Bennett | Sündiges Spiel mit dem Ex | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2158, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Bennett Sündiges Spiel mit dem Ex


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2643-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2158, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2643-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ist Paisley die uneheliche Tochter eines berüchtigten Milliardärs? Wenn das stimmt, wäre sie all ihre Geldsorgen los! Bloß wie soll sie das beweisen? Ausgerechnet ihr sexy Ex, der erfolgreiche Privatermittler Lucas Ford, ist der Einzige, an den sie sich in ihrer Not wenden kann. Doch Lucas ist nur unter einer Bedingung bereit, ihr zu helfen: Paisley soll ihn heiraten - sündigen Sex inklusive. Eine Ehe ohne Liebe ist das Letzte, was sie will! Trotzdem knistert es immer erregender zwischen ihnen ...



Jules Bennett, die ihren Jugendfreund geheiratet hat, ist Mutter von zwei Mädchen - und, natürlich, Autorin. Voller Tatkraft managt sie ihr Leben. Wenn sie sich erst einmal ein Ziel gesetzt hat, hält nichts sie davon ab, es zu erreichen. Davon kann ihr Mann ein Lied singen. Jules Bennet lebt im Mittleren Westen. Selbstverständlich steht ihre Familie im Mittelpunkt - und das Schreiben. Aber sie versteht sich auch als Expertin für Schuhe, Hüte und Handtaschen. Und sie ist fest überzeugt, dass ihr diese Modekenntnisse in ihren Romanen zu Gute kommen.

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2. KAPITEL

Oh, Lucas war wirklich der unverschämteste, arroganteste Mann, den Paisley je getroffen hatte. Von all dem, was er hätte verlangen können …

Wollte er sich über sie und das Leben, das sie sich einst ausgemalt hatten, lustig machen? Oder dachte er ernsthaft, es würde all ihre Probleme lösen, ihn zu heiraten? Das war doch absurd! Sie würde ihn auf keinen Fall heiraten. Ihr Leben war ein einziger Scherbenhaufen, und ihr war nicht danach, Spielchen zu spielen.

Deshalb hatte sich Paisley gestern nur den Brief von seinem Schreibtisch geschnappt und war aus dem schicken Büro marschiert, ohne ein weiteres Wort. Sie hatte sich gesagt, dass sie selbst eine Lösung finden würde … irgendwie.

Zuerst musste sie sich um ihren Brautladen kümmern. Paisley schob zwei Brautkleider zur Seite, um Platz für das perlenbestickte Kleid in A-Linie zu schaffen, das sie extra für eine Kundin bestellt hatte. Jede Hochzeit war etwas Besonderes, und jede Braut wurde behandelt, als wäre sie die einzige Kundin. Paisley war stolz darauf, jeder Hochzeit die Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen, die ihr gebührte. Sie hatte ursprünglich eine Teilzeitangestellte beschäftigt, diese jedoch nach dem Finanzdebakel entlassen müssen.

Danke, Sterling! Sie fühlte sich immer noch furchtbar deswegen. Sie hatte Margaret nur äußerst ungern gefeuert. Das junge Mädchen war so liebenswert gewesen, doch die zusätzlichen Ausgaben hatten Paisley in eine unangenehme Situation gebracht.

Sie fuhr mit der Hand über die Hülle des Kleides und verlor sich in Tagträumen – ein Berufsrisiko. Eines Tages würde sie selbst ein märchenhaftes Kleid aus ihrem Laden tragen. Sie würde den mit Flieder – ihrer Lieblingsblume – geschmückten Gang zum Altar hinunterschreiten, auf den Mann ihrer Träume zu. Einen Mann, der sie nicht dazu erpresste, ihn zu heiraten, nur wegen ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Welche Absichten verfolgte Lucas damit? Wollte er beweisen, dass er sie haben konnte? Oder wollte er sie einfach nur in seinem Bett?

Paisley zog ein zweites Kleid aus dem Karton, das ebenfalls in einer durchsichtigen Hülle steckte. Jedes Kleid in ihrem Laden konnte einer Frau das Gefühl geben, eine Prinzessin zu sein – oder eine Kriegerin, falls sie das bevorzugte. Brautkleider waren der Höhepunkt einer jeden Hochzeit. Und während der Fokus stets auf dem glücklichen Paar liegen sollte, wusste doch jeder, dass aller Augen auf die Braut und ihr Kleid gerichtet sein würden. Auf dem Gang zum Altar hatte jede Braut ihren großen Auftritt.

