E-Book, Deutsch, Band 1825, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Bennett Rote Lippen muss man küssen
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-2051-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1825, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2051-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Dieser Mund ist zum Küssen da - und dieser Körper ... Schluss jetzt! ruft sich Noah Foster zur Ordnung. Er muss aufhören, daran zu denken, wie Callie ihre vollen Lippen auf seine presst, ihren nackten Körper an seinen drängt. Schließlich hat er geschworen, sich nie wieder mit einer Frau einzulassen. Außerdem arbeitet Callie für ihn - Grund genug, auf Distanz zu bleiben! Doch dann wird Callie bei einem Autounfall verletzt, und Noah ist der Einzige, der ihr helfen kann. Aber dafür muss er ihr nahekommen. Zu nah, um noch länger zu leugnen, wie sinnlich es zwischen ihnen knistert ...
Jules Bennett, die ihren Jugendfreund geheiratet hat, ist Mutter von zwei Mädchen - und, natürlich, Autorin. Voller Tatkraft managt sie ihr Leben. Wenn sie sich erst einmal ein Ziel gesetzt hat, hält nichts sie davon ab, es zu erreichen. Davon kann ihr Mann ein Lied singen. Jules Bennet lebt im Mittleren Westen. Selbstverständlich steht ihre Familie im Mittelpunkt - und das Schreiben. Aber sie versteht sich auch als Expertin für Schuhe, Hüte und Handtaschen. Und sie ist fest überzeugt, dass ihr diese Modekenntnisse in ihren Romanen zu Gute kommen.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
„Ich will Ihren Körper.“
Callie Matthews fuhr herum. Ihr Chef, der ausgesprochen attraktive Schönheitschirurg aus Hollywood, stand ganz in ihrer Nähe im Foyer seiner Praxis. Er griff hinter sich und verschloss die Eingangstür mit einer schnellen Drehung des Handgelenks.
„Wie bitte?“
Noah Foster schenkte ihr jenes umwerfende Lächeln, das Frauen unweigerlich weiche Knie bescherte, wenn sie sich auszogen. Nicht, dass Callie sich je vor ihrem Chef ausgezogen hätte, aber trotzdem.
Erbarmen. Sie war derart oberflächlich! Er hätte bloß einen Finger krümmen müssen, damit sie ihm in die Teeküche folgte und …
„Lassen Sie mich ausreden.“ Noah hob beide Hände. „Ich weiß, Sie wollen den Durchbruch als Schauspielerin schaffen …“
Ach so. Im Gegensatz zu ihr dachte er nicht daran, ihr in der Teeküche die Unterwäsche vom Leib zu reißen. Jammerschade.
„Aber ich möchte Ihnen etwas vorschlagen“, fuhr er fort, ohne ihre unanständigen Gedanken zu erraten.
Die letzten drei Worte klangen wie Musik in ihren Ohren. Vielleicht wurde die Teeküchen-Fantasie doch noch Wirklichkeit?
„Ich plane eine Anzeigenkampagne und möchte Sie als Model dafür.“
Sie schüttelte den Kopf. „Verzeihung. Wie war das doch gleich?“
Model? Der pummelige Teenager, den Callie eigentlich längst in Kansas zurückgelassen hatte und der doch noch immer in ihr lebte, hätte fast gelacht.
Noah kam auf sie zu, ohne den Blickkontakt zu lösen oder sein berühmtes Lächeln abzuschwächen. „Ich möchte, dass Sie für die Anzeige modeln, mit der ich meine neue Praxis am anderen Ende der Stadt vorstelle.“
Callie stand auf und ging um den Schreibtisch herum. „Offenbar haben Sie es nicht gründlich durchdacht.“
Sein Blick wanderte über ihren Körper und löste allerlei reizvolle Vorstellungen aus. „Doch, habe ich. Und ich will Sie.“
Oh, Baby. Wenn er diese Worte nur in einem anderen Zusammenhang gesagt hätte.
