Beck | DIE RÜCKKEHR ZUM MITTELPUNKT DER ERDE | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 336 Seiten

Reihe: Mittelpunkt der Erde

Beck DIE RÜCKKEHR ZUM MITTELPUNKT DER ERDE

Roman
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-95835-847-8
Verlag: Luzifer-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 2, 336 Seiten

Reihe: Mittelpunkt der Erde

ISBN: 978-3-95835-847-8
Verlag: Luzifer-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Tief unter der Erde, jenseits der tiefsten bekannten Höhlen, liegt eine verborgene Welt. Mike Monroe und Jane Baxter haben ihre Reise zum Mittelpunkt der Erde nur mit knapper Not überlebt. Doch es plagt sie immer noch die Neugier nach der Herkunft jener blassen Kreaturen der unterirdischen Höhlen, oder die Frage, warum ihnen in ihren Träumen ein monströses Wesen erscheint, welches älter als die Zeit zu sein scheint. Als sich eine russische Expedition auf den Weg macht, ihrer Entdeckung nachzugehen, sehen sie sich gezwungen, noch einmal an jenen Ort zurückzukehren, den sie eigentlich nie wieder betreten wollten. Dieses Mal werden sie jedoch von einem Team bestens ausgebildeter Söldner und Wissenschaftler begleitet, die ihnen helfen sollen, die Russen zu finden und die Geheimnisse im Inneren der Erde zu lüften. Ihre Reise führt sie in eine Welt, in der die Evolution ganz andere Wege gegangen ist als an der Oberfläche, und auf etwas, dass dort geduldig auf ihre Rückkehr wartet ... Bestseller-Autor Greig Beck, der mit seiner 'Primordia'-Trilogie bereits Arthur Conan Doyles 'Vergessene Welt' in unsere Zeit transportierte, entführt den Leser nun in die mystische unterirdische Welt eines Jules Verne - voller Wunder, Gefahren und atemloser Abenteuer.

Greig Beck verbrachte seine Jugend hauptsächlich mit Surfen an den Stränden von Australien, bevor er seine Karriere als Informationstechniker startete, die ihn um die ganze Welt führte. Diese Begeisterung hat er nie ganz verloren, auch wenn er sich mittlerweile hauptsächlich dem Schreiben widmet. 2010 erschien mit 'Beneath the Dark Ice' der erste Band seiner Alex-Hunter-Reihe, die immer wieder in den Bestseller-Rängen bei Amazon.com zu finden ist. Seine Romane wurden mittlerweile in über zehn Sprachen übersetzt. Heute lebt der australische Autor mit seiner Frau, seinem Sohn und seinem riesigen deutschen Schäferhund ins Sydney.
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Kapitel 4


Michael Monroe joggte auf seiner üblichen Strecke durch die Wildnis. Er wohnte jetzt fest in seinem Ferienhaus im Wald. Kein Autohupen, keine Abgase, keine Glas-, Beton- und Stahltürme und keine schreienden Menschen an jeder Ecke. Nur Hunderte von Kilometern Kiefernwald, Seen und Flüsse, Berge und eine Luft, die so frisch war, dass er sie am liebsten für immer eingeatmet hätte.

Seit er vor über einem Jahr aus der Krubera-Höhle aufgetaucht war, machte ihn der Gedanke an geschlossene Räume ängstlich und unruhig.

Aber im Moment hatte er das Gefühl, so weit davon entfernt zu sein, wie es nur ging.

Er grinste, als er lief; er erinnerte sich daran, dass Jane ihn gefragt hatte, ob er Angst vor Bären oder Wölfen in den Wäldern habe, als er zum ersten Mal hierhergekommen war. , hatte er geantwortet, denn nach dem, was er und sein Team da unten erlebt hatten, würde ihn auf der Oberfläche des Planeten gar nichts mehr erschrecken können.

Er hatte sogar endlich sein Manuskript fertiggestellt, komplett mit Illustrationen der Welt innerhalb der Welt und den seltsamen, wilden und wunderbaren Dingen, die er dort gesehen hatte. Er beschrieb die Schwerkraftbrunnen und wie sie seiner Meinung nach funktionieren. Er fügte auch einige seiner Theorien darüber hinzu, was es dort unten noch alles geben könnte.

Das fertige Dokument war ziemlich groß geworden und brauchte sehr viel Speicherplatz, also hatte er frühere Versionen in der Cloud gespeichert anstatt auf seinem lokalen Laufwerk.

, dachte er.