Paisley hatte schon mit Bräuten gearbeitet, die viel Glitzer und Glamour wollten, während andere es elegant oder dezent bevorzugten. Manche wollten einen Schleier, andere wählten eine Blume im Haar oder einen glitzernden Haarreifen. Paisley liebte ihren Job und die Tatsache, dass jede Kundin ganz eigene Meinungen und Ideen mitbrachte.

Nachdem sie das zweite Kleid aufgehängt hatte, konnte sie einfach nicht widerstehen: Sie öffnete den Reißverschluss der Schutzhülle und strich mit einem Finger über die zarte Perlenstickerei. Jedes Mal, wenn sie gedanklich ihre Hochzeit plante, schwankte sie zwischen einer Feier im kleinen Rahmen mit einem schlichten trägerlosen Kleid und einer Zeremonie in einer prunkvollen Kathedrale mit einem aufwendigen Ballkleid, dessen Schleppe hinter ihr über den Boden glitt.

Doch egal, wie Kleid und Veranstaltungsort letztendlich aussehen würden, im Grunde zählten nur der Mann und die Hochzeit selbst. Eines Tages würde sie heiraten, Kinder bekommen und bis in alle Zeit glücklich sein. Das hielt sie keineswegs für eine Fantasie. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt damit, an solche Träume zu glauben, und war wirklich fest überzeugt, dass es für jeden den perfekten Partner gab.

Und ihr perfekter Partner war definitiv nicht Lucas Ford. Früher hatte sie ihn dafür gehalten, doch wenn das wirklich der Fall gewesen wäre, hätten sie beide schon wesentlich früher wieder zueinandergefunden. Sie weigerte sich zu glauben, dass ihr das Schicksal mit dem Tod ihrer Mutter einen Schlag versetzt hatte, nur um ihr wie zum Ausgleich den Mann vorzusetzen, den sie wirklich liebte.

„Das ist ein wunderschönes Kleid.“

Aufgeschreckt wirbelte Paisley herum, eine Hand auf der Brust. Der Teufel selbst stand vor ihr – nur hatte er weder Hörner noch eine Mistgabel in der Hand. Stattdessen trug er einen schwarzen Stetson und eine glänzende Gürtelschnalle.

„Wir haben geschlossen“, sagte sie zu Lucas. Im schwarzen Anzug zum schwarzen Hemd sah er unter all diesen weißen Kleidern absolut umwerfend aus. Wie ein geheimnisvoller Cowboy, der mit seiner Braut durchbrennen wollte. Wenn doch ihr Leben nur so einfach und romantisch wäre. Bei dem Gedanken machte ihr Herz einen Satz.

„Es war nicht abgeschlossen“, sagte er und lehnte sich mit der Schulter an die Tür zum Lagerraum.

Paisley schob das Kleid – und ihre Träumereien – beiseite und wandte sich ihrem unerwünschten Gast zu. „Auf dem Schild steht ‚Geschlossen‘“, erwiderte sie. „Aber es überrascht mich nicht, dass du es einfach ignoriert hast. Also, was willst du hier?“

„Du bist gegangen, ohne mir eine Antwort zu geben.“

Paisley schnaubte und widerstand dem Drang, die Augen zu verdrehen. „Jeder andere hätte gewusst, was mein Schweigen und der dramatische Abgang bedeuten sollen.“

„Jeder andere kennt dich aber nicht so gut wie ich, Törtchen.“

„Würdest du damit aufhören?“

„Wieso?“ Er stieß sich von der Tür ab und kam auf sie zu. „Magst du es etwa nicht, dich an uns zu erinnern?“

„Es gibt kein Uns.“ Egal, wie sehr sie sich auch gewünscht hatte, ihre Beziehung könnte funktionieren. Damals war Lucas noch Teil ihrer Träume gewesen. Nun hatte sie neue Ziele, und keines davon beinhaltete einen früheren Geliebten.

