Bennett | Captured by your lips | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 320 Seiten

Reihe: NC State University

Bennett Captured by your lips

Bad Boy New Adult Romance
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7517-0921-7
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Bad Boy New Adult Romance

E-Book, Deutsch, Band 3, 320 Seiten

Reihe: NC State University

ISBN: 978-3-7517-0921-7
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Willkommen zurück bei der NC State University! Hier gibt es ein Chaos der Gefühle, gebrochene Herzen und Bad Boys zum Verlieben.

Seit ich von zu Hause ausgezogen bin, fühle ich mich zum ersten Mal in meinem Leben richtig frei. Ich genieße mein neues Leben voll und ganz - mit ausschweifenden Partys, zu viel Alkohol und meiner verrückten WG. Alles könnte so unkompliziert sein, wenn der Typ von gegenüber nicht so verdammt attraktiv und zugleich unnahbar wäre. Seine Blicke signalisieren mir deutlich, dass ich ihm nicht zu nahe kommen soll. Doch er löst Gefühle in mir aus, dich mich seine stumme Warnung bald schon vergessen lassen ...

Band 3 der NC-State-University-Romance-Reihe. Heiß und gefühlvoll.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Sabrina Bennett wurde 1991 in Wels geboren und lebt im österreichischen Marchtrenk, nahe Linz. Nach der Reife- und Diplomprüfung arbeitete sie in verschiedenen Bürojobs, von denen sie sich mehrere Auszeiten gönnte, um monatelang als Backpacker durch Asien zu reisen.
Schon in früher Kindheit war sie so fasziniert von Büchern, dass sie sich selbst das Lesen beibrachte. Seitdem liebt sie es, Geschichten zu Papier zu bringen.

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Erstes Kapitel


Was hatte ich mir nur dabei gedacht? Ich hatte monatelang – genau genommen sogar jahrelang – Zeit gehabt, das hier zu planen, und was tat ich? Ich verschwand in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus Florida, ohne zu wissen, wo ich eigentlich hin sollte. Alles was ich hatte, war die Adresse meines Bruders Adam – na ja, und seit heute auch Zugriff auf ein prall gefülltes Treuhandkonto, das mein Stiefvater Matt für mich eingerichtet hatte.

»Sind da«, brummte der Fahrer des Taxis, das ich mir an der Raleigh Union Station genommen hatte.

Ich drückte ihm das Geld für die Fahrt plus ein sehr großzügiges Trinkgeld in die Hand, woraufhin er von einem Moment zum nächsten nicht mehr miesepetrig, sondern äußerst freundlich und hilfsbereit war. Er hievte meinen Koffer aus dem Kofferraum, bedankte sich überschwänglich bei mir und wünschte mir einen schönen Abend, ehe er wieder einstieg und losfuhr.

Erst jetzt nahm ich mir die Zeit, mich genauer umzusehen. Ich stand vor einem kleinen Wohnkomplex, dem eine Sanierung nicht geschadet hätte. Der graue Putz, der vor Jahren sicher mal weiß gewesen war, bröckelte bereits von den Wänden ab, die Fensterrahmen waren vergilbt. Nicht einmal das dämmrige Licht der Straßenlaternen konnte den überholungsbedürftigen Zustand dieses Gebäudes verschleiern. Matt würde es wahrscheinlich ohne zu zögern abreißen lassen und stattdessen einen riesigen Klotz aus Stahl und Glas aufstellen, um die Wohnungen zum drei- oder vierfachen Preis vermieten zu können. So etwas tat ein Immobilienmogul nun mal.

Ich hingegen sah ein Haus, das echte Geschichten erzählen konnte. Vermutlich übten diese alten, ein wenig heruntergekommenen Gebäude so einen Charme auf mich aus, weil ich mein ganzes Leben nur in riesigen Villen und noblen Privatschulen verbracht hatte.

Es dauerte eine Weile, mich zu orientieren, aber schließlich fand ich eine Türklingel, auf der Adams Name zusammen mit zwei weiteren stand, die ich nicht kannte. Ich presste meinen Zeigefinger darauf, doch nichts passierte. Mein Mut sank. Was, wenn Adam gar nicht zu Hause war? Sollte ich dann einfach hier draußen campieren und darauf warten, dass er irgendwann nach Hause kam?