„Es gibt etliche Patientinnen, die Sie darum bitten könnten.“ Sie drehte sich um und marschierte den Flur entlang zum Wartezimmer, um ihre Handtasche zu holen. „Ich habe noch nie gemodelt.“
Wie die meisten Zugezogenen war Callie in der Erwartung nach Los Angeles gekommen, die nächste Schauspielerin zu sein, die Hollywoods Regisseure und Produzenten durch erstaunliches Talent aufhorchen ließ. Leider konnte ihre Agentin ihr kein Casting vermitteln, das nicht peinlich war. Bisher hatte Callie Werbespots für Pickelsalbe und für ein Medikament gegen sexuell übertragbare Krankheiten gedreht. Nicht gerade Stufen zu jener Berühmtheit, die sie anstrebte. Aber irgendwo musste sie schließlich anfangen, richtig?
Vielleicht lag es an dem Spot über sexuell übertragbare Krankheiten, dass Noah nicht scharf darauf war, Callie außerhalb der Praxis zu treffen. Er musste doch wissen, dass sie nur geschauspielert hatte … oder? Sie war kerngesund, vor allem wegen ihrer mangelnden sexuellen Erfahrung. Nicht, dass sie eine Jungfrau gewesen wäre, obwohl das angesichts ihrer beiden ernüchternden Erlebnisse auf diesem Gebiet kaum einen Unterschied gemacht hätte.
„Ich will nur ein paar Fotos von Ihnen, Callie.“ Noah folgte ihr und lehnte sich mit einer beeindruckend breiten Schulter gegen den Türrahmen. „Die Anzeigen sollen die natürliche Seite der Chirurgie betonen. Zeigen, wie man jung und frisch bleibt.“
Callie imitierte seine Haltung, verschränkte ihre Arme vor der Brust und lehnte sich an den hohen Tisch am Empfang. „Aber außer der kleinen Narbe am Kinn, die Sie abgeschält haben, ist bei mir nichts gemacht worden. Wäre das nicht irreführende Werbung?“
„Keineswegs. Wären Sie nie meine Patientin gewesen, dann schon. Aber Sie sind perfekt, Callie. Sie sind schön, die Kamera wird Sie lieben, und Ihr Foto wird auf Reklamewänden in der ganzen Stadt kleben. Erzählen Sie mir bitte nicht, dass Sie diese Art Aufsehen nicht wollen.“
Es wäre in der Tat ein Riesenschritt weg von Pickelsalbe und sexuell übertragbaren Krankheiten. „Glauben Sie, dass mir die Kampagne beim Schauspielern weiterhilft?“
Er zuckte die Schultern. „Schaden kann sie nicht.“
Da gab es diese Rolle in einem Film, den Anthony Price bald drehen wollte. Callie hätte alles dafür getan, doch ihre Agentin hatte noch kein Casting vermitteln können. Vielleicht, wenn Callie die richtigen Kontakte knüpfte … „Ich möchte Ihnen auch etwas vorschlagen“, konterte sie.
Seine Augen wurden schmal, wobei sich die dunklen Brauen zusammenzogen. „Sie machen mich nervös, wenn Sie so gucken. Ihr letzter Geistesblitz hat uns eine Cappuccinomaschine beschert, die eine mysteriöse Flüssigkeit auf sämtliche Wände und den Boden gespritzt hat.“
Sie winkte ab. „Das war ein kleiner technischer Defekt.“
Noah seufzte. „Heraus damit, Callie.“
„Sie reden mit Olivia Dane über ein Casting für mich für den nächsten Film von Anthony Price, und ich posiere für Sie.“ Wenn Noah die große Dame von Hollywood anrief, seine wichtigste Patientin und Mutter des mächtigen Produzenten jenes Films, in dem Callie unbedingt eine Rolle ergattern wollte, würde sie ewig dankbar sein.
„Ich bitte Sie nicht, dafür zu sorgen, dass Olivia Dane mir eine Rolle verschafft“, fuhr sie fort, als er schwieg. „Ich möchte bloß vorsprechen und zeigen, was ich kann.“ Callie hasste es, so zu klingen, als würde sie betteln, aber, tja … Genau das tat sie. Sie war nach Los Angeles gezogen, um einen Traum zu verwirklichen. Nicht, um kurz vor dem Ziel die Tür vor der Nase zugeschlagen zu bekommen.
Sie glaubte an das Schicksal. Es war kein Zufall, dass sie für den Schönheitschirurgen arbeitete, der sich um die Belange der angesehensten Frau Hollywoods kümmerte. „Bitte“, sagte sie mit einem reizenden Lächeln.