Mike joggte normalerweise eine Stunde lang und war schon halb fertig, als er zum ersten Mal seit Monaten einen Hubschrauber über sich fliegen hörte. Er fragte sich, ob ein Nachbarbezirk ein paar Holzfäller einflog, oder ob ein paar Wilderer einen Hubschrauber gemietet hatten, damit dieser sie außerhalb der Saison tief in den besten Jagdgründen absetzte.

Mike knurrte tief in seiner Brust. Wenn das tatsächlich Wilderer waren und er sie erwischte, würde er sie zum Teufel jagen. Er hatte ein Gewehr und wusste, wie man es benutzte.

Auf dem Rückweg roch er den Auspuff des Hubschraubers. Seit er aus dem Zentrum der Erde zurückgekehrt war, schienen seine Sinne sehr geschärft zu sein. Vielleicht war es die Tatsache, dass er dem Tod so nahe gewesen war, die ihm seine Umgebung so viel bewusster machte und ihm zeigte, wie es war, wirklich am Leben zu sein.

Er kam aus dem letzten Baumbestand heraus und sah den Hubschrauber, dessen Rotorblätter nun vollständig angehalten hatten. Er trug keine Insignien, sah aber militärisch aus und war möglicherweise ein MH-139. Mike konnte im Cockpit einen behelmten Piloten sehen, mit der obligatorischen dunklen Flieger-Sonnenbrille bekleidet.

Der Mann drehte sich um und nickte ihm zu. Dann deutete er auf Mikes Hütte, deren Tür nun einen Spalt breit geöffnet war.

»Du willst mich wohl verarschen!« Mike sprang die wenigen Holzstufen hinauf, stieß die Tür ganz auf und stellte sich in den Rahmen.

Im Inneren saß ein einzelner Mann an seinem Tisch. Er war etwa so alt wie Mike, sah aber extrem fit und kräftig aus.

Er lächelte, stand auf und streckte eine Hand aus. »Raymond Harris. Sie können mich Ray nennen.«

Mike ignorierte ihn. »Was machen Sie in meinem Haus?«

Harris ließ seine Hand sinken, aber das Lächeln blieb. »Die Tür war nicht verschlossen, und ich bin hier, weil ich Sie sehen wollte.«

»Warum?« Mike blieb, wo er war.

Harris winkte ihn zu sich. »Kommen Sie schon, Mike, setzen Sie sich und trinken Sie einen Kaffee. Ich will nur fünf Minuten Ihrer Zeit, und ich habe gerade eine frische Kanne aufgesetzt.« Er setzte sich wieder und sah sich um. »Ihr Haus gefällt mir übrigens sehr gut. Ich besitze etwas Ähnliches außerhalb von Boulder in Colorado. Es ist gut, ab und zu vom Alltag wegzukommen, oder?«

»Ich dachte, ich wäre von allem weg. Ich schätze mal, ich habe mich geirrt.« Mike nahm eine Tasse aus seinem Küchenschrank und schenkte sich einen Kaffee ein. »Sind Sie beim Militär?«

»Ich? Nein.« Harris wartete, bis Mike sich endlich setzte. »Nicht wirklich.« Er nippte an seinem Kaffee und sein Lächeln verschwand. »Sie leben schon seit geraumer Zeit sehr zurückgezogen. Woran liegt das?«

Mike zuckte mit den Schultern. »Ich arbeite.«

»Sie arbeiten? An was?« Harris stellte seine Tasse ab.

»Privater Kram.« Mike mochte das übermäßige Selbstvertrauen des Mannes nicht und hatte genug von dessen Fragen. Er wollte ganz sicher etwas Bestimmtes von ihm. »Ray, nicht wahr?«

»Ja, Ray … Raymond oder einfach nur Harris.« Er zuckte erneut mit den Schultern. »Ich antworte auf jeden von diesen Namen.«

»Nun, einfach nur Harris, Sie haben jetzt noch vier Minuten Zeit. Warum sind Sie hier?« Mike lehnte sich zurück.

Harris nickte einen Moment lang. »Ich bin einen weiten Weg gekommen, um Sie zu sehen.« Er griff in die Tasche seiner Bomberjacke und holte einige gefaltete Papiere heraus. Er legte sie vor sich auf den Tisch.

Mike sah sofort, was es war, und schoss mit geballten Fäusten auf die Beine.

»Sie diebischer Hurensohn. Wo zum Teufel haben Sie die her?«

»?« Harris zog die Augenbrauen in die Höhe.

»Ziemlich cooles Zeug hier drin … wenn etwas davon tatsächlich wahr ist.«

Mike funkelte ihn an und sein Kiefer spannte sich an.

