Bicos | Passion - Süßes Verlangen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 522 Seiten

Bicos Passion - Süßes Verlangen

Thriller
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-96148-306-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Thriller

E-Book, Deutsch, 522 Seiten

ISBN: 978-3-96148-306-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Wenn Vertrauen deinen Tod bedeuten kann: Der fesselnde Romantic-Thriller 'Passion - Süßes Verlangen' von Olga Bicos als eBook bei dotbooks. Abend für Abend beobachtet der reiche Jake Donovan die geheimnisvolle Schöne, die an den Spieltischen seines Casinos ein goldenes Händchen beweist. Jake ist besessen davon, hinter Macs Geheimnis zu gelangen - und schließlich entlockt er ihr die ebenso süße wie gefährliche Wahrheit: Die begnadete Chemikerin braucht dringend Geld für ihre Forschungen an einem Parfüm, das ungeahnte Leidenschaften weckt ... und in den falschen Händen zur gefährlichen Waffe werden kann. Was die attraktive Frau Jake zunächst verschweigt ist, dass sie in einen furchtbaren Skandal verwickelt ist und deswegen sogar vom FBI verfolgt wird. Nur Jake könnte sie jetzt noch retten - oder aber ihr Verderben sein ... 'Olga Bicos hat für sich ein faszinierendes Genre gefunden: den erotischen Spannungsroman. Unübertroffen und unverwechselbar!' Romantic Times Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der prickelnde Suspense-Roman 'Passion - Süßes Verlangen' von Olga Bicos - für Fans von Lisa Jackson und Sandra Brown. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Olga Bicos wurde in Havanna geboren, studierte Jura in Berkley und arbeitete als Firmenanwältin in einem Medienunternehmen in Los Angeles, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei zuwandte. Abenteuerlustig und weit gereist, lebt sie heute mit ihrer Familie in Kalifornien. Für ihre gefährlich-charmanten Helden wurde Olga Bicos für den begehrten K.I.S.S. Award der Romantic Times nominiert. Von Olga Bicos erscheinen bei dotbooks die Hot-Romance-Highlights »Fever - Gefährliche Liebe«, »Fever - Eiskalter Kuss« - beide Romane sind auch im Doppelband erhältlich - und »Passion - Süßes Verlangen« sowie die historischen Liebesromane »Die Liebe des Lords«, »Die Farbe der Kaktusblüte« und der Zeitreiseromane »Jetzt und für immer«.
Bicos Passion - Süßes Verlangen jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Kapitel 2


McCall hatte das Gefühl, als ob sie gleich verrückt würde.

Sie atmete tief ein und betrat die Hotelsuite. Dabei gab sie sich große Mühe, nichts anzustoßen oder zu stolpern, denn es war ihr ohnehin schon peinlich genug, derart betrunken zu sein. Die riesige Suite strahlte einen ganz eigenen Stil aus, aber es war die Eleganz, die sie wirklich überraschte. Irgendwie paßte es nicht in das Bild, das sie sich von ihrem Pfadfinder gemacht hatte.

McCall umschiffte die Granitarbeitsplatte mit den eingelassenen Küchengeräten, die die Küche vom Wohnbereich trennte. Sie trat auf die bis zum Fußboden reichenden Fensterscheiben zu, die einem einen weitschweifenden Ausblick auf den Fluß boten. Schließlich näherte sie sich, gegen ihren Schwindel ankämpfend, und mit auf den Berberteppich geheftetem Blick den beiden nagelneuen nierenförmigen Sofas. Ihr war ein wenig schlecht – und sie hatte ernsthafte Bedenken gegen eine so flüchtige Affäre.

Mit neunzehn Jahren, und damals auch noch als Jungfrau, hatte sie das letzte Mal mit einem Mann geschlafen. Vielleicht sind zehn Jahre doch eine zu lange Zeit, um nun so etwas hier zu wagen, dachte sie, während sie sich setzte. In der Hand hielt sie ihr Täschchen und die aufgerollten Seiten des Artikels aus der Zeitschrift American Science, den ihr Roger vor einiger Zeit gegeben hatte. Dann waren da noch die denkwürdigen Augenblicke mit ihrem Doktorvater, ihre erste und gleichzeitig letzte sexuelle Erfahrung. Schnell und schmerzhaft und mit einer Menge Stöhnen seinerseits auf dem Laborfußboden, war die Angelegenheit für sie nicht unbedingt ein überwältigendes Ereignis gewesen.