Seine Brauen senkten sich, als er den Kopf neigte. Er hatte den glutvollen Blick von George Clooney wirklich gut drauf. „Kann Ihre Agentin Ihnen kein Casting vermitteln?“
„Sie sagt, dies sei nicht die richtige Rolle für mich. Aber ich kann mich nicht beweisen, wenn ich keine Chance kriege.“
Noah streckte beide Arme aus und legte ihr die großen starken Hände auf die Schultern. Prompt begann Callies Haut zu kribbeln. Sie wollte diese Hände auf sich spüren, ohne Kleidung dazwischen.
Einen Traum nach dem anderen, Callie.
„Ihre Agentin arbeitet schon länger in dieser Branche.“ Seine Stimme wurde weicher, als würde er einem Kleinkind etwas erklären. „Vielleicht weiß sie, wovon sie redet.“
„Ich sehe nicht, warum es schaden könnte“, beharrte sie. „Kriege ich die Rolle nicht, bin ich nicht schlechter dran als jetzt. Aber es gibt die Chance, dass ich Erfolg habe und etwas tun kann, wovon ich schon mein ganzes Leben träume.“
Dunkelgraue Augen sahen sie forschend an. „Ich kann sie nicht anrufen. Mir ist klar, wie sehr Sie es wollen. Aber ich könnte nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ich Ihnen zu einem Leben verhelfen würde, das weniger glamourös ist, als Sie denken. Sie sind erst so kurz hier, Callie. Warum lassen Sie sich nicht Zeit? Anthony Price ist ein dicker Fisch.“
Egal, wie sexy Noah war, sie würde ihn nicht ihren Traum zerstören lassen. „Gut. Ich werde auf meine Weise an dieses Casting kommen.“
Er ließ die Hände sinken und stützte sie auf seine schmalen Hüften. „Überlassen Sie das Ihrer Agentin, Callie. Stars werden nicht über Nacht geboren. Sie sind eine schöne Frau. Sie werden kein Problem damit haben, Aufmerksamkeit zu erregen.“
Etwas sehr Warmes durchflutete Callie bei diesen Worten. Der Gedanke, dass ein Mann wie Noah Foster sie für schön hielt, ein Mann, der davon lebte, Schönheit zu erschaffen … Dieses Kompliment würde sie bis an ihr Lebensende im Herzen bewahren.
„Ich zahle Ihnen 50.000 Dollar für den Modeljob.“
Das unvermittelte Angebot ließ Callie erstarren. „50.000? Haben Sie nicht mehr alle Tassen im Schrank?“
Er lachte leise. „Wenn Sie schockiert sind, wird Ihr Akzent richtig stark.“
„Ich habe keinen Akzent. Zurück zu dem Angebot. Machen Sie Witze?“
Sein Lächeln verschwand. „Wenn es um Beruf oder Geld geht, mache ich nie Witze.“
Mit 50.000 ließ sich so viel bewerkstelligen. Ihre Eltern brauchten dringend ein neues Dach, und sie könnte ihnen ein zweites Auto kaufen, ein zuverlässiges. Wie sollte sie dieses Angebot ablehnen?
Während sie im Geiste die Vor- und Nachteile durchging – es gab deutlich mehr Vorteile –, musterte Noah sie auf jene Weise, die Callie stets nervös machte. Erstens war er der Schönheitschirurg vieler berühmter Hollywoodstars, und sie hatte immer das Gefühl, er würde sie kritisch mustern und mit ihnen vergleichen. Zweitens, nun, sie fand ihren Boss unglaublich sexy. Sie hatte keine Ahnung, warum der Mann noch Junggeselle war. Vielleicht konnte er nicht küssen. Das wäre ein absoluter Stimmungstöter. Oder er war mies im Bett.
Sie betrachtete ihn und entschied, dass Noah unmöglich eine Niete im Bett sein konnte. Dieser Mann verströmte förmlich Sex-Appeal, und schon angezogen wirkte er dermaßen perfekt, dass sie ihn sich lieber nicht nackt vorstellte.
Noah schenkte ihr sein umwerfendes Lächeln mit den Grübchen. Es war unfair, diese verflixten Grübchen einzusetzen. Sie ahnte, dass sich ihre Entschlossenheit ebenso schnell...




