Bekker / Schwekendiek / Cooper | Science Fiction Dreierband 3056 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 500 Seiten

Bekker / Schwekendiek / Cooper Science Fiction Dreierband 3056


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7452-3327-8
Verlag: Alfredbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 500 Seiten

ISBN: 978-3-7452-3327-8
Verlag: Alfredbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Dieser Band enthält folgende SF-Romane: Terrifors Geschichte (Alfred Bekker) Time-Travellers: Mit Trans-Time-Net Inc durch die Zeit (Margret Schwekendiek) Lennox und die Auszeit (Lloyd Cooper) Mein Name ist Raggie S. Terrifor. Was das S. bedeutet, dazu kommen wir später mal. Manche, die mich gut kennen, sagen, das steht für 'sehr bescheuert'. Aber da gibt es durchaus auch andere Auslegungen. Aber die meisten Leute nennen mich sowieso einfach Raggie. Und inzwischen werde ich wohl überwiegend mit Corporal angeredet. Das bin ich nämlich. Corporal der Einheit von Space Marines an Bord des Raumschiffs STERNENKRIEGER unter dem Kommando von Captain Sunfrost. Aber damit hat es nicht begonnen.

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Weitere Infos & Material


Time-Travellers: Mit Trans-Time-Net Inc durch die Zeit


von Margret Schwekendiek

Der Umfang dieses Buchs entspricht 246 Taschenbuchseiten.

Dieses Buch enthält den Roman 'Time-Travellers: Mit Trans-Time-Net Inc durch die Zeit' und die Kurzgeschichte 'Tödliches Kunstwerk' von Margret Schwekendiek.

Copyright


Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog


Wir schreiben das Jahr 2736 nach Christus, auch wenn nicht mehr viele Leute wissen, wer das überhaupt gewesen ist. Die Christen von heute sind eine kleine verlorene Gruppe, die mit unwahrscheinlicher Intensität an ihrem Glauben hängen. Eine Splittergruppe von ihnen bezieht sich auf die alten Gebote und versucht die Gesellschaft und vor allem, die Regierung zu verändern. Nuntiatoren, Botschafter zwischen den Welten, nennen sie sich, aber man sollte sie nicht allzu ernst nehmen. Im Übrigen muss jeder selbst wissen, woran er glauben möchte. Ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus. Ich wollte Ihnen berichten, wie wir heute leben, denn es ist wichtig zum besseren Verständnis.

Nachdem in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts die Klimaerwärmung für eine weltweite Katastrophe gesorgt hatte, bei der innerhalb weniger Jahre mehr als 10 Millionen Menschen durch Überschwemmungen, Erdbeben und andere klimabedingte Umstände den Tod fanden, setzte endlich ein Umdenken ein. Nicht nur ein paar verdrehte Ökofreaks, auch renommierte Wissenschaftler hatten immer wieder gewarnt, bis die Politiker aufgrund der katastrophalen Vorgänge endlich begriffen – und reagierten. Mit vereinten Anstrengungen wurden die technischen Möglichkeiten geschaffen, um das Klima zu kontrollieren, Energie ohne Kollateralschäden zu erzeugen, und die Umweltverschmutzung einzudämmen – sanft und verantwortungsvoll, obwohl man dieses Wort im Zusammenhang mit Politik nur sehr sorgsam benutzen sollte. Die rund um die Erde stationierten Satelliten werden von einer geostationären Zentrale gesteuert und können nicht von außen manipuliert werden. Diese Station besitzt eigene Verteidigungsmaßnahmen und kann nur durch ein Raumschiff erreicht werden. Bisher funktioniert das recht gut, ich hoffe, in den nächsten Jahrhunderten auch noch.

Nachdem dieses Problem mehr oder weniger gelöst war, dachten einige Menschen, sie könnten zum Alltagstrott zurückkehren, der darin bestand, sich selbst und anderen das Leben schwer zu machen. Mittlerweile hatte tatsächlich globales Denken eingesetzt, jedenfalls bei einigen Leuten. Die schafften es, den anderen einigermaßen Vernunft einzuimpfen. Das ging nicht ohne Schwierigkeiten. Das Parlament wurde schon lange nicht mehr gefragt, dort saßen nur noch Marionetten, die alles abnickten, was ein paar windige Lobbyisten vorschlugen. Es bedurfte einiger Rechenexempel und einer handfesten Prügelei in aller Öffentlichkeit, bis ein Umdenken einsetzte. Vor allem die immensen Rüstungsausgaben wurden angeprangert, sie wurden drastisch gestrichen.

Diese Pläne fanden natürlich nicht gerade die Zustimmung der Waffenlobby und ihrer Zulieferbetriebe. Sie setzten alles daran, ihre eigene Wichtigkeit in den Vordergrund zu stellen, und es gelang ihnen tatsächlich, einen letzten großen verheerenden Krieg anzuzetteln, bei dem letzten Endes jeder gegen jeden kämpfte. Dieser Irrsinn dauerte rund fünfzig Jahre und forderte nochmals eine Milliarde Opfer. Um auch die letzten Kriegstreiber zum Schweigen zu bringen, griffen einige beherzt zum allerletzten Mittel.

