Trend ist und je mehr die Leute darüber reden, desto skeptischer sollten Anleger sein.«
Tobias Levkovich, Chefstratege Citigroup
Ein ungehörter Warnruf
Als die Aktienkurse in Deutschland den Höchststand erreichten, warnte die Finanzzeitschrift »Barron’s« vor der baldigen Zahlungsunfähigkeit etlicher Internetfirmen. Doch die als lästig empfundene Gefahr wurde verdrängt. Die Unternehmen verbrannten weiter das Geld ihrer Aktionäre.
Verzerrte Wahrnehmung
Pleiten im Internetsektor wie Gigabell, Kabel New Media oder Popnet am Neuen Markt kamen im Vergleich zur Anzahl von Insolvenzen in der Software- und IT-Branche seltener vor. Etliche der damals gegründeten Unternehmen waren noch nicht börsenreif. United Internet und Freenet schafften nach...