»Was möchtest du trinken?« fragte Jake, der hinter dem Granittresen stand. »Ich hätte sogar Champagner.« Er drehte sich um und zog eine Halbliterflasche aus dem Kühlschrank. Sie verzog das Gesicht. »Kaffee. Ich habe mich vorhin richtig vor dir geschämt.«

«Kenne ich selbst ganz gut ... das habe ich auch alles schon durchgemacht. Am nächsten Morgen wacht man auf, fühlt sich schlecht, und die Probleme sind noch genauso groß wie am Tag zuvor.«

Sie lächelte matt. »Du bist wirklich ein Pfadfinder.«

»Hmmm«, erwiderte er ausweichend. »Wäre dir löslicher Kaffee recht? Ich habe aber auch noch eine Sorte mit Extraaroma.« Er verschwand hinter dem Tresen, und sie hörte ihn herumwerkeln. Sich aufrichtend hielt er eine Dose hoch. »Internationaler Irischer Mokka.«

»Klingt vielversprechend.«

Der Wasserkessel auf dem Ceranfeld war wie eine Kuh bemalt, die Tülle diente als Kopf. In einer Umgebung, in der gerahmte Kunstdrucke und Bodenvasen mit Weidenästen und Seidenblumen um die Aufmerksamkeit des Betrachters buhlten, schien er vollkommen fehl am Platze zu ein. Jeder Gegenstand in der Hotelsuite paßte in das perfekte Design, das aus verschiedenen, aufeinander abgestimmten cremefarbenen Farbtönen bestand.

»Hast du dir das hier selbst eingerichtet?« fragte sie der Form halber, obwohl dies ihrer Meinung nach kaum der Fall sein konnte. Die Möblierung zeigte deutlich einen weiblichen Einfluß.

»Das ist eine lange Geschichte«, entgegnete er und füllte den Wasserkessel.

McCall lehnte sich auf dem nierenförmigen Sofa zurück und beobachtete, wie Jake den Kaffee auf zwei Tassen verteilte. Da sie sonst nichts zu tun hatte, nestelte sie an dem Artikel herum, und legte ihn schließlich zusammen mit ihrem Täschchen auf dem Tisch ab.

Als sie den Champagner bestellt hatte, hatte sie sich ursprünglich nicht betrinken wollen. Sie hatte lediglich die Hoffnung gehabt, daß der Champagner die Bilder der Beerdigung wegwischen würde: der Argwohn auf dem Gesicht ihrer Schwester, die Ablehnung auf dem ihres Vaters, dann der Anblick ihrer Mutter in dem weißlackierten Sarg voller Lilien und Nelken. McCall war nur drei Wochen in New Orleans gewesen. Sie hatte geglaubt, daß ihrer Mutter noch mehr Zeit geblieben wäre, sie hatte um etwas mehr Zeit gebetet.

Die Wirkung des Champagners hatte die Bilder vom Rand her verschwimmen lassen, der Schmerz hatte ein wenig nachgelassen. Sie hatte noch ein Glas bestellt. Und dann noch eines. Sie war direkt von der Beerdigung mit einem Taxi ins River Palace gefahren – das war auch gleich ihr erster Fehler gewesen. Sie hatte einem Schnellkochtopf geähnelt, der kurz davor war zu pfeifen. Sie hatte nach einem Ort gesucht, wo sie etwas Dampf ablassen konnte, um nicht zu explodieren. Sie war viel zu leicht zu verwunden gewesen.

McCall blickte auf die aufgerollten Seiten des Artikels, den ihr Roger mit dem ihm eigenen überlegenen Lächeln in die Hand gedrückt hatte. Der Artikel war eine deutliche Erinnerung daran, wie viele Jahre er und sein Vater ihr gestohlen hatten. Sie grübelte darüber nach, ob es der Sinn dieser Nacht gewesen sein sollte, Curtis Clarke zu treffen und sich zu einer letzten Runde des riskanten Spiels aufzuraffen.

Jetzt aber näherte sich ihr der Pfadfinder mit zwei Tassen dampfenden Kaffees. Er war groß und athletisch gebaut und hatte rötlichblondes, kurzgeschnittenes Haar wie George Clooney. Und er hatte wunderschöne braune Augen. Grübchen. Eine starke Ausstrahlung. Am Kartentisch hatte er ihr das Gefühl gegeben, als sei sie der einzige Mensch im ganzen Raum. Sie beobachtete, wie er das Zimmer durchquerte. Und sie mußte sich eingestehen, daß die heutige Nacht weit mehr als bloß eine Ablenkung werden würde.

McCall nahm ihre Tasse entgegen. Ihr Blick folgte Jake, wie er zur Musikanlage, die vor der einen Wand stand, hinüberging. Vor dem heutigen Abend hatte sie ihre erotischen Gefühle vorsichtig für eine unbestimmte Zukunft gehegt und gepflegt – die dann aber doch niemals eingetreten war. Noch nie zuvor hatte sie einem Mann in die Augen geblickt und Verlangen gespürt.