Das Kommando „Pax Solaris“ bestand aus rund dreihundert ausgewählten Männern und Frauen, die zu allem bereit waren. Sie kannten keine Rücksichtnahme, sie beseitigten alle Hindernisse auf dem Weg zum Frieden – und diese Hindernisse waren nun einmal menschlich, die Toten dieser Kommandosache hat niemand gezählt.

Keiner von „Pax Solaris“ kehrte zurück, doch innerhalb von zwei Jahren wurde jede globale Streitigkeit beigelegt, die Rüstungskonzerne brachen auseinander, und die Menschheit musste den Frieden erlernen.

Wer nun glaubt, dass jedermann zufrieden war, der irrt. Wir Menschen sind eine seltsame Spezies. Offenbar brauchen wir die Herausforderung, um Höchstleistungen abzurufen. Da kam die Eroberung des Weltraums als Ziel gerade recht. Macht euch die Erde untertan, stand in irgendeinem verstaubten Buch, das niemand mehr kannte. Genau dieses Vorhaben wurde mit dem Terraforming in Angriff genommen. Was wir Menschen anpacken, dann machen wir meist gründlich. Große Raumschiffe beförderten Siedler auf unsere Nachbarplaneten, ungeachtet der langen Reisezeit. Seit dem Jahre 2559 gibt es auf dem Mars die Stadt Avalon, die völlig autark ist und auch keine Sauerstoffkuppeln mehr braucht. Unsere Wissenschaftler begannen geistige Höhenflüge, die nicht alle sinnvoll waren manchmal skurrile Ergebnisse zeigten, aber es ging stetig voran.

Verstehen Sie mich recht, ich habe nicht vor, die Menschheit zu idealisieren, das wäre zu hoch gegriffen. Natürlich hat sich der Charakter des Einzelnen nicht geändert. Noch immer ist sich jeder selbst der Nächste. Machtrausch, Habgier, Geiz, jede Art von Gemeinheit, Armut und Reichtum, Dummheit und Superintelligenz – all das und viel mehr ist auch heute noch an der Tagesordnung. Nun, warum auch nicht, eine fortgeschrittene Zivilisation bedeutet nicht eine individuelle Persönlichkeit ohne Fehler.

Die großen Konzerne wurden in ihrer Machtfülle begrenzt – was jedoch nicht heißt, dass sie die Menschen nicht doch irgendwie manipulieren. Aber auch das ist meistens legitim, man muss sie nur gelegentlich in ihre Schranken weisen.

Nun habe ich weit ausgeholt und bin auf Umwegen doch wieder zum Knackpunkt gekommen.

Die Konzerne!

Neben den Multiriesen, die fast jede Sparte im Programm haben, gibt es ja auch die spezialisierten Giganten für Computertechnik, Nahrung und so weiter. Und es gibt einen neuen Großkonzern, der erst seit rund vierzig Jahren auf dem Markt agiert und einen immensen Zulauf besitzt – die Trans-Time-Net Inc., kurz TTN genannt.

Vor etwa zweiundvierzig Jahren gelang es zwei wagemutigen Wissenschaftlern zum ersten Mal, einen Zeitsprung vorzunehmen und unbeschadet zurückzukehren. Ein Heer von Forschern folgte ihnen, weil jeder etwas beitragen wollte – zu einem Thema, über das noch niemand wirklich etwas weiß. Heute sind Zeitreisen schon fast normal, falls man sie sich leisten kann.

Ich bin Cate Nichols, Ihre Begleiterin durch die Historie. Bei TTN Inc. bekommen Sie für fast jede Preisklasse Ihre persönliche Zeitreise. Möchten Sie bei Ihrer eigenen Zeugung zusehen? Möchten Sie wissen, ob Ihr Ururururgroßvater tatsächlich ein Kriegsheld gewesen ist? Kein Problem. Schon für rund zehntausend Credits können Sie für eine Stunde in die Vergangenheit reisen. Wer mehr Geld ausgeben kann und will, wird früher oder später bei mir landen, denn ich leite die großen Reisen in die Geschichte. Ich beantworte Fragen, erkläre Hintergründe – und passe auf Sie auf. Genau das ist meine vornehmste Aufgabe. Es wäre fatal, würde es zu einem Paradoxon kommen, weil einer meiner Schützlinge auf eigene Faust Exkursionen unternimmt. Es kommt zum Glück nur selten vor, doch es ist schon passiert, dass einer meiner Kunden ausgerissen ist. Dann verwandle ich mich von der freundlich-kompetenten Reiseleiterin in das, was ich früher einmal gewesen bin – die Spezialagentin Nichols, die wegen zu harten körperlichen Einsatzes als nicht tragbar aus dem Außendienst der staatlichen Sicherheitsorgane suspendiert wurde. Nach einem Personality-Forming konnte ich diese Arbeit annehmen, wo meine alten Talente nur selten gebraucht werden. Beten Sie aber trotzdem darum, dass nicht ausgerechnet Sie der Grund...



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