Ich wählte seine Nummer, doch sein Handy war immer noch ausgeschaltet. Schon seit Stunden versuchte ich, ihn zu erreichen, und jedes Mal, wenn ich diese verdammte Mailboxansage hörte, wurde ich ein wenig frustrierter. Ich hätte ihn einweihen müssen. Ich hätte ihm sagen müssen, dass ich vorhatte, von zu Hause abzuhauen und bei ihm unterzukommen, weil ich nicht wusste, wo ich sonst hin sollte. Nur war es dafür jetzt leider zu spät.

Seufzend lehnte ich mich gegen die Tür, die zu meiner Überraschung plötzlich aufschwang. Ich betätigte den Lichtschalter und betrat das geflieste Treppenhaus. Ich betrachtete jedes Türschild und fand glücklicherweise schon im ersten Stock die richtige Wohnung. Nun wusste ich auch, warum niemand auf das Klingeln reagiert hatte. Sie hatten es schlichtweg nicht gehört. Hier schien nämlich gerade eine Party zu steigen – eine sehr laute Party.

Wahrscheinlich war die Tür nicht verschlossen, ich fand es jedoch unhöflich, einfach reinzugehen, also klopfte ich ein paarmal fest gegen das dunkle Holz. Gerade als ich meine Faust hob, um noch mal anzuklopfen, ging die Tür auf und ich erstarrte mitten in der Bewegung.

Vor mir stand der wohl attraktivste Mann, der mir je unter die Augen gekommen ist. Er hatte kurzes, brünettes Haar und Augen, wie ich sie noch nie gesehen hatte. Sie waren braun mit gelben Sprenkeln, sodass sie beinahe golden wirkten. Sie wurden von langen Wimpern umrandet, die so dicht waren, dass er einen natürlichen Lidstrich hatte. Für solche Wimpern hätte ich getötet! Und dieser Mund! Diese perfekt geschwungenen Lippen, die einen zum Tagträumen verleiteten. Dazu kamen noch die kantigen Gesichtszüge und die absolut perfekten Wangenknochen, die von einem leichten Bartschatten überzogen wurden. Er war wunderschön. Außerdem war er groß. Er überragte mich um mindestens einen Kopf. Seine Schultern und sein Brustkorb waren breit gebaut und muskulös, der Rest seines Körpers schlank. Dieser Mann musste ein Model sein, etwas anderes war gar nicht möglich. Er gehörte auf eine Leinwand am Times Square in nichts als einer engen Unterhose.

Mein Mund wurde trocken, und ich wunderte mich selbst über mich. Solche Gefühle und Gedanken wie die, die dieser Mann in mir auslöste, waren mir völlig fremd. Vielleicht lag das daran, dass ich noch nie jemanden wie ihn kennengelernt hatte. Alle Männer, mit denen ich bisher etwas zu tun gehabt hatte, waren im Grunde gleich gewesen. Verwöhnte Bengel mit reichen Eltern, die immer nur in schicken Schuluniformen oder Anzügen herumliefen, eine Tube Gel in den Haaren und keinen einzigen Bartstoppel am Kinn hatten. Niemanden von denen hätte man jemals mit verwuscheltem Haar, zerrissenen Jeans und einem einfachen schwarzen T-Shirt gesehen. Wahrscheinlich gefiel mir genau das an diesem schönen Unbekannten.

»Hast du dich verlaufen, Prinzessin?«, fragte er mit einem etwas überheblich klingenden Unterton und betrachtete mich mit hochgezogener Augenbraue von oben bis unten.

Mir war bewusst, dass ich, was mein Aussehen betraf, nicht hierherpasste. Ich hatte noch keine Zeit gehabt, mir eine neue Garderobe zuzulegen, also besaß ich nur Klamotten, die meine Mutter für angemessen hielt. Ehrlich gesagt war meine gesamte Erscheinung die Kreation meiner Mom. Mein hellblondes Haar, das mir bis zur Taille reichte, war chemisch geglättet worden. Meine Nägel waren perfekt manikürt und in einem zarten, unauffälligen Blassrosa lackiert. Ich trug ein rosafarbenes, hochgeschlossenes Kleid mit weißem Kragen von Chanel, darüber einen eleganten, weißen Mantel und dazu silberne Riemchensandalen mit kleinem Absatz. Und mit einer Hand klammerte ich mich an einen grauen Gucci-Koffer. Aus all den Studenten, die sich in dieser Wohnung tummelten, stach ich heraus wie eine Banane aus einem Korb voller Äpfel.

»Adam!«, platzte ich heraus, als mir endlich wieder einfiel, warum ich eigentlich hier war.

