E-Book, Deutsch, 697 Seiten
Benson Hot Girls and Wild Boys
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-95885-650-9
Verlag: venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz
Sechs Romane von Jay Benson in einem eBook
E-Book, Deutsch, 697 Seiten
ISBN: 978-3-95885-650-9
Verlag: venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz
Ein heißer Ritt durch den Wilden Westen erwartet Sie im erotischen Sammelband »Hot Girls and Wild Boys« von Jay Benson - jetzt als eBook bei venusbooks. Unschuldig und züchtig oder rassig und durchtrieben? In diesen erotischen Romanen treffen sechs Western-Schönheiten auf Männer, die wissen, was sie brauchen. Die Lust der Ladys kennt keine Grenzen - und so treiben sie diese wilden Hengste im scharfen Ritt von einem Höhepunkt zum nächsten. Mit ihren scharfen Kurven bringen Jessica, Lola und Kitty jeden Cowboy, Sheriff und Outlaw um den Verstand - und nutzen sie schamlos aus, um ihr unbändiges Verlangen zu stillen ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: sechs erotische Western im Sammelband »Hot Girls and Wild Boys« von Jay Benson - »Jennifer - In heißer Mission«, »Jessica, das Höllenweib«, »Jeder will Theresa«, »Hände weg von Jennifer«, »Kitty lässt die Puppen tanzen« und »Wenn Lola ihre Waffen zückt«. Lesen ist sexy: venusbooks - der erotische eBook-Verlag.
Jay Benson ist das Pseudonym einer sehr erfolgreichen Autorin aus Deutschland, die eine große Leidenschaft für erotische Western hegt. Bei venusbooks erschienen Jay Bensons erotische Western 'Jennifer - In heißer Mission', 'Jessica, das Höllenweib', 'Jeder will Theresa', 'Hände weg von Jennifer', 'Kitty lässt die Puppen tanzen' und 'Wenn Lola ihre Waffen zückt'. Weitere Titel sind in Vorbereitung.
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Kapitel 5
Der Gefängniswagen von Marshal Davis rumpelte langsam auf die Stadtgrenze von Santa Fe zu. Im Fond, der nichts anderes war als ein vergitterter Kasten, saßen ein paar abgerissene Gestalten, die der Trupp des Sternträgers unterwegs aufgegabelt hatte. Es waren Kleinkriminelle, die ihm ins Netz gegangen oder von Town-Marshals in kleineren Städten übergeben worden waren. Da es in New Mexico nur wenige Gerichte gab, hatte der Bundesrichter die Idee gehabt, Marshals einzustellen, die die Gefangenen, die in den Jails der kleinen Städte schmorten, einsammelten und nach Santa Fe brachten. Im dortigen Bundesgericht urteilte man sie im Schnellverfahren ab, und es kam nicht selten vor, dass mehrere Verurteilte noch am selben Tag gemeinsam hingerichtet wurden. Auf jene, die mit Haftstrafen davonkamen, wartete das Bundesgefängnis oder eine neuerliche Fahrt mit dem Gefängniswagen, der sie ins Gefängnis in Albuquerque brachte. Viele von ihnen erlebten allerdings nicht mal mehr ihr Gerichtsverfahren. Die Hitze, der sie während des Transportes schutzlos ausgesetzt waren, gab den meisten von ihnen, die bereits verletzt oder ausgehungert waren, den Rest, und oftmals musste der Karren halten, um die Leiche irgendwo am Wegrand zu verscharren. Wenn er ehrlich war, war das eigentlich nicht das Leben, das sich Jonathan Davis vorgestellt hatte. Aber der Job brachte Geld, und vielleicht würde das, was er sich davon beiseite legte, eines Tages reichen, um eine kleine Ranch zu kaufen und dann den Stern an den Nagel zu hängen. Bis dahin würde er weiterhin durch die Lande ziehen und Verbrecher einsammeln und darauf hoffen, dass ihm eines Tages der ganz große Fang ins Netz gehen würde. Für jeden Verbrecher, den er ablieferte, gab es eine Fangprämie, und wenn auf irgendeinen »seiner« Sträflinge ein Kopfgeld ausgesetzt war, kassierte er auch das. Die wirklich schweren Jungs gingen ihm und seinen Kollegen allerdings nur sehr selten ins Netz. Solche Männer starben eher im Kugelhagel, als dass sie von einem Marshal aufgegabelt und in einen Gefängniswagen gesteckt wurden. Das Bundesgefängnis war bereits in Sichtweite, als ihm sein Kollege Henry Wilkins mit leerem Wagen wieder entgegenkam. »Na, Jon, wie sieht es aus?