Als der Pfadfinder seinen Blick in ihrem Ausschnitt versenkt hatte, konnte sie es bis in die Zehenspitzen hinein spüren. Er hatte sie mit diesem ihm eigenen begehrenden Blick betrachtet. Und McCall hatte die verführerische Note in seinen Augen sehr genossen – konnte sich dem auch gar nicht entziehen. Da war etwas, das sie noch weiter erforschen wollte.

Sie hörte den sanften Klang eines Saxophons, der von einem versteckten Lautsprecher aus das Zimmer füllte. Jake hatte eine Jazzplatte aufgelegt. »Das hört sich aber gar nicht tschechisch an«, meinte sie.

Er ließ sich neben ihr auf der Couch nieder und stieß mit seiner Tasse leicht gegen ihre an. »Ich wollte dich ganz allmählich in meine Musiksammlung einführen und erst einmal mit ein wenig Jazz beginnen. Danach vielleicht etwas Bluegrass. Und wie sieht es mit dir aus, Mac? War es ein sehr schlimmer Tag?«

»Jedenfalls kein besonders guter. Und mein Name ist McCall. Ich mache mir nicht viel aus Kosenamen.«

»Ach ja?« Wieder berührte Jake ihre Lippen. Er strich mit dem Daumen sanft über ihre Unterlippe und löste damit eine ganze Reihe ihr bis dahin unbekannter Gefühle aus. »Du wirst dich schon daran gewöhnen«, sagte er, setzte die Kaffeetasse ab und beugte sich zu ihr hinüber.

Sie wußte sofort, daß dieser Kuß ganz anders sein würde – wie anders jedoch, darauf war sie nicht vorbereitet gewesen. Die Männer in ihrer Umgebung waren keine sonderlich sinnlichen Typen. Genau wie McCall verbrachten sie ihre Zeit vor Computern oder über Reagenzgläser gebeugt. Sie waren etwas ungeschickt und ein wenig ruppig in ihrer sexuellen Annäherung und hatten es immer eilig, das Ziel zu erreichen.

Der Pfadfinder dagegen küßte sie, als ob Zeit überhaupt keine Rolle spielen würde. Als seine Lippen mit ihren spielten, hätte sie seinen Küssen regelrecht einen Verdienstorden verleihen mögen. Das war so ganz anders als mit Paul, der – nach einem einzigen und niemals wiederholten Vollzug – sich unter tausend Entschuldigungen mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn gewischt hatte. Ein Jahr, nachdem er ihre Jungfräulichkeit genommen hatte, hatte er dann auch noch ihre gesamten Forschungsergebnisse unter seinem Namen veröffentlicht und sie gezwungen, die Universität zu wechseln. Damit hatte er ihr noch ein zweites Mal bewiesen, daß Männer sich eben nichts aus ihrem Körper machten.

Der Pfadfinder dagegen schien sich überhaupt gar nichts aus ihrem Intellekt zu machen. Er befeuchtete ihre Lippen mit seiner Zunge, ehe seine Zunge langsam in ihren Mund drang. Sie konnte es selbst nicht glauben, daß sie stöhnte, aber das Geräusch erschien ihr als vollkommen natürliche Reaktion.

Lächelnd lehnte er sich zurück. Er hatte ein wunderschönes Lächeln. Allein bei diesem Anblick wurde ihr schon schwindlig.

»Vorsicht.« Er nahm ihr die Kaffeetasse ab, die sie ihm beinahe über den Schoß gekippt hätte.

Plötzlich spürte sie ein Feuer in sich lodern, während er ganz ruhig die Kaffeetasse auf dem Glastisch abstellte. Möglicherweise war dies alles für ihn bloß reine Routine. Doch dann erinnerte sie sich, wie sehr er sich bemüht hatte, sie nüchtern zu halten ... und er hatte etwas sehr Konzentriertes an sich. Andere Männer hatten ihr weit weniger Aufmerksamkeit entgegengebracht, während sie doch immerhin auf ihre nobelpreisverdächtigen Resultate gewartet hatten.

Er zog die Nadeln aus ihrem Haar und ließ die schweren Strähnen auf ihre Schultern fallen. Sie fühlte, wie sie den Boden unter den Füßen verlor. Wenn sie doch nur nicht soviel getrunken hätte! Der Champagner begann, ihren Magen zu übersäuern, während sich ihre Erregung dagegen noch weiter steigerte. Hoffentlich würde ihr nicht übel werden, oder daß sie gar in Ohnmacht fiele!

Nach Luft ringend löste sie sich aus seiner Umarmung und stand auf, da er sie, nach ihrer Einschätzung, viel zu sehr erregte. Sie ging auf die Musikanlage zu, ohne auch nur...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.