»Was?«, fragte der Unbekannte mit gerunzelter Stirn und sah mich an, als hätte ich sie nicht mehr alle.

»Adam. Adam Jacobs. Ist er hier?«

Er drehte sich um, ließ seinen Blick kurz über die Partygäste schweifen und erschreckte mich fast zu Tode, als er plötzlich laut nach meinem Bruder rief.

»Hey, Adam! Hier ist so eine Bonzentussi, die zu dir will.«

Ich ballte meine Hand zur Faust und versuchte, mir in meinem Gesicht nicht anmerken zu lassen, dass mich dieser Ausdruck verletzt hatte.

»Was laberst du?«, hörte ich die vertraute Stimme meines Halbbruders und seufzte erleichtert auf.

Als Adam in den Türrahmen trat und sein Blick auf mich fiel, riss er überrascht die Augen auf.

»Cassy? Was machst du denn hier?«, fragte er ein wenig perplex. »Komm erst mal her.« Er zog mich in eine liebevolle Umarmung.

»Happy Birthday, Kleine«, murmelte er an meinem Ohr, was ich mit einem genuschelten »Danke« quittierte.

»Wer ist das?«, fragte Adams Freund, als mein Bruder mich wieder losgelassen hatte.

»Das ist meine Schwester Cassidy.«

»Deine Schwester?«

»Ja, meine Schwester. Lässt du uns mal kurz allein?«

Er sah zwischen Adam und mir hin und her, zuckte schließlich mit den Schultern und ging ins Wohnzimmer.

»Wer war das?«, wollte ich wissen, während ich dem schönen Fremden hinterherstarrte.

»Das war nur Cam. Cameron Scott.«

Scott. Der Name stand doch auf der Türklingel.

»Wohnt er hier?«

»Yup. Also, was machst du hier?«, fragte Adam und zog dabei die Tür zu, was das Stimmengewirr und die laute Musik ein wenig dämpfte.

»Das ist eine lange Geschichte«, seufzte ich.

»Weiß Mom, dass du hier bist?«

»Ja, ich habe ihr einen Brief hinterlassen.«

»Einen Brief?« Er musterte mich besorgt. »Heißt das, du bist einfach abgehauen?«

Ich nickte und senkte den Blick.

»Was ist los, Cassy?«, fragte mein Bruder sanft und hob mein Kinn mit seinem Zeigefinger an, sodass ich ihm in die hellblauen Augen sehen musste, die meinen so ähnlich waren.

»Ich musste dort einfach weg, Adam.«

»Ist etwas passiert?«, fragte er alarmiert, woraufhin ich schnell den Kopf schüttelte, um ihn zu beruhigen.

»Nein, aber du kennst ja unsere Mutter. Sie ... äh ...«

»Was?«, hakte er ungeduldig nach.

»Sie behandelt mich einfach immer noch so, als wäre ich ein Kleinkind. Sie entscheidet, wen ich wann treffe, was ich anziehe, sogar was ich esse. Nur bin ich kein Kind mehr. Ich bin jetzt erwachsen und kann selbst entscheiden, was ich tun möchte.«

»Und was hast du jetzt vor? Wo willst du wohnen?«

»Na ja, ich dachte, ich könnte eine Weile bei dir unterkommen.«

»Cassy.« Er fuhr sich seufzend durch sein strohblondes Haar. »Du weißt, ich liebe dich und...


Bennett, Sabrina
Sabrina Bennett wurde 1991 in Wels geboren und lebt im österreichischen Marchtrenk, nahe Linz. Nach der Reife- und Diplomprüfung arbeitete sie in verschiedenen Bürojobs, von denen sie sich mehrere Auszeiten gönnte, um monatelang als Backpacker durch Asien zu reisen.Schon in früher Kindheit war sie so fasziniert von Büchern, dass sie sich selbst das Lesen beibrachte. Seitdem liebt sie es, Geschichten zu Papier zu bringen.

Sabrina Bennett wurde 1991 in Wels geboren und lebt im österreichischen Marchtrenk, nahe Linz. Nach der Reife- und Diplomprüfung arbeitete sie in verschiedenen Bürojobs, von denen sie sich mehrere Auszeiten gönnte, um monatelang als Backpacker durch Asien zu reisen.
Schon in früher Kindheit war sie so fasziniert von Büchern, dass sie sich selbst das Lesen beibrachte. Seitdem liebt sie es, Geschichten zu Papier zu bringen.



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