«, fragte dieser auch sogleich und warf einen kurzen Blick auf die staubbedeckten und von der Sonne fast vertrockneten Gestalten in dem Gitterwagen. »Habt ihr diesmal was Großes dabei?« Davis schüttelte den Kopf. »Nein, Henry. Ein paar Diebe, ein Sittenstrolch und ein Quacksalber, mehr ist uns diesmal nicht ins Netz gegangen. Einen Straßenräuber hatten wir noch, doch der hat sich von uns lieber erschießen lassen, als aufzugeben. Und wie sieht es bei dir aus?« »Ich hatte wenigstens einen Mörder dabei!«, rief der andere triumphierend und klopfte sich dann auf die Hosentasche, in der ein paar Dollars klimperten. »Diesmal wird meine Prämie ein bisschen höher ausfallen. Das Kopfgeld, das es auf den Kerl gibt, sind immerhin hundert Dollar!« »Gratuliere!«, sagte Jonathan mit einem breiten Grinsen. »Aber treib es mit dem Geld nicht zu bunt im Saloon. Mehr als zwei Bräute pro Nacht sollen schlecht für die Gesundheit sein!« »Ach, das lass ruhig meine Sorge sein«, gab der andere daraufhin lachend zurück. »Früher oder später krepieren wir alle irgendwie, sei es durch einen Schuss oder einen Sonnenstich. Da ziehe ich den Tod in den Armen einer hübschen Frau vor, das kannst du mir glauben!« »Ja, das glaube ich dir! Aber ich würde gern noch ein Weilchen auf der Erde rumspazieren, und so solltest du auch denken, alter Freund! Du weißt nicht, ob es in der Hölle auch irgendwelche Weiber gibt.« »Ha, ich bin mir sogar ganz sicher, dass es da unten welche geben wird. Nur die Braven kommen in den Himmel, und ich kenne viele, die nicht brav sind! Und die sind genau die richtige Gesellschaft für mich.« Jonathan lachte auf und gab dann seinem Kutscher das Zeichen, die Pferde wieder angehen zu lassen. »Dann mach's mal gut, alter Junge, vielleicht mache ich dir heute Abend Konkurrenz!« »Ja, tu das, aber beeil dich, sonst sind die besten weg!« Mit diesen Worten verabschiedeten sich die Männer voneinander und gingen dann ihrer Wege. Davis Wagen näherte sich jetzt der großen Hauptpforte des Gefängnisses, vor der der riesige Galgen stand. Er war so ausgerichtet, dass sechs Männer gleichzeitig hingerichtet werden konnten, was eine echte Erleichterung für den Henker war, bei der Masse an Gefangenen, die zum Tode verurteilt wurden. Noch fehlten die Stricke, denn man wollte sichergehen, dass nicht irgendwelche Komplizen der Verurteilten auftauchten und die Seile anschnitten. Also hängte man die Schlingen erst kurz vor der Hinrichtung auf. Diesmal blieb der Blick des Marshals aber nicht lange an dem großen Galgenbaum hängen. Er wurde eher von einer Gestalt angezogen, die neben dem Tor im Staub hockte. Es war unverkennbar eine Frau, eine ziemlich junge Frau. Was suchte sie hier? Direkt vor dem Tor brachte der Kutscher den Wagen zum Stehen. »Na, Jonathan, was hast du uns da Schönes mitgebracht?«, fragte Tom Higgins, der Gefängniswärter, während er mit den Schlüsseln klapperte, doch der Marshal antwortete erst einmal nicht. Sein Blick lag noch immer auf der jungen Frau, die vor dem Gefängnistor saß und leise vor sich hinschluchzte. Sie hatte lange, schwarze Locken und trug ein verschlissenes Kleid, und wie es aussah, hatte sie schon ein ziemliches Stück Weg hinter sich. »Was ist mit ihr?«, fragte Jonathan, ohne den Blick von der jungen Frau abzuwenden. »Marshal Carmichael hat ihren Bruder einkassiert, er soll heute Mittag die National Bank überfallen haben. Sie hat nen Heidenaufstand gemacht und gemeint, dass er unschuldig sei, aber Sie kennen ja den Town-Marshal, wen er einmal ins Jail gesteckt hat, lässt er so schnell nicht wieder laufen. Er meinte, dass der Richter über seine Schuld entscheiden wird. Und seitdem sitzt sie hier.