Harris beugte sich nach vorne. »Immer mit der Ruhe, Mike. Ich glaube es ja … alles davon.« Er schlug die Hände zusammen. »Und Ihr Vorschlag, diese ganze Fusionsenergie eines Tages direkt anzapfen zu können, ist wirklich inspirierend.« Er zog die Brauen hoch. »Das bedeutet nahezu grenzenlose Macht.«

»Fast grenzenlos und noch dazu sauber«, entgegnete Mike misstrauisch und vermutete plötzlich, dass der Typ von einem Energiekonzern war.

»Eine Energiechance, die es garantiert wert ist, untersucht zu werden, aber das ist nicht mein Hauptanliegen.« Harris spreizte seine Finger auf dem Tisch; sie waren groß und schwielig.

»Sie laden Dinge in die Cloud hoch, und einige Programme der Regierung, die auf der Grundlage von uns definierter Auslösewörter, auf Daten zugreifen, suchen und sammeln so etwas.«

Harris blickte ihn an. »Und obwohl sie international gesucht haben, ist Ihr Dokument dort aufgetaucht, genau hier, in den guten alten Vereinigten Staaten von Amerika.«

Mike fluchte mit zusammengebissenen Zähnen und starrte den Kerl an.

»Wollen Sie etwas Interessantes wissen?« Harris hob sein Kinn. »Unsere Raketenabwehrschilde kosten uns etwa drei Billionen Dollar, einschließlich Wartung. Der Krieg der Sterne, bei dem wir potenziell alles von Satelliten bis hin zu ankommenden Interkontinentalraketen mit Lasern und Hochgeschwindigkeitsraketen ins Visier nehmen können, wird, wenn es fertig ist, noch viel mehr Billionen kosten.«

Er lachte einen Moment lang düster. »Stellen Sie sich vor, die Chefetage findet heraus, dass nach all dem Geld und noch vor der Fertigstellung alles umsonst war, weil uns jemand von dort aus angreifen könnte, wo wir nicht hingeschaut oder es auch nur vermutet haben.«

Mike runzelte die Stirn. »Ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden.«

»Ich glaube schon. Aber wollen Sie nicht wissen, warum ich all diese verrückten Dinge glaube, die Sie geschrieben haben? So sehr, dass ich den ganzen Weg hierher geflogen bin?«

»Ja, das habe ich mich tatsächlich gefragt.«

»Stellen Sie sich vor, jemand feuert eine Atombombe in eines dieser tiefen Löcher … wie nannten Sie diese noch mal?« Harris schnippte mit den Fingern. »Ach ja, genau, Gravitationsbrunnen. Also, stellen Sie sich vor, jemand feuert eine Atombombe in eines dieser Löcher, das sich zufällig unter New York oder L.A. oder irgendwo auf US-Boden befindet. Oder vielleicht taucht eine feindliche Nation aus dem Nichts auf, und zwar mit einer ganzen Armee.«

»Das ist lächerlich.«

»Ist es das?« Harris beugte sich nach vorne. »Jetzt kommt der Clou: Die Russen sehen das nicht so. Nachdem sie wochenlang eine ihrer eigenen Leute namens Katya Babikov verhört haben …« Harris hielt inne und beobachtete ihn nun ganz genau.

Mike konnte nicht anders, als auf den Namen der russischen Frau zu reagieren.

»Ja, ich weiß, dass Sie sie kennen und sie in Krasnodar getroffen haben, auch wenn Sie ihren Namen nicht in Ihren Notizen erwähnt haben.«

Harris verschränkte seine Finger ineinander. »Wie auch immer, Mike, lassen Sie mich Ihnen sagen, was mit ihr passiert ist. Nachdem die Russen sie wochenlang verhört hatten, müssen sie ihr offenbar geglaubt haben, denn sie haben beschlossen, eine Expedition zum Mittelpunkt der Erde zu unternehmen. Es ist eine militärische Mission mit einem kleinen wissenschaftlichen Team.«

Harris starrte ihn weiter an. »Das sind natürlich keine guten Nachrichten für uns und für jeden anderen auf der Welt, denn ich sage Ihnen, Mike: Wenn die erst einmal einen Brückenkopf dort unten errichtet haben, bleiben sie für immer.«

»Ich kann Ihnen leider nicht helfen.«

»Sie können oder Sie wollen nicht?« Harris lehnte sich in seinem Stuhl zurück und schloss seinen Mund einen Moment lang. »Ich werde Ihnen ein Geheimnis verraten.« Er sah Mike fest in die Augen. »Wir haben schon vor Monaten ein Expeditionsteam dorthin geschickt, um den Russen zuvorzukommen. Unser Team ist über das rumänische Höhlensystem eingestiegen.«

Er lächelte, während er...



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