„Hör mal: Wenn du deinen Stolz außer Acht lassen würdest, würdest du erkennen, dass es deine beste Option ist, mich zu heiraten.“

Er trat einen weiteren Schritt auf sie zu, stand ihr nun nah, viel zu nah. Dieses teure Aftershave stieg ihr in die Nase und zog sie noch tiefer in sein Netz aus Charme und Verführung. Verdammt, all diese Erinnerungen waren gar nicht nötig, damit sie schwach wurde. Der Lucas von heute war einfach viel zu sexy.

„Ich würde für dich die Wahrheit über deinen Vater herausfinden“, sagte er und hielt sie mit seinem Blick fest. „Ich würde dafür sorgen, dass dein Geschäft nicht Sterling zum Opfer fällt. Und du hättest nie wieder Geldsorgen.“

„Und um all das zu bekommen, muss ich nur meine Seele verkaufen?“

Lucas sah sie an, konzentrierte den Blick dann auf ihren Mund. „Ich bin nicht hinter deiner Seele her.“

Sie versuchte mit aller Kraft, die anzügliche Bemerkung zu ignorieren, doch trotzdem überlief sie ein Schauer. Ihr ganzer Körper kribbelte. Ihr gesunder Menschenverstand kämpfte gegen ihre Hormone an – und sie wusste genau, wer diesen Kampf gewinnen würde. „Wir sind nicht mehr dieselben wie früher“, sagte sie. „Wir stehen uns nicht mal nah.“

„Wir könnten uns näherstehen.“ Grinsend griff er nach ihr, doch sie wich ihm aus.

„Würdest du aufhören zu versuchen, mir an die Wäsche zu gehen?“

„Du trägst Unterwäsche? Ich erinnere mich an eine Zeit, da hast du keine getragen.“

Paisley biss die Zähne aufeinander und ermahnte sich, dass Gewalt keine Lösung war. Sie musste die Kontrolle über dieses Gespräch zurückerlangen und ihm deutlich machen, dass sie ihn auf keinen Fall heiraten würde. Sie musste nicht gerettet werden, verdammt. Sie musste bloß die Wahrheit über ihren Vater herausfinden – und leider war Lucas ihre einzige Chance dazu.

Sie flüchtete sich in den Eingangsbereich ihres Ladens; unter all diesen Hochzeitskleidern hielt sie es nicht mehr aus. Lucas’ Angebot reizte sie, doch das lag nur an den Erinnerungen daran, wie perfekt sie einst miteinander harmoniert hatten. Egal, was auch geschah, die Chemie zwischen ihnen ließ sich weder leugnen noch vergessen. Sie hatte versucht, es zu vergessen. Sie hätte es so viel leichter gehabt, wenn sie die Erinnerung an seine Berührungen hätte verdrängen können, an die Geborgenheit, die sie in seinen Armen verspürt hatte.

„Ich werde dich nicht heiraten“, sagte sie und hoffte, dass er ihr glaubte – und sie seinem Charme nicht verfallen würde. „Falls Sterling wirklich mein Vater ist, werde ich dein Geld nicht brauchen. Sterling wird sich persönlich um seine Familienangelegenheiten kümmern wollen, und nach dem, was er meiner Mutter angetan hat, ist das auch richtig so. Ich muss mich nur irgendwie über Wasser halten, jetzt, wo ich so viel verloren habe.“ Sie ging zum Eingang und arrangierte die zartrosafarbenen Kissen auf dem weißen Sofa neu. Sie musste einfach irgendetwas tun, um sich von Lucas abzulenken.

„Du würdest lieber das Geld von diesem Bastard annehmen, als dir von mir helfen zu lassen?“

Hätte Paisley es nicht besser gewusst, hätte sie gesagt, dass er beinahe verletzt klang. Sie stählte sich gegen jegliche Gefühle. Darum ging es hier gerade nicht; sie waren viel zu weit vom Thema abgekommen. „Ich brauche dich nur, um die Wahrheit zu erfahren“, wiederholte sie und wandte sich von den Kissen ab. „Willst du den Fall übernehmen oder nicht?“

Lucas schob die Hände in die Taschen, als würde ihn all das nicht im Geringsten kümmern. Es musste wirklich schön sein, sich keine Sorgen machen zu müssen, dass man sein Geschäft verlieren oder – schlimmer noch – herausfinden könnte,...



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