« Wie der Spruch des Richters aussehen würde, konnte sich Davis schon denken. Bei so vielen Gefangenen, die er abzuurteilen hatte, machte er sich keine große Mühe, jeden Prozess lange am Laufen zu halten. Die meisten Gefangenen hatten ihren Urteilsspruch bereits nach fünf Minuten. Was für Judge Adams zählte, waren Indizien, und wenn diese vorhanden waren, war das Schicksal des Delinquenten schon so gut wie besiegelt. Marshal Davis war ein harter Hund, aber so, wie sie dasaß und vor sich hinweinte, rührte sie ihn schon. Nicht nur, weil sie noch so jung war, sondern auch eine ziemliche Schönheit. Konnte er ihr vielleicht helfen? »Na dann rein mit der Ladung!«, rief der Gefängniswärter und schloss mit lautem Schlüsselrasseln das Tor auf. Davis blieb erst einmal nichts anderes übrig, als seine Gefangenen abzuliefern, dann konnte er sich um die junge Frau kümmern. Sein Kutscher ließ die Pferde angehen, und wenig später rollte der Wagen auf den Innenhof des Gefängnisses. Dort warteten schon ein paar Wärter, um die Gefangenen zu den Gemeinschaftszellen zu bringen. Da sie vom Transport ohnehin ausgezehrt und obendrein aneinander gekettet waren, würden sie nicht viel Mühe mit ihnen haben. Davis schloss den Wagen auf, und nacheinander kletterten die Männer aus dem Wagen. Der Marshal folgte ihnen bis zur Zelle, und nachdem sie gezählt worden waren, überreichte er einem der Wärter die Papiere, auf denen Name und jeweiliges Vergehen der Gefangenen stand. Dieses Ritual war für den Marshal schon Routine, sodass er innerhalb weniger Minuten mit der Übergabe fertig war. Alles andere war nicht mehr sein Job, die Männer von Richter Adams würden sich ab jetzt um sie kümmern. Den Wärtern fiel allerdings auf, dass Davis heute ruhiger als sonst war und es auch eiliger hatte. »Nanu, Jon, warum beeilst du dich denn heute so? Brennt dir irgendwo die Milch an? Oder wartet etwa ein Mädchen auf dich?«, fragte der Wärter, dem er wortlos die Papiere in die Hand gedrückt hatte. Eigentlich war dies nicht seine Art, sonst war Davis immer für ein kleines Schwätzchen zu haben. Aber das Mädchen vor dem Tor wollte ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen. Auf die Frage seines Gegenübers grinste er schief. Ein Mädchen wartete schon, aber nicht auf ihn. »Du weißt doch, Peter, ich bin mit meinem Job verheiratet«, antwortete er und sah, wie der Wärter auflachte. »Gerade die, die so was sagen, heiraten als Erste!«, meinte er daraufhin. »Ja, aber erst, wenn sie genug Geld dazu haben, dass sie den Job hier quittieren können.« Es war Vorschrift, dass die Männer, die für Richter Adams durch New Mexico zogen, unverheiratet sein mussten. Ihr Job bedeutete, dass sie manchmal wochenlang unterwegs waren, und es passierte zuweilen, dass einer der Marshals den Kürzeren zog, wenn es darum ging, einen Ganoven in den Gefängniswagen zu bekommen. Offiziell hieß es, dass dies nur deshalb so sei, um Frauen und Kinder nicht zu Witwen und Waisen zu machen. Böse Zungen behaupteten allerdings, dass der Richter auf diese Weise den Schadensansprüchen der Hinterbliebenen entgehen wollte, genauso, wie es beim Pony-Express der Fall war, der nur Waisenjungen eingestellt hatte, weil der Job einfach zu gefährlich war. Jonathan Davis konnte dies egal sein, solange er mit heiler Haut nach Hause kam und sein Auskommen hatte. Aber er nahm sich vor, eine Familie zu gründen, sobald sein Geld dafür reichte. Das Geld, das er zum Glück nicht auf der Bank deponiert hatte ... »Sag mal, Higgins hat da was von einem Banküberfall erzählt, und einem Burschen, den sie geschnappt haben«, sagte er schließlich. »Was war denn...




